19.03.2023: Monterosa Alagna-Gressoney-Champoluc
20.03.2023: Mondolèski Artesina-Prato Nevoso
21.03.2023: Limone Piemonte
22.03.2023: Espace Lumière Praloup-La Foux d’Allos
23.03.2023: Les Orres
24.03.2023: Le Seignus/Allos
25.03.2023: Isola 2000
26.03.2023: Isola 2000
27.03.2023: Auron
28.03.2023: Le Sauze
29.03.2023: Vars
30.03.2023: Serre Chevalier
31.03.2023: Sestriere
01.04.2023: Madesimo-Val di Lei
> Skigebiet:
1.640-2.720 m
185 Pistenkm (mit Risoul)
Vars: 1 TMX, 7 KSB, 3 SB, 3 SL (+ 3 KSB, 5 SB, 6 SL in Risoul)
Pistenplan: https://www.vars.com/hiver/a-faire-sur- ... es-pistes/
Tageskarte, obwohl ohne Risoul: 47,50 € (im Alpenvergleich zwar immer noch günstig, aber deutlich teurer als die Skigebiete in Haute-Provence und Alpes-Maritimes)
> Wetter:
Zu Beginn noch sonnig mit etwas Schleierbewölkung, anschließend immer wärmer und bewölkter. Zum Schluss sogar etwas Regen/Schneefall
> Wartezeiten:
Teilweise wenige Sessel am Speed Master und dem TMX
> Geschlossen: > Grün und gelb = geöffnet
> In Vars fast alle geöffneten Pisten abgefahren
> Positives:
+ Seit meinem letzten Besuch 2018 wurden hier vier neue kuppelbare Lifte gebaut, für ein mittelgroßes französisches Skigebiet rekordverdächtig
+ Abwechslungsreiche, meist mittelsteile Pisten
+ Verschiedene Expositionen und sowohl Waldabfahrten als auch offene Hänge
+ Sowohl Skistation und Chalets in Les Claux als auch historische Ortschaften Sainte-Marie und Sainte-Catherine
+ Schnellste Speedskistrecke der Welt, inklusive ungewöhnlichem Weltcup und nun auch direktem, steilen Lift
+ Normalerweise große Vielfalt durch Verbindung nach Risoul. Normalerweise…
> Negatives:
- Wenn man bei einem großen, gemeinsamen Skigebiet keine Lösung für eine Fortführung des Skipass findet (während andere Skigebiete gerne einen Skigebietszusammenschluss hätten) ist dies schon erschreckend
- Risoul und Labellemontagne haben immer noch keinen Liftneubau umgesetzt
- In manchen Bereichen längere Flachstücke oder nur mittelgroße Höhenunterschiede
- SL auf den Pic de Chabrières (2.740 m) wurde stillgelegt. Damit fallen die Wiederholungspisten im höchsten Bereich des Skigebiets weg.
- Im Zentrum von Les Claux starten nun die drei wichtigsten Lifte direkt nebeneinander, Gewusel und Pistenkreuzungen inklusive
- Kurze Liftöffnungszeiten (Start erst 9:15, Ende bereits 16:30 bzw. teils noch früher)
- Gleicher Tarif wie vorher beim doppelt so großen Skigebiet inkl. Risoul
> Fazit:
Auch ohne Risoul bietet Vars mehr als genug Abwechslung für 1-2 Tage. Dennoch habe ich die Nordhänge und Abfahrten durch die lichten Wälder von Risoul, die mir 2018 gut gefielen (viewtopic.php?p=5162511#p5162511), dieses Mal vermisst. Aber das Highlight war bei diesem Besuch sowieso der Speedskiweltcup (wenn auch nicht der offizielle Hauptweltcup, der mit mehr Rahmenprogramm und auch schnelleren Geschwindigkeiten, knapp zwei Wochen zuvor stattfand). Das man diesen terminlich und wettertechnisch bei einem Tagesbesuch genau erwischt, ist schon sehr glücklich.
> Start morgens nach 09:15 in der 4KSB Sainte-Marie
> Erster Blick ins Skigebiet von Vars inklusive der Bergstation der neuen 6KSB Mayt (aus geologischen Gründen leider deutlich niedriger als die alte und zu niedrig für viele Pisten)
> Die Pisten in diesem Bereich zwar ziemlich flach, aber bei dem schnelleren, pulvrig-kalten Schnee am Morgen gut zu fahren
> Direkt mal bergauf mit der neuen und langen 6KSB Mayt (2,2 km, 610 HM)
> Sie startet nun direkt unten im Ort und damit niedriger als die beiden Vorgängeranlagen (Mayt und Lièvre)
> Flache Piste Heureux
> Unterhalb der ebenfalls neuen Kombibahn Chabrières, die eine alte Stehgondel ersetzte
> Letzter Abschnitt bis ins neue Liftzentrum, an diesem Tag zum Glück relativ leer (wenn auch deutlich mehr los war als in Seignus, Auron und Le Sauze)
> Neue Kombibahn erhöht den Komfort schon deutlich. Kein Laufen mehr
> Direkter Umstieg zum neuen Speed Master, den man tatsächlich auch etwas schneller laufen lief
> Führt direkt über der Weltcuppiste lang
> Durch den schnellen Lift, den guten Schnee hier oben, das tolle Panorama auf 2.700 m und natürlich insbesondere das Verfolgen des Weltcups, machte ich direkt ein paar Wiederholungen in diesem Bereich, über die Pisten Corniche, Crévoux und auch Edelweiss
> Der Start war heute allerdings deutlich nach unten verlegt und die Strecke damit nicht ab der Kante oben startend
> Jetzt um 10:30 merkte man bereits, wie die Warmfront das Skigebiet erfasste. Der äußerst herrlich pulvrig-griffige Schnee wurde immer langsamer und pappiger
> Und damit auch Flachstück zunehmend mühsamer
> Blick ins noch (reine) Stangenschlepper-Skigebiet Crévoux. Wäre sicherlich auch sehr ruhig und spannend
> Aber zumindest ganz oben hielt sich vorerst noch der herausragende Schnee
> Insbesondere im nördlich orientierten Corniche inférieure
> Der massive Snowpark von Vars
> Beeindruckend steile Lifttrasse
> Die oberste Piste, Corniche Superieure, nun kürzer und durch den fehlenden SL nur noch umständlicher wiederholbar. Dennoch überwiegt der Vorteil der neuen 6KSB gegenüber der alten 4SB in diesem Sektor deutlich
> Blick zum Stausee Serre-Poncon
> Schön wellige Piste Crévoux
> Gegenüberliegende Südwesthänge am Peyniers bereits mit weniger Naturschnee
> An diesem Tag durch langsameren Schnee und niedrigeren Start nur um die 200 km/h Topspeed
> Trotzdem beeindruckend
> Gegen 12 Uhr, mit Ende des Weltcups, die vorerst letzte Chabrières-Runde. Zumindest hier oben hielt der Schnee noch ganz gut durch
> Fahrt mit der 4KSB Escondus, die in der Nebensaison nur an bestimmten Tagen geöffnet ist. Ausgerechnet mittwochs dank Skiclubtrainings aber schon.
> Früher benötigte man zwei lange, flache Lifte auf den Pic de Chabrières, nun geht der Lift einfach senkrecht direkt bergauf
> Die schön waldige Les Tetras sah aus dem Lift sehr attraktiv aus (wenn auch, wie viele Pisten in Vars nicht frisch präpariert). Sieh war dann allerdings auch die erste Piste des Tages mit sehr starkem Bremsschnee und sollte leider nicht die letzte bleiben…
> Der Weg über Fontbonne mit den teils langen und flachen Ziehwegen gestaltete sich entsprechend mühsam
> Nun hieß es wieder Abschied nehmen: Diese kuriose DSB mit leicht kurviger Mittelstation hatte bereits einen ihrer letzten Saisontage… (aktuell werden beide Sektionen durch zwei neue, leider fixe 4SB von CCM ersetzt. Damit Liftneubauten #5 und #6 innerhalb von fünf Jahren)
> Blick zum Col de Vars 2.100 m, den ich am Vorabend überquerte
> Und zu den netten Waldhängen gegenüber. Ein weiterer Lift in diesem Bereich, wie er auch schon mal angedacht war, wäre eine sehr attraktive Erweiterung
> Bei diesem Anblick kaum vorstellbar, dass mittig rechts ein Lift und eine Piste den Hang hinauf/bergab führen
> Auf der sonnigen und leeren Piste Mélèzes
> Weiter zum vierten neuen Lift: 6KSB Bois Noir (über 2 km Länge und knapp 600 Hm)
> Hier war überhaupt nichts los, allerdings der Schnee – trotz Nordausrichtung – auch hier bereits sehr klebrig… (der wenige Neuschnee an den Tagen zuvor war einfach nur unnötig)
> Untenraus wurde der Schnee zumindest wieder etwas schneller. Mittig Sainte-Marie und weiter hinten die 4KSB, an der ich den Skitag morgens begann
> Talstation. Wohl selbst in der Hauptsaison nicht überlaufen. Damit einerseits nicht die beste Investition, andererseits – im Gegensatz zur Stangenschlepperkette zuvor – ein deutlicher Komfortgewinn für Sainte-Marie, Kinder, Skischulgruppen usw.
> Eine letzte Abschiedsfahrt mit der DSB Peyniers
> Und über die zweite Pistenvariante nochmal hinunter nach Sainte-Marie
> Und ein letztes Mal die kürzere Seite der DSB, Plans
> Gegen 14 Uhr griff endgültig die feucht-warme Front, die sich schon den ganzen Tag von Norden her ankündigte, auf das Skigebiet über. Natürlich wäre es weiter im Süden (Alpes-de-Haute-Provence und Alpes-Maritimes) sonnig geblieben, aber dort hatte ich ja bereits alle noch geöffneten Skigebiete besucht und ich wollte etwas Abwechslung. Wirklich schade, dass Montclar, Valberg und Greolières diesen Winter kaum Schnee abbekommen haben, das wäre sonst noch herrlich dort gewesen bei dem sonnigen Wetter.
> Nochmal zurück auf 2.700 m. Normal könnte man von hier oben über den Col Sans Nom ziemlich schnell und angenehm weiter Richtung Risoul fahren. Aber alle Verbindungswege in diesem Jahr nicht präpariert und mit Zäunen abgeriegelt.
> Zentrum von Vars von der nun freigegebenen Rennpiste aus. Der Steilhang half zumindest ein wenig gegen den starken Bremsschnee
> Zentrum von Les Claux mit den beiden neuen Talstationen
> Kurz vor 15 Uhr mit der 6KSB Mayt zurück Richtung Peyrol
> Olympique Supérieure leider ebenfalls überwiegend klebrig
> Verbindung nach Risoul nicht nur unpräpariert, sondern auch mit zahlreichen Zäunen abgeriegelt. Selbst wenn man also einen Skipass für beide Skigebiete hätte, wäre eine Wechsel nur umständlich möglich. Hoffentlich sind beim nächsten Forêt Blanche wieder Wechsel nach Risoul möglich (mit den schönen Pisten dort: viewtopic.php?p=5162511#p5162511)
> So nah und doch so fern: Der hintere Sektor Clos Chardon des Skigebiets von Risoul. Noch ein paar Worte zum Skipasskonflikt: Ich stehe auf jeden Fall auf der Seite von Vars und kann deren Argumentation gut nachvollziehen. Wenn man in vier neue kuppelbare Anlagen investiert, während das Partnerskigebiet, mit ähnlicher Größe, einfach keine Investition gestemmt bekommt, würde ich auch erwarten, dass man die Einnahmen nicht 50/50 aufteilt, sondern nach der tatsächlichen Skifahreranzahl an den Liften. Aber Labellemontagne ist nun mal nicht für Luftinvestitionen bekannt. In ihren anderen Gebieten haben sie bisher auch entweder gar nicht oder nur auf günstigste Weise investiert. Für einen großen Wurf sind sie nicht bekannt. Orcières Merlette eine neue Billig-6KSB, Manigod eine neue, langsame 4SB und in ND-de-Bellcombe eine neue Billig-6KSB. In Risoul die letzte neue KSB im Jahr 2005 (vor 18 Jahren) und soweit ich weiß noch vor dem Einstieg von Labellemontagne.
> Zumindest einmal wollte ich die ruhige und abseits gelegene Vallon versuchen, entpuppte sich dann aber schnell als viel zu flache Fehlentscheidung. Die eigentlich besonders schöne Crêtes war nicht mehr präpariert und sah bei dem Klebschnee kaum fahrbar aus.
> Zumindest die ruhige, schöne Landschaft entschädigt etwas
> Anschließend fuhr ich noch bis zum Liftschluss ein paar Mal die relativ steile Talabfahrt Olympique Inférieure mit ziemlich direkten 500 Hm. Denn durch die niedrige Lage hatte es hier nicht draufgeschneit und der Schnee war feucht und schnell. Unten im Ort hatte es dafür aber mittlerweile auch deutlich über 10 Grad! Und ein kurzer Regenschauer folgte natürlich auch an diesem Skitag, wobei es erst pünktlich zur Ankunft am Auto stärker wurde.
> Anschließend, auf dem Weg zu meinem heutigen Übernachtungsziel L’Argentière-la-Bessée nahe von Puy-Saint-Vincent, noch ein Stopp im schönen Ort Guillestre, dem Tor zum Queyras. (Hier waren nun leider schon wieder alle Skigebiete geschlossen, aber bei meinem nächsten Hautes-Alpes-Besuch werde ich das Queyras nicht nochmal auslassen!)
Fortsetzung hier: viewtopic.php?p=5414783#p5414783