Overtourism in den Dolomiten
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Re: Overtourism in den Dolomiten
Meinungen können weit auseinandergehen, Diskussionen mitunter kontrovers und auch mal hitzig verlaufen. Dennoch sind der Inhalt und die Form und Sprache mit der er transportiert wird, zwei unterschiedliche Dinge. Die von @MarcB96 an den Tag gelegte Umgangsform wünschen wir hier im Alpinforum nicht. Der User hatte in der Vergangenheit bereits Verwarnungen erhalten und wird eine Woche gesperrt.
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bastian-m
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Re: Overtourism in den Dolomiten
Nur eine Woche für sowas?
Mehrheitsentscheidung im Team. Bei großem Diskussionsbedarf bitte direkt an uns wenden, der Thread hier ist der falsche Ort dafür. Back to topic bitte!
mod bastian-m
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Teddy75
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Re: Overtourism in den Dolomiten
Auch wenn das Thema durch und der User vorübergehend gesperrt ist und von den Mods völlig richtig wieder "Zurück zum Thema" verlangt wird, möchte ich dennoch für mich noch klarstellen, dass ich die getätigten Unterstellungen und das damit verbundene Schieben in eine rechtsextreme und menschenverachtende Ecke zutiefst ablehne. Geringfügige Einschränkungen durch Regeln und das Befürworten von entsprechenden Überwachungen mit dem größten Massenmord der Menschheitsgeschichte zu verbinden ist einfach nur widerlich
"Papa, ich fahre besser als Du. Ich kann schon ohne Stöcker fahren, Du brauchst immer noch welche"
Daria, geliebte Tochter, damals (2022) 4 Jahre alt, nach ihrem ersten Skikurs
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Re: Overtourism in den Dolomiten
Ganz richtig, dazu die persönlichen Beleidigungen...
BTT:
Gibt's eigentlich irgendwo in den Dolomiten auch solche (vielleicht nur medial wirksamen) Beschränkungen beim Skipassverkauf wie in Madonna?
BTT:
Gibt's eigentlich irgendwo in den Dolomiten auch solche (vielleicht nur medial wirksamen) Beschränkungen beim Skipassverkauf wie in Madonna?
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Re: Overtourism in den Dolomiten
Ok, versuchen wir das Ganze wieder in geordnete Bahnen zu bringen, ein ziemlich ausführlicher Artikel zum Thema:
Und ein Artikel zur Ski-WM und Ortstaxe mit mMn berechtigter Kritik:
https://www.news.at/ausflugsziele/suedt ... eberlaufenDoch während es der Wirtschaft gut zu gehen scheint, sieht dies bei den Einheimischen anders aus. Lange schon spricht man in Südtirol nicht nur von Tourismus, sondern von Massen- oder Übertourismus. „Es wird von allen Seiten geschimpft. Die Akzeptanz der Bevölkerung wird zusehends weniger, die Menschen fühlen sich teilweise verdrängt“, sagt Elisabeth Ladinser. Sie ist Präsidentin des Dachverbands für Natur- und Umweltschutz, dem größten Naturverein Südtirols. Sie verstehe den Unmut, denn der Tourismus hat auf die verschiedensten Bereiche Auswirkung: Mobilität, Umweltverschmutzung, Lärm, Teuerung und Wohnungsmarkt.
Und ein Artikel zur Ski-WM und Ortstaxe mit mMn berechtigter Kritik:
https://www.suedtirolnews.it/politik/st ... die-ski-wm„Unter den verschiedenen Wortmeldungen der Gemeinderäte sticht eines hervor in dem man sagt, man hatte, vielleicht ein wenig naiv, gedacht, dass wir für die Weltmeisterschaften Geld bekommen würden, nicht, dass wir Geld zur Verfügung stellen müssten. Eine Wortmeldung, die Bände spricht über die Transparenz solcher Großveranstaltungen, die sich als rettende Geldbringer für das Gemeinwohl ankündigen, und sich dann als geldfressende Maschinerie für Partikularinteressen enttarnen“, so Mussner.
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Re: Overtourism in den Dolomiten
Ja, das ist leider so. War ja bei der nordischen WM in Seefeld auch so. Dank derer ist die Gemeinde jetzt praktisch pleite und der TVB reibt sich die Hände, weil er die Infrastruktur fast geschenkt bekam. Ich liebe die WM Loipe in Seefeld, ich laufe die total gerne, aber wenn man sich mal anschaut wo die meisten Leute unterwegs sind, dann ist der Nutzen für den Tourismusstandort eher überschaubar. Ich bin wirklich kein schneller Läufer und laufe noch dazu klassisch, trotzdem werde ich in den Anstiegen selten überholt, weil die Mehrzahl der Gäste nur die blaue Loipe in der Ebene läuft. Manchmal hat man Trainingsgruppen im Bereich direkt am Stadion, aber viel weiter kommen die kaum. Natürlich gibt's auch immer ein paar sportliche Läufer die die WM Loipe machen, aber im Vergleich zum Aufwand mit dem die Angelegt wurde ist das echt wenig. Vor allem wenn die rote Runde über Mösern zu ist, was leider recht häufig der Fall ist, weil sich die Beschneiung auf die schwarze Runde konzentriert, fahren über die Brücke nur vereinzelte Läufer.
Und dann kommen natürlich noch die Anlagen hinzu die überhaupt nur für Wettkämpfe sind oder sogar nur für die WM temporär errichtet wurden. Davon hat der Tourismus nachhaltig gar nichts und damit auch die Gemeinde nicht. Das größte was regelmäßig dort stattfindet ist der WC der nordischen Kombination und das ist nicht gerade ein Besuchermagnet.
Bei alpinen WMs sieht es ähnlich aus. Da werden mal ein bis zwei Pisten hergerichtet und wenn man Glück hat noch eine neue Bahn gebaut. In den meisten Skigebieten die sowas ausrichten ist das ein Tropfen auf den heißen Stein. Noch dazu ist es da auch wie in Seefeld, die Rennstrecken sind meist schwarz und für viele Gäste daher nicht fahrbar. Was ist denn jetzt der große nachhaltige Nutzen für Saalbach durch die WM? Ein neuer Radweg und der Bahnhof in Maishofen?
Am ehesten kann vielleicht der Werbewert noch was bringen. Aber bei Destinationen wie Cortina bin ich da auch skeptisch. Die haben damals natürlich von den ersten olympischen Spielen profitiert, aber das war noch eine ganz andere Zeit.
Und dann kommen natürlich noch die Anlagen hinzu die überhaupt nur für Wettkämpfe sind oder sogar nur für die WM temporär errichtet wurden. Davon hat der Tourismus nachhaltig gar nichts und damit auch die Gemeinde nicht. Das größte was regelmäßig dort stattfindet ist der WC der nordischen Kombination und das ist nicht gerade ein Besuchermagnet.
Bei alpinen WMs sieht es ähnlich aus. Da werden mal ein bis zwei Pisten hergerichtet und wenn man Glück hat noch eine neue Bahn gebaut. In den meisten Skigebieten die sowas ausrichten ist das ein Tropfen auf den heißen Stein. Noch dazu ist es da auch wie in Seefeld, die Rennstrecken sind meist schwarz und für viele Gäste daher nicht fahrbar. Was ist denn jetzt der große nachhaltige Nutzen für Saalbach durch die WM? Ein neuer Radweg und der Bahnhof in Maishofen?
Am ehesten kann vielleicht der Werbewert noch was bringen. Aber bei Destinationen wie Cortina bin ich da auch skeptisch. Die haben damals natürlich von den ersten olympischen Spielen profitiert, aber das war noch eine ganz andere Zeit.
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Re: Overtourism in den Dolomiten
In der Presse ist jetzt von einer vernünftigen Lösung zu lesen. Mal schauen, ob das auch so umgesetzt wird:
https://www.fr.de/verbraucher/nach-urla ... 96039.html
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Re: Overtourism in den Dolomiten
Ja, das ist leider richtig so.br403 hat geschrieben: 14.11.2025 - 15:01 Das ist genau der Punkt: Würden ALLE immer den Platz sauber hinterlassen, wäre das doch kein Thema. Ist aber leider nicht so, egal wo. Deshalb geht es leider nur mit Verboten und Strafen. Leider müssen da wie immer alle darunter leiden, wenn es einige Idioten gibt. Ist überall so.
Man kann halt nicht von sich selbst ausgehen, sondern muss immer das Fehlverhalten von anderen mit einpreisen.
Jeder Kompromiss ist zum Scheitern verurteilt. Niemand kann jede Nacht kontrollieren, ob nur angemeldete Personen irgendwo übernachten oder die Höchstzahl eingehalten wird.
Letztendlich helfen nur Verbote, das Problem überhaupt einigermaßen im Griff zu haben. Jedes Zugeständnis führt zu noch mehr Chaos. Gibst du ihnen den kleinen Finger, nehmen sie deine Hand.
Ich selber habe letztes Jahr in Italien ne Wandertour mit Wildcamping gemacht. Aus Sorge vor Bären habe ich eine offene Verpackung mit Essensresten einige Meter von mir entfernt abgelegt. Dumm war, dass ich sie am nächsten Morgen vergessen hatte. Erst einige Km später ist mir es wieder eingefallen, aber da war an umkehren nicht mehr zu denken. Das ärgert mich heute noch.