Schließlich entschied ich mich doch für Madesimo, das ich noch sehr gut aus dem April 2014 (viewtopic.php?p=4979810#p4979810) in Erinnerung hatte, sowohl mit netten Waldabfahrten als auch dem herausragenden Val di Lei.
Übersicht der Südwestalpentour im Frühjahr:
19.03.2023: Monterosa Alagna-Gressoney-Champoluc
20.03.2023: Mondolèski Artesina-Prato Nevoso
21.03.2023: Limone Piemonte
22.03.2023: Espace Lumière Praloup-La Foux d’Allos
23.03.2023: Les Orres
24.03.2023: Le Seignus/Allos
25.03.2023: Isola 2000
26.03.2023: Isola 2000
27.03.2023: Auron
28.03.2023: Le Sauze
29.03.2023: Vars
30.03.2023: Serre Chevalier
31.03.2023: Sestriere
01.04.2023: Madesimo-Val di Lei
> Skigebiet:
1.550-2.870 m
37 Pistenkilometer
1 SSB, 1 PB, 1 EUB, 6 KSB, 2 SB
Interaktiver Pistenplan: https://www.skiareavalchiavenna.it/mappa/
Tageskarte an diesem Tag: 46 €
> Wetter:
Erst noch sonnig, dann drückte zunehmend eine Schlechtwetterfront über den Alpenhauptkamm, wodurch es am Nachmittag auch mal kurzzeitig ein wenig schneite/regnete.
> Wartezeiten:
Teilweise wenige Sessel, insbesondere im Val di Lei
> Geschlossen: > Insbesondere KSB Serenissima mit Pisten sowie Piste 22
> Fazit:
Ein letztes Mal mit der alten Groppera-Pendelbahn fahren und die Pisten im Val di Lei genießen, bevor dieser Bereich nächste Saison geschlossen wird (und wohl hoffentlich neuerrichtet wird). Auf den hohen Pisten im abgelegenen Val di Lei gab es entsprechend nochmal herrlich pulvrigen Schnee Anfang April. Die deutlich niedriger gelegenen Waldabfahrten waren nachmittags sehr praktisch, als die Bodensicht etwas schlechter wurde. Also viele Kontraste und moderne Lifte in einem kompakten Skigebiet, inklusive tollen Panoramen und italienischem Flair.
> Blick morgens aus dem Hotelzimmer in Olgiasca auf den Comersee
> Der Ort Olgiasca hat wirklich eine einmalige Lage im See
> Blick auf die gegenüberliegende Uferseite
> Bergketten im Norden mit etwas Neuschnee
> Durch das lange Hin-und-Her-Überlegen war ich erst kurz nach 9 Uhr in Campodolcino und durch den 30-Minuten-Takt (hatte am Wochenende eigentlich einen 15-Minuten-Takt erwartet) ging es leider erst um 9:30 Richtung Skigebiet…
> Dann endlich in der ersten KSB: Motta, mit sehr bescheidener Schneelage. Die direkte Piste sogar schon geschlossen. Kein Vergleich zum Südwinter 2014, wo selbst im April teilweise noch 4 Meter Schnee lagen: viewtopic.php?p=4979810#p4979810
> Blick zurück auf Motta di Sotto
> Blick in den Kessel von Madesimo. Von Nordwesten her drückt bereits die Front gegen den Hauptkamm…
> Weiter Richtung Ort
> Madesimo auf 1.550 m
> Immer weiter nach oben
> Jaa, sie ist offen: PB Groppera! Ich war nicht der einzige mit dieser Idee und musste deshalb noch eine Fahrt abwarten.
> Wohl der letzte Winter dieser alten Bahn
> Erster Blick ins Val di Lei, hier ist noch Winter
> Die von oben gesehen linken Piste frisch präpariert und mit traumhaft pulvrig-griffigen Schnee
> Wohl auch der letzte Winter dieser kuriosen DSB mit ihren 425 Hm. Mal schauen ob sie hier oben noch weitere Pisten schaffen werden
> Von oben gesehen rechte Piste zwar unpräpariert, aber mit einmaligen Aussichten
> Berglandschaft im Süden
> Blick auf die von oben gesehen rechte Piste mit Neuschneeauflage
> Schnee im Gelände teils ein wenig windharschig und mit nicht sichtbaren Steinen/Felsen darunter
> Also lieber die beiden Pisten nutzen, um Steinkontakt zu vermeiden
> Idealer Schnee bis Ende Juni
> So herrlich der Schnee hier oben, insbesondere nach dem nervigen Bremsschnee in Vars und Serre Chevalier
> Hoffentlich wird der Sektor hier oben nicht doch noch stillgelegt (in Italien weiß man ja nie…)
> Schon nach 11:30 und noch ist das Wetter gut.
> Nach 2-3 Stunden und zehn herrlichen Abfahrten wurden die Wolken langsam dichter und der Hunger größer. Aber alleine für diesen Vormittag hier oben hat sich der Besuch bereits mehr als gelohnt. Einfach eine dieser ganz besonderen und kultigen Ecken der Alpen, von denen es nicht viele gibt. Die Canalone-Abfahrt schien mir bereits sehr schneearm und felsig (gab auch nur wenig Leute, die am Vormittag in diese einbogen), wodurch ich dieses weitere Highlight hier, auch zum Schutz meiner Skier, leider ausließ.
> Blick zurück ins erheblich niedriger gelegene, sehr moderne Skigebiet von Madesimo. Der Kontrast zwischen beiden Gebietsteilen ist immer sehr krass (hoch, alte Lifte, Pulverschnee vs. niedrig, neue Lifte, Bäume, Sulz)
> Die Wolken wurden immer dichter, pünktlich zum ersten kurzen Schneeschauer kehrte ich ein.
> Pasta und Salat im übervollen Ristoro Larici. Alles voller Familien und Gruppen, gefühlt alle Einheimischen und halb Mailand hier
> Auf den Pisten merkte man hingegen kaum, dass Samstag war
> Nördlichste KSB: Montalto, auch hier nur noch wenig Schnee
> Mehrere schöne und lange Waldabfahrten, leider nur abschnittsweise deutlich zu flach
> Nachmittags an der KSB Colmenetta Est
> Durch den Wald zurück in den Ort
> Wichtige KSB Lago Azzurro, mit immerhin über 400 Hm
> 15:30, langsam wieder etwas Sonne und Wolkenlücken, statt Niederschlag wie weiter im Norden
> EUB Larici im Zentrum von Madesimo
> Zum Schluss noch zwei Fahrten mit der kurzen 6KSB Motta
> Hier der Fahrplan des Skyexpress, den ich leider nicht im Internet fand. Erste Fahrt für Skifahrer also bereits um 8:15 und ab 8:30 nur noch 30-Minuten-Takt!
> Damit war der 14. und letzte Tag dieser Skireise beendet
> Lago di Villa di Chiavenna, kurz vor der Grenze zur Schweiz
> Zurück in der Schweiz geht es die kurven bergauf zum Malojapass
> Letzter Blick Richtung italienischer Sprachraum
> Am Malojapass auf gut 1.800 m
> Vorbei am Lej da Segl
> Und der letzte hohe Pass dieser Tour: Julierpass auf fast 2.300 m
> Durch die Schneelandschaft
> Blick auf diese lange Tour, die mich fast bis zum Mittelmeer führte. Durch die meist ungewissen Wettervorhersagen war die Routenwahl bestimmt durch viele spontane Entscheidungen. Hinderlich war auch der gesperrte Tendetunnel, wodurch ich zweimal die lange Fahrt über Digne-les-Bains zurücklegen musste.
> Dennoch eine Route in eine der schönsten, ruhigsten und spannendsten Gegenden der Alpen, mit vielen neuentdeckten, schönen Skigebieten. Dennoch warten hier weiterhin noch weitere Skigebiete, die dieses Jahr bereits zu wenig Schnee hatten, auf ihre Entdeckung, wie Gréolières, Valberg, Roubion, Lurisia, Garessio, Montclar, Ceillac, Saint-Véran, Abriès und Crévoux. Eine weitere Reise in die Meeralpen wird also hoffentlich bald folgen!