Overtourism in den Dolomiten

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
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bastian-m
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von bastian-m »

Meinungen können weit auseinandergehen, Diskussionen mitunter kontrovers und auch mal hitzig verlaufen. Dennoch sind der Inhalt und die Form und Sprache mit der er transportiert wird, zwei unterschiedliche Dinge. Die von @MarcB96 an den Tag gelegte Umgangsform wünschen wir hier im Alpinforum nicht. Der User hatte in der Vergangenheit bereits Verwarnungen erhalten und wird eine Woche gesperrt.

Stellvertretend für das Team aus Administration und Moderation

bastian-m

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Werna76
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Werna76 »

Nur eine Woche für sowas?

Mehrheitsentscheidung im Team. Bei großem Diskussionsbedarf bitte direkt an uns wenden, der Thread hier ist der falsche Ort dafür. Back to topic bitte!

mod bastian-m
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Teddy75
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Teddy75 »

Auch wenn das Thema durch und der User vorübergehend gesperrt ist und von den Mods völlig richtig wieder "Zurück zum Thema" verlangt wird, möchte ich dennoch für mich noch klarstellen, dass ich die getätigten Unterstellungen und das damit verbundene Schieben in eine rechtsextreme und menschenverachtende Ecke zutiefst ablehne. Geringfügige Einschränkungen durch Regeln und das Befürworten von entsprechenden Überwachungen mit dem größten Massenmord der Menschheitsgeschichte zu verbinden ist einfach nur widerlich :abgelehnt:
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von judyclt »

Ganz richtig, dazu die persönlichen Beleidigungen...

BTT:
Gibt's eigentlich irgendwo in den Dolomiten auch solche (vielleicht nur medial wirksamen) Beschränkungen beim Skipassverkauf wie in Madonna?
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Werna76
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Werna76 »

Ok, versuchen wir das Ganze wieder in geordnete Bahnen zu bringen, ein ziemlich ausführlicher Artikel zum Thema:
Doch während es der Wirtschaft gut zu gehen scheint, sieht dies bei den Einheimischen anders aus. Lange schon spricht man in Südtirol nicht nur von Tourismus, sondern von Massen- oder Übertourismus. „Es wird von allen Seiten geschimpft. Die Akzeptanz der Bevölkerung wird zusehends weniger, die Menschen fühlen sich teilweise verdrängt“, sagt Elisabeth Ladinser. Sie ist Präsidentin des Dachverbands für Natur- und Umweltschutz, dem größten Naturverein Südtirols. Sie verstehe den Unmut, denn der Tourismus hat auf die verschiedensten Bereiche Auswirkung: Mobilität, Umweltverschmutzung, Lärm, Teuerung und Wohnungsmarkt.
https://www.news.at/ausflugsziele/suedt ... eberlaufen

Und ein Artikel zur Ski-WM und Ortstaxe mit mMn berechtigter Kritik:
„Unter den verschiedenen Wortmeldungen der Gemeinderäte sticht eines hervor in dem man sagt, man hatte, vielleicht ein wenig naiv, gedacht, dass wir für die Weltmeisterschaften Geld bekommen würden, nicht, dass wir Geld zur Verfügung stellen müssten. Eine Wortmeldung, die Bände spricht über die Transparenz solcher Großveranstaltungen, die sich als rettende Geldbringer für das Gemeinwohl ankündigen, und sich dann als geldfressende Maschinerie für Partikularinteressen enttarnen“, so Mussner.
https://www.suedtirolnews.it/politik/st ... die-ski-wm
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Seilbahnjunkie
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Ja, das ist leider so. War ja bei der nordischen WM in Seefeld auch so. Dank derer ist die Gemeinde jetzt praktisch pleite und der TVB reibt sich die Hände, weil er die Infrastruktur fast geschenkt bekam. Ich liebe die WM Loipe in Seefeld, ich laufe die total gerne, aber wenn man sich mal anschaut wo die meisten Leute unterwegs sind, dann ist der Nutzen für den Tourismusstandort eher überschaubar. Ich bin wirklich kein schneller Läufer und laufe noch dazu klassisch, trotzdem werde ich in den Anstiegen selten überholt, weil die Mehrzahl der Gäste nur die blaue Loipe in der Ebene läuft. Manchmal hat man Trainingsgruppen im Bereich direkt am Stadion, aber viel weiter kommen die kaum. Natürlich gibt's auch immer ein paar sportliche Läufer die die WM Loipe machen, aber im Vergleich zum Aufwand mit dem die Angelegt wurde ist das echt wenig. Vor allem wenn die rote Runde über Mösern zu ist, was leider recht häufig der Fall ist, weil sich die Beschneiung auf die schwarze Runde konzentriert, fahren über die Brücke nur vereinzelte Läufer.
Und dann kommen natürlich noch die Anlagen hinzu die überhaupt nur für Wettkämpfe sind oder sogar nur für die WM temporär errichtet wurden. Davon hat der Tourismus nachhaltig gar nichts und damit auch die Gemeinde nicht. Das größte was regelmäßig dort stattfindet ist der WC der nordischen Kombination und das ist nicht gerade ein Besuchermagnet.

Bei alpinen WMs sieht es ähnlich aus. Da werden mal ein bis zwei Pisten hergerichtet und wenn man Glück hat noch eine neue Bahn gebaut. In den meisten Skigebieten die sowas ausrichten ist das ein Tropfen auf den heißen Stein. Noch dazu ist es da auch wie in Seefeld, die Rennstrecken sind meist schwarz und für viele Gäste daher nicht fahrbar. Was ist denn jetzt der große nachhaltige Nutzen für Saalbach durch die WM? Ein neuer Radweg und der Bahnhof in Maishofen?

Am ehesten kann vielleicht der Werbewert noch was bringen. Aber bei Destinationen wie Cortina bin ich da auch skeptisch. Die haben damals natürlich von den ersten olympischen Spielen profitiert, aber das war noch eine ganz andere Zeit.
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Kreon100 »

In der Presse ist jetzt von einer vernünftigen Lösung zu lesen. Mal schauen, ob das auch so umgesetzt wird:

https://www.fr.de/verbraucher/nach-urla ... 96039.html
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stefan1893
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von stefan1893 »

br403 hat geschrieben: 14.11.2025 - 15:01 Das ist genau der Punkt: Würden ALLE immer den Platz sauber hinterlassen, wäre das doch kein Thema. Ist aber leider nicht so, egal wo. Deshalb geht es leider nur mit Verboten und Strafen. Leider müssen da wie immer alle darunter leiden, wenn es einige Idioten gibt. Ist überall so.
Ja, das ist leider richtig so.
Man kann halt nicht von sich selbst ausgehen, sondern muss immer das Fehlverhalten von anderen mit einpreisen.
Jeder Kompromiss ist zum Scheitern verurteilt. Niemand kann jede Nacht kontrollieren, ob nur angemeldete Personen irgendwo übernachten oder die Höchstzahl eingehalten wird.
Letztendlich helfen nur Verbote, das Problem überhaupt einigermaßen im Griff zu haben. Jedes Zugeständnis führt zu noch mehr Chaos. Gibst du ihnen den kleinen Finger, nehmen sie deine Hand.

Ich selber habe letztes Jahr in Italien ne Wandertour mit Wildcamping gemacht. Aus Sorge vor Bären habe ich eine offene Verpackung mit Essensresten einige Meter von mir entfernt abgelegt. Dumm war, dass ich sie am nächsten Morgen vergessen hatte. Erst einige Km später ist mir es wieder eingefallen, aber da war an umkehren nicht mehr zu denken. Das ärgert mich heute noch.
CrystalMountain
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von CrystalMountain »

Grüne fordern Begrenzung der Liftkapazitäten neben Bettenstopp
Laut den Grünen reicht ein Bettenstopp nicht. Auch die Kapazität der Aufstiegsanlagen müssten begrenzt werden. Es brauche ein Gesamtkonzept.
...
Die Co-Vorsitzende der Grünen Verdi Vërc, Elide Mussner verweist auf den anhaltenden Trend steigender Förderleistungen bei Seilbahnen und Liften: Vierer- werden zu Sechser-Sesselliften, bestehende Anlagen werden verdoppelt oder durch Umlaufbahnen ersetzt.
...
Auslöser für diese Projekte seien häufig anstehende technische Revisionen. Statt bestehende Anlagen zu sanieren, werde neu gebaut und gleichzeitig die Kapazität erhöht.
Dabei werde übersehen, dass die alpine Landschaft nur begrenzt belastbar sei. Zudem fehlten begleitende Mobilitätskonzepte, um die zusätzlichen Gäste zu den Talstationen zu bringen.
https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/a ... 4f50e.html

________________________________

Südtiroler haben genug
Dorf will Touristen mit Strassensperren stoppen
Villnöss in den Dolomiten reagiert auf den massiven Ansturm von Tagestouristen. Die Gemeinde will Zufahrtsstrassen sperren und Parkgebühren erhöhen. So soll die Lebensqualität der Einheimischen besser geschützt werden.
https://www.blick.ch/video/aktuell/sued ... 41125.html

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GMD
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von GMD »

Bei den Klagen einiger Bewohner betroffener Gebiete muss ich immer an Goethes Zauberlehrling denken: "Die Geister die ich rief, werde ich nun nicht mehr los!". Man lebte jahrzehntelang sehr gut vom Tourismus, aber wenn es dann zu viel wird, schlägt man die Hände über dem Kopf zusammen und ist unzufrieden mit der Situation.

Dazu kommt, ohne Tourismus hätten sich sehr viele dieser Gebiete entvölkert, weil es schlicht zu wenig Möglichkeit gab, sich einen Lebensunterhalt zu verdienen. War man der älteste Sohn konnte man ja noch damit rechnen, irgendwann den elterlichen Hof, Handwerkbetrieb etc. übernehmen zu können, und als Tochter konnte man versuchen, eine möglichst guten Partie für eine Heirat suchen (Und bevor jemand mir Sexismus deswegen vorwirft: Das ist nicht meine Meinung, sondern historische Tatsache; so war das halt damals so um 1880 herum. Dass ich das nicht gut finde, dürfte hoffentlich klar sein!) Alle anderen mussten schauen, wie, und vor allem wo, sie sich ihr Brot verdienen konnten. Tatsächlich registrierte man in den gut hundert Jahren zwischen dem Beginn der Industrialisierung und dem Aufkommen des Tourismus (ca 1800-1900) einen eklatanten Rückgang bei der Landbevölkerung und entsprechende Zunahme in den Städten. Der Begriff der Landflucht wurde in dieser Zeit geprägt.

Wie bereits mehrfach erwähnt, war Reisen als reiner Selbstzweck bzw. zur Erholung ein Privileg der äusserst wohlhabender Oberschicht. Wollen wir wieder dorthin zurück? Oder ist der Urlaub für alle nicht doch eine soziale Errungenschaft, für die es sich lohnt auch gewisse unschöne Begleitumstände in Kauf zu nehmen? Und noch was - eine Garantie für einen Schutz für Übertourismus ist ein Luxustourismus nicht! Schon um 1900 herum gibt es beispielsweise Berichte von der Côte d'Azur, einer der ersten touristischen hotspots Europas, dass es zu viel wird. Der Bau der Eisenbahn gut 30 Jahre zuvor, welcher den Boom erst möglich gemacht hat, wird als Öffnen der Büchse der Pandora bezeichnet usw. Es gibt auch Klagen, dass Reiseberichte bekannter Autoren für noch mehr Rummel sorgten. Kommt einem das nicht irgendwie bekannt vor? Man ersetze Autor durch Influencer, gedrucktes Buch oder Zeitungsartikel durch social media, und voilà...

Was sich aber mit social media klar verändert hat, sind die Reichweite und das Tempo. So um 1900 herum wurde ein Reisebericht geschrieben. Fotografien waren teuer, die Kameras schwergewichtig, unhandlich und schwierig zu bedienen, und das Foto musste danach an einem abgedunkelten Ort mit Chemikalien entwickelt werden. Man kannte damals auch nur schwarzweisse Fotografie. Zudem, und das ist entscheidend, waren Fotos nicht abdruckbar. Erhoffte man sich genug Interesse, engagierte man einen Kupferstecher, den ein solche gestochene Platte konnte man in der Druckerpresse verwenden. Wie auch immer, das Resultat schickte man an einen Verlag bzw. Verleger. Natürlich per Post oder Kurier. Vielleicht erschien er dann schon in der nächsten Ausgabe der Zeitung oder Zeitschrift. Apropos: Das Drucken derselben dauerte ebenfalls mehrere Stunden! Während eine Zeitung in der Regel immerhin täglich erscheint, tut es eine Zeitschrift nur wöchentlich oder gar monatlich. War die aktuelle Ausgabe schon voll, verschob sich das Erscheinen um eine oder sogar noch mehr Ausgaben. Auch wenn das aktuelle Geschehen Priorität erhielt. Hatte man vor dem Verfassen keinen Vertrag mit dem Verleger, musste auch noch die Hürde der Redaktion genommen werden. Senkte die den Daumen, war's das. Verteilt werden musste das Druckerzeugnis dann auch noch. Kurz, es konnten durchaus Monate vergehen, bis der Bericht bei den Lesern war. Welches dann auch nur örtlich begrenzt der Fall war. Zeitungen waren meistens nur lokal, Zeitschriften in der Regel auf ein Land beschränkt.

Heute wird schnell ein Foto (am liebsten ein Selfie) gemacht, fotografische Fehler automatisch in Sekunden korrigiert, vielleicht noch mittels Filtern und neuerdings auch KI das Ganze noch etwas aufgehübscht (Wo dann noch die spannende Frage auftaucht, wo die Grenze zum Verfälschen liegt. Was aber die Generation Insta nicht so sehr kümmert.) allenfalls, aber nicht zwingend, noch ein paar Worte dazu geschrieben und fertig! Auf Senden geklickt und sofort ist das Produkt weniger Minuten weltweit ersichtlich. Sowas wie limitierter Platz in einer Auflage gibt es nicht. Ein selektionierender Verleger oder Redaktion als eine Art Qualitätskontrolle schon gar nicht. Alles kommt sofort und unreflektiert global heraus. Sollte sich daraus ein Hype entwickeln, tja, lapidar gesagt dumm gelaufen für die Betroffenen. Etwas dagegen machen kann man nicht, jeden schönen und einigermassen zugänglichen Ort auf diesem Planeten kann es treffen. Es sei denn, man verhält sich wie die Bewohner von North Sentinel Island. Was, zugegeben, eine sehr radikaler Vorgehensweise ist.

Mit Unterhaltungsmedien sieht es etwas anders aus. Will man nicht von deren Zuschauern gestürmt werden, erteilt man halt einfach keine Drehbewilligung. Aber da lockt dann halt für viele wieder das Geld zu sehr!
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Kapi
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Kapi »

"Das ist schlimmer als in Venedig!"

Das tägliche Theater in St. Magdalena/Villnöss - auch im Winter überlaufen:

https://www.spiegel.de/reise/europa/st- ... 43b3ed97bc
A bisserl woas gehd ollaweil.
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von zonk »

Wie lange müssten denn dann die Touristen für ein Foto laufen,wenn die Schranke kommt?
Ich würde es ja viel weiter unten machen,also die Schranke.
Ärgerlich ist es dann für den Durchschnittswanderer,der nicht nur für ein Selfie mit Bus ankommt
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basti.ethal
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von basti.ethal »

Schon eigenartig...als wir letzten Herbst übers Würzjoch ins Villnöß gefahren sind, kam mir genau Gegenteiliges vor.
Dort hatte es für mich so ausgesehen, als ob der Tourismus dort noch nicht so krass angekommen wäre, wie in der restlichen Region.
Evtl. hat das aber auch nur getäuscht.
Die Strecke jedenfalls ist sehr unschön zu fahren.
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Werna76 »

basti.ethal hat geschrieben: 05.02.2026 - 10:16Die Strecke jedenfalls ist sehr unschön zu fahren.
Zehntausende Motorradfahrer sehen das anders :wink:
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von j-d-s »

Ich wäre dafür, dass man dann auch eine Beschränkung/Verteuerung macht für Bergbewohner, die nach Brixen oder Bozen fahren, denn die armen Stadtbewohner haben da schließlich Zumutungen, wenn da lauter Leute hinfahren, und, große Überraschung, in Städten ist sogar häufiger Stau, und oft wird der Stau in Städten sogar ganz überwiegend von Leuten verursacht die woanders wohnen, man diese Leute Pendler, und nur zur Erklärung, das ist Ironisch gemeint, denn dass man Leute aufgrund ihres Wohnortes zu Bürgern zweiter Klasse machen will ist nirgends ok, wird aber ständig gefordert.
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von GMD »

Also Pendler würde ich nicht in diesen Topf werfen! Nehme mal an, in Südtirol dürfte der Wohnungsmarkt ähnlich ausgetrocknet wie im restlichen Europa sein. Viele Pendler würden sehr gerne in der Stadt wohnen, in der sie arbeiten, finden aber keine bezahlbaren Wohnungen.
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Seilbahnjunkie »

j-d-s hat geschrieben: 06.02.2026 - 15:57 Ich wäre dafür, dass man dann auch eine Beschränkung/Verteuerung macht für Bergbewohner, die nach Brixen oder Bozen fahren, denn die armen Stadtbewohner haben da schließlich Zumutungen, wenn da lauter Leute hinfahren, und, große Überraschung, in Städten ist sogar häufiger Stau, und oft wird der Stau in Städten sogar ganz überwiegend von Leuten verursacht die woanders wohnen, man diese Leute Pendler, und nur zur Erklärung, das ist Ironisch gemeint, denn dass man Leute aufgrund ihres Wohnortes zu Bürgern zweiter Klasse machen will ist nirgends ok, wird aber ständig gefordert.
Macht man doch. Große Städte sind bei dem Thema viel weiter als ländliche Regionen. Probier mal in Innsbruck einen gratis Parkplatz zu finden. Zumindest wenn du zentral oder länger parken willst kannst du das vergessen. Ich nehme mal an, dass das in Bozen nicht viel anders ist. Und das ist selbstverständlich richtig so. Es wird schon viel zu viel Platz kostenlos für den Straßenverkehr bereitgestellt.

Ich fühl mich da auf Grund meiner Verkehrsmittelwahl oft als Bürger zweiter Klasse, aber das ist ja völlig ok.
GMD hat geschrieben: 06.02.2026 - 17:27 Also Pendler würde ich nicht in diesen Topf werfen! Nehme mal an, in Südtirol dürfte der Wohnungsmarkt ähnlich ausgetrocknet wie im restlichen Europa sein. Viele Pendler würden sehr gerne in der Stadt wohnen, in der sie arbeiten, finden aber keine bezahlbaren Wohnungen.
Ja ja, die armen Pendler immer, die ja so gerne in der Stadt wohnen würden aber es sich leider nicht leisten können. Oder ist es bei vielen vielleicht doch der Wunsch nach dem Häuschen im Grünen? Ich darf das dann noch mit meinen Steuern subventionieren, in Form der Pendlerpauschale. Bei uns in Österreich ist es noch absurder. Wenn man so an den Arsch der Welt zieht, dass man gar keine Möglichkeit hat mit dem ÖV zu fahren (korrekter müsste man eigentlich sagen: dass der ÖV keine Chance mehr hat einen zu erreichen), dann bekommt man noch mehr Zuschuss. Den "Klimabonus" gibt's jetzt nicht mehr, aber der war auch so absurd gestaltet. Je umweltschädlicher man wohnte (je weniger urban), desto mehr Zuschuss bekam man.
Die Pendlerpauschale wurde jetzt nochmal erhöht, während es sonst überall heißt wir müssen den Gürtel enger schnallen. ÖV Tickets werden teurer, das Angebot gekürzt, aber dafür ist Geld da.

Und wer zahlt mir jetzt einen Zuschuss zu meinem teureren Wohnraum, mit dem ich dafür sorgen, dass ich niemanden mit meinem Pendelweg belästige, weil ich zu Fuß ins Büro gehe und auch zum Einkaufen? Das ist natürlich mein Privatvergnügen, und schon wieder fühle ich mich als Bürger zweiter Klasse, diesmal tatsächlich auf Grund meines Wohnorts.

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GMD
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von GMD »

Ich kann ja nicht für Bozen sprechen, aber hier in der Schweiz haben wir in den Städten eine Leerquote von unter 1%! Sprich weniger als eine von hundert Wohnungen ist gerade auf dem Markt. Was das für Auswirkungen auf die Mieten bzw. Verkaufspreise hat, brauche ich wohl nicht extra zu erklären. Es ist tatsächlich so, dass mit einem normalen Lohn wohnen in der Stadt oftmals nicht möglich ist. Sehe auch keinen Grund, warum das in Südtirol gross anders sein soll.
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Reginleif »

Parkgebühren auf öffentlichen Plätzen stelle ich komplett in Frage. KFZ Steuer deutlich rauf, dafür alle Parkautomaten, Kameras, Schranken und Politessen einsparen. Da wäre das Geld effizienter eingesetz. Das ist ein komplett aufgeblasenes System und doppelt gemoppelt, da es eine allgemeine Steuer ja schon gibt. Ich zahle aktuell nur 40€ Steuer im Jahr für meinen Kleinwagen. Könnte man gerne verzehnfachen und dafür muss ich mich nicht ständig an jedem Parkplatz wieder darum kümmern wie es hier wieder läuft, welche von den 10 Park Apps ich heute wieder brauche oder wo denn der nächste Automat steht.

Davon abgesehen halte ich, auch wenn ich selbst oft denke es geht nur übers Geld sonst kriegst du die Leute nie, nicht viel davon dass wir uns in den letzten Jahren immer mehr zu einer Gesellschaft entwickeln in der Freiheit und Möglichkeiten offenbar zusehends mit Geld erkauft werden können und müssen.
In den letzten Jahren bin ich von der finanziellen Herangehensweise eigentlich immer weiter abgerückt, weil den dicksten Fußabdruck, egal ob ökologisch als auch meistens aus Sicht der Belästigung, in der Regel die haben, bei denen finanzielle Maßnahmen als letztes Wirkung zeigen.

Ein tägliches Ticketkontingent an gratis Tickets für die Dolomitenpässe, die man vorher online Buchen muss, einfach nur ein Registrieren z.B. mit den persönlichen Daten und dem Kennzeichen nach dem Prinzip first come first save, halte ich für ein sinnvolles und sozial verträgliches Mittel zur Lenkung und oder Reduktion der Massen. Gleiche Chance für jeden.
Parkgebühren, Maut oder sonstige Eintrittsgebühren finde ich dagegen sehr bedenklich. Was interessiert es einen Porsche oder Lamborghini Fahrer wenn er noch 10, 50 oder 100€ Maut drauf zahlen muss? Der geht anderen mehr auf den Keks als einer im Kleinwagen, zahlt das Geld aber mit einem Schulterzucken, während der mit dem Kleinwagen vlt. vorher schon schauen musste wie er sich seinen Urlaub leisten kann und der auch kaum stört dann einfach weg bleibt.
Weder sinnvoll noch sozial.

Bezüglich Pendler, ich will zwar ohnehin nicht in die Stadt ziehen, aber finanziell wäre es tatsächlich komplett unattraktiv. Selbst wenn das Pendlerpauschale komplett weg wäre. Pendeln ist viel billiger.
Und zum Sinn und zur Gerechtigkeit, naja. Könnte ich auch so hinstellen warum kriegt jemand der eh schon billig Bus fahren kann oder sogar zur Fuß zur Arbeit kann gleich viel Kilometergeld wie jemand der aus welchem Grund auch immer ein Auto braucht und damit auch den viel größeren finanziellen Aufwand hat (rein aufs fahren bezogen). Kann man hindrehen wie man will.
Man könnte auch noch weiter gehen und sagen warum muss jemand nur weil er nahe am Arbeitsplatz wohnen will dort hinziehen? Der könnte auch weiter weg und pendeln, sodass jemand der z.B. körperlich beeinträchtigt ist die Chance hat eine nahe Wohnung zu finden. Hat das jetzt mehr Gewichtung? Oder der finanzielle Aspekt? Oder der ökologische? Schwer zu beurteilen.

Warum man sich da als Bürger 2ter Klasse fühlt verstehe ich aber nicht, das ist A freie Marktwirtschaft, B gibt es das Pendlerpauschale wie genannt unabhängig von der Art des Verkehrsmittels und ich behaupte die meisten würden auch ohne Kilometer Geld genau gleich zur Arbeit gehen (also ich nehm das natürlich als Nice to Have mit, aber wenns das nicht mehr gäbe wäre die teure Stadtwohnung dadurch immernoch genauso unattraktiv) und C hast du dir den teuren Wohnraum ja selbst ausgesucht.
Saison 22/23: Skitage 7: 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Sölden, 1x Hintertuxer Gletscher, 1x See, 1x Ischgl
Saison 21/22: Skitage 6: 1x Ofterschwanger Horn, 1x Ischgl, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Nauders, 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Sölden
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Pendeln wird gefördert, nahe am Arbeitsort wohnen nicht. Beides verursacht Kosten. Das findest du fair?
Ich hab mich entschieden für einen Haufen Geld jeden Monat eine kleine Wohnung in zentraler aber nicht gerade ruhiger Lage zu mieten. Meine Entscheidung, meine Vorteile, meine Kosten. Warum kann das nicht auch für die gelten, die sich ein Häuschen im Grünen kaufen? Warum soll ich deren Entscheidung noch mitfinanzieren?

Natürlich wären andere Steuerungsmechanismen besser als monetäre Anreize. Die bekommst du aber noch schwieriger durchgesetzt, weil ein Großteil der Menschen zu blöd ist. Erschwerend kommt hinzu, dass knappe Güter immer den Marktmechanismuss der Abschöpfung der Konsumentenrente triggern. Darunter versteht man die Differenzen zwischen der Zahlungsbereitschaft eines Kunden und dem tatsächlichen Preis eines Produkts. In der Wirtschaftstheorie ist es das Ziel des Produzenten an diese zusätzlichen Einnahmen ranzukommen. Bei knappen, stark nachgefragten Gütern, bei denen der Anbieter aus welchem Grund auch immer, die Konsumentenrente nicht abscchöpft, bildet sich sofort ein Sekundärmarkt. Es versuchen als Zwischenhändler ein Geschäft zu machen, teilweise auch illegal. Das kann man sich jetzt gerade wieder bei den Olympischen Spielen anschauen, einfach mal ein bisschen bei Viagogo stöbern. Will man das verhindern, muss man wieder einen riesen Aufwand treiben, der die Nutzung für normale Kunden komplizierter und nerviger macht, siehe personalisierte Tickets.
GMD hat geschrieben: 06.02.2026 - 22:02 Ich kann ja nicht für Bozen sprechen, aber hier in der Schweiz haben wir in den Städten eine Leerquote von unter 1%! Sprich weniger als eine von hundert Wohnungen ist gerade auf dem Markt. Was das für Auswirkungen auf die Mieten bzw. Verkaufspreise hat, brauche ich wohl nicht extra zu erklären. Es ist tatsächlich so, dass mit einem normalen Lohn wohnen in der Stadt oftmals nicht möglich ist. Sehe auch keinen Grund, warum das in Südtirol gross anders sein soll.
Ich weiß nicht wie das bei euch ist, aber bei uns gibt es auch einen nennenswerten Anteil Wohnungen die leer stehen aber trotzdem nicht auf dem Markt sind. Die werden nur als Geldanlage gekauft und Vermietung ist zu viel Aufwand. Da könnte man mal ran.
Oder man geht, je nach Gegend, mal richtig gegen Zweitwohnsitze vor.
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Reginleif »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 07.02.2026 - 00:15 Pendeln wird gefördert, nahe am Arbeitsort wohnen nicht. Beides verursacht Kosten. Das findest du fair?
Nein, finde ich nicht fair.
Aber doch indirekt fördert die Pendlerpauschale auch den Wohnraum nahe am Arbeitsort. Gäbe es die Pendlerpauschale nämlich nicht, hätten noch mehr Menschen das Bedürnis näher an den Arbeitsort zu ziehen, wodurch der Wohnraum dort noch teurer werden würde. Das Kilomtergeld sorgt für etwas mehr Verteilung.
Wobei wie gesagt, in meinem Fall würde ich mit oder ohne Pendlerpauschale nichts ändern.
Und ich bin generell kein Freund von Eingriffen in den Markt egal worum es geht.
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Rusty1 »

Reginleif hat geschrieben: 07.02.2026 - 05:13
Seilbahnjunkie hat geschrieben: 07.02.2026 - 00:15 Pendeln wird gefördert, nahe am Arbeitsort wohnen nicht. Beides verursacht Kosten. Das findest du fair?
Nein, finde ich nicht fair.
Aber doch indirekt fördert die Pendlerpauschale auch den Wohnraum nahe am Arbeitsort. Gäbe es die Pendlerpauschale nämlich nicht, hätten noch mehr Menschen das Bedürfnis näher an den Arbeitsort zu ziehen, wodurch der Wohnraum dort noch teurer werden würde.
Genau. Die Unterstützung von Pendlern existiert ja schon viel länger als die heutige Dimension des angespannten Wohnungsmarkts. Man wollte damit primär mal Landflucht verhindern, also dass junge Leute wegen der besseren Möglichkeiten in die Städte ziehen und ihre strukturschwächeren Heimatorte dann mit den einsamen Alten zurückbleiben. Man kann vielleicht darüber streiten, ob die konkrete Ausgestaltung noch zeitgemäß ist (zum Beispiel könnte man Menschen mehr bezahlen, wenn sie nachweislich öffentliche Verkehrsmittel nutzen), aber ländliche Strukturen (wenn’s nicht gerade touristische Hotspots sind) sind aus meiner Sicht viel förderungsbedürftiger und auch förderungswürdiger als Städtische.

@Reginleif Als Betroffener der Pendlerpauschale kann ich Dir überdies sagen: Spar Dir den Neid. Das macht das Kraut wirklich nicht fett und reicht auf keinen Fall für alle Ausgaben, die das extra dafür vorgehaltene zweite Auto erzeugt.
Seilbahnjunkie hat geschrieben: 06.02.2026 - 21:14[…] Je umweltschädlicher man wohnte (je weniger urban) […]
Diese Behauptung ist aus meiner Sicht Unfug. Ich kann in der Stadt einen Cayenne fahren und auf dem Land ein Fahrrad. Bestimmt gibt es durch Wohnraumverdichtung bestimmte Effizienz-Gewinne, aber im selben Umfang entstehen doch auch Probleme wie Luft- und Wasserbelastung.

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