Anfahrt: Ettlingen - A8 - Ulm - A7 - A96 - Lindau - Bregenz - Bludenz - Damüls in 3:15 h wg. viel Verkehr auf der A7
Wetter: Sonnig, teils über ansteigendem Hochnebel in den Voralpen, um 0°C
Schnee: Geschätzt 30-70 cm Alt- und Neuschnee
Anlagen geöffnet: Alle
Wartezeit: 0-4 min
Gefallen: Wiedersehen mit Damüls nach 17 Jahren; Impressionen über Hochnebel; schwarze Abfahrten Suttisbahn Mellau; kostenlos parken
Nicht gefallen: Nicht vorhandene Parkplatzkoordination Damüls
Bewertung: 6 von 6 Punkten
Das Wochenende 1./2. Februar hatten Frau Harzwinter und ich uns als Skiwochenende freigehalten. Das Wetter spielte mit, wenn man entsprechend plante. Der DAV-Wetterbericht prognostizierte Hochnebel am Nordalpenrand, also mussten wir unser Skigebiet halbwegs inneralpin und nicht am Alpenrand oder niedrig aussuchen. Der guten Prognose wegen wurde es Damüls am 1. und das Brandnertal am 2. Februar. Unterkunft für unser Skiwochenende bekamen wir bei Bludenz. In Damüls hatten wir im März 2008 eine Urlaubswoche verbracht.
Auf der Autobahn 7 südlich von Ulm war viel Verkehr mit teils zähem Vorankommen, aber diesmal keine Unfallstaus wie ein Wochenende zuvor. Ich hatte mit einer Anfahrt unter Hochnebel gerechnet, aber spätestens mit Abzweig der A96 / Bodenseeautobahn blieb die Bewölkung gering, im Alpenrheintal schien die Sonne, und wir erreichten den Raum Bludenz unter blauem Himmel. Auf der Strecke von Bludenz nach Damüls durchs Große Walsertal passiert man die Skilifte Raggal, die Seilbahn Sonntag-Stein mit der DSB alls einzige Anlage für Skibetrieb und das Skigebiet Faschina, wo ich 2008 Ski gefahren war. Gern würde ich mal in Raggal oder Sonntag-Stein Skizeit verbringen, aber so kleine Skigebiete vermögen bei Frau Harzwinter nicht zu punkten.
Nach der Ankunft in Damüls stellte sich die Frage: Wo parken? Kein Ahnung ... es gibt kein Parkleitsystem und keine Einweiser. Rund um die Uga-Bahn vorn im Ort waren die Parkplätze schon belegt. Wir fuhren planlos nach Oberdamüls weiter und folgten dort den Fahrzeugen vor uns. Die parkten schließlich an der Talstation der Furka-Sesselbahn, wo es genügend freie Stellplätze gab. Im Sommer ist das die Straße von Damüls über das Furkajoch ins Laternsertal, im Winter hat die Strecke hinter Damüls Wintersperre. An der Furkabahn gibt es einen Skipassautomaten - prima gelöst. Dort zu starten hat den Vorteil, dass man das Skigebiet auf dem Pistenplan von ganz links nach ganz rechts und wieder zurück abfahren kann. Beim nächsten Tagesbesuch würden wir gezielt an der Furkabahn parken.
Und so ging es für uns von der Bergstation Furkabahn zunächst zur KSB Oberdamüls, dann weiter zur KSB Hasenbühel - 2008 meine Lieblingsbahn - und nach einer Wiederholung zur Uga-Alp mitten im Skigebiet zwecks sehr früher Mittagseinkehr, denn im Skigebiet gibt es nicht viele Einkehrmöglichkeiten. Von der Uga-Alp fuhren wir hinunter zur KSB Uga und von deren Bergatation über die Abfahrt Elsenkopf und die KSB Hohe Wacht hinüber ins Mellauer Skigebiet. Ab Bergstation Hohe Wacht war das Skigebiet für uns Neuland, denn die Verbindung nach Mellau war bei unserem Damüls-Urlaub 2008 noch nicht fertiggestellt. Im Gegensatz zur Damülser Seite schauten wir von der Mellauer Seite auf den beeindruckenden Hochnebel in den Voralpentälern mit Obergrenze bei 1400m. Wir freuten uns über die schwarze Abfahrt 23a und den Skitunnel nach Mellau. Über die Abfahrt der Gipfelbahn (was stand hier früher?) kamen wir zur KSB Wildgunten und schließlich zur KSB Suttis. Hier gefiel es uns wegen der schwarzen Abfahrten und weil die Talstation der KSB genau in der Hochnebelobergrenze lag sehr gut. Über die Bergstation der EUB Mellau mit ihrer Infrastruktur, die KSB Rossstelle und schließlich die EUB Gipfelbahn kehrten wir auf die Damülser Seite zurück. Dort konnten wir die vormittags noch nicht gefahrenen DSB Hohes Licht und KSB Ragaz mit ihren Abfahrten nachholen. Von deren Bergstationen gab es auch das beste Panorama. Von der Bergstation KSB Ragaz nahmen wir die (präparierte), interessante Skiroute 18 zu den Talstationen der KSBn Hasenbühel & Sunnegg. Da die Nordhänge dann bereits schattig wurden, ging es mit der KSB Sunnegg zu einer Nachmittagseinkehr eben dort und anschließend mit der KSB Oberdamüls und Abfahrt 8 der SB Furka zurück zum Auto, das wir um 16 Uhr / zu Betriebsschluss erreichten. An der KSB Oberdamüls war der Hochnebel aufgestiegen und hatte mittlerweile knapp die Damülser Kirche verschluckt.
Fazit: In Damüls-Mellau haben wir ein schönes, weitläufiges Skigebiet erlebt.
69 Fotos:
Einstieg in die 4SB Furka, den Linksaußen auf dem Pistenplan Damüls-Mellau. Die Talstation liegt noch hinter Oberdamüls an der Passstraße hinüber ins Laternsertal, die Wintersperre hat.
4SB Furka gegen Damülser Horn.
Abfahrt nach Oberdamüls.
Blick von der Talstation 6KSB Oberdamüls zur Damülser Kirche. Morgens ohne Hochnebel.
6KSB Oberdamüls.
Blick von der Bergstation 6KSB Oberdamüls zur Damülser Mittagspitze. Dieser formschöne Vulkan bricht nur im Sommer aus, damit im Winter der Schnee nicht schmilzt.
Abfahrt zu den Talstationen ...
... Hasenbühel und Sunnegg.
Irgendwo da hinten muss es Freibier geben ... oder einen Sesselbahneinstieg.
6KSB Hasenbühel. Eine der längeren Bahnen hier ... war schon 2008 meine Lieblingsbahn.
Abfahrt an der DSB Hohes Licht. So taktlos mitten auf die Piste knallt einen Speicherteich sicherlich nur Klenkhart & Partner, die Marktführer im Landschaftsverprügeln.
Rückblick zur DSB Hohes Licht. Die nehmen wir aber noch nicht, ...
... sondern fahren nochmal ab zur ...
... 6KSB Hasenbühel und mit dieser wieder hinauf und weiter zur ...
... Uga-Alp, unserer frühen Mittagseinkehr. Der Name kommt von der Alpe Ugen bzw. auf Walserdeutsch Uga, die die Keimzelle der Walsersiedlung Damüls war.
Von der Uga-Alp fahren wir ab zur 4KSB Uga ...
... und mit dieser hinauf, ...
... um weiter in Richtung Mellau zu gelangen. Abfahrt an der 6KSB Elsenkopf.
6KSB Elsenkopf gegen Hohen Ifen und Hochvogel.
Blick zum Diedamskopf und Hohen Ifen.
Zoom zum Diedamskopf mit der Sesselbahn-Bergstation.
Weiter in Richtung Mellau mit der 6KSB Hohe Wacht. Diese ewigen KSBn sehen alle gleich aus.
Abfahrt von der Bergstation Hohe Wacht zur Bergstation der Mellauer EUB Gipfelbahn. Links die Damülser Mittagspitze.
Abfahrt der Mellauer EUB Gipfelbahn in Richtung Skitunnel. Eindrucksvolles Hochnebelmeer!
Skitunnel-Einfahrt und EUB.
Skitunnel der Abfahrt der Mellauer EUB Gipfelbahn.
Und weiter an der Talstation der Gipfelbahn vorbei zur ...
... 6KSB Wildgunten im Mellauer Gebiet.
Die 6KSB Wildgunten endet an der Bergstation der 6KSB Suttisbahn, dem Rechtsaußen im Pistenplan Mellau-Damüls.
Während es im Damülser Skigebiet überhaupt keine schwarze Abfahrt gibt, hat die Mellauer Suttisbahn gleich zwei. Das hier ist die schwarze 33. Tolle Impression des Nebelmeers!
An der Abfahrt der Suttisbahn stehen diese drei knorrigen Gesellen ... im Fantasyfilm würden sie sich bewegen.
Die Talstation der 6KSB Suttisbahn liegt 10 Höhenmeter unterhalb der Nebelobergrenze ... cool!
Und 10 Sekunden Sesselbahnfahrt später sieht der Suttishang schon wieder so aus.
Natürlich fahren wir die schwarze 32 auch. Die hat nämlich sogar noch Sonne.
Skifahrer sollten besser keine Stauballergie haben.
Von der Bergstation Suttisbahn/Wildgunten fahren wir über die unspektakuläre, rote Abfahrt Wildgunten zur Bergstation der Tal-EUB Mellau bzw. Talstation 8 KSB Rossstelle.
Ja, SSS.
Die Nebelobergrenze ist ganz knapp unterhalb der Bergstation der EUB von Mellau. Gegenüber sieht man ...
... Trasse und Bergstation der Bezauer Pendelbahn am Südhang der Niedere. Genau in Bildmitte fährt gerade die Pendelbahnkabine über die Seilbahnstütze. Sooo traurig, dass die Andelsbucher Sesselbahn am Nordhang der Niedere Geschichte ist ...
Nach der Fahrt mit der kurzen 8KSB RoSSStelle, die einen schönen Doppelschlepper ersetzte (
Die EUB Gipfelbahn überquert die unspektakuläre 8KSB RoSSStelle.
Nach dem Ausstieg aus der EUB Gipfelbahn hat uns die manchmal verblüffende Weite des Damülser Skigebiets wieder.
Mit der 6KSB Elsenkopf geht es wieder hinauf ins Damülser Hauptskigebiet.
Und diesmal nehmen wir die vormittags schmählich ausgelassene ...
... DSB Hohes Licht. Wann sie wohl durch einen KSB-Klon ersetzt wird?
Pano von der Bergstation DSB Hohes Licht.
Die eindrucksvolle Rote Wand ist bloß 2704 m hoch. Rechts unterhalb der Bildmitte schauen knapp die Häuser von Faschina aus der Nebeldecke.
Blick auf Drusenfluh, Zimba und Brandner Mittagspitze. Unten die 6KSB Ragaz, unser nächstes Ziel.
Die Zimba, das Vorarlberger Matterhorn zwischen Brandnertal und Montafon.
Panüelerkopf und Schafberg überm Brandnertal. Unten links sieht man den Loischkopf, den Skiberg von Bürserberg.
Loischkopf Zoom, immer noch von der Bergstation DSB Hohes Licht. Knapp erkennt man die Stützen der DSB Loischkopf.
Abfahrt vom Hohen Licht zur 6KSB Ragaz.
6KSB Ragaz im baumfreien Gelände.
Auch von der Bergstation der 6KSB Ragaz auf dem Ragazer Blanken gibt es ein tolles Panorama.
Nach einer Fahrt über die langweilige blaue Abfahrt 15 (die rote 16 liegt schon im Schatten) entscheiden wir uns für die weitläufige Skiroute 8.
Skiroute 8. Die Weite des Damülser Gebiets ist bisweilen erstaunlich ... hat manchmal was von Flims/Laax.
Skiroute 8.
Blick von der Skiroute 8 übers Rheintal in Richtung Churfirsten und Alpstein.
Zoom zu den Churfirsten. Man sieht Zuestoll, Brisi, Frimsel, Selun und Leistchamm. Der breite Hang in Bildmitte gehört zum Chäserrugg. Knapp links unterhalb der Bildmitte dürften Gebäude der Mittelstation des Skigebiets von Wildhaus zu erkennen sein.
Natürlich darf der Zoom in den Alpstein mit Altmann und Säntis nicht fehlen.
Weiter auf der leichten, aber schönen Skiroute 8 zur ...
... 6KSB Sunnegg, die nachmittags leer geworden ist.
Von der Bergstation Sunnegg geht es zunächst weiter ...
... in Richtung Oberdamüls. Oh, auch hier nun Hochnebel ... !
Weiter zur 6KSB Oberdamüls.
Die Damülser Kirche ist noch knapp über der Hochnebelgrenze.
20 Minuten später nach einer Einkehr auf Sunnegg aber nicht mehr!
Nach einer letzten Fahrt mit der 6KSB Oberdamüls nehmen wir final die Abfahrt der 4SB Furka, ...
... um zum Auto an der Furkastraße zurückzukommen. Ende eines tollen Skitages.
[Edit:]
Typos korrigiert
Falsche Bezeichnung 6KSB Hasenbichel auf Hasenbühel korrigiert