Anfahrt: 7 min ab Ortsteil Sant' Angelo zum Parkplatz Grostè
Wetter: Vormittags teils wolkig, nachmittags wechselnd bewölkt mit vielen sonnigen Phasen, -5°C bis +8°C
Schnee: Nordhänge ab 1500 m, Südhänge ab 2000 m mit jeweils >20 cm Naturschnee plus ausreichend Maschinenschnee
Anlagen in Betrieb: Alle außer zwei Anlagen in der untersten Etage von Pinzolo (wg. Schneemangels)
Wartezeiten: Keine erwähnenswerten
Gefallen: Großes Skigebiet in toller Landschaft; interessante schwarze Abfahrten
Nicht gefallen: Sehr lange Anfahrt ab Etschtal. Sektor Pancugolo / Cinque Laghi benötigt bessere Anbindung der Nachbarsektoren untereinander am Berg, um nicht bis in den Ort abfahren zu müssen.
Bewertung: 6 von 6 Punkten
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Dieser Bericht ist Teil meiner viertägigen Skifahrt durch Skigebiete in Südtirol und im Trentino vom 11. bis 14. März 2023:
Kronplatz & St. Vigil / Badia 11. März 2023
Cavalese / Alpe Cermis 12. März 2023
Jochgrimm 12. März 2023
Madonna di Campiglio / Val di Sole 13. März 2023
Trient / Monte Bondone 14. März 2023
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Schon lange wollte ich mal zum Skifahren nach Madonna di Campiglio und ins per Skischaukel angebundene Val di Sole. Dies erst recht, nachdem Familie Harzwinter im Sommer 2022 in der Brenta Klettersteige begangen und eine Hüttenübernachtung gemacht hatte. Der Skibesuch hat nun erfreulich kurzfristig geklappt, und die nicht lang zurückliegende Vor-Ort-Erfahrung vom Sommer 2022 war bei der Umsetzung des Winterbesuchs natürlich nützlich. Madonna di Campiglio ist teuer, und so freute ich mich über ein günstiges B&B auf halber Strecke nach Pinzolo im Weiler Sant' Angelo. Tagesziel war das möglichst weitgehende Abfahren des Verbundskigebiets mit dem Val di Sole unter geplantem Auslassen des über eine lange EUB-Kette an Madonna di Campiglio angebundenen Skigebiets Doss de Sabion von Pinzolo.
Das Auto wurde auf dem Parkplatz der Grostè-Seilbahn abgestellt, und um 8:45 Uhr ging's los. Der Seilbahnweg bis hinauf zum Grostè-Pass ist lang, aber die Aussicht auf die Felswände der Brenta machte die Fahrt kurzweilig. Knapp unterhalb der Bergstation Passo Grostè fährt die EUB durch den beeindruckenden Ursus-Schanzenpark. Springen mochte um kurz nach 9 Uhr aber noch niemand. Die KSB Grostè Express bringt die Skifahrer noch ein Stück weiter nach oben bis auf den Kamm, von dem es Weitblick ins Eisacktal und Etschtal mit den Skigebieten Reinswald und Brixen / Plose sowie in die Grödner Dolomiten gibt. Die Abfahrten am Grostè-Pass sind vorwiegend flach bis mäßig geneigt. Vom Sektor Grostè wechselte ich in den benachbarten Sektor Spinale, der weniger Hochgebirgscharakter hat, aber mit einigen netten Abfahrten aufwartet. Genial ist die schwarze "Spinale Direttissima" hinunter nach Madonna di Campiglio - teils ordentlich steil, schmal und mit supersteilem Schlusshang. So soll Skifahren sein.
Im Sektor Cinque Laghi hatte ich die Runde durchs Skigebiet von Madonna di Campiglio geschafft und wollte nun in den Val di Sole-Bereich wechseln. Dafür muss man nochmals bis ins hinunter in den Ortsbereich Madonna di Campiglio abfahren, mit der EUB Pradalago Express in den gleichnamigen Sektor hochfahren und anschließend die KSB Zeledria Express benutzen. Erst nach der Fahrt mit der Sesselbahn Malghette stehen einem auf dem Monte Vigo die Abfahrtsmöglichkeiten des Skigebiets Val di Sole offen, und man muss sich zwischen den Skigebietsteilen Marilleva und Folgarida entscheiden. Wie erschließt man sich nun das Gebiet sinnvoll und zeitoptimiert? Aus meiner Sicht am besten, indem man sich von hinten nach vorn zurückarbeitet. Das funktioniert über den langen Skiweg Malghet Aut, der direkt bis auf die mit Übungsliften und Restaurants überladene, kleine Hochfläche oberhalb von Folgarida führt. Dort war natürlich das Befahren der schwarzen "Folgarida Nera" Pflicht, einer herrlichen Oldschool-Abfahrt bis hinunter an den Rand des 1970er Retortenorts auf 1300 m. Da die Abfahrt den durchschnittlichen italienischen Skifahrer überfordert, fuhr hier kaum jemand. Die EUB brachte mich wieder hoch nach Malghet Aut, wo der mit originellen Doppelstützen versehene Sessellift Spolverino übernimmt. Ich fuhr eine Runde Brenzi-Abfahrt mit altem DSB-Rückbringer, bevor es zum Bergrestaurant Solander weiterging. Dort war die rote 38 hinunter zur Mittelstation der EUB aus dem Talort Daolasa dran. Die ist lang, aber nichts Besonderes. Trotz Nordhangs gibt es von der Mittelstation hinunter ins Val di Sole nach Daolasa auf nur 800 m keine Talabfahrt. Mit der KSB ging es weiter auf den Monte Vigo und von hier nicht etwa schon zurück nach Madonna di Campiglio, sondern erstmal über die schwarze Abfahrt Little Grizzly samt folgender roter Waldabfahrt hinunter nach Marilleva 1400, den furchtbar hässlichen 1970er Retortenort am Hang. Ich hatte noch etwas Zeit, also kam vor der Rückfahrt nach Madonna di Campiglio auch noch die rote Abfahrt vom Doss della Pesa dran. Gegen 16 Uhr nahm ich die lange KSB Genziana Express in den Sektor Pradalago von Madonna di Campiglio, von deren Bergstation man direkt bis zur Talstation Grostè abfahren kann. Mittlerweile versteckte sich die Brenta hinter einer Wolkenwand - einfach nur Quellwolken oder die Vorboten des Schlechtwetters des Folgetags?
Abgesehen vom nur durch eine EUB-Kette angebundenen, räumlich getrennten Sektor Pinzolo / Doss del Sabion hatte ich die Runde durchs Skigebiet Madonna di Campiglio / Val di Sole somit geschafft - natürlich nicht jede Piste und jeden Lift, was auch nicht vorgesehen war, aber den Gesamtüberblick und die Highlights.
Fazit:
Hier kann Familie Harzwinter durchaus eine Woche Skiurlaub mit viel Auslauf machen, wenn die Geldbörse mitspielt. Ein gutes, abwechslungsreiches Skigebiet! Madonna di Campiglio hat eine jahrzehntelange Tradition als Wintersportzentrum. Ich ziehe den Hut, dass über die Jahre kein Teilskigebiet geschlossen, sondern alle schrittweise modernisiert und miteinander verbunden wurden. -
Da in der Nacht zum Dienstag ein Schlechtwettergebiet mit viel Regen über die gesamte Alpenkette ziehen sollte, von dem nicht ansatzweise ersichtlich war, wo wann wieviel Niederschlag herunterkommen würde, quartierte ich mich in Trento / Trient ein. Meine Erfahrung ist, dass in Südtirol bzw. dem Trentino nach Regen die Bewölkung zuerst direkt überm Etschtal aufreißt - darauf spekulierte ich. Also Skifahren an der Paganella vielleicht, oder am Monte Bondone. Ersatzweise auch noch Brixen/Plose. Irgendetwas Anderes ließ sich nicht planen.
104 Fotos aus Madonna di Campiglio und vom Val di Sole:
Talstation EUB Grostè in Madonna di Campiglio, bzw. genauer an der Straße zur Passhöhe Campo Carlo Magno und weiter nach Folgarida und ins Val di Non.
Pistenplan Madonna di Campiglio an der Talstation EUB Grostè Express. Mein Ziel für den Tag: Komplettes Skigebiet inkl. Val di Sole unten auf dem Plan grob abfahren mit Ausnahme des Bereichs Pinzolo / Doss del Sabion oben rechts im Pistenplan, weil der nur über drei abfahrtslose Sektionen EUB angebunden ist, die mich zuviel Zeit kosten würden.
In der Talstation EUB Grostè Express, leider etwas unscharf geworden.
Rückblick aus der EUB Grostè Express auf den Talstationskomplex. Gegenüber fährt die EUB Viviani Express in den Skisektor Pradalago. Dazwischen hat man eine Skibrücke gebaut.
Laaange Strecke EUB Grostè Express unterhalb der Mittelstation Boch gegen die Wände der Brenta-Dolomiten.
Die gleiche Impression in grün hatten wir im Sommer 2022, als wir die EUB für die zeitsparende Anfahrt zu den Brenta-Klettersteigen und zur Hüttenübernachtung benutzten. In weiß ist sie aber schöner.
EUB Grostè Express oberhalb der Mittelstation Boch. Man sieht bereits den mächtigen Schanzenpark und rechts die KSB zum höchsten Punkt des Skigebiets auf 2504 m, die bescheuerterweise denselben Namen trägt wie die EUB.
Ursus-Schanzenpark knapp unterhalb der Bergstation der EUB Grostè Express. Der Blick zu den gegenüberliegenden Skihängen der Sektoren Cinque Laghi und Pradalago zeigt bereits, wie weitläufig das Gesamtskigebiet ist.
Rifugio Stoppani an der Bergstation der EUB Grostè Express. Ich fühlte mich unfreiwillig an ein Autohaus ähnlichen Namens in meiner Heimat erinnert.
Lochwolke über dem Passo Grostè, entstanden durch irgendein Föhnphänomen.
In der KSB Grostè Express. Der Passo Grostè ist der einzige flache Kammteil inmitten der schroffen Brenta-Dolomiten und somit der einzige skibare Bereich in der ansonsten felsigen Gebirgskette.
An der Bergstation KSB Grostè Express. Tolles Panorama hier oben!
Zoom von der Bergstation KSB Grostè Express auf die Zillertaler Alpen mit Hochfeiler, Weißzint, Großem Möseler und Turnerkamp. In Bildmitte rechts das Skigebiet Reinswald im Südtiroler Sarntal.
Zoom von der Bergstation KSB Grostè Express in die Rieserfernergruppe zwischen Tauferer und Antholzer Tal mit Großem Fensterlekofel, Schneebigem Nock, Magerstein und Hochgall. In Bildmitte rechts das Brixner Skigebiet Plose mit der Trametsch-Talabfahrt im Wald.
Zoom von der Bergstation KSB Grostè Express in die Villnösser und Grödner Dolomiten. In mittlerer Bildhöhe die Grödner Bergregionen Raschötz (über St. Ulrich), Puflatsch, Seiseralm und Schlern. Obendrüber Aferer Geisler (der westliche Teil der Peitlerkofelgruppe), mittig Peitlerkofel, rechts davon deutlich kleiner die Seceda am Grödner Col Raiser und ganz rechts schließlich Sass Rigais, dominierender Berg der Geislergruppe.
Ausgezoomt, zurück ins Skigebiet.
Rifugio Stoppani mit den weit entfernten Skisektoren Cinque Laghi und Pradalago gegenüber.
Blaue Abfahrt Graffer zum gleichnamigen Rifugio an der Piste, eindrucksvoll gelegen.
Wegen der beeindruckenden und noch aus dem Sommer 2022 bekannten Landschaft brauchte ich noch eine weitere Fahrt in der KSB Grostè Express, hier gegen die Berge der Brenta im Pano-Modus.
Abfahrt zum Rifugio Boch, wo sich die Mittelstation der EUB Grostè Express befindet.
Rifugio Boch.
Blaue Abfahrt Graffer unter der KSB Rododendro Express hindurch, da ich die rote Abfahrt unterhalb des Rifugio Boch irgendwie verpasst habe.
Die Erkundung des Skigebiets findet ihre Fortsetzung an der alten DSB Vagliana, die bereits aus der unteren Sektion der EUB Grostè Express zu sehen war.
Abfahrt DSB Vagliana mit Blick in den Passo Grostè zwischen den Brentafelsen.
Zoom zur Cima Presanella in der benachbarten Adamellogruppe.
Zoom zur Adamellogruppe mit Monte Care Alto, Corno di Cavento, Crozzon di Lares. Viel Gletscher ist da oben leider nicht mehr, obwohl Nordosthang.
Die untere Grostè-KSB namens Rododendro Express. Leider gewinnt temporär Bewölkung die Oberhand.
Querung von der Bergstation Rododendro Express zum Verbindungslift Boch Express in Richtung des Skisektors Spinale. Es gibt in Madonna di Campiglio übrigens tatsächlich auch Lifte, die nicht "Express" heißen.
Abfahrt von der Bergstation Boch Express in Richtung Station Montagnoli.
Abfahrt unter der KSB Nube d'Oro. Der Hotelkastenbrei links der Bildmitte ist Campo Carlo Magno, der kleine Passübergang nach Folgarida und ins Val di Non. Liftschneise und Abfahrt hinten gehören zum Monte Vigo, dem Übergang von Madonna di Campiglio ins Skigebiet Val di Sole.
Auf dem Monte Spinale, Madonna di Campiglios wohl traditionsreichtem Skiberg. Links der Bildmitte der Passo Grostè. Die Bewölkung stört ... hab' ich nicht gebucht.
Nun geht es auf diese schwarze Abfahrt, auf die ich mich bereits gefreut habe.
Die "Spinale Direttissima" ist gut präpariert, hat es aber bedingt durch ihre Steilheit in sich. Sehr geil! Erinnert ein wenig an Hinterglemm Zwölfer Nord 1980.
"Spinale Direttissima" weiter unten.
Und schon wieder in der EUB zurück auf den Monte Spinale. Madonna di Campigio ist ansehnlicher als viele andere italienische Skistationen.
Vom Monte Spinale nehme ich die gute schwarze Abfahrt Nube d'Oro in ganzer Länge.
An deren Ende am Bergrestaurant Montagnoli sieht es so aus. Unspektakuläres Waldabfahrtgelände. Ich fahre ab zur ...
... Talstation Grostè ...
... und auf der gegenüberliegenden Seite mit der EUB Viviani Express (da isser wieder
Wie man an der Aufschrift der Kabinen sieht, hieß diese EUB vorher Fortini Express und heißt nun Viviani Express, ...
... wohl weil sie am Bergrestaurant Rifugio Viviani endet. Gegenüber stets sehr eindrucksvoll die Brenta-Dolomiten.
Zoom vom Bergrestaurant Rifugio Viviani in den Passo Grostè mit EUB und Sesselbahnen, wo ich kurz zuvor noch gefahren bin.
Nach der Mittagspause im Rifugio Viviani geht es auf die schwarze Abfahrt Amazzonia in Richtung des Skisektors Cinque Laghi. Gottseidank kommt die Sonne wieder heraus.
Immer noch auf der Amazzonia-Abfahrt unter der EUB Pradalago "Express" (gähn ...) durch. Schöne Abfahrt, aber bei meinem Frühjahrsbesuch arg versulzt.
Ende der Amazzonia-Abfahrt an der unauffälligen Skibrücke im Val Nambino, die die Sektoren Pradalago und Cinque Laghi verbindet.
Weiter hinunter zum Skistadion von Madonna di Campiglio, um in den Sektor Cinque Laghi zu gelangen. Anders geht es nicht. Gegenüber der Monte Spinale mit gerade absolvierter schwarzer Direttissima-Abfahrt.
Mit der alten Nascivera-DSB Miramonti von 1981 (!) geht es hinauf zur Bergseite des Skistadions, ...
... wo sich diese architektonisch interessante Appartementsiedlung namens Patascoss befindet. Ob das wohl mal eine Weltcup-Unterkunft für Slalomfahrer war? Heute kann man die Häuser teilweise als Ferienwohnung mieten.
Von Patascoss geht es mit der schrecklichen KSB Patascoss Express (was sonst) weiter hinauf in den Skisektor Cinque Laghi. Schrecklich wegen des verquollenen Plastikdesigns der Fahrbetriebsmittel und weil die Bergstationsautomatik die Hauben der Bahn für die Talfahrt oftmals nur halb oder gar nicht zu schließen vermag. Da die Automatik in der Talstation die auf halb Acht hängenden Hauben nicht öffnet, erledigt das der Mitarbeiter in der Talstation mit einem Besen (!).
Ich dachte, das sei eine mangels Wartung verranzte Agamatic-Bahn. Weit gefehlt, es ist ein spezielles Modell von Doppelmayr namens Skydancer. Autsch!
Bergstation Patascoss Express, landschaftlich schön gelegen, aber mit zu wuchtigem Betonunterbau.
FIS-Abfahrt vom Patascoss Express zur DSB Pancugolo gegen Monte Spinale und die komplette Brentagruppe. Ganz rechts das Skigebiet Doss del Sabion von Pinzolo. Beeindruckendes Panorama!
Zoom über die Bergstation EUB Cinque Laghi in den südlichen Teil der Brenta. Links der dominierenden Cima Brenta die Tuckettscharte, rechts davon die Brentascharte. Da drüben sind wir im Sommer 2022 von der Bergstation Grostè links außerhalb des Fotos unter den ganzen Felsen entlang über die Tucketthütte zur Alimontahütte gelaufen.
Tuckettscharte / Bocca del Tuckett im Zoom.
Brentascharte / Bocca di Brenta im Zoom. Wo in der Brenta eine Scharte ist, beginnt oder endet meistens auch ein Klettersteig.
Zurück zum Skifahren. Talstation DSB Pancugolo im Sektor Cinque Laghi. Die Bahn bedient eine sausteile schwarze Abfahrt. Pancugolo hört sich so nett an, heißt aber bloß Brotlaib.
DSB Pancugolo gegen Monte Spinale und die komplette Brentagruppe.
Abfahrt Pancugolo, nach anfänglichem Flachstück wirklich sehr steil. Bei meinem Besuch dank Sulzschnees simpel zu fahren.
Zum Wechsel in den Sektor Pradalago muss man bis hinunter nach Madonna di Campiglio abfahren und dort den Pradalago Express benutzen. Eine Verbindungsbahn in der Höhe, z.B. von der Skibrücke aus, fehlt.
EUB Pradalago Express unten im Ort ...
... und weiter oben über der Amazzonia-Abfahrt, die ich zuvor gefahren war.
Ich möchte aus dem Sektor Pradalago ins Skigebiet Val die Sole wechseln und benutze dafür die KSB Zeledria Express.
An der Bergstation Zeledria Express am Rifugio Viviani wieder das mittlerweile bekannte Panorama.
Über die Abfahrt Genziana Bassa geht es hinüber zur Verbindungsbahn Malghette auf den Monte Vigo. Nur die Beschneiung rettet den abgetauten Südhang.
Auf dem Monte Vigo treffen sich die Bergstationen der Sesselbahnen von Madonna di Campiglio und Val di Sole.
Vom Monte Vigo schaut man übers Val di Peio, ein Nebental des Val di Sole, ins Skigebiet von Peio. Da es unvorteilhaft auf einem Südhang angelegt wurde, ist der Schnee unterhalb ca. 2200 m weg.
Aber dank der Bergstation Peio 3000 am linken Bildrand knapp oberhalb der Bildmitte hat der obere Skigebietsteil im Val Taviela genug Schnee. "3000" ist wie so oft gelogen, aber die Bergstation des Funifor liegt auf beachtlichen 2940 m. Ohne diese Anlage wäre das kleine Skigebiet zwischen ansonsten 1400 und 2300 m wohl schon tot.
Auf ins Skigebiet Val di Sole! Das hier ist das Rifugio Solander zwischen Monte Vigo und Monte Spolverino. Von links kommen die Beschäftigungsanlagen aus dem Val Mastellina hoch.
Um möglichst zügig nach Folgarida zukommen und von dort das Skigebiet von hinten nach vorn zu erkunden, nehme ich am Rifugio Solander den flachen Skiweg Malghet Aut, der mich direkt zur gleichnamigen Bergstation über Folgarida bringt.
Auf dem Skiweg kurz vor Malghet Aut an der KSB Spolverino entlang.
An der Bergstation Malghet Aut über Folgarida steht eine ganze Kette von Bergrestaurants, und die KSB Spolverino teilt sich hier mit der Übungs-DSB Bamby riesig breite Stützen. Das hab' ich so noch nirgends gesehen. Für die Anfänger läuft nebenan noch der kurze DoppelSCHL Malghet Aut, der nicht Teil meiner Skigebietserkundung ist.
Denn mein Ziel ist ein anderes: Die schwarze Waldabfahrt "Nera" hinunter nach Folgarida!
Und die Nera ist wirklich so, wie ich sie mir gewünscht habe: Steil, schmal, und keine Sau drauf.
Die Nera endet in Folgarida auf dem kurzen Flutlichthang der DSB Ottava, die bei meinem Besuch nicht in Betrieb ist. Wozu auch, hier fährt ja außer mir keiner.
Rückblick aus der EUB Folgarida auf den unteren Teil des Retortenorts an der Verbindungsstraße nach Madonna di Campiglio. Im größeren, oberen Teil von Folgarida, angebunden durch die EUB Belvedere, war ich nicht. Ich möchte hier Ski fahren, nicht Beton gucken.
Zurück auf der Bergstation Malghet Aut oberhalb von Folgarida. Ich fahre mit der KSB Spolverino, die sich im unteren Teil diese megabreiten Doppelstützen mit der Übungs-DSB Bamby teilt. Putzige Lösung ... Links das Kinderland, italientypisch mit mehr Plastikzäunen als Förderbändern. Womöglich, um meuternde Kleinkinder an der Flucht zu hindern.
Auf dem Monte Spolverino, wie der Monte Vigo Bergstations-Drehscheibe.
Hier nutze ich die Chance, über die Abfahrt Brenzi zur gleichnamigen alten DSB abzufahren. Schöne Waldabfahrt, kaum frequentiert.
DSB Brenzi, Graffer 1984. Also erst 39 Jahre alt.
Blick aus der DSB Brenzi zum Monte Spinale über Madonna di Campiglio und in die Brenta. Die Luft wird feuchter, es bilden sich Wolken in einer mittleren Luftschicht.
Ich wusste gar nicht, dass im Val di Sole von 1970 bis heute ADAC Skiguides im gleichen Dress unterwegs sind.
Vom Monte Spolverino fahre ich auf die lange, aber irgendwie nicht begeisternde Abfahrt Mastellissima durchs Val Mastellina zur Mittelstation der EUB ab Daolasa im Val di Sole.
Abfahrt Mastellissima. Vom Gelände her dürfte es ganz früher eine Talabfahrt von der EUB-Mittelstation nach Daolasa im Val di Sole gegeben haben ... so eine, die Ex-Forenkollege Starli mal dokumentiert hat. Aber an so ein Experiment ist bei meinem Besuch schneemangelbedingt leider nicht zu denken. Ich hätte meine Ski 500 Höhenmeter ins Tal schultern müssen.
Wieder hinauf von der Mittelstation der EUB Daolasa zum Rifugio Solander.
Kurze Abfahrt Panoramica vom Rifugio Solander zur KSB Vigo, um wieder ins Skigebiet von Madonna di Campiglio zurück zu kommen.
KSB Vigo für den Rückweg.
Blick vom Monte Vigo, dem Berg zwischen den Skigebieten Val di Sole und Madonna di Campiglio, zur Brenta. Die Wolkenbildung zwischen den Luftschichten setzt sich fort.
Vom Monte Vigo aus möchte ich das Val di Sole-Teilskigebiet von Marilleva erkunden. Also geht es nun auf die mittags schmählich ignorierte schwarze Abfahrt Little Grizzly.
Die Little Grizzly entlang der KSB Orso Bruno (= Braunbär) ist nett, aber alles andere als schwarz einzuordnen. Ob das Skigebiet seine Lifte und Abfahrten nach den ganzen Vorfällen mit Bären im Trentino wohl umbenennen wird?
Weiter auf der Waldabfahrt Panciana hinunter in Richtung Marilleva 1400.
Ankunft in Marilleva 1400 unter der Trasse der SB Marilleva.
Marilleva 1400 in seiner ganzen Pracht und Asthetik.
... EUB Panciana durchs betönerne Retortendorf Marilleva 1400 wieder hinauf. Wow, ist das hier heimelig und gemütlich! Hier möchte ich unbedingt mit der Familie Urlaub machen!
EUB Panciana kurz vor der Bergstation. Weiter nach oben ginge es mit der KSB Orso Bruno zum Monte Vigo, der Schnittstelle nach Madonna di Campiglio.
Die KSB Orso Bruno nehme ich aber noch nicht, sondern fahre zunächst mit der fixgeklemmten Sesselbahn Dos de la Pesa in den gleichnamigen Beschäftigungssektor von Marilleva. Deren oberes Trassenstück wird vom kurzen Schlepplift ebenfalls gleichen Namens begleitet.
Ich interessiere mich aber mehr für die nochmals namensgleiche, rote Hintenrum-Abfahrt Dos de la Pesa, die ich leer vorfinde. Für die beiden schwarzen Abfahrten Orti und Nera Marilleva von Dos de la Pesa hinunter in den Retortenort fehlt mir dann leider die Zeit.
Neben der KSB Orso Bruno auf den Monte Vigo, in der ich hier nun fahre, muss ich vor Liftschluss noch eine weitere Sesselbahn erwischen, um zum Auto abfahren zu können.
Blick vom Bergstationsareal auf dem Monte Vigo zur Brenta.
Blick von der durch den Wald geschwungenen Malghette-Abfahrt zur KSB Genziana Express zur Brenta mit dieser eigenartigen Schichtwolke davor.
Die KSB Genziana Express als letzte für die Rückkehr nach Madonna di Campiglio benötigte Anlage erreiche ich 10 Minuten vor Betriebsschluss.
Abfahrt Fiocco di Neve von der Bergstation Genziana Express zur KSB Zeledria Express, nun auf Madona di Campiglio-Seite. 5 Minuten vor Liftschluss kann ich hier noch einmal hochfahren ...
... und als letzte Beschäftigungsabfahrt die Pradalago Facile zwischen KSB und EUB nehmen.
Die Brenta verschwindet am Nachmittag in der zunehmenden Bewölkung.
Fortsetzung der blauen Abfahrt Pradalago Facile als Talabfahrt zum Parkplatz an der EUB Grostè. Ein erlebnisreicher Skitag in Madonna di Campiglio und dem Val di Sole geht zuende.