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Markstein & Grosser Belchen (Vogesen/Elsass) 19.1.2019

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Harzwinter
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Markstein & Grosser Belchen (Vogesen/Elsass) 19.1.2019

Beitrag von Harzwinter » 22.01.2019 - 21:05

Markstein & Grosser Belchen (Vogesen/Elsass) 19.1.2019

Anfahrt: Ettlingen - A5 - Autobahndreieck Neuenburg - Mülhausen - Gebweiler - Lauchtal - Markstein in 2:10 h.
Wetter: Sonnig, -10°C bis -5°C
Schnee: 25-50 cm, oben pulvrig, unten hart
Anlagen in Betrieb: Alle - Markstein 6 Stangenschlepplifte, Grosser Belchen 3 Stangenschlepplifte
Wartezeit: 0-4 min in beiden Skigebieten
Gefallen: Stangenschlepper, Panorama, Optische Nähe der Berner Alpen
Nicht gefallen: Beide Skigebiete sind im Januar Schattenlöcher. Stillgelegter Skilift Gloupe separiert das Skigebiet vom Gipfel des Grossen Belchen.
Bewertung: 4 von 6 Mittelgebirgspunkten
Internet: Markstein, Grand Ballon / Grosser Belchen


Nachdem das Jahr 2018 für mich sommers wie winters vogesenlos geblieben war, musste mal wieder ein Ausflug in ein Vogesenskigebiet her. Schließlich gefällt mir dieses Mittelgebirge deutlich besser als sein rechtsrheinischer Bruder, der Schwarzwald. Leider dauert von unserem Wohnort aus die Anfahrt in alle Südvogesenskigebiete mindestens 45 Minuten länger als in gleichwertige Skigebiete des Südschwarzwalds - in der Zeit bin ich aus dem Raum Karlsruhe auch fast im Allgäu. Aber da muss ich halt durch.

Da ich das Ostallgäu am Vorabend wetter- und zielebedingt verworfen hatte, standen für den 19. Januar der Grosse Belchen / Grand Ballon (mit 1424 m höchster Vogesenberg) und der benachbarte Markstein (bis 1267 m) auf dem Programm. Benachbart ist hier relativ - da die gerade mal 7 km lange Straßenverbindung über die Route des Crêtes im Winter gesperrt ist, muss man für den Wechsel komplett ins Thurtal hinunter- und auf den jeweils anderen Berg wieder hinauffahren. So werden daraus 45 km und fast eine Stunde Transferzeit. Das will gut überlegt sein ... da das obere Thurtal aber landschaftlich sehr schön ist, lohnt sich der Aufwand. Weil am Markstein am Nachmittag des 19. Januar irgendein undefinierbares Skifest stattfand, wurde er mein Vormittagsziel, und zum Grossen Belchen ging es folglich nachmittags.

Auf der Anfahrt zum Markstein war ich über die Elsässer Straßenräumgewohnheiten erstaunt: Im Gegensatz zu Deutschland und der Schweiz werden die Höhenstraßen der Vogesen nach Schneefällen weder schwarz geräumt noch mit Salz gestreut. Die festgefahrene, vereiste Schneedecke bleibt auf der Fahrbahn und wird lediglich mit Splitt garniert. Entsprechend müssen die Wintersportler vorsichtig fahren ... ein gutes Fahrtraining!

Das Skigebiet Markstein befindet sich auf dem östlichen der beiden Vogesenhauptkämme, die sich südlich des Col de la Schlucht bzw. des prägnanten Hohneck herausbilden und vom Thurtal getrennt werden. Liftanlagen und Abfahrten wurden an den Nordhängen von Jungfrauenkopf und Trehkopf angelegt. Entsprechend ist das Skigebiet im Januar ziemlich schattig. Der Markstein ist kein Berg, sondern eine Lokalität neben dem Jungfrauenkopf ... vermutlich war es früher eine Alm oder Schäferei. Das Skigebiet wird von der Route des Crêtes gequert, die im Winter gesperrt und zugeschneit ist. Vom Parkplatz und den Infrastrukturgebäuden am Markstein kann man das Skigebiet kaum einsehen, denn es befindet sich unterhalb bzw. hinter einer Waldkante. Unterhalb liegt das Übungsareal mit zwei kürzeren einfachen und einem gedoppelten Stangenschlepper (3x Grenouillère, Tremplin 1) und leichten Abfahrten, hinter der Waldkante das Hauptbeschäftigungsgebiet mit der gleichen Aufteilung längerer Liftanlagen (Tremplin 2, 2x Fédérale, Steinlebach) und teils anspruchsvolleren Abfahrten. Die beiden Doppelschlepper Grenouillère und Fédérale machen einen jüngeren Eindruck als ihre recht betagten, aber technisch unverwüstlichen Kollegen. Insbesondere der Skilift Steinlebach bedurfte bei meinem Besuch kontinuierlicher Pflege und guter Zurede des Personals, um seinen Dienst durchzuführen.

Von den meisten Abfahrten am Markstein sieht man über das Rheintal in den Südschwarzwald zum Feldberg und Belchen. Vom Jungfrauenkopf und Trehkopf gibt es schönen Blick von den Glarner bis zu den Berner und Waadtländer Alpen. Die Savoyer Alpen verdeckt der Grosse Belchen, mein Nachmittagsziel. Bei meinem Besuch war es vormittags über dem Schweizer Mittelland noch etwas dunstig, so dass die Alpenberge optisch zunächst schwach hervortraten.

Der Skipass Markstein ist ein Papieraufkleber, dessen Hälften auf eine an der Skijacke zu befestigende Drahtschlaufe zu kleben sind (1970er Jahre-System; gibt's auch auf der anderen Rheintalseite in Münstertal-Wieden). Nach kurzem Aufenthalt im Übungsgebiet begab ich mich zum längeren Stangen-Doppelschlepper Fédérale und seinen Abfahrten, die teils arg bäuerlich präpariert waren - im oberen Skigebietsteil pulvrig, unten eher hart, meist voller unebener Spurübergänge, Kanten und Rillen, die in den schattigen Abschnitten nicht gut zu sehen waren. Von den beiden schwarzen Abfahrten war die 'Stade' für Rennteams gesperrt, die 'Chartron' unpräpariert recht gut befahrbar. Zur Saison 2018/19 hat man dem Skilift Steinlebach, der den landschaftlich schönsten Teil des Skigebiets erschließt, eine neue, leichte Außenrum-Abfahrt spendiert, die teils auf Ziehwegen verläuft. Sie ermöglicht den Skigästen eine Einkehr in der Auberge Steinlebach am Rand des Gebiets. Ansonsten sind die Abfahrten im Beschäftigungsgebiet eher unspektakulär.

Bei meinem Besuch wimmelte es im Skigebiet Markstein von Kinderskischulen. Dadurch kam es zu Wartezeiten an den Liftanlagen, die sich wegen der hohen Beförderungskapazität aber in Grenzen hielten. Beim Warten wurde es wegen der unfreiwilligen Sprünge der Besucher beim Katapultstart der Stangenschlepper immerhin nicht langweilig. :D Das Liftpersonal war sehr darum bemüht, die Kinder zum Start der Liftfahrt anzuschieben, damit sie nicht gleich wieder herausflogen.

Gegen 12:30 Uhr wechselte ich vom Markstein zum Grossen Belchen / Grand Ballon, wo ich erst rund eine Stunde später eintraf. Bei der Fahrt durchs obere Thurtal wähnt man sich wegen der Höhenprofile nicht im Mittelgebirge, sondern eher in gemäßigten Alpenregionen wie Entlebuch oder Steiermark. Wegen Wintersperre der Route des Crêtes und der kleinen Bergstraße von Gebweiler aus ist der Grosse Belchen für Wintersportler ausschließlich von Willer-sur-Thur erreichbar und somit relativ abgelegen. Vielleicht aus diesem Grund war das Skigebiet vor ein paar Jahren schon einmal stillgelegt, wurde nach Protesten der lokalen Wintersportler aber wieder reaktiviert. Da ich nach dem Skifahren einen Gipfelbesuch geplant hatte, wollte ich das Auto eigentlich am Gipfelparkplatz des Grossen Belchen abstellen, doch von dort bzw. von der Route des Crêtes aus war die irgendwo unterhalb liegende Bergstation des Skilifts du Ballon nicht einsehbar. Also ging es wieder die 5 Minuten hinunter zu einer anderen Abstellfläche, die wohl mehrheitlich von den Alpinskifahrern genutzt wurde.

Das Skigebiet am Grossen Belchen wird von derselben Gesellschaft betrieben wie das am Markstein. Obwohl es offiziell keinen kombinierten Skipass Markstein plus Grand Ballon gibt (was wegen der Stunde Transferzeit nachvollziehbar ist), sehen beide Klebe-Skipässe identisch aus und unterscheiden sich nur im einzeiligen, undeutlichen Aufdruck in sehr kleiner Schrift auf der Rückseite. Für einen Folgebesuch werde ich also nicht zwei Halbtages-, sondern einen Ganztagespass kaufen - das wird im jeweils anderen Skigebiet niemandem auffallen. Das Skigebiet Grand Ballon verfügt lediglich über drei Stangenschlepplifte, die Abfahrten mit aufsteigendem Schwierigkeitsgrad bedienen. Der frühere Skilift Gloupe, der das Skigebiet mit dem Gipfelhotel verband, wurde aufgegeben und steht heute teildemontiert als Leiche im Wald. Durch die Ostausrichtung des Skigebiets eignet es sich vom Sonnenstand her eher für einen Vormittagsbesuch und war bei meinem Aufenthalt arg schattig. Aber für meinen abschließenden Gipfelbesuch wollte ich gern Spätnachmittagslicht haben ... es gibt halt nicht das Beste aus allen Welten.

Da zeitgleich mit mir ein Bus voller Skischulkinder an Kasse und Übungslift eingetroffen war, ersparte ich mir nach der Warterei auf den Skipasskauf die einleitende Fahrt mit letzterem und fuhr gleich zum Skilift Combe hinunter. Das sollte mich auch nicht glücklicher machen. Zwar war die Warteschlange kurz, aber die Anlage blieb eine Viertelstunde lang nach jedem Anlauf wieder stehen, was jeweils den Einsatz eines snowcatfahrenden Mitarbeiters auf mehreren Liftstützen erforderte. Erst gegen 14:30 Uhr hatte ich mit dem Téléski du Ballon den höchsten Punkt des Skigebiets auf ca. 1300 m erreicht.

Die Abfahrten und der Ausblick im Skigebiet Grand Ballon gefielen mir besser als am Markstein. Dennoch hat man am Grossen Belchen viel zu wenig aus dem skiseitig Möglichen gemacht. Die beiden längeren Lifte und ihre Abfahrten befinden sich sämtlich unterhalb der Route des Crêtes im vogesentypischen Bergbuchenwald, so dass vorwiegend in Schneisen gefahren wird. Der baumfreie Bereich oberhalb der Gipfelstraße ist nicht ansatzweise in die Skiflächen integriert, und das Fehlen der Anbindung des Gipfelhotels lässt ein bedeutendes Stück Abwechslung ungenutzt. Die Präparation der Pisten am Grossen Belchen war besser als am Markstein. Da alle Abfahrten auf Naturschnee angewiesen sind, gab es ein paar Stellen mit Steinchendekor. Faszinierend ist der Alpenblick von einigen Abfahrten des Téléski du Ballon ... an einigen Stellen entsteht der Eindruck, direkt auf die Berner Alpen zuzufahren. Zwei schwarze Abfahrten blieben offiziell schneemangelbedingt gesperrt; irgendwo fand ich mich trotzdem auf einem Stück Schwarz wieder.

Von der Abfahrt Arnold kann man auf ein aufgelassenes Pistenstück des früheren Téléski Gloupe wechseln und kommt so (fast) an dessen ehemaliger Talstation vorbei. Auf der Trasse stehen noch alle Stützen des Lifts. Die komplette Talstation, die obere, fliegende Umlenkung und das Seil fehlen. Obwohl der Lift kurz war, ist das ein Verlust. Wie schon oben erwähnt, geht dadurch der Kontakt zwischen Skigebiet und Gipfel komplett verloren, und als Skifahrer fühlt man sich nicht richtig "oben". Man sollte versuchen, einen gebrauchten, kurzen Stangenschlepper jüngeren Baujahres (mit CE-Zertifikat) zu erwerben, um das Manko auszugleichen und das Skigebiet so attraktiver zu machen.

Kurz nach 16 Uhr begab ich mich über die Piste Weiss (mit dem schönen Panorama der Berner Alpen) auf die letzte Abfahrt zurück zum Parkplatz. Von dort ging es noch einmal in 5 Minuten mit dem Auto hinauf zum Gipfelparkplatz am Grossen Belchen, wo auch das Gipfelgasthaus steht. Ab dort hat die Route des Crêtes Wintersperre, d.h. die Straße ist eine Sackgasse. Vom Parkplatz ging es anstrengend, weil nur von Schneeschuhgehern gespurt und teils hängend, in 15 Minuten die 80 Höhenmeter hinauf zur Flugsicherungsanlage auf dem Gipfel und dem etwas tiefer stehenden Denkmal. Wie geplant stand die Sonne schon tief und tauchte die Südvogesenlandschaft in gelbliches Nachmittagslicht. Nur ein einsamer Fotograf mit großem Stativ war außer mir hier anzutreffen. Die Impression ... gigantisch! Die Luft war trocken geworden und die Alpenkette erschien noch näher als zuvor. Die Aussicht nach Süden reichte von den Glarner Alpen bis zum Montblanc. So schön habe ich das selten gesehen.

Hochzufrieden verließ ich den Gipfel des Grossen Belchen und stapfte vergnügt zum Auto zurück. Wie die Hinfahrt erforderte auch die Rückfahrt nach Ettlingen zwei Stunden und zehn Minuten.

Fazit:

Nach La Bresse, Gaschney, Le Tanet und Schnepfenried waren Markstein und Grosser Belchen meine Vogesenskigebiete Nummer fünf und sechs. Meine skifahrerische Bewertung der Gebiete entspricht der Reihenfolge der Aufzählung, d.h. Markstein und Grosser Belchen können mit den zuvor besuchten nicht ganz mithalten. Zumindest ein Skibesuch auf dem Grossen Belchen ist aber wegen der Möglichkeit des einfachen Gipfelaufstiegs und - bei schönem Wetter - des großartigen Panoramas unbedingt eine Empfehlung wert.

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Beim Nachrecherchieren werde ich später zuhause feststellen, dass ich beim Umsetzen vom Markstein zum Grossen Belchen das vielleicht interessanteste aufgegebene Skigebiet der Vogesen verpasst habe - Le Frenz über dem Thurtal. :( Angeblich steht dort immer noch ein rund 1200 m langer, doppelter Stangenschlepplift ungenutzt im Wald unter dem Felsachkopf herum. Nur der kurze Zubringerlift blieb länger erhalten und bediente die Kinderskischulen ... inzwischen läuft er wohl auch nicht mehr. Auf der verlinkten Seite ist sogar eine Karte des ehemaligen Skihangs enthalten. Und natürlich habe ich mir vor dem Ausflug die Opentopomap vom Markstein und Umgebung intensiv angeschaut. Nur ist die Karte des Skihangs auf der Historienseite leider vor dem Ort Kruth abgeschnitten, und bei Opentopomap ist die Siedlung Frenz als westlicher Ortsteil von Kruth im Thurtal nicht namentlich vermerkt, noch nicht einmal als Straßenname - eine Datenpanne. :( Eine Untersuchung des ehemaligen Skilifts wäre sicherlich interessant gewesen. Wer die Chance hat, hinzukommen, kann ja mal nachschauen gehen. Vom Trehkopf im Skigebiet Markstein aus ist der ehemalige Skihang Frenz am Felsachkopf leider nicht einzusehen, weil er von einem Vorbuckel des Trehkopfs verdeckt wird.



41 Fotos vom Skigebiet Markstein - die vom Grossen Belchen folgen anschließend:

Anfahrt irgendwo zwischen Mülhausen und Gebweiler. Links hinten der Grosse Belchen, mit 1424 m höchster Vogesenberg und nur 69 m niedriger als der Feldberg, sein Pendant im Südschwarzwald.
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So sieht der ankommende Gast das Gebäudeensemble auf dem Markstein. Früher gab es auf den Jungfrauenkopf links einen direkten Stangenschlepplift. Der fiel später dem Bau der Coaster-Rodelbahn für den Sommerbetrieb zum Opfer.
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Pistenplan Markstein - links das Übungsareal, rechts das Hauptbeschäftigungsgebiet am Jungfrauenkopf und Trehkopf.
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Vom Kassengebäude aus fahren alle Skigäste zunächst den Übungshang hinunter.
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Weil der Übungshang so schön in der Sonne liegt, fahre ich gleich wieder mit seinem arg langsamen Stangenschlepper Grenouillère II/III hinauf und freue mich über die tollen Karomuster auf der Trasse, die vom Zaunschatten gestaltet werden. :D 'Grenouillère' heißt übrigens auf deutsch 'Strampelanzug' - ein schöner Name für den Ski-Übungsbereich!
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Wer ins Beschäftigungsgebiet fahren will, muss die Trasse des Téléski Tremplin I queren. Die namensgebenden Skisprungschanzen am Markstein wurden vor Jahrzehnten aufgegeben und stehen nebenan zugewachsen im Wald.
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Der Skilift Tremplin II befördert mich in die richtige Richtung ...
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... auf den Jungfrauenkopf zu. Leider hat man den Lift nicht bis auf den Grat hinaufgezogen, warum auch immer.
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Vom Ausstieg des Téléski Tremplin II fährt man den halben Hang zu den beiden Hauptbeschäftigungsliften Fédérale und Steinlebach ab.
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Der gedoppelte Stangenschlepplift Fédérale ersetzte vor nicht allzu vielen Jahren eine Vorgängeranlage, ...
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... deren Talstationsgebäude mit großer Portalöffnung für den ehemaligen Antrieb bis heute dort steht.
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Der Skilift Fédérale fährt in den sonnenbeschienenen Hangbereich hinauf.
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Von der Bergstation Fédérale auf dem Jungfrauenkopf schaut man über den benachbarten Steinlebachlift auf die prägenden, rund 1300 m hohen Vogesenkuppen von Schweisselwasen, Batteriekopf, Rainkopf (mit dem Steilabfall nach Osten) und Kastelberg, auf dem die Liftbergstation von La Bresse steht.
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Nördlich angrenzend schweift der Blick zum Hohneck mit Berghotel und Lawinenzügen.
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Nach Süden schaut man über die Station Markstein hinüber zum ca. 5 Luftlinienkilometer entfernten Grossen Belchen mit der markanten Flugsicherungsanlage. Die dahinterliegenden Schweizer Alpen kommen auf diesem Foto nicht heraus.
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Und noch der Blick nach Westen hinüber zum Trehkopf, auf dem sich die Bergstation des Skilifts Steinlebach befindet.
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Vom Jungfrauenkopf fährt man durch ein kleines Tal über die leichte Abfahrt 'Les Crêtes' wieder hinunter zur Talstation. Es gibt zwei schwarze Abfahrten, von denen eine (Stade) bei meinem Besuch für Rennteams gesperrt war. Die andere (Chartron) war unpräpariert recht gut zu fahren.
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Unterer Teil der Abfahrt 'Les Crêtes'.
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Der Skilift Steinlebach hat eine flachere Trasse auf den Vogesenkamm als der Skilift Fédérale. Er erschließt den schönsten Teil des kleinen Skigebiets und scheint nur am Wochenende in Betrieb zu sein.
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Kurve des Téléski Steinlebach.
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Von den Bergstationen auf dem Jungfrauenkopf und Trehkopf schaut man über Südelsass und Jura in die Berner Alpen. D.h. man kann tatsächlich vom Jungfrauenkopf auf die Jungfrau schauen ... :D Morgens lag noch Dunst vor der Alpenkette, der sich nachmittags auflöste. Im Vordergrund die Schienen der Coaster-Rodelbahn auf dem Markstein.
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Schreckhorn, Finsteraarhorn und Fiescherhörner in den Berner Alpen.
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Das hier sind Fiescherhörner, Eiger und Mönch, ...
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... und durch eine Lücke zwischen den Berner Massiven Blümlisalp/Doldenhorn und Balmhorn/Altels schaut doch tatsächlich die Mischabelgruppe mit dem Dom (4545 m) in den Walliser Alpen hindurch! :D Weiter westlich sind - nicht auf diesem Foto - auch noch die Walliser Viertausender Weisshorn und Dent Blanche zu sehen.
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Abfahrt Steinlebach.
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Nochmal hinauf mit dem Téléski Fédérale. Auf der anderen Seite sieht man das Gasthaus Auberge Steinlebach.
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Flache Abfahrtsteile auf dem Hauptkamm mit schönem Panorama.
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Abfahrt Tremplin II vom Jungfrauenkopf.
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Der Skilift Tremplin I bringt die Skifahrer wieder in den Übungsbereich.
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Im Téléski Tremplin I. Links der gedoppelte Übungsschlepper Grenouillère in Richtung Parkplatz/Kasse, den ich schon morgens gefahren bin.
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Und wenn man unterhalb von dessen Talstation quert, ...
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... erreicht man den kaum genutzten Übungslift Grenouillère I.
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Rückblick vom Skilift Grenouillère I zum Parkplatz und zum Jungfrauenkopf.
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Jetzt fahren wir mal von der Bergstation des Skilifts Steinlebach (also vom Trehkopf) die landschaftlich schöne, sehr flache Außenrum-Schleife zur Auberge Steinlebach. Das hier war früher der Snowkiter-Bereich.
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Ziehwegabfahrt zur Auberge Steinlebach am Viehzaun entlang.
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An der schön gelegenen Auberge Steinlebach, die bei meinem Besuch durch unpassende, laute Außenbeschallung auffiel, obwohl es dort kältebedingt gar keine Außenrestauration gab.
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Rückweg von der Auberge Steinlebach ins Skigebiet.
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Jungfrauenkopf im Profil. Links die für Rennteams reservierte, schwarze Piste 'Stade', rechts die unpräparierte, schwarze 'Chartron'.
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Blick von der Abfahrt 'Chartron' zum Téléski Fédérale.
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Rückbringerpiste 'Bichettes' zum Parkplatz. 'Bichette' bedeutet 'Hirschkuh'.
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Letzte Impression meines Aufenthalts am Markstein.
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37 Fotos vom Skigebiet und Gipfel Grosser Belchen / Grand Ballon:

Blick aus dem Ort Willer-sur-Thur im Thurtal - im Winter Ausgangspunkt der Stichstraße - hinauf zum Grossen Belchen. Dazwischen liegen 1050 Höhenmeter.
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Pistenplan Grand Ballon / Grosser Belchen.
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Kasse und Übungs-Stangenschlepper Ferme. Nach rechts unten geht es zum Skilift Combe. Im Wald sieht man Schneise und Abfahrten des Téléski Ballon, darüber der Gipfel des Grossen Belchen.
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Skilift Combe, der untere der beiden größeren Stangenschlepper im Gebiet. Beim Warten auf meine erste Bergfahrt blieb er eine Viertelstunde lang nach jedem Anfahren gleich wieder stehen, später lief er aber durch.
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Trasse und Abfahrt des Téléski Ballon.
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Eine der Abfahrten des Skilifts Combe.
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Kurve des Skilifts Combe.
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Das gleiche von oben gesehen. Hinten der Südschwarzwald.
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Nur über den Skilift Combe gelangt man zur Talstation des Téléski Ballon, der zwar nicht zum Gipfel, aber immerhin zum höchsten Punkt des Skigebiets führt.
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Trasse Skilift Ballon im vogesentypischen Zwergbuchenwald.
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Dito von oben. Unten erkennt man durch den Dunst das Rheintal.
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Der Skilift Ballon bedient ein paar schöne präparierte und auch unpräparierte Abfahrten.
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Zoom übers Rheintal in den Südschwarzwald auf Feldberg/Seebuck, Herzogenhorn und Belchen.
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Zoom auf Feldberg und Seebuck mit ihren Aufbauten. Vor dem Feldberggipfel ist die St. Wilhelmer Hütte gut zu erkennen. Die Freifläche links vor dem Seebuck ist der Stübenwasen über Todtnauberg, die Artefakte im Schnee wahrscheinlich Loipen.
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Skilift Ballon kurz vorm Ausstieg.
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Abfahrt 'Bleue' am Téléski Ballon.
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Von den meisten Abfahrten am Skilift Ballon sieht man die Berner Alpen eindrucksvoller als es das Foto vermittelt.
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Im leichten Zoom liegt die fotografische Wiedergabe näher an der realen Wahrnehmung vor Ort. Schreckhorn, Finsteraarhorn, Fiescherhörner, Eiger, Mönch.
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Wetterhorn, Schreckhorn und Finsteraarhorn im starken Zoom, davor der Schweizer Jura.
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Dito das Trio Eiger, Mönch und Jungfrau.
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Zurück auf der schön sonnigen Abfahrt des Übungs-Stangenschleppers Ferme.
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Téléski Ferme. Nachmittags ziehen erste Schleierwolken als Vorboten des Schlechtwetters des Folgetags auf.
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Blick vom Skihang Ferme zum Gipfel des Grossen Belchen.
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Abfahrt zwischen den Skiliften Combe und Ferme.
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Wir fahren noch einmal mit dem Skilift Ballon hinauf. Von dessen Abfahrt Arnold kommt man per Tree Skiing zur ...
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... aufgelassenen Abfahrt des ehemaligen Skilifts Gloupe. Zur früheren Talstation geht es unten links.
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Das Talstationsgebäude steht noch, aber die komplette Talstation des früheren Stangenschleppers Gloupe, die links danebenstand, fehlt; ebenso das Seil.
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Die Stützen stehen noch in der Lifttrasse.
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Nach der letzten Abfahrt gegen 16:15 Uhr fahre ich mit dem Auto die 5 Minuten zum Gipfelparkplatz hinauf. Schwarz geräumt wird weder hier noch am Markstein.
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Das Gipfelhotel liegt bereits im Schatten der Kuppe des Grossen Belchen.
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Wunderbarer Blick auf die Berner Alpen!
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Die 80 Höhenmeter Aufstieg zum Gipfel gestalten sich mühsam, weil die Spur nur von Schneeschuhgehern gepfadet ist und ich mit jedem Schritt einige Zentimeter im Schnee einsinke. Oben steht die runde Kuppel einer Flugsicherungsanlage ...
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... und das Gipfeldenkmal. Berner Alpen im Nachmittagslicht!
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Und vom Gipfel des Grossen Belchen ist sogar der Montblanc sehr gut zu sehen.
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Spätnachmittagsstimmung über den Kuppen der Südvogesen.
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Starke Raureifbildung an allen Holzpfählen hier oben zeugt von häufigem Nebel.
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Letzte Impression des Gipfelhotels Grosser Belchen beim Abstieg.
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Zuletzt geändert von Harzwinter am 01.02.2019 - 22:53, insgesamt 4-mal geändert.
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skilinde
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Re: Markstein & Grosser Belchen (Vogesen/Elsass) 19.1.2019

Beitrag von skilinde » 22.01.2019 - 22:04

Danke für den Bericht und die Entscheidungshilfe.

Ich habe überlegt, ob ich nächsten Donnerstag Lac Blanc mit Le Markstein (... mit > 1 Std. Zwischenfahrt...) kombiniere oder lieber Gerardmer mache, das ich auch noch nicht kenne.

Ich bin zwar von deinem Bericht angetan, aber nicht von Le Markstein. Das wirkt schon recht langweilig. Oder hast Du noch Argumente mich umzustimmen?

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Re: Markstein & Grosser Belchen (Vogesen/Elsass) 19.1.2019

Beitrag von Harzwinter » 22.01.2019 - 23:32

Ich denke, das ist eine Frage des Stellenwerts des landschaftlichen Aspekts so eines Skiausflugs. Ich wollte des Panoramas wegen unbedingt zum Grossen Belchen. Damit hat sich der Besuch am "benachbarten" Markstein halt angeboten, und landschaftlich ist der Markstein auch schön. Besser Ski fahren können dürfte man sicherlich in Gérardmer, das ich ebenfalls auf dem Schirm hatte, für die Kombination mit dem Grossen Belchen distanzbedingt aber verworfen habe ... zumal man vorher ja durch La Bresse fahren würde. :D Wegen der geringeren Bergstationshöhe bezweifle ich, dass es in Gérardmer Alpenblick gibt.

Den Lac Blanc kannst Du mit dem südlich gelegenen Le Tanet (sehr schön!) nahe dem Col de la Schlucht verbinden oder mit dem Stangenschlepper am nördlich gelegenen Col des Bagenelles ... da wollte ich auch schon lange mal hin.

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Re: Markstein & Grosser Belchen (Vogesen/Elsass) 19.1.2019

Beitrag von skilinde » 23.01.2019 - 06:27

Danke. Le Tanet hat sicher auch gute Schneeverhältnisse. Ich denke, ich werde spontan entscheiden. Für Gerardmer und Lac Blanc spricht halt die Chance, dass es da unter der Woche leerer ist und ich am WE immer noch die Gebiete ohne SB ansteuern kann, die vermutlich auch dann nicht so frequentiert sind. Und meine Chancen unter der Woche sind rar gesäht...

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Re: Markstein & Grosser Belchen (Vogesen/Elsass) 19.1.2019

Beitrag von Mt. Cervino » 23.01.2019 - 09:48

Danke für diesen ausführlichen Bericht aus den Vogesen/Elsass.
Ich bin auch fast jedes Jahr mal wieder geneigt dort einmal hinzufahren, weil die Region gefühlt vom Rhein Main Gebiet um die Ecke liegt. Wenn ich dann in Google Maps sehe, dass die Fahrtdauer doch ca. 3.5 Stunden dauert bin ich bisher immer noch wieder davon abgekommen.
Die vielen KSSL und die schönen Pisten reizen mich aber doch sehr, so dass ich da irgendwann einmal ein Wochenende hinfahren werde. Gerade für Familien mit Kindern die noch das Skifahren lernen sehen die Skigebiete ideal aus, damit die Kinder auch mal lernen mit einen "richtigen" Schlepplift zu fahren ;).

Was kosten eigentlich die Tageskarten oder Halbtagekarten in den Skigebieten dort? Eher normales Preisniveau oder sehr günstig wie vielerorts in den kleinen Skigebieten in Frankreich in Hoch-Savoyen/Savoyen etc.
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Re: Markstein & Grosser Belchen (Vogesen/Elsass) 19.1.2019

Beitrag von Harzwinter » 23.01.2019 - 14:05

skilinde hat geschrieben:
23.01.2019 - 06:27
Danke. Le Tanet hat sicher auch gute Schneeverhältnisse. Ich denke, ich werde spontan entscheiden. Für Gerardmer und Lac Blanc spricht halt die Chance, dass es da unter der Woche leerer ist und ich am WE immer noch die Gebiete ohne SB ansteuern kann, die vermutlich auch dann nicht so frequentiert sind. Und meine Chancen unter der Woche sind rar gesäht...
In den höher gelegenen Vogesenskigebietne liegen aktuell überall 30-50 cm Schnee. Die sind alle mehr oder weniger geöffnet, nur Gaschney bekommt es aus unerfindlichen Gründen nicht hin. Die untere Etage hat derzeit zuwenig Schnee, z.B. Dolleren. https://www.massif-des-vosges.com/ bietet einen guten Gesamtüberblick über den Öffnungsstatus aller Vogesenskigebiete.

Unter der Woche ist in den Vogesen sicherlich jedes Skigebiet leerer. :lol: Und am Wochenende sind auch die Schleppergebiete recht voll, z.B. Markstein oder Schnepfenried.
Mt. Cervino hat geschrieben:
23.01.2019 - 09:48
Was kosten eigentlich die Tageskarten oder Halbtagekarten in den Skigebieten dort? Eher normales Preisniveau oder sehr günstig wie vielerorts in den kleinen Skigebieten in Frankreich in Hoch-Savoyen/Savoyen etc.
Preise Tageskarten Erwachsene in den Vogesen (Saison 2018/19):

La Bresse: Wochenende/Schulferien 34,30 € ; wochentags 24,20 €
Gerardmer: Wochenende/Schulferien 27,50 € ; wochentags 20,30 €
Champ du Feu: Wochenende/Schulferien 23,00 € ; wochentags 18,00 €
Gaschney 17,00 €
Schnepfenried: Wochenende/Schulferien 19,00 € ; wochentags 17,00 €
Le Tanet: Wochenende/Schulferien 18,00 ; wochentags 16,00 €
Col de la Schlucht 15,60 €
Lac Blanc: Wochenende/Schulferien 24,50 € ; wochentags 20,50 €
Markstein: Wochenende/Schulferien 20,00 € ; wochentags 18,00 €
Grand Ballon 18,00 €
Dollern / Schlumpf: Wochenende/Schulferien 14,00 € ; wochentags 12,00 €
La Bresse-Brabant: Wochenende/Schulferien 16,00 € ; wochentags 14,00 €
La Bresse-Lispach: Wochenende/Schulferien 16,80 ; wochentags 14,60
Planche des Belles Filles 15,00 €
Bussang/Larcenaire: Wochenende/Schulferien 16,00 € ; wochentags 14,00 €
Ventron 23,00 €?
Rouge Gazon: Wochenende/Schulferien 18,50 € ; wochentags 16,00 €
Ballon d'Alsace: Wochenende/Schulferien 19,00 € ; wochentags 14,50 €

Für die Saison 2018/19 gibt es erstmals einen Skipass "Decouverte Massif des Vosges". Der großmundige Name scheint aber nur dafür zu stehen, dass man bei Kauf eines 6-Tage-Skipasses einer teilnehmenden Station per Gutschein einen dieser 6 Skitage in einem anderen Skigebiet verbringen kann.

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Re: Markstein & Grosser Belchen (Vogesen/Elsass) 19.1.2019

Beitrag von skilinde » 23.01.2019 - 15:01

Harzwinter hat geschrieben:
23.01.2019 - 14:05
Und am Wochenende sind auch die Schleppergebiete recht voll, z.B. Markstein oder Schnepfenried.
:(

... Du machst mir meine Überlegungen nicht leichter...

2012/2013 - 23 Tage: NSW (3), Bregenzer Wald (6), Hochhäderich, Kleinwalsertal, Bialka , Sella (7), Alpe Lusia, San Martino (3)
2013/2014 - 13 Tage: Zillertal (4), Feldberg (1), Sella (8)
2014/2015 - 20 Tage: Bialka (2), Serfaus-Fiss-Ladis (6), Sella (7), Bormio (3), NSW (2)
2015/2016 - 15 Tage: Kitzsteinhorn (1), die Sella (7), Saalbach (7)
2016/2017 - 13 Tage: Stubaier (2), Ischgl (3), See (1), Sella (7)
2017/2018 - 14 Tage: Bialka (4), Saalbach (2), Sella (7) + La Bresse (1)


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Re: Markstein & Grosser Belchen (Vogesen/Elsass) 19.1.2019

Beitrag von hegauner » 23.01.2019 - 22:40

Toller Bericht und tolle Fotos. Ich war über Weihnachten in den Vogesen. Da war vieles nur grün. Haben in der Nähe vom Skigebiet Le Tanet gewohnt.

Sah wirklich vielversprechend aus. Für unseren Vermieter war dies auch sein Lieblingsskigebiet. Nur der weiße Untergrund hat gefehlt. Insofern spannend wie es da in der Region bei Schnee aussieht.
Während meines Urlaubes waren in den Skigebieten rund um das Hohneck dann doch einige Kunstschneepisten geöffnet. Hat mich aber gar nicht gereizt hier überhaupt zu fahren. Zudem habe ich auch damit in den Vogesen nicht gerechnet. Und somit die Ski erst gar nicht mitgenommen.

Die Aussicht von den Vogesengipfel in Richtung Alpen ist aber wirklich einmalig.
Skitage 18/19 Hinterzarten (2x), Muggenbrunn, Ischgl, Toggenburg (2x)
Skitage 17/18 Feldberg, Toggenburg (2x)
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Re: Markstein & Grosser Belchen (Vogesen/Elsass) 19.1.2019

Beitrag von Harzwinter » 24.01.2019 - 10:16

Als Skifahrer Weihnachtsurlaub im Mittelgebirge zu buchen ist leider immer riskant, darum machen wir das nicht. Mir sind noch sehr gut die beiden im Schwarzwald völlig schneelosen Weihnachtsferien 2015/16 und 2016/17 in Erinnerung, als man dank Dauer-Inversionslage selbst am Feldberg im Sonnenschein bei Plusgraden nur wandern konnte. Das war für mich ein Novum - in allen Wintern von 2003 bis 2014 konnten man dort meiner Erinnerung nach in den Weihnachtsferien zumindest abschnittsweise Ski fahren. Wenn wir einen Weihnachts-Skiurlaub buchen, dann nur in den Alpen in einer Mindesthöhenlage und mit leistungsfähiger Beschneiung oder - als Notnagel - in Gletschernähe.

La Bresse beschneit intensiv, wenn das möglich ist. Die hatten dort vor Weihnachten 2018 aber Probleme mit starkem Tauwetter. Schnepfenried hat nach mehreren ausgefallenen Wintern erst vor wenigen Jahren ein Beschneiungssystem angeschafft, aber von Vollbeschneiung sind sie noch weit weg. Le Tanet und Gaschney beschneien überhaupt nicht. Ob auf dem Col de la Schlucht beschneit wird, weiß ich nicht.

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Re: Markstein & Grosser Belchen (Vogesen/Elsass) 19.1.2019

Beitrag von hegauner » 24.01.2019 - 22:06

Das stimmt. Zum Glück war es gar nie mein Bestreben dort Ski zu fahren.

Frau Hegauner fährt zudem auch kein Ski. Wir wollten nur die Seele baumeln lassen, zudem auch viel lesen und hin und wieder mit dem Hund wandern gehen. Und das haben wir auch gemacht.

Ich war auch in der Tat über die vorhandene Skiinfrastruktur überrascht. Habe mich vorher nicht damit beschäftigt was dort überhaupt möglich gewesen wäre. Vor allem da auch klar war, das kein Schnee vorhanden ist und auch nicht erwartet wurde. Für jemanden, der zwischen Schwarzwald und Alpen wohnt ist es eigentlich auch egal was in den Vogesen an Skigebieten vorhanden ist. :-)

Bei entsprechender Schneelage hätte ich allerdings sicher mal vorsichtshalber meine Ski ins Auto geworfen.
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Re: Markstein & Grosser Belchen (Vogesen/Elsass) 19.1.2019

Beitrag von Harzwinter » 25.01.2019 - 10:53

Die Vogesenskigebiete hat unser langjähriges Forumsmitglied Chasseral vor einiger Zeit in einem Bericht und auch im Alpinwiki zusammengefasst und porträtiert - es sind erstaunlich viele.

Die Vogesen haben gegenüber anderen Mittelgebirgen mehrere Vorteile, die man allerdings erst erkennt, wenn man ein paarmal dort war:

- In den Südostvogesen (Münstertal, Thurtal) beträgt das Relief zwischen Tal- und Berghöhe um 1000 m - fürs Mittelgebirge ungewöhnlich viel. Dadurch entsteht dort eine Art Alpinfeeling.
- Rund um den Col de la Schlucht haben Gebirgsbildung und Eiszeit Berge und Kare (mit Seen) attraktiver herausmodelliert als in anderen Mittelgebirgen.
- In den Vogesen hat sich die Hochweidewirtschaft stärker herausgebildet und offenbar auch besser erhalten als im Schwarzwald. Dadurch gibt es mehr baumfreie Kammbereiche und weniger Verbuschung als in deutschen Mittelgebirgen, was der Geländeeignung zum Skifahren förderlich ist und oft guten Panoramablick ermöglicht.
- In den Vogesen gibt es - genau wie in deutschen Mittelgebirgen und auch im Schwarzwald - Naturschutzgebiete. Doch während in deutschen Naturschutzgebieten Wanderwege oft eingezäunt oder gesperrt und Bereiche mit Betretverbot eingerichtet wurden, ist den Franzosen so etwas in den Vogesen fremd. Man kann sich überall frei bewegen.
- Die Franzosen haben Alpinski-Infrastrukturprojekte konsequenter durchgezogen als ihre deutschen Nachbarn. So konnten relativ große Mittelgebirgs-Skigebiete wie La Bresse oder Gérardmer überhaupt erst entstehen, und so wurde es möglich, dass in den Hochvogesen viele Skigebiete bis auf den baumfreien Vogesenhauptkamm hochgezogen werden konnten.
- Ähnlich dem Alpenrand liegen die Höhenbereiche der Vogesen oft über dem Nebel des Rheintals und Schweizer Mittellandes.

Fahrt mal im Sommer hin und wandert von einer Ferme Auberge zur nächsten - Ihr werdet es zu schätzen wissen.
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Re: Markstein & Grosser Belchen (Vogesen/Elsass) 19.1.2019

Beitrag von lokfuehreraufski » 07.03.2019 - 15:58

Le Frenz sollte laufen.. Jetzt zwar gerade wegen Schneemangel geschlossen, sonst aber schon... Guggst Du hier: http://lefrenz.free.fr/index.php
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Re: Markstein & Grosser Belchen (Vogesen/Elsass) 19.1.2019

Beitrag von Zottel » 14.03.2019 - 13:43

Harzwinter hat geschrieben:
22.01.2019 - 21:05
... aufgelassenen Abfahrt des ehemaligen Skilifts Gloupe. Zur früheren Talstation geht es unten links.
Bild

Das Talstationsgebäude steht noch, aber die komplette Talstation des früheren Stangenschleppers Gloupe, die links danebenstand, fehlt; ebenso das Seil.
Bild

Die Stützen stehen noch in der Lifttrasse.
Bild
Bei liftworld steht was von "Fundament der neuen Talstation", demnach seien Berg- und Talstation 2007 erneuert worden. Wollte man den Lift mal ersetzen und hat es dann doch nicht gemacht?
https://seilbahntechnik.net/de/lifts/12965/datas.htm

Sehr schöne Tour übrigens :)


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Re: Markstein & Grosser Belchen (Vogesen/Elsass) 19.1.2019

Beitrag von Harzwinter » 10.04.2019 - 17:52

lokfuehreraufski hat geschrieben:
07.03.2019 - 15:58
Le Frenz sollte laufen.. Jetzt zwar gerade wegen Schneemangel geschlossen, sonst aber schon... Guggst Du hier: http://lefrenz.free.fr/index.php
Ja, der Link ist bekannt. Auf irgendeiner Vogesenskigebietsübersichtsseite habe ich im Februar auch gelesen, dass der Übungslift in Frenz läuft. Also ist das Skigebiet doch nicht vollständig stillgelegt. Die beiden stillgelegten langen Lifte am Felsachkopf würde ich allerdings zu gern mal besuchen.
Zottel hat geschrieben:
14.03.2019 - 13:43
Bei liftworld steht was von "Fundament der neuen Talstation", demnach seien Berg- und Talstation 2007 erneuert worden. Wollte man den Lift mal ersetzen und hat es dann doch nicht gemacht? https://seilbahntechnik.net/de/lifts/12965/datas.htm
Gute Frage, nächste Frage ... es sieht so aus. Die Schlepptrasse des Téléski Gloupe ist ein Stück weit zugewachsen, das Talstationsholzhäuschen sieht älter und vergammelter aus als 12 Jahre, und die untere Umlenkung des Lifts samt Antrieb und Schleppstangen fehlt komplett. Der Rest der oberen Umlenkung steht noch genau so herum wie auf dem Foto bei Liftworld - erst mit diesem Foto ist mir klar geworden, dass ich vor Ort davorgestanden habe. Das Skigebiet war ja zwischendurch wegen Unrentabilität geschlossen - vielleicht hat das seinen Teil zur Situation beigetragen.

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