Anfahrt: Ettlingen - A8 - Ulm - Füssen - Fernpass - Innsbruck - Brenner - Sterzing - Bruneck / Reischach in 5:03 h wg. Schneefalls / Räumdiensteinsatzes im Allgäu und auf der Fernpassstraße
Wetter: Sonnig, 0°C bis +10°C
Schnee: Nasser, schwerer, aufgefahrener, ab 16 Uhr anfrierender Maschinenschnee
Anlagen in Betrieb: Alle bis auf einen Übungslift
Wartezeiten: Keine
Gefallen: Viele lange Abfahrten vom Gipfel ins Tal; viele Abfahrten steiler als erwartet; kaum Snowboardfahrer (wg. der anderen Fahrlinie)
Nicht gefallen: Erwartungsgemäß durchindustrialisiertes Skigebiet; vorwiegend EUBn, bei denen man die Ski ablegen muss; 100% Maschinenschnee + hohe Temperaturen + Massenbetrieb führen erwartungsgemäß zu Pisten, die nachmittags kaum noch befahrbar sind.
Bewertung: 4 von 6 Punkten
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Dieser Bericht ist Teil meiner viertägigen Skifahrt durch Skigebiete in Südtirol und im Trentino vom 11. bis 14. März 2023:
Kronplatz & St. Vigil / Badia 11. März 2023
Cavalese / Alpe Cermis 12. März 2023
Jochgrimm 12. März 2023
Madonna di Campiglio / Val di Sole 13. März 2023
Trient / Monte Bondone 14. März 2023
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Im März 2023 ging ich auf meine traditionellen 4 Tage Soloskifahrt ohne Familie. Am liebsten wollte ich dabei Kleinskigebiete in der Schweiz abklappern. Doch im Winter 2022/23 war die Schweiz genau so schneelos wie Deutschland und Frankreich, und an meinem verlängerten Skiwochenende wurde dort mit einer Niederschlagsfront von Nordwesten das Wetter schlecht, selbst im Wallis und Tessin. Für Österreich galten dieselben unbrauchbaren Wetterprognosen. Übelste Voraussetzungen also. Wo fährt man dann von Südwestdeutschland aus hin? Dann bleiben nur noch Südtirol und Trentino (nachdem ich 2 Wochen zuvor gerade in Südtirol war). Gut, auch in diesen Regionen gibt's Skigebiete, in denen ich noch nie war. Ziel für den ersten Tag wurde also irgendein Skigebiet hinterm Brenner. In Ladurns war es bei meiner Anfahrt noch wolkig, das entfiel also. Am Rosskopf in Sterzing werde ich nur bei Schnee bis ins Tal fahren - entfiel angesichts abgetauter Hänge (wie so oft) also auch. In Brixen/Plose war ich schon. Wunschziel wäre Meransen / Vals / Gitschberg gewesen ... aber nicht ohne die Gipfelsesselbahn Gitsch, die in meinem Reisezeitraum geschlossen blieb, entweder sturmbedingt oder wegen Defekts. Ins Ahrntal schwappten Wolken der Nordtiroler Schlechtwetterfront. Bis Sexten / Vierschach fahren mochte ich am Anreisetag nicht. Blieb für den ersten Tag also nur der Kronplatz ... der Antagonist in meinem Drehbuch eines Skigebiets.
Nachdem ich auf der Pustertaler Staatsstraße den stauenden Abreisemassen aus dem Alta Badia entgegengefahren war, rollte ich gegen 10 Uhr auf den kostenpflichtigen Parkplatz der Kronplatz-Seilbahnen in Reischach. Die Kasse fand ich aus meiner Anmarschrichtung vom Parkplatzende nicht, also gab's den Skipass aus dem Automaten. Null Schnee im Pustertal, was zu erwarten war. Naturschnee nur auf den obersten 10% des Berges, ansonsten nichts als die ebenfalls erwarteten Maschinenschneestreifen auf braunem Grund. Ab dem Großparkplatz in Reischach schaufeln - wie im Skigebiet Hochzillertal oder am Kitzsteinhorn - gleich zwei parallele EUBn die Massen ohne Wartezeit auf den Berg. All dies entsprach meiner Erwartung, nur der Anteil an Snowboardfahrern blieb dahinter zurück. Nach einer Orientierungs- und Fotorunde auf dem ernüchternd verbauten Bergplateau - Vergleiche mit Winterberg im Sauerland drängten sich auf - entschied ich mich zunächst für die Skischaukel nach St. Vigil und weiter ins Alta Badia. Die führt über den Furkelsattel auf der Südseite des Kronplatzes. Der Furkelsattel war abseits der massiven Beschneiung als einziges Areal am Kronplatz sogar mit ein wenig Naturschneekosmetik dekoriert, und der nordseitig ausgerichtete Furkelhang war mit Spaß zu fahren, wenn auch zu voll. Die Abfahrt nach St. Vigil am Südwesthang war dagegen bei den herrschenden Frühjahrsbedingungen Disziplinskifahren durch Sulzhaufen auf Eis und damit alles Andere als ein Highlight. In St. Vigil verbindet eine Dorf-EUB das Kronplatz-Skigebiet mit dem kleinen Dorfskigebiet am Piz de Plaies und der Fortsetzung der Skischaukel ins Alta Badia. Die EUB Piz de Plaies hat merkwürdigerweise zwei Einstiege - den ersten für die Fahrt zur Bergstation und einen zweiten zur Mittelstation. Bei meiner Bergstationskabine blieb die Tür im zweiten Zustieg für die Mittelstation offen, weitere Skifahrer stiegen ein und an der Mittelstation aus, während ich zur Bergstation weiter fuhr. Keine Ahnung, was das getrennte Zustiegskonzept soll, wenn es sowieso ignoriert werden kann.
An der Bergstation Piz de Plaies gönnte ich mir eine kurze Mittagseinkehr, bevor es auf die schwarze Abfahrt Piculin ins Alta Badia bei St. Martin ging. Skiresort.com hat sie zur besten schwarzen Abfahrt gekürt. In der Tat ist die Piculin toll über einen abwechslungsreich zu fahrenden Steilhang trassiert. Bei +10°C und Sulz im März ist aber auch aus diesem Südwesthang die Luft raus. Vom Piculin ging es wieder zurück über den Piz de Plaies ins Kronplatzgebiet. Die Südseite des Kronplatzes war erwartungsgemäß bis obenhin schneefrei mit dem charakteristischen Maschinenschneeband drauf.
Schon nach dem Mittag verzogen sich viele Pseudo-Skifahrer am Kronplatz auf die zahlreich vorhandenen Sonnenterrassen, und auf den Abfahrten wurde es leerer. Für mich standen nachmittags sämtliche noch nicht befahrenen Kronplatz-Talabfahrten auf dem Programm. Meine Abfahrt Nr. 1: Die blau ausgewiesene Belvedere-Abfahrt zum Gasthaus Marchner am Osthang. Schön lang, aber fürchterlich versulzt und bis aufs Eis aufgefahren und darum kraftraubend und mit Bedarf für Fotopausen. Bei Neuschnee und leichtem Frost sicherlich eine feine Sache. Meine Nr. 2: Die oben blau, unten rot ausgewiesene Talabfahrt Olang, ebenfalls am Osthang. Auch schön lang, aber genau so ein fürchterliches Umkratzen von Sulzhaufen, einfach nur kaputtgefahren und somit sehr anstrengend. Bei Neuschnee ... (usw., s.o.) Nr. 3: Nur eine halbe Talabfahrt, nämlich die der EUB Alpen am Nordosthang. Dank geringeren Gefälles auch bei Sulz gut zu fahren. Meine Nr. 4: Talabfahrt Percha / Ried am Nordhang. Diese 7 km lange Abfahrt wird von den Skigästen kaum zu Beschäftigungszwecken benutzt, weil sie zwischendurch ein doofes Ziehstück hat, und war in entsprechend gutem Zustand. Putzig: Wer an der Talstation Percha / Ried zwecks Bergfahrt in die EUB einsteigt, wird zunächst ein kurzes Stück in die falsche Richtung geschickt, nämlich zur zweiten Talstation in Bahnhofsnähe. Auffällig: Die EUB Percha / Ried ist über die Mittelstation bis hinauf zum Kronplatzgipfel mit 6 km Strecke ungewöhnlich lang.
Vor meiner letzten Talabfahrt Nr. 5, nämlich der nach Reischach hinunter zum Auto, gab es vom Kronplatzgipfel noch ein paar Abfahrten an der mittlerweile leeren Südhang-Sesselbahn Sonne im wenig zerfahrenen Randbereich - eine schöne Sache. Für die schwarze Talabfahrt am Nordhang nach Reischach wählte ich die Variante Sylvester. Die erwies sich als erfreulich wenig befahren, wegen des alten Kunstschnees aber als reichlich vereist. Gut, dass die Mehrzahl der von Reischach hinaufgefahrenen Kronplatzskifahrer die Talfahrt ohnehin nicht per Ski, sondern per EUB antrat.
Damit war der erste Tag meiner Skifahrt beendet.
Fazit:
Skifahren könnte man am Kronplatz recht gut, wenn da nicht die mechanische Überbeanspruchung der Pisten durch zu viele Besucher wäre. Und im März wäre die Skisaison am Kronplatz ohne die industriell schlagkräftige Beschneiungsartillerie längst beendet. Von den mitgehörten Gesprächen her fährt der typische Kronplatz-Skifahrer nur drei Stunden vormittags Ski, denn schon mittags haben die Massen die meisten Kronplatz-Abfahrten so dermaßen kaputtgefahren wie andernorts drei Stunden später, und für deren anstrengende Bewältigung am Nachmittag reicht die Kondition der typischen Kronplatz-Klientel nicht aus. Folglich verbringen viele Gäste den gesamten Nachmittag mit Après-Ski auf den Sonnenterrassen, und die Talfahrt wird erst gar nicht auf Ski, sondern gleich per EUB angetreten. Ich freute mich über das Fehlen sichtbar stinkbesoffener Skifahrer auf den Talabfahrten. Alles in allem verbrachte ich meinen Skitag am Kronplatz somit ziemlich vorurteilsgemäß
Da das Wetter im Norden Südtirols am Sonntag schlechter werden sollte, nahm ich Quartier in Bozen, um am nächsten Tag regional gutem Wetter in jede Richtung schnell folgen zu können.
88 Fotos vom Kronplatz:
Pistenplan Skigebiet Kronplatz, abfotografiert an der EUB Pre da Peres am Furkelpass.
Eigentlich liegt im gesamten Skigebiet so gut wie kein Naturschnee, aber es sind alle Abfahrten und alle Bahnen (bis auf eine stillgelegte) geöffnet. Für mich eine Teildefinition eines Industrieskigebiets.
Nordhang-Impression des Kronplatzes von Reischach aus. Ein Waldhang mit weißen Abfahrtsschneisen.
Bergfahrt in der Reischacher EUB Kronplatz 2000, der ohne Mittelstation. Die andere EUB mit Mittelstation verläuft parallel links. Das ist ein wenig so wie die Zufahrt zu den Massenskigebieten Kitzsteinhorn oder Hochzillertal.
Dito im Rückblick mit dem frühsommerlichen Bruneck unten im Pustertal, dem Tauferer Ahrntal und den Zillertaler Alpen.
Erwartungsgemäß mit teils benötigter, teils sinnfreier Infrastruktur verbautes Gipfelplateau des Kronplatzes. Wozu stehen hier oben eine Riesenglocke oder der hässliche Betonbau eines Messner Mountain Museums?
Zoom vom Kronplatzgipfel zum Meransener Skiberg Gitschberg. Die Gipfelsesselbahn Gitsch war an diesem Tag geschlossen, warum auch immer. Bei geöffneter Bahn wäre ich dort Ski gefahren statt am Kronplatz.
Zoom ins Tauferer Ahrntal mit Sand in Taufers am Talende und wolkenbestückten Zillertaler Alpengipfeln.
Abfahrt auf dem Kronplatz-Südhang gegen den Skihang Pre da Peres am Furkelpass. Mittig links Piz da Peres, genau mittig Neunerspitze und Kreuzkofel.
Rechts davon sind ganz hinten Marmolada und Gran Vernel zu sehen, noch weiter rechts unter der kleinen Wolke das Sellamassiv.
Zoom vom Kronplatz auf Marmolada (ganz links) und Gran Vernel. Mittig links am Bildrand die Porta Vescovo über Arabba. In Bildmitte Abfahrt und Trassenschneise der EUB Boé in Corvara. Die gewundene weiße Fläche unten rechts im Bild ist die Abfahrt 27 der Sesselbahn Sponata zur Verbindungs-KSB Pradüc zur Heiligkreuzkofelbahn im Alta Badia.
Abfahrt zum Furkelpass.
Im Furkelpass. Links die Talstation der EUB Ruis zurück zum Kronplatz. Oben der Piz da Peres.
EUB Pre da Peres am Furkelpass. An diesem Nordhang lag sogar etwas Naturschnee, eine Rarität bei meinem Besuch am Kronplatz.
Blick aus der EUB Pre da Peres zurück auf den Kronplatz-Südhang. Der hat bei meinem Besuch Anfang März bestenfalls auf den obersten 100 Höhenmetern Naturschnee, ansonsten ist es ein Wanderberg.
Abfahrt Pre da Peres, die beste des Tages zusammen mit der Talabfahrt Ried. Gegenüber die Kronplatz-typischen Maschinenschneebänder im Braun.
Erstes Tagesziel nach dem Kronplatzgipfel ist die Talabfahrt nach St. Vigil. Gegenüber sieht man die Schneebänder der Fortsetzung dieses Skigebietszweigs am Skibuckel Piz de Plaies, auf dessen Rückseite der Ort St. Martin im Val Badia angeschlossen ist. Der große, dominante Berg hinten ist der Peitlerkofel.
Angekommen in St. Vigil. Um zum gegenüberliegenden Piz de Plaies zu gelangen, benutzt man die traversierende Dorf-Verbindungs-EUB Skitrans Bronta in Bildmitte.
In der Verbindungs-EUB Skitrans Bronta in St. Vigil, ...
... die die Hauptstraße von St. Vigil überquert.
Weiterfahrt mit der EUB Pedaga / Piz de Plaies und Rückblick auf St. Vigil. Links oben der Kronplatz, von dem sich rechts der Bildmitte ein Stück Schneeband-Abfahrt hinunterzieht. Irgendwie macht Skifahren am Kronplatz-Südwesthang nicht viel Sinn, dachte ich mir vor Ort angesichts dieser Impression.
Mittelstation der EUB Pedaga / Piz de Plaies von St. Vigil.
Auf dem Piz de Plaies, dem kleinen, entspannten Skibuckel zwischen St. Vigil in Enneberg und St. Martin in Thurn im Val Badia. Hier machte ich Mittagspause, ...
... bevor es auf der schwarzen Abfahrt Piculin ins Val Badia hinunterging. Die Piculin wurde von der mir unbekannten Internetseite www.skiresort.com zur "besten schwarzen Abfahrt" gekürt. Klar mag dieser steile Südwesthang nett sein, jedenfalls ohne die Wärme und den Nassschnee bei meinem Besuch. Aber mein persönliches Ranking schwarzer Abfahrten geht anders.
In der EUB Piculin zurück aus dem Val Badia auf den Piz de Plaies, auf dessen Rückseite man nach St. Vigil abfährt. Frühsommer am Südwesthang im unteren Val Badia.
Abfahrt vom Piz de Plaies nach St. Vigil. Gegenüber links Kronplatz und rechts der Mitte Piz da Peres. Wer kommt mit wandern?
Blick von der Abfahrt Piz de Plaies über St. Vigil ins Marebbe / Enneberg und dessen recht unbekannte Talschlussberge. Links ein namenloser Berg der Sennesgruppe, mittig Monte Sella di Sennes, rechts Piz de Pares. Hintendrin Sasso della Para.
Wieder in der Verbindungs-EUB Skitrans Bronta in St. Vigil. "Skiurlaubs"-Impression des Grauens. Liegt hier im Winter auch mal Schnee?
Aus der Zubringer-EUB Miara von St. Vigil zum Kronplatz sieht man diesen leicht gekippten Rasenplatz, vom Eislaufplatz getrennt durch Asphaltstreifen und Sperrzaun. Wenn man sich die wenigen verbliebenen geschwungenen Komponenten der Bodengestaltung wegdenkt, sieht das aus wie bei Minecraft.
Auch die Bergstation EUB Miara scheint aus dem Minecraft-Baukasten zu stammen. Weiter hinauf in Richtung Kronplatz / Furkelpass mit der EUB Col Toron.
Wieder oben abgekommen am Furkelpass.
Hier nahm ich als Intermezzo die 4KSB Costa, eine der wenigen Sesselbahnen in diesem EUB-dominierten Skigebiet, ...
... bevor es zwangsläufig mit der EUB Ruis zum Kronplatzgipfel zurückging.
Zoom vom Kronplatz zur Tofana di Rozes. Dieser prägnante Gipfel der Tofanagruppe in den Dolomiten sieht von hier ungewöhnlicherweise aus wie ein typisch pyramidenförmiger Tauernberg. Merkwürdig.
Wieder auf dem Kronplatz-Südhang mit 6KSB Sonne und der EUB Ruis mit vom Panoramamodus zerhackten Kabinen. So sieht's ja aus wie Winter.
Eine Runde Schneebrei schieben auf der Abfahrt der ...
... 6KSB Sonne.
Betonkreationen auf dem Kronplatz-Gipfelplateau.
Nun aber zu den Kronplatz-typischen Talabfahrten. Ich startete mit der Abfahrt Belvedere zum Gasthof Marchner im Olanger Furkeltal.
Schöne und aussichtsreiche Abfahrt Belvedere am Osthang des Kronplatzes, bei meinem Besuch mittags allerdings arg weich.
Mittelstation EUB Marchner / Belvedere.
Weiter hinab im Schneebrei in Richtung Marchner mit Blick ins frühjahrsgrüne Pustertal.
Ende der matschigen, zerfahrenen Abfahrt Marchner.
Und mit der EUB Marchner wieder hinauf.
Die zweite Sektion der EUB Marchner heißt EUB Belvedere.
Großer Osthang-Tummelplatz am Kronplatz mit dem Schanzenpark / Funpark in Bildmitte. Nach der Talabfahrt Marchner nehme ich die Talabfahrt Olang.
Oh, wie schön - eine Sesselbahn, die man noch nicht durch eine EUB ersetzt oder wegsaniert hat! Die 6KSB Plateau am Kronplatz-Osthang.
Selbige in umgekehrter Perspektive.
Talabfahrt Olang mit Pustertalblick.
Und eine Etage tiefer noch eine, nämlich die 6KSB Arndt! Am Kronplatz freue ich mich über Sesselbahnen wie andernorts über Schlepplifte.
Weiter durch aufgefahrene Schneematschhaufen auf der Talabfahrt Olang, ...
... kurz vor deren Ende ...
... und schließlich der kräftezehrende, völlig zerfahrene Schlusshang. Puh.
Wieder hoch mit der EUB Olang. Die befindet sich gar nicht in Nieder-, Mitter- oder Oberolang, sondern unterhalb des hier zu sehenden Dörfchens Geiselsberg. Schnee liegt natürlich auch hier nicht.
EUB Olang mit ihrer markant zerfahrenen Piste.
Aus der Gegenperspektive sieht das weniger schlimm aus.
EUB Olang in Richtung Kronplatzgipfel.
Meine dritte Talabfahrt war nur eine halbe, nämlich die der EUB Alpen, deren Talstation sich ein gutes Stück oberhalb des Talbodens befindet.
Deren Abfahrt ist zu recht blau ausgewiesen, nämlich weniger steil ...
... und darum auch weniger aufgefahren als die roten Pisten.
Wieder hoch mit der EUB Alpen. EUB-Einheitsbrei des Kronplatzes.
Panoramafoto aus der EUB Alpen, die über einen der Kronplatz-Funparks fährt. Sooo viel Skifläche hier oben.
Auf zur vierten-Kronplatz-Talabfahrt, nämlich der nach Ried / Percha.
Die ist oben blau und unten rot ausgewiesen.
Und wohl wegen dieses Flachstücks mit Schiebeanteil hier war sie am Tag meines Besuchs quasi verwaist und nachmittags noch in sehr gutem Zustand.
Nach dem Flachstück führt die Talabfahrt Ried / Percha mit normalem Gefälle weiter zu Tal.
Bei meinem Besuch war sie mit viel Spaß zu fahren.
Der Schlusshang der Talabfahrt Ried / Percha ist ein wenig steiler.
Bei Ried / Percha mündet diese eindrucksvolle Gletscherzunge ins Pustertal.
Wer von ihrem Ende wieder zum Kronplatz hinauf fahren möchte und an der minimalistischen Station einsteigt, fährt zunächst kurz in die "falsche" Richtung, nämlich bis zur "finalen" Talstation an der Eisenbahnstrecke, bevor die EUB den Berg in Angriff nimmt.
Dies ist mein wohl aussagekräftigstes Foto vom Skifahren am Kronplatz. Braune Wiese, Acker, in der Ferne ein paar Maschinenschneebänder. Das Gegenteil meiner Auffassung von Skifahren. Hier könnte ich im Leben keinen Skiurlaub buchen. Ehrlicherweise sah es an Dreikönig 2023 in unserem Montafon-Urlaub aber auch nicht deutlich anders aus.
Im Zoom dann wieder die Illusion von Winter.
Die EUB Ried / Percha - Kronplatz ist unglaublich lang, satte 6 Kilometer.
Mittelstation der EUB Ried / Percha - Kronplatz.
Trasse der oberen Sektion im Zoom.
Wenn sich die EUBn am Kronplatz doch irgendwie optisch unterscheiden würden ...
Vor der letzten Talabfahrt, der nach Reischach, wechsle ich nochmal auf den Sonnenhang.
Zoom vom Kronplatz über die Kuppen und Abfahrten des "Blauen Meers" in Corvara im Alta Badia und zur Marmolada.
Panoramaaufnahme des Sonnenhangs am Nachmittag.
Zoom vom Kronplatz zum Brixner Skiberg Plose. Liftanlagen und Pisten befinden sich auf der Rückseite und sind vom Kronplatz nicht einsehbar.
Wenn der Snowboarder über die Schneekanone springt, landet er im Stausee im Pustertal.
Zoom vom Kronplatz ins Skigebiet von Vierschach / Sexten unter dem Helm mit seiner kleinen Gipfelhütte.
Zoom vom Kronplatz ins Skigebiet von Sexten mit der Stiergartenbahn und -abfahrt. Mehr als die beiden Hänge des Sextner Skigebiets sind vom Kronplatz nicht einsehbar.
Zoom vom Kronplatz noch weiter durchs Pustertal zum 1500 m langen Dorfberglift in St. Oswald in Osttirol. Dessen Existenz war mir bislang nicht bewusst. Der große Berg oben links ist der Eggenkofel.
Diese kleine Kapelle ist der einzige landschaftsangepasste und damit der ansehnlichste Bau auf dem Kronplatzgipfel. Und dann stellt irgendein Depp das hässliche Meetingpoint-Schild davor.
Meine letzte Talabfahrt ist die zurück zum Auto in Reischach. Ich wähle die Sylvester-Abfahrt.
Die Sylvester-Abfahrt vermag von Trassierung und Landschaft durchaus zu überzeugen. Skifotos dieser Art vermitteln allerdings normalerweise Impressionen von Ende April / Anfang Mai.
Weiter unten im steileren, harten Teil der Sylvester-Abfahrt.
Sylvester-Abfahrt schon fast im Ziel. Die weißen Schnörkel da unten auf der Wiese sind übrigens eine beschneite Langlaufloipe. Das ist noch sinnloser als Alpinski auf Maschinenschnee.
Auslauf der Skiabfahrten vom Kronplatz in Reischach. Ende des Kronplatz-Skitages.