Hochrindl - Sonnenskilauf in den Nockbergen (K) | 22.1.2026

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Carinthian_Ropeways
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Hochrindl - Sonnenskilauf in den Nockbergen (K) | 22.1.2026

Beitrag von Carinthian_Ropeways »

Wer die Wahl hat, hat die Qual - schließlich sind ein gültiger Kärntner Skipass, fetzblauer Himmel und Temperaturen um den Gefrierpunkt die idealen Voraussetzungen für einen (Nachmit-)Tag voller Skivergnügen. Also, wohin geht die Reise? Nachdem mich meine letzten Ski-Trips bereits auf den Katschberg, die Gerlitzen, die Turrach, das Dreiländereck, die Simonhöhe sowie nach Velden und BKK/St. Oswald geführt haben und aus dem Vormittag langsam aber sicher ein Mittag wird, halfen mir die Webcams und der Pistenbericht auf Bergfex bei der Entscheidungsfindung: Mit einer knappen Autostunde Entfernung, vergleichsweise leeren Parkplätzen und dem angesprochenen Traumwetter über Mittelkärnten entpuppte sich die Hochrindl als mein heutiges Ziel.
Ankunft an der Zirbenpiste.
Ankunft an der Zirbenpiste.
Um kurz nach 12:15 Uhr ließ ich meinen Wagen am Parkplatz vor den beiden Zirbenliften auf rund 1600m Seehöhe ausrollen. Die vorangegangene Nahtoderfahrung durch drei vollbeladene Busse, die mich in den Serpentinen entlang der von Sirnitz kommenden Zufahrtsstraße ins Skigebiet beinahe dazu "überredet" haben, mein Auto huckepack zu nehmen und ihnen damit noch die letzten eineinhalb Meter meiner asphaltierten Fahrspur zu überlassen, gaben mir immerhin die Gewissheit, dass die meisten (Schul-)Skikurse für diesen Tag bereits beendet und die Pisten dementsprechend leer sind. So zeigte sich bei meiner Ankunft an der Talstation des Zirbenlift I die dazugehörige Hauptpiste beinahe menschenleer, auch der angrenzende Tellerlift (Zirbenlift II) erfüllte an diesem Nachmittag eher dekorative Zwecke.
Links der Bügelschlepper Zirbenlift I, rechts die kürzere Parallelanlage Zirbenlift II.
Links der Bügelschlepper Zirbenlift I, rechts die kürzere Parallelanlage Zirbenlift II.
Ich entschied mich zum Start für eine Auffahrt mit dem im Jahre 1980 vom Villacher Seilbahnkonstrukteur Andreas de Pretis konstruierten Zirbenlift Nummer 1, der heute den Haupteinstiegspunkt ins Skigebiet und Zubringer zu den übrigen Anlagen darstellt.
Im Zirbenlift.
Im Zirbenlift.
Ich oute mich als großer Fan von "einsamen" Schlepplift-Oldtimern im verschneiten Winterwäldchen, die Atmosphäre während der Fahrt ist selbst bei der relativ kurzen Anlage wirklich herausragend.
Ich oute mich als großer Fan von "einsamen" Schlepplift-Oldtimern im verschneiten Winterwäldchen, die Atmosphäre während der Fahrt ist selbst bei der relativ kurzen Anlage wirklich herausragend.
Blick zu einer Stütze des Zirbenlifts II - dank der montierten Flutlichtanlage ist auch ein Nachskilauf möglich.
Blick zu einer Stütze des Zirbenlifts II - dank der montierten Flutlichtanlage ist auch ein Nachskilauf möglich.
Nach den ersten Schwüngen über die blaue Zirbenpiste und einer erneuten Auffahrt mit dem Bügelschlepper ging es für mich weiter zum nordseitig gelegenen Stoichartlift, der mit Baujahr 2002 die jüngste Neuerschließung auf der Hochrindl darstellt.
Von der Zirbenpiste führt ein kurzer Ziehweg direkt zur Stoichartabfahrt. So spart man sich eine kurze "Brettl-Session" zur eigentlichen Bergstation, die sich oberhalb der Kuppe bei der hinteren Stütze befindet.
Von der Zirbenpiste führt ein kurzer Ziehweg direkt zur Stoichartabfahrt. So spart man sich eine kurze "Brettl-Session" zur eigentlichen Bergstation, die sich oberhalb der Kuppe bei der hinteren Stütze befindet.
Kameraschwenk in die andere Richtung: Trasse & Hauptabfahrt.
Kameraschwenk in die andere Richtung: Trasse & Hauptabfahrt.
Die dazugehörige Hauptpiste verläuft zwar genau parallel zum Schlepplift nach unten, bietet durch diverse Flach- und Steilstücke aber eine ordentliche Portion Abwechslung. Zu meiner Überraschung wurde der steile Schlusshang bei meiner ersten Abfahrt um kurz vor 13 Uhr gerade noch von den letzten Sonnenstrahlen beleuchtet – absolute Nordhanglage! – wodurch sich die Piste zwar hart, aber wunderbar griffig präsentierte. Das Gefälle trägt wohl dazu bei, dass die Piste von Skikursteilnehmern und Kindern eher gemieden wird, womit sich die Menge an abgerutschten Stellen glücklicherweise sehr in Grenzen hielt.
Die Ski-Mathematik lehrt: (genialer Schlusshang + beste Pistenverhältnisse) x Traumwetter = Pistenspaß pur!
Die Ski-Mathematik lehrt: (genialer Schlusshang + beste Pistenverhältnisse) x Traumwetter = Pistenspaß pur!
Ankunft an der Talstation des Stoichartlifts. Diese müsste nahezu baugleich mit der des Sonnenlifts auf der Simonhöhe sein. Da Letztgenannter aber ein Tellerlift ist, tippe ich darauf, dass der Stoichartlift als Bügelschlepper eine breitere Seilspur aufweist.
Ankunft an der Talstation des Stoichartlifts. Diese müsste nahezu baugleich mit der des Sonnenlifts auf der Simonhöhe sein. Da Letztgenannter aber ein Tellerlift ist, tippe ich darauf, dass der Stoichartlift als Bügelschlepper eine breitere Seilspur aufweist.
Auffahrt mit dem Stoichartlift.
Auffahrt mit dem Stoichartlift.
Bergstation des Stoichhartlifts - nicht mehr original von de Pretis, sondern bereits vor einigen Jahren durch eine Standard-Station von Doppelmayr ersetzt. Links davon die Rückbringerpiste vom Gipfelplateau zum Stoichart- & zum Zirbenlift.
Bergstation des Stoichhartlifts - nicht mehr original von de Pretis, sondern bereits vor einigen Jahren durch eine Standard-Station von Doppelmayr ersetzt. Links davon die Rückbringerpiste vom Gipfelplateau zum Stoichart- & zum Zirbenlift.
Nach einer weiteren Wiederholungsfahrt wurde das untere Streckendrittel nun immer mehr vom Schatten verschluckt, was mich zu einem Wechsel auf die Sonnenseite des Skigebiets verleitete. Da man vom Stoichartlift nicht direkt zu den Sonnenabfahrten rund um die einzige Sesselbahn auf der Hochrindl gelangt, cruiste ich an der Bergstation des Zirbenlifts vorbei Richtung Kegelabfahrt. Dort angekommen musste ich erst einmal die herrliche Aussicht auf mich wirken lassen. Ja, ich weiß – mit dem Bergpanorama der Südtiroler Alpen oder den Gipfelerlebnissen in den Hohen Tauern kann Mittelkärnten nicht mithalten, aber der Fernblick bis ins vom Nebel verhüllte Klagenfurter Becken kann sich mehr als sehen lassen.
Hier geht's lang!
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Absolutes Traumpanorama #kärntenisleians
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Zoom zur Simonhöhe: links der Paulsberg, rechts das Hocheck inkl. Bärentalabfahrt.
Zoom zur Simonhöhe: links der Paulsberg, rechts das Hocheck inkl. Bärentalabfahrt.
Obwohl ich den Kegellift immer eher als Verbindung zwischen den Skigebietsteilen Kruckn-/Sonnenlift und Zirben-/Stoichhartlift in Erinnerung hatte, ist die historische Bedeutung dieser seilgezogenen Aufstiegshilfe nicht zu unterschätzen. Immerhin handelt es sich bei dem 1968 als „Aichbichler-Lift“ (nach seinem Erbauer Otto Aichbichler) errichteten Schlepper um den ersten Skilift auf der Hochrindl. Im Laufe der Jahre wurde der Diesel- durch einen Elektromotor ersetzt und eine Überführung über die Landstraße, welche sowohl die Lifttrasse als auch die Piste kreuzt, gebaut. Nichtsdestotrotz erinnern heute noch diverse „Überbleibsel“ an die seilbahntechnischen Anfänge an diesem Hang – selbstverständlich mussten diese auch fotografisch festgehalten werden 😉
Erste Auffahrt mit dem Kegellift.
Erste Auffahrt mit dem Kegellift.
Ein Blick zurück...
Ein Blick zurück...
Außer mir tummelte sich nur eine kleine Skikursgruppe auf dem Hang und im Lift.
Außer mir tummelte sich nur eine kleine Skikursgruppe auf dem Hang und im Lift.
Wie unschwer am Joch zu erkennen, wurde der Lift von Kurz- auf Langbügel umgebaut.
Wie unschwer am Joch zu erkennen, wurde der Lift von Kurz- auf Langbügel umgebaut.
Unter der Brücke verläuft die Landstraße, die Hochrindl mit der Ebene Reichenau verbindet.
Unter der Brücke verläuft die Landstraße, die Hochrindl mit der Ebene Reichenau verbindet.
Auch die Piste bekam eine eigene Überführung.
Auch die Piste bekam eine eigene Überführung.
Spuren im Schnee zeugen von tierischen Besuchern ;)
Spuren im Schnee zeugen von tierischen Besuchern ;)
Eine Wiederholungsabfahrt konnte ich mir nicht entgehen lassen. Dabei kam ich auch am inzwischen ziemlich leeren Hauptspeicherteich vorbei.
Eine Wiederholungsabfahrt konnte ich mir nicht entgehen lassen. Dabei kam ich auch am inzwischen ziemlich leeren Hauptspeicherteich vorbei.
Erneute Abfahrt am Kegel.
Erneute Abfahrt am Kegel.
Und schon geht's wieder aufwärts!
Und schon geht's wieder aufwärts!
Ausstiegsstelle am Kegel-Plateau. Moment, die Konstruktion der Bügelrampe verdient einen genauen Blick...
Ausstiegsstelle am Kegel-Plateau. Moment, die Konstruktion der Bügelrampe verdient einen genauen Blick...
Na, wenn sich da mal nicht der Portalrahmen von der ehemaligen Bergstation versteckt :D
Na, wenn sich da mal nicht der Portalrahmen von der ehemaligen Bergstation versteckt :D
Zoom zur "neuen" Bergstation, die schon bald ihr 20-jähriges Jubiläum feiern darf.
Zoom zur "neuen" Bergstation, die schon bald ihr 20-jähriges Jubiläum feiern darf.
Blick zurück zur Ausstiegsstütze. Im Hintergrund befindet sich ein kleiner Unterstand sowie etliche Sonnenliegen.
Blick zurück zur Ausstiegsstütze. Im Hintergrund befindet sich ein kleiner Unterstand sowie etliche Sonnenliegen.
Der am Plateau aufgestellte Seillift ist untypischerweise keine Übungsanlage für Beginner, sondern sorgt – in der Theorie – für einen raschen Wechsel vom Kegellift zu den Sonnenabfahrten am Südhang. Dass man in der Realität nicht allzu selten von skatenden Skifahrern überholt wird, sei dahingestellt. Als häufiger Begleiter eines Snowboarders sei einfach mal gesagt: Der Seillift hat seine Berechtigung 😉
Mit diesem Seillift geht es anschließend über den Gipfel.
Mit diesem Seillift geht es anschließend über den Gipfel.
Nicht ein einziges Wölkchen am Himmel, einfach herrlich!
Nicht ein einziges Wölkchen am Himmel, einfach herrlich!
Auch rund um die Bergstation der Sesselbahn sind einige Sonnenliegen zu finden. Man hätte kaum einen besseren Platz dafür finden können ;)
Auch rund um die Bergstation der Sesselbahn sind einige Sonnenliegen zu finden. Man hätte kaum einen besseren Platz dafür finden können ;)
Blick zum gegenüberliegenden Krucknlift mit seinen zwei steilen FIS-Abfahrten.
Blick zum gegenüberliegenden Krucknlift mit seinen zwei steilen FIS-Abfahrten.
Insgesamt drei verschieden Pisten starten am 1740m hoch gelegenen Gipfel; vor der Überführung über die Landstraße vereinen sie sich allerdings zu einem breiten Ziehweg. Ursprünglich, sprich: vor der Errichtung der Überführung und des 4er-Sessellifts, war bereits oberhalb der Landstraße Schluss. Dort befand sich nämlich bis zur Jahrtausendwende der Vorläufer der heutigen Sesselbahn, damals noch in Form eines Schlepplifts mit leicht abgewandelter Trassierung und mit der Talstation oberhalb der erwähnten Landstraße. Um von da zum 1981 erbauten Krucknlift auf der anderen Talseite wechseln zu können, war früher noch ein Abschnallen der Ski vonnöten – dank der Überführung, die ausreichend Gefälle für eine entspannte Schussfahrt über den Ziehweg bietet, entfällt dies heutzutage glücklicherweise.
Einige Carving-Schwünge später landete ich bei der Talstation des 4er-Sessellifts.
Einige Carving-Schwünge später landete ich bei der Talstation des 4er-Sessellifts.
Der Bereich rund um die Talstationen der zwei Liftanlagen Sunjet & Kruckn dient als zweiter, deutlich kleinerer Einstiegspunkt ins Skigebiet. Neben einem kleinen Parkplatz gibt es hier auch eine Liftkassa, die direkt ins Stationsgebäude integriert ist.
Der Bereich rund um die Talstationen der zwei Liftanlagen Sunjet & Kruckn dient als zweiter, deutlich kleinerer Einstiegspunkt ins Skigebiet. Neben einem kleinen Parkplatz gibt es hier auch eine Liftkassa, die direkt ins Stationsgebäude integriert ist.
Talstation und Trasse des 4-CLF Sunjet.
Talstation und Trasse des 4-CLF Sunjet.
Entspannte Fahrt.
Entspannte Fahrt.
Mit der Eröffnung der Sesselbahn „Sunjet“, deren Talstation direkt neben der des Krucknlifts zu stehen kam, wurde auch der kurze Rückbringer-Tellerlift (1-SL Alpl-Lift) vom Kruckn- zum ehemaligen Sonnenlift obsolet und kurz darauf abgetragen. Der Sessellift ist eine von nur drei jemals von de Pretis errichteten, fixgeklemmten 4er-Sesselbahnen und die letzte im Originalzustand sowie am Originalstandort.
Am rechten Waldrand entlang verlief der schon längst abgebaute 1-SL Alpl-Lift.
Am rechten Waldrand entlang verlief der schon längst abgebaute 1-SL Alpl-Lift.
Selbst als "Schleppliftromantiker" muss ich gestehen: Einmal sitzen tut gut!
Selbst als "Schleppliftromantiker" muss ich gestehen: Einmal sitzen tut gut!
Nach dem unteren Drittel weist die Seilbahn eine markante Niederhaltestütze auf.
Nach dem unteren Drittel weist die Seilbahn eine markante Niederhaltestütze auf.
Ich beschloss, ein paar Wiederholungsfahrten an den herrlich sonnigen Südhängen einzulegen. Mein Favorit war dabei die von unten aus gesehen linke Piste, die durch die Sonneneinstrahlung genau richtig aufgefirnt und schön griffig war, aber im Gegensatz zu den anderen zwei Abfahrten rechts vom Sessellift keine abgerutschten Stellen aufwies.
Da sich an diesem herrlichen Januar-Nachmittag so gut wie gar keine weiteren Wintersportler auf den Pisten aufhielten, kam ich direkt in den Genuss des heimeligen Charmes eines Privatskigebiets.
Die linke Sonnenabfahrt führt direkt unter dem Lift hindurch. Mit ihr habe ich an diesem Tag meine Lieblingspiste gefunden.
Die linke Sonnenabfahrt führt direkt unter dem Lift hindurch. Mit ihr habe ich an diesem Tag meine Lieblingspiste gefunden.
Rechts im Bild ist noch die Trasse des Vorgänger-Schlepplifts zu erkennen.
Rechts im Bild ist noch die Trasse des Vorgänger-Schlepplifts zu erkennen.
Im oberen Drittel verläuft die Bahn ziemlich flach durch das lichter werdende Wäldchen. Rechts sieht man bereits die linken Sonnenabfahrten.
Im oberen Drittel verläuft die Bahn ziemlich flach durch das lichter werdende Wäldchen. Rechts sieht man bereits die linken Sonnenabfahrten.
Das Plastik darf gerne mal ersetzt werden. Ob sich hier jemand mit dem Skistock ausgetobt hat...?
Das Plastik darf gerne mal ersetzt werden. Ob sich hier jemand mit dem Skistock ausgetobt hat...?
Bergstation des Sessellifts.
Bergstation des Sessellifts.
Hier wird auch das Förderseil hydraulisch abgespannt.
Hier wird auch das Förderseil hydraulisch abgespannt.
Anschließend stattete ich noch dem Krucknlift einen Pflichtbesuch ab. Normalerweise hätte ich auf den fast komplett im Schatten liegenden Hang verzichten können, aber wenn man schon mal hier ist… Schließlich möchte man ja doch mit jedem Lift zumindest einmal gefahren sein.
Steil & schattig: im Krucknlift.
Steil & schattig: im Krucknlift.
Am Gipfel, der mit über 1820m den höchsten Punkt im Skigebiet markiert, erwartete mich wieder ein absolut geniales Panorama über halb Unterkärnten. Während die schwarze Abfahrt oben noch angenehm in der Sonne lag, änderte sich das erwartungsgemäß schon nach wenigen Höhenmetern. Gottseidank ganz anders als erwartet entpuppte sich die Piste weder als pickelhart noch als eisig, auch abgeschobene Stellen kamen kaum vor. Auf etwas knolligem, aber wunderbar griffigem Untergrund ging es entspannt zurück ins Tal.
Wieder ein Panoramagenuss vom Feinsten!
Wieder ein Panoramagenuss vom Feinsten!
Zoom zur Gerlitzen.
Zoom zur Gerlitzen.
Blick vom Kruckn zum Hochrindl-Kegel.
Blick vom Kruckn zum Hochrindl-Kegel.
Zoom zur Sesselbahn.
Zoom zur Sesselbahn.
Die linke Sonnenabfahrt blitzte wieder verführerisch in der schön langsam untergehenden Sonne und meine Schenkel freuten sich auf etwas Erholung im Sessellift – ja, liebe Kritiker langer fixgeklemmter Sesselbahnen: Die gemächliche Fahrgeschwindigkeit hat durchaus ihre Vorteile, vor allem für ambitionierte Hobbysportler mit ausbaufähiger Kondition 😉
Erneute Ankunft am 4er-Sessel.
Erneute Ankunft am 4er-Sessel.
Ein Blick auf die Uhr verriet mir: Die Kombi „Wadelbrennen am Kruckn + Powernap am Sessellift“ geht sich locker ein zweites Mal aus, und immerhin wartet ja noch die FIS-Trainingsstrecke rechts vom Lift auf einen Abstecher meinerseits. Gesagt, getan, hochgefahr’n.
Kruckn, Teil 2. Diesmal geht's links vom Lift zurück ins Tal.
Kruckn, Teil 2. Diesmal geht's links vom Lift zurück ins Tal.
Die Pisten sind nicht auf die volle Breite beschneit und/oder präpariert, das schmälert die Pistengaudi aber in keiner Weise.
Die Pisten sind nicht auf die volle Breite beschneit und/oder präpariert, das schmälert die Pistengaudi aber in keiner Weise.
Zwar lassen verdunkelnde Skibrillen und schattige schwarze Abfahrten immer das Gefühl in mir aufkeimen, dass ein erneuter Besuch beim Optiker in naher Zukunft vielleicht doch nicht so verkehrt wäre (geht’s da eigentlich nur mir so…?), aber trotz schwieriger Sichtverhältnisse kam ich die Piste gut runter.
Talstation Krucknlift - annähernd baugleich mit der des Bärenwiesenlifts am Katschberg.
Talstation Krucknlift - annähernd baugleich mit der des Bärenwiesenlifts am Katschberg.
Nach erneuten Wiederholungsabfahrten am Sonnenhang wurde es schön langsam Zeit, wieder Richtung Parkplatz aufzubrechen. Also glitt ich am Seil- und Kegellift vorbei und zurück zum Zirbenlift.
Schneekanonenarmee am Kegel-Plateau.
Schneekanonenarmee am Kegel-Plateau.
Mehr als ein Dutzend moderne Techno-Alpin.
Mehr als ein Dutzend moderne Techno-Alpin.
Auf meiner Fahrt zurück zur Zirbenpiste kam ich erneut an der Bergstation des Stoichartlifts vorbei.
Auf meiner Fahrt zurück zur Zirbenpiste kam ich erneut an der Bergstation des Stoichartlifts vorbei.
DM-Standard, nur der hohe Betonblock ist etwas außergewöhnlicher :D
DM-Standard, nur der hohe Betonblock ist etwas außergewöhnlicher :D
Mit je einer Fahrt am Teller- und am Bügelschlepplift ließ ich den Skitag gemütlich ausklingen, bevor es am Abend zu einem guten Abendessen nach Bad Kleinkirchheim ging.
Vorletzte Fahrt am Zirbenlift II. Hier hat sich die Sonne schon verabschiedet.
Vorletzte Fahrt am Zirbenlift II. Hier hat sich die Sonne schon verabschiedet.
Wenn ein Bild dieses Skitag beschreiben darf, dann dieses! Sonnenschein pur und grandiose Pistenverhältnisse sorgten für einen gelungenen Skitag.
Wenn ein Bild dieses Skitag beschreiben darf, dann dieses! Sonnenschein pur und grandiose Pistenverhältnisse sorgten für einen gelungenen Skitag.
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Schwoab
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Re: Hochrindl - Sonnenskilauf in den Nockbergen (K) | 22.1.2026

Beitrag von Schwoab »

Danke für den Bericht eines mir noch unbekannten Gebiets. Muss ich unbedingt mal hin - sieht lohnenswert aus. Wie lange benötigt ma von Bad Kleinkirchheim auf die Hochrindl?
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Re: Hochrindl - Sonnenskilauf in den Nockbergen (K) | 22.1.2026

Beitrag von Carinthian_Ropeways »

Schwoab hat geschrieben: 26.01.2026 - 06:34 Wie lange benötigt ma von Bad Kleinkirchheim auf die Hochrindl?
Ungefähr 15-20 Minuten.
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Re: Hochrindl - Sonnenskilauf in den Nockbergen (K) | 22.1.2026

Beitrag von gReXi »

Carinthian_Ropeways hat geschrieben: 26.01.2026 - 06:34 Na, wenn sich da mal nicht der Portalrahmen von der ehemaligen Bergstation versteckt :D
Wie geil ist das, war mir zu meinen Besuchen 2013 bzw. 2014 nicht aufgefallen gewesen, obwohl ich damals alle Schlepplifte filmte.

Kruckenlift war mein Highlight dort. Der BLick von der 4SB Bergstation auf den Kruckenhang gibt schon etwas her, erinnert mich sehr stark an meinen Lieblingslift aus der Kindheit. Der Kruckenlift bräuchte neben der Trasse noch etwas mehr Wald, dann wäre er fast ein Kärntner Klon vom Lift von damals.
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Re: Hochrindl - Sonnenskilauf in den Nockbergen (K) | 22.1.2026

Beitrag von Philipp2 »

Der Kegellift ist übrigens auch der letzte komplette Lift, den de Pretis gebaut hat. Das war deren erster und letzter Lift nach den damals neuen CE-Normen und das Theater und der Aufwand beim Umbau waren so unverhältnismäßig groß ("So viel wie früher bei ganzen Sesselliften!"), dass sie kurz darauf mit dem Seilbahnbau aufgehört haben. Er hat auch einige interessante Details, die für diesen Lift seitens der Prüfstelle so vorgeschrieben wurden, während die Konkurrenz aus Vorarlberg weiterhin fast 1:1 gleich wie zuvor weiterbauen durfte (z.B. die Quer-Verstellschrauben oben am Abhehebock, die absurd große Anzahl an Bruchstabschaltern und die aufwendige Lagerung der Antriebsscheibe mit Trägerrohr). Kurz darauf durften sie wegen der neuen Eurocodes ihre Bauwerke nicht mehr selber rechnen und damit war's dann endgültig vorbei. AFAIK war das auch der Grund, weshalb die schadhafte Station beim Stoichartlift nicht mehr von de Pretis repariert werden konnte.
@Carinthian_Ropeways Der Stoichartlift hatte übrigens einen Vorgänger:
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Re: Hochrindl - Sonnenskilauf in den Nockbergen (K) | 22.1.2026

Beitrag von Carinthian_Ropeways »

gReXi hat geschrieben: 26.01.2026 - 09:46
Carinthian_Ropeways hat geschrieben: 26.01.2026 - 06:34 Na, wenn sich da mal nicht der Portalrahmen von der ehemaligen Bergstation versteckt :D
Wie geil ist das, war mir zu meinen Besuchen 2013 bzw. 2014 nicht aufgefallen gewesen, obwohl ich damals alle Schlepplifte filmte.
Bei zwei Stationen finden sich noch weitere seilbahntechnische Reliquien:
Unterhalb des Fangnetzes bei der Bergstation der Sesselbahn liegen Teile einer Abspannstation für Schlepplifte.
Unterhalb des Fangnetzes bei der Bergstation der Sesselbahn liegen Teile einer Abspannstation für Schlepplifte.
Hochrindl 2022 - 2.jpg (253.11 KiB) 212 mal betrachtet
Und neben dem Gebäude bei der Talstation des Kegellifts lag 2022 immerhin noch eine Schlepplift-Umlenkscheibe - ob sie heute noch dort anzutreffen ist, kann ich leider nicht sagen, habe bei meinem Besuch letzte Woche ganz vergessen, darauf zu achten...
Und neben dem Gebäude bei der Talstation des Kegellifts lag 2022 immerhin noch eine Schlepplift-Umlenkscheibe - ob sie heute noch dort anzutreffen ist, kann ich leider nicht sagen, habe bei meinem Besuch letzte Woche ganz vergessen, darauf zu achten...
Hochrindl 2022 - 1.jpg (231.68 KiB) 212 mal betrachtet
Philipp2 hat geschrieben: 26.01.2026 - 20:58 Er hat auch einige interessante Details, die für diesen Lift seitens der Prüfstelle so vorgeschrieben wurden, während die Konkurrenz aus Vorarlberg weiterhin fast 1:1 gleich wie zuvor weiterbauen durfte (z.B. die Quer-Verstellschrauben oben am Abhehebock, die absurd große Anzahl an Bruchstabschaltern und die aufwendige Lagerung der Antriebsscheibe mit Trägerrohr).
Schlepplifte fallen ja in den Kompetenzbereich des jeweiligen Bundeslandes - galten die Regeln für den Weltmarktführer nicht in Kärnten?
Philipp2 hat geschrieben: 26.01.2026 - 20:58 @Carinthian_Ropeways Der Stoichartlift hatte übrigens einen Vorgänger:
Du wirst lachen, wollte dir heute noch einen Screenshot von der Austrian Map mit dem eingezeichneten Vorgänger schicken :D
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Re: Hochrindl - Sonnenskilauf in den Nockbergen (K) | 22.1.2026

Beitrag von vovo »

Danke für die schönen Bilder aus diesem kultigen Gebiet, auf das ich 2013 durch Zufall gestoßen bin. Da hatte ich noch kein Smartphone und wollte eigentlich in BKK Skifahren, doch ein Sturm machte mir einen Strich durch die Rechnung. So fuhr ich einfach auf gut Glück durch die Gegend und stieß (nach irgendwelchen Wegweisern) auf dieses Gebiet. Ich kam die Straße angefahren und sah den einen Lift über eine Brücke gehen. Also Ski angezogen und los - da war damals kaum was los und leider lief der Krucknlift nicht und auch die 4SB. Irgendwann muss ich da vielleicht noch einmal hin, aber ich hab noch so viele Gebiete im ferneren Bereich (von München aus) auf dem Plan - mal sehen.

Die 4SB hatte doch einen SL-Vorgänger? Kann das sein, dass der quer zur jetzigen Trasse von rechts unten nach links oben verlief?
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Re: Hochrindl - Sonnenskilauf in den Nockbergen (K) | 22.1.2026

Beitrag von ATV »

Erinnert mich an schöne Kindheitstage in Kärnten.
Am Hochridl gab es eine Sommerrodelbahn am Zirbenlift so eine grüne GFK Wanne mit tausenden von schwarzen Flicken.

Ob betrieb war oder nicht wusste man nie so recht. Internet gabs nicht. Anruf beim Restaurant daneben hatte auch mehr Verwirrung ums Wetter als um den Öffnungsstatus der Bahn gebracht. Aber nach ein paar erxolglosen anfahrten auf den damals noch nicht alphaltierten Strassen in den Nockbergen hats geklappt. Irgendwo gibts ein Video dazu. Muss mal raussuchen.
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
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