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Beuil - Les Launes - Valberg, 25. Februar 2026
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Beuil - Les Launes - Valberg, 25. Februar 2026
Am Mittwoch und Donnerstag war ich zwischen dem Téléski des Condamines und dem Téléski du Raton unterwegs und vor allem begeistert von den Fahrten mit 50- bis über 60-jährigen Poma-Stangenschleppern und 100% offenen Pisten und Anlagen. Bericht und Bilder folgen, hier mal das Video als Vorgeschmack:
Bilder von Skiliften und anderen Seilbahnen: http://www.skiliftfotos.ch
... und andere Geschichten gibt es auf Instagram, früher auf X/Twitter (neu @andijacomet.bsky.social) und im Blog.
- Meine Reportagen aus Kleinskigebieten: klein-skigebiete.ch
- Meine Webcams in und um Sedrun: sedruncam.ch
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Re: Beuil - Les Launes - Valberg, 25. Februar 2026
Unsere Familie hat seit über 30 Jahren ein kleines Haus in Südfrankreich, 45 Autominuten von Gréolières-les-Neiges (oder wahlweise den Meeresstränden) entfernt, am Fusse der Préalpes. Heuer lag endlich wieder mal so viel Schnee, dass ich den Wetterbericht über Wochen studierte und spontan gen Süden reiste, sobald nach den massiven Schneefällen ein stabiles Hoch auf den Karten erschien. Schon beim Anflug auf Nizza konnte man all die wunderbaren Südalpen-Skigebiete bestens erspähen:
Schon beim Anflug auf Nizza konnte man all die wunderbaren Südalpen-Skigebiete bestens erspähen:

Lac de Serre Ponçon, hinten der Mont Ventoux

Skigebiet von Auron, links aussen Valberg und unten links Isola 2000 mit dem Col de La Lombarde. Auch das Santuario Sant'Anna ist zu sehen. Am Horizont glänzt schon das Meer.

Skigebiet Isola 2000

Skigebiete Roubion sowie Valberg, Les Launes, Beuil

Skigebiet La Colmiane

Skigebiete Gréo und Audibergue, dahinter die Côte d'Azur
Ich war schon in Auron, Isola 2000, La Colmiane, Col de Turini, Gréo, Audibergue, Allos / Pra Loup - aber Valberg und Roubion (hier schon berichtet) fehlten noch. Also buchte ich für meine zum Glück noch fitten Eltern und mich ein nettes (und das letzte!) Hotelzimmer in Beuil, wo wir letztmals im Sommer 1983 waren. Wir mögen Trubel nicht sonderlich. Es sind Winterferien an der Küste, Valberg ist eine ziemlich mondäne Station mit viel Action und Volk - das benachbarte Beuil aber ein ruhiges Bergdorf, das zum ersten Mal seit acht Jahren Skibetrieb (seither lag nie mehr Schnee) und somit auch Anschluss ans Gebiet von Valberg hat. Wie urig diese Verbindung ist, konnte ich mir in den schönsten Träumen nicht vorstellen.
User "DrCooper" auf skipass.com beschreibt es schön:
100% offene Anlagen und Pisten. Der legendäre Raton-Diesel-Poma läuft. Whow. Beuil - Les Launes - Valberg, wir kommen!
Am Abend des 24. Februar war es so weit. Es ist sehr schräg, in einem blühenden Frühlingsgarten in Südfrankreich bei 20 Grad die Skis ins Auto zu laden - aber wir freuten uns auf das tief verschneite Hinterland. Die Kontraste hier unten im Winter und Frühling sind famos. Wer nun direkt auf Skipistenfotos und Poma-Rost hofft, muss ich noch etwas vertrösten. Die Anfahrt von Seillans nach Valberg ist nämlich eine Route nach dem Motto "der Weg ist auch ein wenig das Ziel".
Zuerst ging es via Mons auf die Route Napoléon mit Castellane:


Anstatt wie das letzte Mal vor zwei Jahren nach Allos geht es nun rechts nach Nizza und danach über eine sehr malerische Strecke über Vergons und Annot zum Var-Tal:






Kurz vor Entrevaux geht's dann links nach Guillaumes - ja, man könnte natürlich auch über den Col de la Cayolle und dann via Pra Loup wiederum ins Gebiet von Allos gelangen, aber das klappt im Winter nicht - der Pass ist zu.



Entlang dem Fluss Var geht es weiter nach Norden, alsbald wechselt man ins Département des Alpes Maritimes:

Dann beginnen die faszinierenden Gorges de Daluis, auch "le Petit Colorado Niçois" genannt - ihr seht gleich, warum:




Immer wieder erspäht man hinter den roten Felsen verschneite Hügel. Das ist beinahe schon der südwestlichste Punkt des Skigebietes von Valberg, wo der KSSL Pra Brûlé endet.




Nein, das ist nicht der Zion National Park in Utah!

Kurz vor Guillaumes öffnet sich das Tal wieder.


Rechts geht's also nach Valberg rauf - nun beginnt eine echte Passstrasse.


Hier kommt das Skigebiet langsam in Sicht, und erst noch der beste secteur "Barzès" am äussersten Rand:

Die Schneise und die Pisten des wilden téléski Pra Brûlé, auf den ich mich nebst dem Raton am meisten freue:

Alsbald ist man auf 1600m angekommen, wo nun so viel Schnee liegt, wie es in den nördlichen Alpen diesen Winter niemals hatte auf dieser Höhe!


Jetzt beginnt das Chaos, auf das wir eigentlich gerne verzichten könnten. Da muss man sich einfach durchkämpfen... für meine Eltern gab's Gratis-Skitickets, aber diese forfaits muss man an der physischen Kasse holen, alles andere kann man an Automaten oder online erledigen, sobald man eine Trägerkarte hat. (Und ja, richtig gelesen: über 70-Jährige fahren kostenlos Ski.)





Weiter geht's ins 12 Minuten entfernte Beuil auf etwa 1400m, an diversen Einstiegspunkten ins Skigebiet vorbei:


Auch beim Téléski St-Jean, der Valberg mit Les Launes verbindet, kann man parken und einsteigen:

Les Launes liegt zwischen Valberg und Beuil:

Und nach rund zweieinhalb Stunden Fahrt ist endlich Beuil in Sicht!


Die Aussicht aus dem Hotelzimmer (in der Dépendence des Hotels L'Escapade etwas weiter oben in einem uralten Gebäude) ist schon mal super - direkt auf das Skigebiet Beuil, yeah.


Beuil ist ein gemütliches old-style-Bergdorf, "typisch Hinterland Südfrankreichs":





Nach dem Abendessen mache ich noch schnell einen Dorfrundgang. Und hey, ja, die machen sogar die Pisten neu in der Nacht - das ist in Frankreich nicht überall selbstverständlich.




Am nächsten Morgen winkt ein beinahe wolkenloser Himmel. Zum Sonnenaufgang sieht man schön auf den téléski des Condamines und das Anfängergelände rüber, wo wir bald ins Gebiet einsteigen. Seit 2018 ist hier kein Skitag mehr verzeichnet worden. Welch ein Glück!


Ähm... diese Piste wurde aber nicht neu gemacht. Jungs! - Mühsam. Die vor allem Hausbesitzern in Frankreich bestens bekannte französische Mittelmässigkeit macht leider auch vor den domaines skiables nicht Halt.

Rückblick auf den Sommer 1983, als wir auf der Rückfahrt von Südfrankreich in die Schweiz hier übernachtet haben:

Das Gebäude steht noch, ist aber nur noch ein Restaurant.

Damals bestaunte ich als Elfjähriger die Poma-Lifte und wünschte mir sehnlichst, sie auch mal zu benutzen - 43 Jahre später ist es heute endlich so weit!






... doch davon dann denmächst mehr in der Fortsetzung
Alle Bilder in diesem Album.
Schon beim Anflug auf Nizza konnte man all die wunderbaren Südalpen-Skigebiete bestens erspähen:
Lac de Serre Ponçon, hinten der Mont Ventoux
Skigebiet von Auron, links aussen Valberg und unten links Isola 2000 mit dem Col de La Lombarde. Auch das Santuario Sant'Anna ist zu sehen. Am Horizont glänzt schon das Meer.
Skigebiet Isola 2000
Skigebiete Roubion sowie Valberg, Les Launes, Beuil
Skigebiet La Colmiane
Skigebiete Gréo und Audibergue, dahinter die Côte d'Azur
Ich war schon in Auron, Isola 2000, La Colmiane, Col de Turini, Gréo, Audibergue, Allos / Pra Loup - aber Valberg und Roubion (hier schon berichtet) fehlten noch. Also buchte ich für meine zum Glück noch fitten Eltern und mich ein nettes (und das letzte!) Hotelzimmer in Beuil, wo wir letztmals im Sommer 1983 waren. Wir mögen Trubel nicht sonderlich. Es sind Winterferien an der Küste, Valberg ist eine ziemlich mondäne Station mit viel Action und Volk - das benachbarte Beuil aber ein ruhiges Bergdorf, das zum ersten Mal seit acht Jahren Skibetrieb (seither lag nie mehr Schnee) und somit auch Anschluss ans Gebiet von Valberg hat. Wie urig diese Verbindung ist, konnte ich mir in den schönsten Träumen nicht vorstellen.
User "DrCooper" auf skipass.com beschreibt es schön:
Vor allem die "très vieux téléskis" und diese "vieux panneaux en bois" haben mich natürlich angefixt. Und ich wurde nicht enttäuscht. Keine Ahnung, wann das wieder möglich sein wird - aber diese zwei paradiesischen Tage kann mir nun niemand mehr nehmen. Zwar sah man das Meer nicht direkt, bloss das "Nebelmeer über dem Mittelmeer", aber das war tatsächlich der einzige Minuspunkt.8 ans que le domaine commun de Valberg et Beuil n'avait pas été ouvert à 100%. (...) L'objectif de la journée c'était clairement les Launes et Beuil. C'est du ski à l'ancienne, des pistes qui suivent la forme de la montagne, des alpages, des granges, des descentes face au village. C'est des très vieux téléskis, des vieux panneaux de direction en bois. Des montées et des descentes assez courtes mais c'est tellement beau et tellement à l'écart du reste. on prend le fil neige de liaison des Eguilles et d'un coup on est presque seul au monde. Le Tk de St Jean nous ouvre la porte de ce super domaine de Beuil presque caché. Le Tk de la Condamine était fermé depuis 2018. Je n'avais jamais emprunté ses pistes. C'est comme découvrir un nouveau secteur d'une station qu'on connait très bien. Du côté de Valberg aussi c'était l'occasion d'emprunter des pistes très rarement ouverte et le Saint Graal, le Raton. Au fin fond d'un vollon plein sud à 1700m, loin de tout, se trouve un petit téléski diesel. Un des derniers du pays. Là encore un retour dans le temps. Forcément avec 15 °C au thermomètre c'était largement transformée et ça durera pas longtemps mais bon. Quel kiff. Du coup j'ai sacrément entamé le stock de RTT ces derniers jours mais je claque le premier live skipass de Beuil et on sort d'une période vraiment exceptionnelle dans le 06
100% offene Anlagen und Pisten. Der legendäre Raton-Diesel-Poma läuft. Whow. Beuil - Les Launes - Valberg, wir kommen!
Am Abend des 24. Februar war es so weit. Es ist sehr schräg, in einem blühenden Frühlingsgarten in Südfrankreich bei 20 Grad die Skis ins Auto zu laden - aber wir freuten uns auf das tief verschneite Hinterland. Die Kontraste hier unten im Winter und Frühling sind famos. Wer nun direkt auf Skipistenfotos und Poma-Rost hofft, muss ich noch etwas vertrösten. Die Anfahrt von Seillans nach Valberg ist nämlich eine Route nach dem Motto "der Weg ist auch ein wenig das Ziel".
Zuerst ging es via Mons auf die Route Napoléon mit Castellane:
Anstatt wie das letzte Mal vor zwei Jahren nach Allos geht es nun rechts nach Nizza und danach über eine sehr malerische Strecke über Vergons und Annot zum Var-Tal:
Kurz vor Entrevaux geht's dann links nach Guillaumes - ja, man könnte natürlich auch über den Col de la Cayolle und dann via Pra Loup wiederum ins Gebiet von Allos gelangen, aber das klappt im Winter nicht - der Pass ist zu.
Entlang dem Fluss Var geht es weiter nach Norden, alsbald wechselt man ins Département des Alpes Maritimes:
Dann beginnen die faszinierenden Gorges de Daluis, auch "le Petit Colorado Niçois" genannt - ihr seht gleich, warum:
Immer wieder erspäht man hinter den roten Felsen verschneite Hügel. Das ist beinahe schon der südwestlichste Punkt des Skigebietes von Valberg, wo der KSSL Pra Brûlé endet.
Nein, das ist nicht der Zion National Park in Utah!
Kurz vor Guillaumes öffnet sich das Tal wieder.
Rechts geht's also nach Valberg rauf - nun beginnt eine echte Passstrasse.
Hier kommt das Skigebiet langsam in Sicht, und erst noch der beste secteur "Barzès" am äussersten Rand:
Die Schneise und die Pisten des wilden téléski Pra Brûlé, auf den ich mich nebst dem Raton am meisten freue:
Alsbald ist man auf 1600m angekommen, wo nun so viel Schnee liegt, wie es in den nördlichen Alpen diesen Winter niemals hatte auf dieser Höhe!
Jetzt beginnt das Chaos, auf das wir eigentlich gerne verzichten könnten. Da muss man sich einfach durchkämpfen... für meine Eltern gab's Gratis-Skitickets, aber diese forfaits muss man an der physischen Kasse holen, alles andere kann man an Automaten oder online erledigen, sobald man eine Trägerkarte hat. (Und ja, richtig gelesen: über 70-Jährige fahren kostenlos Ski.)
Weiter geht's ins 12 Minuten entfernte Beuil auf etwa 1400m, an diversen Einstiegspunkten ins Skigebiet vorbei:
Auch beim Téléski St-Jean, der Valberg mit Les Launes verbindet, kann man parken und einsteigen:
Les Launes liegt zwischen Valberg und Beuil:
Und nach rund zweieinhalb Stunden Fahrt ist endlich Beuil in Sicht!
Die Aussicht aus dem Hotelzimmer (in der Dépendence des Hotels L'Escapade etwas weiter oben in einem uralten Gebäude) ist schon mal super - direkt auf das Skigebiet Beuil, yeah.
Beuil ist ein gemütliches old-style-Bergdorf, "typisch Hinterland Südfrankreichs":
Nach dem Abendessen mache ich noch schnell einen Dorfrundgang. Und hey, ja, die machen sogar die Pisten neu in der Nacht - das ist in Frankreich nicht überall selbstverständlich.
Am nächsten Morgen winkt ein beinahe wolkenloser Himmel. Zum Sonnenaufgang sieht man schön auf den téléski des Condamines und das Anfängergelände rüber, wo wir bald ins Gebiet einsteigen. Seit 2018 ist hier kein Skitag mehr verzeichnet worden. Welch ein Glück!
Ähm... diese Piste wurde aber nicht neu gemacht. Jungs! - Mühsam. Die vor allem Hausbesitzern in Frankreich bestens bekannte französische Mittelmässigkeit macht leider auch vor den domaines skiables nicht Halt.
Rückblick auf den Sommer 1983, als wir auf der Rückfahrt von Südfrankreich in die Schweiz hier übernachtet haben:
Das Gebäude steht noch, ist aber nur noch ein Restaurant.
Damals bestaunte ich als Elfjähriger die Poma-Lifte und wünschte mir sehnlichst, sie auch mal zu benutzen - 43 Jahre später ist es heute endlich so weit!
... doch davon dann denmächst mehr in der Fortsetzung
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