Pistenplan: https://www.skiresort.ch/skigebiet/bete ... istenplan/
Nachdem maba04 schon einen ausführlichen Bericht aus der Skiregion Adelboden-Lenk gepostet hat, sind alle Teilgebiete aktuell gut dokumentiert. Nur vom Betelberg in Lenk gibt es keinen neuen Bericht, was ich hiermit ändern möchte.
Ich verbrachte schon 2020 meine letzten Vor-Corona-Skitage in Adelboden-Lenk. Leider habe ich es damals nur auf die Engstligenalp und in das Hauptgebiet geschafft. Daher war nun mein oberstes Ziel, alle verbliebenen Gebiete Tschentenalp, Elsigen-Metsch und den Betelberg abzufahren.
Von Adelboden ging es morgens via Sillerenbühl, Stand und Hahnenmoos zur Mittelstation Metsch des von Lenk aus kommenden Stand-Xpress. Mangels Talabfahrt (und Schnee) fuhren wir mit der Gondel ins Tal und warteten dort auf den Bus, der alle 30min die beiden Skigebiete miteinander verbindet. Die Fahrt geht in 16min via Bahnhof Lenk an die Gondel im Skigebiet Betelberg.
Der Betelberg besteht im wesentlichen aus zwei Achsen: Einer Gondel, die in zwei Sektionen via Stoss zum Leiterli führt, sowie einer Kette aus zwei (getrennten) Sesselbahnen Lenk-Wallegg und Wallegg-Mülkerblatten. Die beiden Achsen enden in Sichtweite zueinander. Oben findet sich ein Hochplateau, auf dem zwei halbwegs lange Schlepplifte Hasler und Leiterli blaue, breite Abfahrten erschließen. Allerdings ist der Schlepplift Hasler redundant zur oberen Sesselbahn und der Schlepplift Leiterli erschließt nur wenige Höhenmeter mehr als die gleichnamige Gondel. Darüber hinaus kann man oben wandern und langlaufen. Im Tal gibt es zudem den Schlepplift Mauren mit blauer Piste.
Skifahrerisch interessant sind also nur die beiden Hauptachsen Gondel und Sesselbahnen, die zwei Bergkämme entlang hinaufführen und oben in Sichtweite zueinander enden. Zwischen den beiden Achsen liegt ein kleines Tal. Zusammen erschließen die beiden Achsen vier Talabfahrten (3x rot und 1x blau). Unten verzweigen sich die Abfahrten, sodass man von jeder Piste kommend zwischen Gondel und Sesselbahn wählen kann. Auf der Gondel"seite" gibt es je eine sehr schöne rote (3) und blaue (2) Abfahrt, wobei die rote Variante in ein schwarzes Schlussstück zur Gondel mündet, das leider geschlossen war. Im mittigen Tal verläuft die rote "Tschuggen" (6), definitiv ein Highlight mit zahlreichen Kurven und Hängen im Wald. Entlang der Sesselbahnen findet sich noch eine tolle und breite rote Carvingpiste (10). Beiden Achsen gemein ist, dass die untere Sektion wesentlich steiler und interessanter ist, während die oberen Abschnitte flach und blau sind.
Geöffnet war alles, außer besagter schwarzer Schlusshang der Talabfahrt. Die Schneeverhältnisse reichten von Pulver am Berg bis Sulz am Nachmittag im Tal. Das Schlussstück der roten 3 durch einen Tobel war zwar offen, aber nahezu schneefrei.
Gefallen hat es mir am Betelberg, gerade die vier Talabfahrten sind sehr schön. Ansonsten ist das Gebiet aber eher unspannend und somit für max. einen Tag geeignet. Die Busfahrten von den Metschbahnen zum Betelberg und zurück waren zeitraubend. Wer auf der Adelbodener Seite wohnt, sollte die Zeit eher in einen Ausflug ins geniale Elsigen-Metsch investieren und dem Betelberg nur Prio 2 einräumen.
Nun die Bilder: