Für die Nacht hatten wir nach etwas hin-und-her-überlegen das Kloster Ilanz ausgewählt. Das war durchaus eine gute Entscheidung für gerade einmal 154 CHF für 2 Personen mit Halbpension - allerdings mit Bad auf dem Gang. Aber für eine Nacht ist das schon OK, und unser Zimmer war sogar ziemlich groß.
Das Kloster ist wohl in den 1960er-Jahren gebaut worden.
Zum Abendessen gab es Bündner Spezialitäten: Gerstensuppe, Capuns, Pizokel und Maluns. Dazu Salat und eine Karamellcreme, alles durchaus schmackhaft. Auch die Mitarbeiter waren durch die Bank sehr freundlich.
Nach dem Essen machten wir noch einen kleinen Spaziergang zur Lourdes-Grotte
Das Frühstück am Morgen war für mich etwas ambivalent, da ich doch an sich eher ein Wurstesser bin und es das nicht gab. Allerdings gab es sehr gutes selbstgebackenes Brot und Hefezopf, Käse, Eier, diverse Marmeladen und Honig, Müesli, Obst,... alles qualitativ sehr gut, da konnte ich dann über das fehlende Fleisch hinwegsehen.
Nachdem die Wettervorhersage eher schlechtes Wetter vorausgesagt hat, hatten wirs auch nicht so eilig, so dass wir erst gegen 10:00 am Lift waren. Ich hatte mit großem Andrang gerechnet, da ein Rennwochenende im Skigebiet stattfinden sollte, allerdings war der Parkplatz nur sehr wenig gefüllt.
Es war aber auch wirklich sehr bewölkt am Anfang.
Gegen 11h spielten Alphornbläser - fast für sich selbst, es gab nur wenige Zuschauer.
Wir hielten uns auch nicht besonders lange auf.
Anfänglich war die Sicht im Mittelteil und unten besser, so dass wir auch gerne bis ins Tal fuhren oder den Schlepplift Parli - Alp Dado nahmen.
Erwachsene durften diesen auch nur alleine fahren, es fehlten schon einige Gehänge. Auch gab es es dort eine recht anspruchsvolle und lange Zeitmessstrecke.
Ein einziges Mal nahmen wir die DSB nach La Cauma mit den hübschen Gittermasten
Was war das - gegen 12:50? Blauer Himmel - wie schön! Und zwar ganz oben am Schlepplift Miret - Fil.
Blicke zu beiden Seiten.
Da die Sicht nun am oberen Schlepplift richtig gut war und die Pisten uns auch gut gefielen, hielten wir uns etwas länger dort auf. Zwischendrin konnte man sogar noch weitere Gipfel aus den Wolken herausragen sehen.
Immer wieder machten wir aber auch die Talabfahrten oder fuhren zumindest bis zu einer der Mittelstationen. Hier die Mittelstation der 4-KSB Waltensburg - Alp Dado, die einen leichten Knick macht.
Zeitweise war es dann im Mittelteil sonnig, dafür oben und unten neblig.
Und überhaupt: es war so extrem wenig los, dass wir v.a. oben um kurz vor 15h noch unverspurte Pistenabschnitte hatten. Wie geil ist das denn bitte?
Das war auf der Piste 15 "Um Crap", aber gab es in ähnlicher Form auch auf den anderen oberen Pisten.
Da habe sich wohl wirklich viele von der schlechten Wettervorhersage abschrecken lassen. Ein Glück, dass wir an diesem Tag dort fahren "mussten".
Kurz vor der Bergstatione Alp Dado - Fil vor unserer letzten Abfahrt.
Man soll ja gehen, wenns am schönsten ist.
Unten war es hingegen doch sehr ausgefahren und weich - mit Blick ins Skigebiet Obersaxen-Mundaun.
Fazit: auch ein sehr schönes Skigebiet, wo man durchaus mal wieder hinfahren kann. Das Wetter sollte halt definitiv ausreichend gut sein, da das Skigebiet größtenteils im baumfreien Gelände liegt. Besonders überzeugt haben die sehr langen Abfahrten und der große Höhenunterschied.