Die große Klima-Diskussion

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NeusserGletscher
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Pancho hat geschrieben: 04.11.2024 - 15:32 Bisherige anerkannte Arbeiten zum Thema Klimawandel:
Exakt Zero, Null, Nix.
Das hat bislang bei der Aussage "97% der Klimaforscher stimmen überein, der Klimawandel sei menschengemacht", niemanden gestört.
Spiegel.de hat geschrieben: Eine allgemeine Abstimmung unter Klimaforschern sei auch deshalb sinnlos, weil die meisten Wissenschaftler Spezialisten seien, ergänzt Judith Curry , Atmosphärenforscherin am Georgia Institute of Technology. Die wenigsten forschten über die Ursache des Klimawandels - sie zu gerade diesem Thema zu befragen, sei eine Art "Konsens zweiter Ordnung".
[...]
Die Studie belegt also lediglich eine Banalität: Wissenschaftler sind sich weitgehend einig, dass der Mensch zur Klimaerwärmung beiträgt.
Weiterhin:
Spiegel.de hat geschrieben: Weniger als ein Prozent der [tausende untersuchten] Studien widersprachen ausdrücklich dem Einfluss des Menschen. Gut zwei Drittel hatten keine Position zu dem Thema - sie blieben außen vor. Das Resümee von Cook und seinen Kollegen: 97 Prozent legten einen menschlichen Einfluss zugrunde.
[...]
Zu den eigentlich entscheidenden Fragen jedoch macht die Cook-Studie keine Aussage: Wie groß ist der menschengemachte Anteil am Klimawandel?
[...]
Die bedeutendsten Fragen der Umweltforschung sind weitaus schwieriger zu beantworten - und hier gehen die Meinungen der Wissenschaftler weit auseinander.
[...]
Warum erwecken die 97 Forscher mit ihrer Kampagne den gegenteiligen Eindruck? Die Öffentlichkeit, so begründen die Autoren die Idee zu ihrer Studie, zögere bei der Unterstützung des Klimaschutzes ....
Mit dem letzten Satz haben sich die Akteure der Studie als Aktivisten geoutet. Der Artikel ist bereits 10 Jahre alt. Gibt es eine neuere Studie unter Klimaforschern, die tatsächlich nach der Ursache forschen und die zu einem anderen Ergebnis kommt?
Tyrolens hat geschrieben: 04.11.2024 - 18:19 Es sind überall nur Menschen am Werk.
... die auch morgen noch ein geregeltes Einkommen haben möchten, die ihre Vorlesungen nicht vor leeren Reihen halten möchten, die auf Kollegen angewiesen sind, um wissenschaftliche Arbeiten zu veröffentlichen, die auf Drittmittel und staatliche Förderung angewiesen sind, um ihre Forschung zu finanzieren......

Leider haben entscheidende Änderungen der letzten Jahrzehnte auf gesellschaftlicher Ebene und auch bei Hochschulreformen dazu geführt, dass die Freiheit von Forschung und Lehre eher abgenommen hat.
Was Du selber richtig machst können andere nicht falsch machen

Martin_D
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Martin_D »

Tyrolens hat geschrieben: 04.11.2024 - 18:19 Was soll einen Nobelpreisträger besonders zuverlässig machen?
Wer den Wissenschaftsbetrieb kennt, weiß, wie's dort rund geht. Auch nicht anders, wie in anderen Lebensbereichen.

Lesenswert: https://www.deutschlandfunk.de/analyse- ... t-100.html


Es sind überall nur Menschen am Werk.
Das Schöne an Wissenschaft ist ihre Reproduzierbarkeit.
In dem verlinkten Artikel wird ein gewisser Zeitinger (offenbar auch ein Klimaskeptiker) wie folgt zitiert:

„Als Einstein seine Ideen vorstellte, galt er als verrückt und als Außenseiter“, so Zeilinger, emeritierter Physikprofessor an der Universität Wien. „Es ist in der Wissenschaft schon vorgekommen, dass die Mehrheit völlig falsch lag."

Er ist ja nicht der erste, der auf Einstein hinweist. Aber der Vergleich passt halt überhaupt nicht. Einstein hat gezeigt, dass die Newtonsche Mechanik nicht grenzenlos gültig ist. Bei hohen Geschwindigkeiten und in der Nähe von großen Massen macht sie falsche Vorhersagen und man benötigt Einsteins spezielle bzw. allgemeine Relativitätstheorie für korrekte Vorhersagen.
Deswegen kann man aber nicht sagen, dass die Newtonsche Mechanik "völlig falsch" ist. Für Alltagsvorgänge wie das Konstruieren einer Achterbahn, die Analyse von Auffahrunfällen, die Kalkulation von Planetenbewegungen (sofern diese nicht hochpräzise kalkuliert werden müssen wie das etwa bei der Raumfahrt durchaus notwendig ist) werden alle Experten, die zu solchen Vorgängen Berechnungen anstellen, diese auf Grundlage der Newtonschen Mechanik machen.

Jedes naturwissenschaftliches Modell ist eine Vereinfachung der Realität und kann gar nicht den Anspruch haben, die Realität vollumfänglich zu beschreiben.

Die Klimaforscher von 1990 waren in der Lage, den Temperaturanstieg von 1990 bis 2024 zumindest in der Größenordnung richtig vorauszusagen. Ihre Modelle sind logisch gut begründet, auch wenn sie notwendigerweise wie jedes Modell Vereinfachung enthalten. In seiner einfachsten Form ist dieses Modell auch für Schüler oder naturwissenschaftlich gebildete Laien verständlich (siehe mein Posting von Samstag).
Die ganzen selbsternannten "Klimaexperten", auf die sich die Zweifler auch hier im Thread berufen, haben bis heute kein einziges konkurrierendes Modell veröffentlicht hat, dass logisch schlüssig ist und den Temperaturanstieg der vergangenen Jahrzehnte erklären kann.
Vor diesem Hintergrund wäre es grob fahrlässig, die Ergebnisse der seriösen Klimaforschung zu ignorieren.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von ralleycorse »

NeusserGletscher hat geschrieben: 04.11.2024 - 18:35
Pancho hat geschrieben: 04.11.2024 - 15:32 Bisherige anerkannte Arbeiten zum Thema Klimawandel:
Exakt Zero, Null, Nix.
Das hat bislang bei der Aussage "97% der Klimaforscher stimmen überein, der Klimawandel sei menschengemacht", niemanden gestört.
Spiegel.de hat geschrieben: Eine allgemeine Abstimmung unter Klimaforschern sei auch deshalb sinnlos, weil die meisten Wissenschaftler Spezialisten seien, ergänzt Judith Curry , Atmosphärenforscherin am Georgia Institute of Technology. Die wenigsten forschten über die Ursache des Klimawandels - sie zu gerade diesem Thema zu befragen, sei eine Art "Konsens zweiter Ordnung".
[...]
Die Studie belegt also lediglich eine Banalität: Wissenschaftler sind sich weitgehend einig, dass der Mensch zur Klimaerwärmung beiträgt.
Weiterhin:
Spiegel.de hat geschrieben: Weniger als ein Prozent der [tausende untersuchten] Studien widersprachen ausdrücklich dem Einfluss des Menschen. Gut zwei Drittel hatten keine Position zu dem Thema - sie blieben außen vor. Das Resümee von Cook und seinen Kollegen: 97 Prozent legten einen menschlichen Einfluss zugrunde.
[...]
Zu den eigentlich entscheidenden Fragen jedoch macht die Cook-Studie keine Aussage: Wie groß ist der menschengemachte Anteil am Klimawandel?
[...]
Die bedeutendsten Fragen der Umweltforschung sind weitaus schwieriger zu beantworten - und hier gehen die Meinungen der Wissenschaftler weit auseinander.
[...]
Warum erwecken die 97 Forscher mit ihrer Kampagne den gegenteiligen Eindruck? Die Öffentlichkeit, so begründen die Autoren die Idee zu ihrer Studie, zögere bei der Unterstützung des Klimaschutzes ....
Mit dem letzten Satz haben sich die Akteure der Studie als Aktivisten geoutet. Der Artikel ist bereits 10 Jahre alt. Gibt es eine neuere Studie unter Klimaforschern, die tatsächlich nach der Ursache forschen und die zu einem anderen Ergebnis kommt?
Tyrolens hat geschrieben: 04.11.2024 - 18:19 Es sind überall nur Menschen am Werk.
... die auch morgen noch ein geregeltes Einkommen haben möchten, die ihre Vorlesungen nicht vor leeren Reihen halten möchten, die auf Kollegen angewiesen sind, um wissenschaftliche Arbeiten zu veröffentlichen, die auf Drittmittel und staatliche Förderung angewiesen sind, um ihre Forschung zu finanzieren......

Leider haben entscheidende Änderungen der letzten Jahrzehnte auf gesellschaftlicher Ebene und auch bei Hochschulreformen dazu geführt, dass die Freiheit von Forschung und Lehre eher abgenommen hat.

Es wird immer abstruser ...
Hörst Du Dir eigentlich selber zu?
Du behauptest gerade das die überwältigende Mehrheit der Wissenschaftler lügt nur der Karierre willen????
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von biofleisch »

Martin_D hat geschrieben: 01.11.2024 - 12:49 [Schwurbelkram]
Experiment.png

Links haben wir eine Infrarotlampe. Rechts in den Zylinder wird CO2 zugeführt. Dabei wird die Temperatur gemessen. Dabei stellt man folgendes fest:

(1) Die Temperatur im Zylinder steigt nach der CO2 - Zuführung etwas an.
(Präziser ausgedrückt: Durch das zusätzliche CO2 erhöht sich die Gleichgewichtstemperatur im Zylinder)

(2) Blickt man von rechts mit einer Wärmebildkamera durch den Zylinder auf die Infrarotlampe, so erscheint sie nach der Zuführung des CO2 weniger hell als vor Zuführung des CO2. Der Grund ist, dass das zugeführte CO2 einen Teil der Infrarotstrahlung der Lampe absorbiert und dieser dann nicht mehr bei der Wärmebildkamera ankommt.

Wir halten fest: CO2 trägt zum Treibhauseffekt nachweislich bei.

Hilft diese Erklärung weiter ?
Dieses "Experiment" ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten.

Welche CO2 Konzentration ist im Zylinder?
Ist die Atmosphäre ein Zylinder?

Was ist mit den 1000enden anderer Faktoren, welche die Atmosphärentemperatur beeinflussen? Beispielsweise der mit Abstand größte Faktor - nämlich die Strahlung welche ganz grundsätzlich die Temperatur erst verursacht?
Schwankt diese Einstrahlung nur um 0,0001% dann ist diese Änderung gigantisch im Vergleich zu deinen 40 Molekülen auf 1000000000 Moleküle in der Luft!
Das kann man im übrigen ebenfalls mit einem einfachen Experiment überprüfen:
Setze dich vor eine Strahlungsquelle (Feuer) und beobachte, was du fühlst, wenn du dich hin zur Strahlungsquelle bewegst oder dich davon abwendest.
Die Frage wäre nun: kannst du diese Energiemenge in Relation setzen zu der fehlenden Energiemenge, welche 40 vs 42 Moleküle auf 1000000000 Moleküle in der Luft bewirken?

Aber grundsätzlich verstehe ich, dass die meisten Menschen durch über 20 Jährige Indoktrination und grundsätzlicher Verständnislosigkeit der Systematik von Wissenschaft diese Zusammenhänge nicht wirklich einordnen können.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von biofleisch »

jo26861 hat geschrieben: 29.10.2024 - 10:36
TONI_B hat geschrieben: 28.10.2024 - 08:24 Sorry, aber welche Maschinen sind so empfindlich, dass sie +/-0,2Hz nicht aushalten? Da ist wohl der Hersteller in die Pflicht zu nehmen und nicht der Netzbetreiber.
Das ist ein Industrieproblem. die Timings für die Elektronik müssen exakt sein. für Chips die in Millisekunden rechnen vielleicht kein Problem. aber Hochleistungsalgorithmen die in Nanosekunden rechnen vielleicht schon.
Es ist schon schrecklich auf welchem Niveau hier "diskutiert" wird.

Die Abweichung der Netzfrequenz wird (auch) und vor allem dazu genutzt Probleme der Netzstabilität zu erkennen und sie im Keim zu beheben!

Im Stromnetz muss zu jeder Millisekunde ausreichend Strom produziert werden, wie auch gebraucht wird. Eine gewisse Schwankung, welche die Netzfrequenz (auch) anzeigt ist tolerabel. ABER: wird diese größer besteht akut die Gefahr eines Netzzusammenbruches! Dem muss unter allen Umständen begegnet werden. Entweder indem Last abgeworfen wird (Verbraucher werden abgeschaltet) oder indem Produzenten abgeschaltet werden.

Nun kann man sich vorstellen (ein gerüttelt Maß an Kenntnissen in Elektrotechnik und Logik) dass PV und auch Wind annähernd unsteuerbar sind! Zieht eine Wolke über ein paar hundert PV Anlagen, fällt umgehend die produzierte Strommenge rapide ab. Dieser "Effekt" wird umso schlimmer und gravierender, je mehr Gutmenschen sich so ein Teil anschaffen und ans Netz anschließen. Darum sind die Energieversorger auch angehalten und zukünftig verpflichtet, diese Anlagen per Fernabschaltung abschaltbar zu machen! Damit kann man wenigstens in EINE Richtung eine Steuerung vornehmen (Abwurf Produktion). In die andere Richtung geht es hingegen (Zuschaltung von Produktion) NICHT, weil der PV Ertrag nicht steuerbar ist!

Die notwendigen Eingriffe ins Stromnetz nehmen jedes Jahr neue Rekorde an und es ist nur eine Frage der Zeit, bis es (auch) in Deutschland zu einem nennenswerten Ausfall kommt. Wir können nur hoffen, dass es dann "nur" zu einem "Abwurf" von Leistungsbeziehern (Brownout) kommt und nicht zu einem Blackout. Denn in letzterem Fall ist davon auszugehen, dass es WOCHEN dauern wird, bis der Strom wieder da ist. Was in dieser Zeit an Chaos und Schäden angerichtet werden wird ist gar nicht vorstellbar. Man denke nur stehen gebliebene Aufzüge eine Großstadt, die auch nach Tagen nicht wieder fahren können. Wobei das im Vergleich zu anderen Themen noch (fast) belanglos erscheint.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von gernot »

na schau, biofleisch meldet sich auch wieder zu Wort!
fehlt nur noch jds...
Zuletzt geändert von gernot am 04.11.2024 - 22:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von gernot »

ziemlich verstörende Bilder aus Valencia, die die (leider richtig vorhergesagten) Auswirkungen des Klimawandels zeigen.

https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 25940.html

Gerade aktuell trifft's Barcelona mit bis zu 130mm in zwei Stunden :(

Bin schon auf die Schadenshöhe gespannt.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

ralleycorse hat geschrieben: 04.11.2024 - 21:22 Es wird immer abstruser ...
Hörst Du Dir eigentlich selber zu?
Du behauptest gerade das die überwältigende Mehrheit der Wissenschaftler lügt nur der Karierre willen????
Ernsthaft?
Das Wort "Lügen" habe ich nicht gebraucht, weder implizit noch explizit. Google mal nach "Wissenschaft Abhängigkeit", auch in Kombination mit "Drittmittel" und "Bologna", da findest Du jede Menge Artikel, die sich ernsthaft mit der Thematik befassen.

Das Atomzeitalter: Vom Abrüsten bis zur Endlagersuche

Teil 3/3.
ab 30:00
Erneuerbaren Energien allein wird die Deckung des hohen Strombedarfs nicht zugetraut
[...]
ab 31:20
Das deutsche Modell, dass dieses explizite, wir steigen aus allen gesicherten Leistungen gleichzeitig aus, macht eigentlich kein Industriestaat uns nach
[...]
ab 43:00
.. sie brauchen um sich herum [...] Speichertechnologien [...] um wirklich dann Wind und Sonne zu gesicherter Leistung zu machen, und genau das ist der Hauptkostenblock, der auf die Deutsche Energiewende wahrscheinlich noch zurollt.
So viel zu:

- Deutschland tut zu wenig
- andere Länder sind viel weiter
- Sonne und Wind stellen keine Rechnung
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Martin_D »

biofleisch hat geschrieben: 04.11.2024 - 21:44
Dieses "Experiment" ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten.

Welche CO2 Konzentration ist im Zylinder?
Ist die Atmosphäre ein Zylinder?

Was ist mit den 1000enden anderer Faktoren, welche die Atmosphärentemperatur beeinflussen? Beispielsweise der mit Abstand größte Faktor - nämlich die Strahlung welche ganz grundsätzlich die Temperatur erst verursacht?
Schwankt diese Einstrahlung nur um 0,0001% dann ist diese Änderung gigantisch im Vergleich zu deinen 40 Molekülen auf 1000000000 Moleküle in der Luft!
Das kann man im übrigen ebenfalls mit einem einfachen Experiment überprüfen:
Setze dich vor eine Strahlungsquelle (Feuer) und beobachte, was du fühlst, wenn du dich hin zur Strahlungsquelle bewegst oder dich davon abwendest.
Die Frage wäre nun: kannst du diese Energiemenge in Relation setzen zu der fehlenden Energiemenge, welche 40 vs 42 Moleküle auf 1000000000 Moleküle in der Luft bewirken?

Aber grundsätzlich verstehe ich, dass die meisten Menschen durch über 20 Jährige Indoktrination und grundsätzlicher Verständnislosigkeit der Systematik von Wissenschaft diese Zusammenhänge nicht wirklich einordnen können.
Viel Meinung, null Ahnung. Das sieht man vor allem fett hervorgehebenen Satz, der beweist, dass du die Formel P = k * T^4 und das Strahlungsgleichgewicht nicht verstanden hast.

Das Experiment gehört zu einem sogenannten "Klimakoffer", der in der Fakultät für Physik der LMU München entwickelt wurde. Mitgewirkt an der Entwicklung dieses Klimakoffers hat unter anderem auch Prof. Dr. Harald Lesch, der vermutlich den einem oder anderen bekannt sein soll.

Und dann kommt so ein "biofleisch" daher und erklärt das Experiment einfach mal für einen Fake und die Erklärungen zur "Schwurbelei". Was für eine Lachnummer !
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

gernot hat geschrieben: 04.11.2024 - 22:28 ziemlich verstörende Bilder aus Valencia, die die (leider richtig vorhergesagten) Auswirkungen des Klimawandels zeigen.

https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 25940.html

Gerade aktuell trifft's Barcelona mit bis zu 130mm in zwei Stunden :(

Bin schon auf die Schadenshöhe gespannt.
Das ganze Jahr über melden nun die Medien, das Mittelmeer sei so warm wie noch nie. Es ist bekannt, dass Teile der Mittelmeeranrainer im Herbst immer wieder von sinnflutartigen Regenfällen heimgesucht werden. In Spanien ist das Wetterphänomen unter dem Namen "Gota Fría" bekannt. Es ist meist eine Kombination aus Kaltluft, einem Tief am falschen Ort und dem warmen Mittelmeer.

Und was haben die politisch verantwortlichen Oberpfeifen letztes Jahr getan?
SRF hat geschrieben:Der Regionalpräsident von Valencia, Carlos Manzón, hat bei seinem Amtsantritt letztes Jahr kurzerhand die Behörde abgeschafft, die bis dahin für die rasche Reaktion auf Naturkatastrophen zuständig war.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Martin_D »

biofleisch hat geschrieben: 04.11.2024 - 21:44 Dieses "Experiment" ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten.
Dieses an "Lächerlichkeit kaum zu überbietende" "Experiment" wird übrigens in folgendem von Harald Lesch moderierten Video vorgeführt (ab Minute 3)

https://www.youtube.com/watch?v=lUucND1s0lM

Sind seine Erklärungen auch "Schwurbelei" so wie meine Erklärung ?


P.S. Zu den Unterstützern des Bildungsprogramms, in dessen Rahmen dieser "Klimakoffer" entwickelt wurde, gehört auch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

Ist die CSU/Freie Wähler - Koalition von linksgrünen "Klimaideologen" unterwandert worden oder wie erklärst du dir diese Unterstützung ?
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Martin_D hat geschrieben: 04.11.2024 - 22:42 Dieses an "Lächerlichkeit kaum zu überbietende" "Experiment" wird übrigens in folgendem von Harald Lesch moderierten Video vorgeführt (ab Minute 3)

https://www.youtube.com/watch?v=lUucND1s0lM
Schade, dass er nicht noch ein viertes Loch gebohrt hat, um den Anstieg der CO2 Konzentration im Zylinder zu messen. Dann hätten wir doch einen Beleg dafür, wieviel Erhöhung von CO2 welchen Temperaturanstieg bewirkt. :wink:

BTW, weisst Du näheres über das Spektrum, in dem CO2 wirkt und in wie weit wir da ggf. von einer Sättigung noch entfernt sind? Weil es ist meines Wissens nach unmöglich, mehr als 100% des eintreffenden Sonnenlichts bzw. des Teils des Spektrums, in dem CO2 überhaupt mit dem Licht reagiert, in Wärme umzuwandeln. Aber ab irgend einer Konzentration von CO2 in der Atmosphäre müsste sich hier kaum noch eine Erhöhung nachweisen lassen. Oder liege ich da falsch?
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Pancho »

Betrachten wir mal als gedankliches Modell einen See. Das Wasser ist ganz leicht trüb, so dass - sagen wir - ab einer Wasserstiefe von ca. 10 m kein nennenswertes Tageslicht mehr durchkommt.
Jetzt nehmen wir eine Wasserprobe mit einem 0,2-l Glas. Wenn wir dieses Wasser im Glas begutachten, wird es uns vollkommen klar erscheinen, wir werden keine Trübung erkennen. Wir würden sagen, die Konzentration an trübenden Bestandteilen ist sehr gering - nicht wahrnehmbar.

So ist das auch in der Atmosphäre mit dem CO2. Auch wenn die Konzentration in % sehr gering ist - mit steigender Schichtdicke steigt die Wahrscheinlichkeit stark an, dass Licht doch auf ein Molekül trifft. Für Infrarotstrahlung wird die Atmosphäre "getrübt", stark vereinfacht ausgedrückt.

Genau wie beim Wasser in unserem See. Auch eine leichte Trübung (sehr geringe Konzentration) summiert sich über die Schichtdicke auf und spielt halt doch eine Rolle.

Nur dass CO2 das sichtbare Spektrum nicht beeinträchtigt.

Was ist daran nicht zu verstehen?

Deswegen muss - natürlich - in dem Laborversuch die prozentuale Konzentration an CO2 bedeutend höher gewählt werden, um einen messbaren Effekt zu erhalten. In der Atmosphäre erledigt das bei sehr geringer Konzentration in % die dafür extrem größere Schichtdicke.
Das haben wir aber hier bereits auch ausdiskutiert 200 Seiten früher oder so...
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Pancho »

NeusserGletscher hat geschrieben: 04.11.2024 - 23:19
BTW, weisst Du näheres über das Spektrum, in dem CO2 wirkt und in wie weit wir da ggf. von einer Sättigung noch entfernt sind? Weil es ist meines Wissens nach unmöglich, mehr als 100% des eintreffenden Sonnenlichts bzw. des Teils des Spektrums, in dem CO2 überhaupt mit dem Licht reagiert, in Wärme umzuwandeln. Aber ab irgend einer Konzentration von CO2 in der Atmosphäre müsste sich hier kaum noch eine Erhöhung nachweisen lassen. Oder liege ich da falsch?
Da kann ich aushelfen:
https://www.bundestag.de/resource/blob/ ... 20-pdf.pdf

Kurzfassung: Das ist noch lange nicht der Fall. Selbst eine Vervierfachung des CO2 Anteils würde bei weitem nicht zur Sättigung führen. Jede weitere Erhöhung führt also zur weiteren Erwärmung.
(Siehe gelbe Bänder in Abbildung 5 der o.a. Publikation)

Ausführlich hier:
https://www.realclimate.org/index.php/a ... t-part-ii/
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von TONI_B »

biofleisch hat geschrieben: 04.11.2024 - 22:02Es ist schon schrecklich auf welchem Niveau hier "diskutiert" wird.
biofleisch hat geschrieben: 04.11.2024 - 22:02...je mehr Gutmenschen sich so ein Teil anschaffen und ans Netz anschließen...
Qued...
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von TONI_B »

NeusserGletscher hat geschrieben: 04.11.2024 - 23:19BTW, weisst Du näheres über das Spektrum, in dem CO2 wirkt und in wie weit wir da ggf. von einer Sättigung noch entfernt sind? Weil es ist meines Wissens nach unmöglich, mehr als 100% des eintreffenden Sonnenlichts bzw. des Teils des Spektrums, in dem CO2 überhaupt mit dem Licht reagiert, in Wärme umzuwandeln. Aber ab irgend einer Konzentration von CO2 in der Atmosphäre müsste sich hier kaum noch eine Erhöhung nachweisen lassen. Oder liege ich da falsch?
Die Absorptionsbanden von CO2 liegen im Bereich von 4 bis 20µm, wobei zwischen 17 und 20µm am meisten absorbiert wird.

Aber Vorsicht: CO2 wandelt Licht nicht in Wärme um! Das ist genau der Irrtum, dem viele beim "Treibhauseffekt" aufliegen. IR-Strahlung wird von CO2 absorbiert aber auch wieder emittiert. D.h. die Strahlungsenergie bleibt in der Atmosphäre!
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von ghostbikersback »

Man sollte diese Diskussion in derart epischer Breite (nicht mehr) führen. Es ist doch mittlerweile von seriösen Wissenschaftlern x-fach erläutert worden wie die Zusammenhänge sind. Und ehrlich gesagt braucht man als Mensch der ein bisschen gesunden Menschenverstand hat inzwischen diese ganze Hintergründe auch nicht mehr zu verstehen, um zu erkennen was gerade abläuft: Schaut Euch die letzten 10 Winter an, schaut Euch die Gletscher (oder soll ich sagen: Toteisbrocken?) im Sommer an. Oder die ansteigende Waldgrenze. Oder die teils absurd dummen Argumente der Leugner wie z.B. dass es vor 2000 Jahren ja angeblich schon mal viel wärmer war und es angeblich fast keine Gletscher mehr gab. Dumm ist nur: Ötzi ist 5000 Jahre alt und nur deshalb so gut erhalten, weil er durchgängig (auf „nur“ 3000m) im Eis lag. Was hat er vor 2000 Jahre gemacht? Ist er kurz in den Vinschgau runter um sich eine Kühltruhe zu kaufen? Und hat das Ding dann - tot wie er seit 3000 Jahren war - auf das Tisenjoch geschleppt? Jeder mit etwas Hirn erkennt, dass diese Leute unplausibles Zeug quatschen, um sich entweder wichtig zu machen oder eine eigene Agenda durchzudrücken. Same as ever. Dass der menschengemachte Klimawandel derzeit bereits dramatisch voranschreitet, weiß jeder, der seine Sinne noch halbwegs beisammen hat und vielleicht älter als 30 Jahre ist. Dies abzustreiten ist in etwa so glaubhaft wie anzuzweifeln, dass man beim Sprung in den See nicht nass wird. Das kann man sicherlich auch anhand physikalischer Gesetze (relativ kompliziert herleiten. Für 98% der Leute reicht die eigene Erfahrung jedoch völlig aus, um zu wissen dass man nass wird. Und ja, es wird sich immer jemand finden, der behauptet er sei nicht nass geworden oder vermeintliche Fehler in der Herleitung „aufdecken“. Oder dass die Erde eine Scheibe sei, auch dafür gibt es immer noch etliche Kandidaten, die die eigene Begrenzung des Horizonts nicht erkennen. Es ist aber Zeitverschwendung diesen Irren Aufmerksamkeit oder Zeit zu widmen. Diese wendet man lieber für das eigentliche Problem auf. Ansonsten passiert das was Trump so hervorragend beherrscht: Man diskutiert Nebensächlichkeiten, Unsinn oder Provokationen. Und nicht das eigentliche Thema. Deshalb lasst die Leute glauben was sie wollen, ignoriert oder löscht (sofern möglich) den Schrott. Damit im Kopf Platz für die echten Herausforderungen bleibt.
Zuletzt geändert von ghostbikersback am 05.11.2024 - 12:05, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Fab »

Hier wird sehr viel Text über eindeutige Sachverhalte produziert :D

Sonne scheint - Boden erwärmt sich = Infrarot - Boden strahlt Wärme ab - CO2 verhindert Abstrahlung in den Weltraum, sondern strahlt Infrarot zurück.

Mehr is nich!
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

TONI_B hat geschrieben: 05.11.2024 - 07:27 Aber Vorsicht: CO2 wandelt Licht nicht in Wärme um! Das ist genau der Irrtum, dem viele beim "Treibhauseffekt" aufliegen. IR-Strahlung wird von CO2 absorbiert aber auch wieder emittiert. D.h. die Strahlungsenergie bleibt in der Atmosphäre!
Den Satz verstehe ich nicht. Leschs Experiment zeigt doch grad, dass das CO2 das einfallende IR Licht absorbiert und dabei in Wärme umsetzt. Der erste Hauptsatz der Thermodynamik besagt ja, dass Energie nicht "verschwindet", sondern in der Summe immer konstant ist. Also das, was das CO2 an Licht schluckt, muss eine andere Energieform als Licht annehmen. Außer, es würde reflektiert, was aber nach meinem Kenntnisstand grad nicht der Fall ist. Und dann dürfte die Temperatur in dem Zylinder nicht ansteigen. Der zweite Hauptsatz besagt, dass Energie ohne äußere Einflüsse stets von einem höheren zu einem niedrigeren Niveau wechselt. So oder ähnlich. Also ist Leschs Experiment ein qualitativer Nachweis für die Wirkung von CO2 unter Berücksichtigung der beiden Hauptsätze der Thermodynamik.

Bei meiner ursprünglichen Frage ist mir ein kleiner, aber folgenreicher Irrtum unterlaufen. Für die Beurteilung der Wirkung von CO2 ist nicht nur dessen Absorptionsspektrum in Bezug auf das einfallende Sonnenlicht relevant, sondern auch in Bezug auf das von der Erde abgestrahlte Spektrum, vulgo Wärmestrahlung.
Fab hat geschrieben: 05.11.2024 - 12:01 Sonne scheint - Boden erwärmt sich = Infrarot - Boden strahlt Wärme ab
Yep :top:
Fab hat geschrieben: 05.11.2024 - 12:01 CO2 verhindert Abstrahlung in den Weltraum, sondern strahlt Infrarot zurück.
Echt jetzt?

Fundstelle Internet:
Die CO2- Moleküle können Strahlung in diesen Wellenlängenbereichen absorbieren, in Schwingungsenergie umwandeln und diese als thermische Energie ....
Das ist nach meinem Kenntnisstand das Prinzip. Die CO2 Moleküle geraten durch einen bestimmten Teil des Spektrums in Schwingungen. Und Schwingung erzeugt Wärme. Das, was an Wärme erzeugt wird, geht beim Licht verloren. Etwas salopp ausgedrückt.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von biofleisch »

Leute ihr macht es mit euren Leschs und Co's nicht besser.

Der Typ hat übrigens vor wenigen Jahren noch gewusst und im TV ausgesagt, dass es im Mittelalter wärmer war als heute! Damals konnte man in Norddeutschland sogar Wein anbauen 8O

Welches CO2, welche Industrie hat diese Warmphase damals verursacht?

qed... (mal wieder)
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von TONI_B »

biofleisch hat geschrieben: 05.11.2024 - 12:23 Leute ihr macht es mit euren Leschs und Co's nicht besser.

Der Typ hat übrigens vor wenigen Jahren noch gewusst und im TV ausgesagt, dass es im Mittelalter wärmer war als heute! Damals konnte man in Norddeutschland sogar Wein anbauen 8O

Welches CO2, welche Industrie hat diese Warmphase damals verursacht?

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von TONI_B »

NeusserGletscher hat geschrieben: 05.11.2024 - 12:05Den Satz verstehe ich nicht. Leschs Experiment zeigt doch grad, dass das CO2 das einfallende IR Licht absorbiert und dabei in Wärme umsetzt. Der erste Hauptsatz der Thermodynamik besagt ja, dass Energie nicht "verschwindet", sondern in der Summe immer konstant ist. Also das, was das CO2 an Licht schluckt, muss eine andere Energieform als Licht annehmen....
Wärme=IR-Strahlung
NeusserGletscher hat geschrieben: 05.11.2024 - 12:05Das ist nach meinem Kenntnisstand das Prinzip. Die CO2 Moleküle geraten durch einen bestimmten Teil des Spektrums in Schwingungen. Und Schwingung erzeugt Wärme. Das, was an Wärme erzeugt wird, geht beim Licht verloren. Etwas salopp ausgedrückt.
"Licht" muss ja nicht sichtbares Licht sein. Wenn das CO2 Molekül "schwingt", gibt es ja wieder IR-Strahlung ab...
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von biofleisch »

am schönsten sind immer die "Argumente" von @gernot und Co, die eigentlich ausser Beleidigungen und Herablassungen gar kein Argument bringen und auch auf keine Argumentation eingehen.

Ich schrieb unter anderem dass das man sich die Verhältnismässigkeiten anschauen sollte und einfach mal prüfen soll (mit eigenem Menschenverstand, so vorhanden), ob man Strahlungswärme spüren kann und ob man es nachvollziebar findet, dass der um FAKTOREN größere Eintrag von Strahlungswärme offenbar GAR KEINE Rolle spielen soll im Vergleich zu der homöopathischen Winzigkeit von 40Parts per Million?!?

Bevor man Faktoren als Verursacher benennt, müsste man erst einmal eine Reihenfolge ALLER Faktoren aufstellen.
Sodann sollte man Ausgehend von den größten Faktoren schauen, welchen großen Faktor der Mensch beeinflussen kann.
Dann sollte man schauen, ob man mit dem größten Faktor den man verändern kann überhaupt etwas am Klima "bewegen" kann.

Es wird aber ganz offensichtlich komplett anders herum vorgegangen. Man such sich monothematisch einen (beliebigen) Faktor aus und benennt diesen als Schuldigen, ohne auch nur im Ansatz belegen zu können, ob eine Änderung dieses Faktors irgend etwas bewirkt. Das ist in etwa die Methode der Schildbürger, welche Licht ins Rathaus tragen.
In dem Beispiel wäre der größte anzunehmende Faktor um Licht ins Rathaus zu bringen: Fenster einbauen!

80-97% des in die Atmosphäre eingebrachten CO2 stammt aus dem Meer!
Warum?
Weil das Meer den Großteil unseres Planeten bedeckt und auch den Großteil des gebundenen CO2 beinhaltet!

Würde der Mensch zu 100% seiner Wirtschaftstätigkeit aufgeben, würde die Menschheit also ca. 3% des CO2 Eintrages in die Atmospähre "sparen".
Glaubt irgend jemand, das verändert irgend etwas?

In 2020 wurde aufgrund der Coronamaßnahmen die industrielle Produktion und Freisetzung von CO2 sehr stark vermindert. Es müsste also eine Veränderung in den Co2 Messungen sichtbar sein. Ist dem so? Nein!

Alles Argumente welche man mal beackern könnte, statt sich wie hier sattsam üblich in Beleidigungen und Herabsetzungen zu üben - gell, @gernot?
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Pancho »

Fab hat geschrieben: 05.11.2024 - 12:01 Hier wird sehr viel Text über eindeutige Sachverhalte produziert :D

Sonne scheint - Boden erwärmt sich = Infrarot - Boden strahlt Wärme ab - CO2 verhindert Abstrahlung in den Weltraum, sondern strahlt Infrarot zurück.

Mehr is nich!
Klar. Wir müssen hier aber auch Rücksicht auf die Kollegen mit dem Hang zu komplizierten Fragen bei gleichzeitig vorliegenden Defiziten im Vorstellungsvermögen nehmen. Machen wir immer wieder gerne…😇
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von biofleisch »

Pancho hat geschrieben: 05.11.2024 - 00:24 Betrachten wir mal als gedankliches Modell einen See. Das Wasser ist ganz leicht trüb, so dass - sagen wir - ab einer Wasserstiefe von ca. 10 m kein nennenswertes Tageslicht mehr durchkommt.
Jetzt nehmen wir eine Wasserprobe mit einem 0,2-l Glas. Wenn wir dieses Wasser im Glas begutachten, wird es uns vollkommen klar erscheinen, wir werden keine Trübung erkennen. Wir würden sagen, die Konzentration an trübenden Bestandteilen ist sehr gering - nicht wahrnehmbar.

So ist das auch in der Atmosphäre mit dem CO2. Auch wenn die Konzentration in % sehr gering ist - mit steigender Schichtdicke steigt die Wahrscheinlichkeit stark an, dass Licht doch auf ein Molekül trifft. Für Infrarotstrahlung wird die Atmosphäre "getrübt", stark vereinfacht ausgedrückt.

Genau wie beim Wasser in unserem See. Auch eine leichte Trübung (sehr geringe Konzentration) summiert sich über die Schichtdicke auf und spielt halt doch eine Rolle.

Nur dass CO2 das sichtbare Spektrum nicht beeinträchtigt.

Was ist daran nicht zu verstehen?

Deswegen muss - natürlich - in dem Laborversuch die prozentuale Konzentration an CO2 bedeutend höher gewählt werden, um einen messbaren Effekt zu erhalten. In der Atmosphäre erledigt das bei sehr geringer Konzentration in % die dafür extrem größere Schichtdicke.
Das haben wir aber hier bereits auch ausdiskutiert 200 Seiten früher oder so...
Was ist daran nicht zu verstehen, dass
a) das Experiment irreführend ist, wie du sogar implizit hiermit zugibst:
Pancho hat geschrieben: 05.11.2024 - 00:24 Deswegen muss - natürlich - in dem Laborversuch die prozentuale Konzentration an CO2 bedeutend höher gewählt werden, um einen messbaren Effekt zu erhalten.
und
b) Selbst wenn der Einfluss vorhanden ist, es dennoch irrelevant ist, wenn man die Relation eingebrachte Energie vs. vermiedene / verringerte Absorbtion gegenüberstellt.
Auch hier gerne ein Beispiel:

Ein Feuer brennt mit 1000Grad. Die Wärme schwank um 10% durch die schwankende Verbrennung des Materials. Wir träufeln pro Stunde 40 Tropfen Wasser in das Feuer um dessen Temperatur zu reduzieren. Da es dennoch zu heiß ist, träufeln wir 5 Tropfen mehr ins Wasser und hoffen, das es dadurch kühler wird.

Ist das Klug, wenn direkt neben dem Feuer ein ganzer Wassereimer steht?

Die Analogie wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an der Transferfähigkeit der Lesenden scheitern.
drowning in fakenews?

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