Im Bereiche der Talstation planen die Bergbahnen Rinerhorn ein Ressort mit 85 Wohnungen/ 450 bewirtschafteten Betten und Personalunterkünfte. Abgerissen wir das Hotel Spinabad, das der Muttergesellschaft DKM gehört. Auf seiner und angrenzenden Parzellen soll das ganze verwirklicht werden. Die Nachbarn seien vorinformiert worden und hätten positiv reagiert, sodass man hofft, ohne Einsprachen zügig bauen zu können.
Ich hoffe mal so eine direkte und beschneite Waldpiste wird in der Realität nicht zu eisig werden...
Auf das Risiko hin, dass ich mich wiederhole: Diese vergleichsweise anspruchsvolle Talabfahrt stiftet wenig bis keinen Mehrwert und wird keinen zusätzlichen Ersteintritt generieren. Zudem würde es nicht überraschen, wenn diese eher schmale und eher steile Piste rasch hart oder ausgefahren ist und dann von den meisten Skifahrern eh nicht mehr (genussvoll) genutzt werden kann.
Wenn schon denn schon benötigt das Jakobshorn-Gebiet zusätzliche einfache Carving-Pisten, aber diese lassen sich im bestehenden Gebiet nicht realisieren (daher bevorzugt der Grossteil der nicht partyaffinen Skifahrer auch die anderen Davoser Skigebiete).
Wird sicher ein paar mehr Tal-Wiederholungsfahrten geben am Morgen mit der neuen Talabfahrt.
Und wenn die Waldabfahrt von der Jschalp zu ist (wie das ganze letzte Jahr), kommt man von jeder Bergstation auf die neue Talfabfahrt (bisher vom Bräma Jet aus nicht möglich).
Die neue Talabfahrt schaut cool aus. Erinnert mich etwas an die Starfire in Keystone Ich hoffe sehr, dass die Schneeanlage super wird und die Piste dadurch sehr guten Kunstschnee „bekommt“. Mehr Gäste kommen dadurch wohl nicht, da gebe ich Firnfan Recht, weniger werden es aber dadurch auch nicht. Die Qualität wird gesteigert und das ist es, was den Mehrwert generiert.
Weiss man eigentlich schon, wie diese klassifiziert wird? Auf dem aktuellen Pistenplan der DKB ist noch nichts eingezeichnet.
Ich hoffe mal so eine direkte und beschneite Waldpiste wird in der Realität nicht zu eisig werden...
Auf das Risiko hin, dass ich mich wiederhole: Diese vergleichsweise anspruchsvolle Talabfahrt stiftet wenig bis keinen Mehrwert
Das sehe ich anders. Kein Mensch fuhr vorher Wiederholungsfahrten mit dem Fuxägufer, obwohl der oft wenig Nachfrage hat. Jetzt macht dies Sinn und erst noch auf einer anspruchsvollen Piste. Kommt hinzu, dass die Piste im Wald und tief liegt, sodass man bei Schlechtwetter eine gute Möglichkeit hat. Grad solche sind in Davos ja eher dünn gesäht. Blöd nur die fehlende Haube an der 2KSB.
Ich bin kein Fan vom Jaki, kann mir aber vorstellen, dass diese Piste dazu beiträgt, es doch wieder das eine oder andere Mal nicht links liegen zu lassen. Oder anders: noch mehr Stress beim Madrisa-Parsenn-Rinerhorn-Jakobshorn-Kombitag.
ski-chrigel hat geschrieben: 28.08.2023 - 18:30
Jetzt macht dies Sinn und erst noch auf einer anspruchsvollen Piste. Kommt hinzu, dass die Piste im Wald und tief liegt, sodass man bei Schlechtwetter eine gute Möglichkeit hat. Grad solche sind in Davos ja eher dünn gesäht. Blöd nur die fehlende Haube an der 2KSB.
Es gäbe ja auf der anderen Seite bereits zwei Talabfahrten nach Wolfgang, die Nr. 13 & 16. Ebenfalls sogar schwarz ausgeschildert.
Dazu dann noch die Nr. 53 nach Serneus und die Nr. 56 nach Küblis, beide sogar weniger anspruchsvoll. Aber was will man machen, wenn man im nirgendwo ankommt und erst mit dem Zug zu einer Talstation zurück fahren muss....
ski-chrigel hat geschrieben: 28.08.2023 - 18:30
Jetzt macht dies Sinn und erst noch auf einer anspruchsvollen Piste. Kommt hinzu, dass die Piste im Wald und tief liegt, sodass man bei Schlechtwetter eine gute Möglichkeit hat. Grad solche sind in Davos ja eher dünn gesäht. Blöd nur die fehlende Haube an der 2KSB.
Es gäbe ja auf der anderen Seite bereits zwei Talabfahrten nach Wolfgang, die Nr. 13 & 16. Ebenfalls sogar schwarz ausgeschildert.
Dazu dann noch die Nr. 53 nach Serneus und die Nr. 56 nach Küblis, beide sogar weniger anspruchsvoll. Aber was will man machen, wenn man im nirgendwo ankommt und erst mit dem Zug zu einer Talstation zurück fahren muss....
Die neue Abfahrt am Fuxägufer kannst jedoch nicht mit den erwähnten, unbeschneiten, Talabfahrten zum Wolfgang sowie Serneus und Küblis vergleichen.
hitparade hat geschrieben: 28.08.2023 - 15:42
Wird sicher ein paar mehr Tal-Wiederholungsfahrten geben am Morgen mit der neuen Talabfahrt.
Und wenn die Waldabfahrt von der Jschalp zu ist (wie das ganze letzte Jahr), kommt man von jeder Bergstation auf die neue Talfabfahrt (bisher vom Bräma Jet aus nicht möglich).
Im Winter 2022/2023 war die Jschalp Abfahrt offen, zumindest bin ich die 2-3 mal runtergefahren aber vermutlich meinst du das Jahr 2022.
Vom Bräma Jet kommt man auch auf die Gämpen Abfahrt, es gibt da einen Trick, früher war die Verbindung sogar ausgesteckt, heute muss man da unter einer Absperrung durch.
Für Wiederholungsfahrten taugt der heutige Fuxägufer eher weniger, da gerade in der Hochsaison sehr viele Skischulen und Familien diesen bis zur Mittelstation nutzen.
Aber der soll ja eh bald ersetzt werden stand hier mal im Forum.
Kleiner linguistischer Einwurf: Ischalp schreibt sich mit "I" und nicht mit "J", auch wenn man die anachronistische (falsche) Schreibweise teilweise immer noch vor Ort vorfinden kann.
sheridan hat geschrieben: 29.08.2023 - 18:23
Kleiner linguistischer Einwurf: Ischalp schreibt sich mit "I" und nicht mit "J", auch wenn man die anachronistische (falsche) Schreibweise teilweise immer noch vor Ort vorfinden kann.
Richtig, Isch steht walserisch für Eis, im standard Schweizerdeutsch wäre der Name also Isalp.
Übrigens zeigt sich die DKB laut heutiger Südostschweiz trotz rückäufigen Ersteintritten (Sommer 106’000, Winter 951’000) mit dem Cashflow von von gut 41 Mio. Franken sehr zufrieden, vor allem wegen steigenden Erträgen aus dem Hotel- und Gastrogeschäft.
Kritik übt die DKB hingegen am Verlauf des Davoser Sommertourismus. Für viele Stammgäste stimme die Gästestruktur und das Sommerangebot nur bedingt, weshalb sie ausblieben. Es liege an allen Leistungsträgern, inbesondere an der Gemeinde und an der Tourismusorganisation, die Voraussetzungen für eine Trendwende im Sommergeschäft zu schaffen.
sheridan hat geschrieben: 29.08.2023 - 18:23
Kleiner linguistischer Einwurf: Ischalp schreibt sich mit "I" und nicht mit "J", auch wenn man die anachronistische (falsche) Schreibweise teilweise immer noch vor Ort vorfinden kann.
Danke. Das Berghaus Jschalp, das sich mit J schreibt, verwirrt ein wenig. https://jschalp.ch/
sheridan hat geschrieben: 29.08.2023 - 18:23
Kleiner linguistischer Einwurf: Ischalp schreibt sich mit "I" und nicht mit "J", auch wenn man die anachronistische (falsche) Schreibweise teilweise immer noch vor Ort vorfinden kann.
Danke. Das Berghaus Jschalp, das sich mit J schreibt, verwirrt ein wenig. https://jschalp.ch/
Weisshorn hat geschrieben: 29.08.2023 - 21:02
Kritik übt die DKB hingegen am Verlauf des Davoser Sommertourismus. Für viele Stammgäste stimme die Gästestruktur und das Sommerangebot nur bedingt, weshalb sie ausblieben. Es liege an allen Leistungsträgern, inbesondere an der Gemeinde und an der Tourismusorganisation, die Voraussetzungen für eine Trendwende im Sommergeschäft zu schaffen.
Interessant, dass diese Aussagen so direkt von der DKB kommen. Es macht den Anschein, als ob die Zusammenarbeit mit der Tourismusorganisation DDO auch schon besser war? Als DKB hätte ich allesgrösstes Interesse, hier mitzugestalten und an der Sommer-Zukunft zu bauen.
Richtig. Und dank der Bemerkung betr die angebl „nur bedingt stimmige Gästestruktur“ ist für mich auch klar, wer Branschi hauptsächl veranlasst hat, die Koopration mit dem SIG so Knall auf Fall zu beenden..
Geht das wieder um die Orthodoxen ? Ich hab ehrlich gesagt noch kein Problem mit denen gehabt. Sieht nur lustig aus, wenn die mit ihren altmodischen Klamotten auf ein Mountainbike steigen.
švi-nigel hat geschrieben: 30.08.2023 - 12:10
Richtig. Und dank der Bemerkung betr die angebl „nur bedingt stimmige Gästestruktur“ ist für mich auch klar, wer Branschi hauptsächl veranlasst hat, die Koopration mit dem SIG so Knall auf Fall zu beenden..
Das mag jetzt vielleicht ein wenig voreilig interpretiert worden sein, ist neben Davos jedoch auch in Arosa ein grosses Thema. Gut, dass diese Diskussion nun geführt wird. Es muss nämlich schon etwas passieren, damit die bedingt stimmige Gästestruktur nicht weiter unstimmiger wird und Gäste nicht mehr in jene Regionen kommen, weil ihnen die angesprochene Gästegruppe langsam unwohl wird.
sheridan hat geschrieben: 30.08.2023 - 12:29
Geht das wieder um die Orthodoxen ? Ich hab ehrlich gesagt noch kein Problem mit denen gehabt.
Jep.
Auf diesen Knall (Aufkündigung Zusammenarbeit DDO-SIG) jetzt muss die Vermittlungsarbeit in meinen Augen nochmals intensiviert werden. In Arosa zum Beispiel geistern Geschichten rum, dass ganze Hoteleinrichtungen neu beschafft werden müssen und jedes Jahr Ende Sommer dadurch ein riesiger Aufwand anfällt. Die Kosten dabei werden mehr als übernommen, was zwar wirtschaftlich nachhaltig, die soziokulturelle Komponente aber mehr als zu Denken gibt…
Zurück zum Thema: Davos hat die grosse Aufgabe, den Sommer massiv besser zu bewerben und neue Angebote zu entwickeln. Bikepark und Freestyle sind in der Lenzerheide und in Laax angesiedelt. Ein mögliches abzugrasendes Segment wären die Bike-Touren und E-Bike Möglichkeiten, welche das Landwassertal mit ihren vielen Seitentälern zur Genüge bietet. Auch Angebotsentwicklungen nach Arosa / Prättigau oder in Richtung Filisur bieten sich sehr gut an. Oder voll auf Summer Nordic? Auch das wäre denkbar. Auf den Bergen fehlt in meinen Augen ein Leuchtturm wie dies die Lenzerheide mit dem Bikepark und die Laaxer mit dem neuen Flem-Express (UNESCO Sardona) haben. Rundwanderungen wie in der Aletsch-Arena wären ebenfalls spannend - dazu wäre es von Vorteil, wenn die Schatzalp eingebunden werden würde.
Weitere Gedanken und mögliche Angebote hat Firnfan bereits in seinem Post Anfang August niedergeschrieben. Darauf lässt sich aufbauen. Ich würde bei der MTB-Entwicklung Parsenn starten. Den Berg jedermann zugänglich machen mit dem Bau eines Flowtrails plus Bewerbung grosser toller (E)-MTB Runden bis ins Prättigau (Stichwort neue Schiferbahn).
Ohne das angesprochene Thema vertiefen zu wollen, da es ein heikles Thema ist, sollte man aber dennoch wissen. Herr Schertenleib, grösste Aktionär der DKM, gehört auch diesem Glauben an. Von dem her kann DKM vielleicht auch mal etwas sagen wofür andere gerne schon mal zerpflückt werden, interne Kritik ist ja in diesen Kreisen ja durchaus kein Tabu.
sheridan hat geschrieben: 30.08.2023 - 12:29
Geht das wieder um die Orthodoxen ? Ich hab ehrlich gesagt noch kein Problem mit denen gehabt. Sieht nur lustig aus, wenn die mit ihren altmodischen Klamotten auf ein Mountainbike steigen.
Wobei das auch nur ein Teil der Orthodoxen ist, die besonders streng und altmodisch sind. Bei meinem israelischen Kunden gibt es einen Haufen Orthodox Juden, aber bis auf die Kippa sieht man ihnen das nicht an, und man merkt auch sonst wenig. Die Essensbestimmungen sind natürlich für den Tourismus nicht gerade einfach, und die besonders gekleideten sind so wie die religiös "überausgeprägten" aller Glaubensrichtungen manchmal etwas speziell.