Der Start in die Winter- und Skisaison ist vor allem in St. Anton am Arlberg von negativen Schlagzeilen getrübt. Schlägereien, rabiate Securitys und ein Mann mit Gaspistole sorgten über die Ortsgrenzen hinaus für Unmut. Touristiker fürchten mittlerweile einen Imageschaden.
Nach einer Schlägerei in Ischgl (Bezirk Landeck) sucht die Tiroler Polizei jetzt nach möglichen Zeuginnen und Zeugen. Am vergangenen Samstag war es zu dem Vorfall gekommen. Ein deutscher Staatsbürger wurde dabei so schwer verprügelt, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste.
Ach, da passiert eh wieder nichts, zumindest nichts ernsthaftes. Kleine Maßnahmen wie in Sölden wird's vielleicht noch zunehmend geben, aber keine ernsthaften Einschnitte. Das ist dann der neue Tiroler Weg.
Schlimmer als eine Nacht in Berlin wird's in Sölden oder St. Anton auch nicht zugehen.
Oder soll man's besser mit der Wiesn vergleichen?
Ich denke, einige übertreiben hier und sehen das vielleicht eher als Generalkritik. Macht ihr ja auch.
Tyrolens hat geschrieben: 26.12.2025 - 16:20
Du musst das ja auch die Anzahl der Party Wütigen runter brechen.
Also letztlich natürlich statistisch aufbereiten.
Was ich wirklich bedenklich finde, ist, dass man alkoholisiert Skifahren darf.
Stimmt. Wenn man wirklich etwas in Sachen Sicherheit verbessern wollte, müsste man nur den Alkoholausschank auf den Hütten im Skigebiet untersagen. Will man nicht.
Einzelne Fälle gab es mal, wo es manchen zu bunt wurde. Ich glaube in Großarl gab's vor Ewigkeiten mal Probleme mit einer Hütte am Berg und beleuchteter Piste, wo irgendwann die Bergwacht gestreikt hat wegen der vielen Unfälle.
Ein Bier zum Mittagessen wäre ja noch gar nicht das Problem, aber es gibt ja doch einige Individuen die da deutlich mehr konsumieren. Die Taja in Ischgl ist da ja ein absolutes Negativbeispiel, aber keines Falls einmalig. In Val Thorens gibt's z.B. La Folie Douce und in Wengen/Grindelwald das Tippi an der kleinen Scheidegg. In der Scwheiz kann man dann wenigstens den Zug ins Tal nehmen, aber in Frankreich muss man mit den Ski runter, wenn auch nicht ganz so weit wie in Ischgl. Sowas gehört echt mal abgeschafft (wird aber nicht passieren).
Aber selbst damit wäre das Problem nicht völlig gelöst. Es gibt ja auch noch die, die schon bei der ersten Bergfahrt den Flachmann auspacken, und da ist kein Tee drin.
Seilbahnjunkie hat geschrieben: 30.12.2025 - 20:42
Einzelne Fälle gab es mal, wo es manchen zu bunt wurde. Ich glaube in Großarl gab's vor Ewigkeiten mal Probleme mit einer Hütte am Berg und beleuchteter Piste, wo irgendwann die Bergwacht gestreikt hat wegen der vielen Unfälle.
Ein Bier zum Mittagessen wäre ja noch gar nicht das Problem, aber es gibt ja doch einige Individuen die da deutlich mehr konsumieren. Die Taja in Ischgl ist da ja ein absolutes Negativbeispiel, aber keines Falls einmalig. In Val Thorens gibt's z.B. La Folie Douce und in Wengen/Grindelwald das Tippi an der kleinen Scheidegg. In der Scwheiz kann man dann wenigstens den Zug ins Tal nehmen, aber in Frankreich muss man mit den Ski runter, wenn auch nicht ganz so weit wie in Ischgl. Sowas gehört echt mal abgeschafft (wird aber nicht passieren).
Aber selbst damit wäre das Problem nicht völlig gelöst. Es gibt ja auch noch die, die schon bei der ersten Bergfahrt den Flachmann auspacken, und da ist kein Tee drin.
Die Tipis gibts seit Jahren nicht mehr. Dass die verschwinden war eine Bedingung beim Einlenken der Gegner der V-Bahn. Dass es dort Exzesse gab war mir aber nicht bekannt.
Tyrolens hat geschrieben: 26.12.2025 - 16:20
Du musst das ja auch die Anzahl der Party Wütigen runter brechen.
Also letztlich natürlich statistisch aufbereiten.
Was ich wirklich bedenklich finde, ist, dass man alkoholisiert Skifahren darf.
Stimmt. Wenn man wirklich etwas in Sachen Sicherheit verbessern wollte, müsste man nur den Alkoholausschank auf den Hütten im Skigebiet untersagen. Will man nicht.
Vielleicht nicht direkt verbieten, aber ich wäre für eine Promillegrenze wie in Italien. Ich selbst trinke gar nichts an Alkohol, aber wenn ich sehe wie viele sich auf der Hütte Mittags 2 Weizen reinpfeiffen und danach noch ein Schnaps als Absacker bin ich immer froh nicht in einen Unfall verwickelt zu werden, wenn die danach wieder Ski fahren. Das ist aber nicht zwangsläufig von den Hütten abhängig, habe auch schon oft genug morgens in der Gondel erlebt wie der erste Schnaps "zum warmwerden" reingekippt wird.
Ein Unding ist's,wenn man sowas wie edelweissalm oder Hochalm in Obertauern hat.
Ich weiß nicht,wo das Problem ist,den apres Ski schlicht und einfach ausnahmslos an der Talstation respektive Ort im allgemeinen zu veranstalten.
Warum man unbedingt in Kauf nimmt,hunderte von Besoffene noch 1 bis 2.km runterbrettern zu lassen,ist mir ein Rätsel.
Eigentlich wäre es ganz einfach. Wer nicht mehr Autofahren kann, kann auch nicht mehr Skifahren. Richtig wäre also dieselbe Promillegrenze auf der Piste plus stichprobenartige Kontrollen.
Die Freiheit des einzelnen endet da, wo es andere einschränkt. Wer besoffen skifährt, gefährdet die körperliche Unversehrtheit der anderen Skifahrer.
Ich glaube,das ausschenken von Alkohol per se ist nicht das problem.Wenn man das aber durch Mickie Krause,David Guetta und Poledancergirls noch verstärkt,dann ist es halt vorprogrammiert,dass hunderte Besoffene sich auf die Skier stellen und abfahren.
Wenn man die Musik gemütlich im Hintergrund dudeln lässt,ist kaum Motivation da für das Publikum,sich den totalen Abschuss zu geben.Zumindest nicht für die allermeisten.Danwird maximal zum Essen ein oder 2 Bier getrunken.ein wenig Schnapserl am Schluss.Das ist per se auch nicht gut,aber ist ,glaub ich,vertretbar.
Aber trotz allem sollte man eine strengere Promillegrenze einführen generell und auch an den in der Mitte der Piste liegenden Saufpartyalmenkonzept etwas ändern,bzw abschaffen.Im Grunde tut es ja niemanden weh,wenn sie unten in der Lürzer sich wegballern statt auf der Edelweiss(die Tenne in Schladming liegt ja auch ganz unten,wenn ich mich nicht irre!?-da geht's ja auch)
Aber man hat sich nun über die Jahre die Partyalmen rangezüchtet,jetzt wird's schwer,die wieder loszuwerden.
Ich persönlich wäre was Alkohol (bzw. Drogen allgemein) betrifft viel strenger (nicht nur auf Skipisten), da mich Personen unter Drogeneinfluss sehr nerven.
Speziell aufm Berg zum Beispiel 0,5 Promille-Grenze mit stichpunktartigen Kontrollen mit Beschlagnahmung der Ski, kein Ausschank mehr von Alkohol auf Hütten nach 14Uhr, Verlust von allen Versicherungsleistungen bei Unfall, Steuern auf Alkohol z.B. auf 30%, dass es an sich schon extrem teuer wird.
Man kann auch in Bayern nachfragen, was sie sich alles gegen das Kiffen einfallen lassen haben, die sind da sehr kreativ. Von Verboten halte ich grundsätzlich wenig, aber die Anreize sollten viel stärker eingeschränkt werden.
scratch hat geschrieben: 01.01.2026 - 09:46 Verlust von allen Versicherungsleistungen bei Unfall,
D.h. wenn Dich jemand besoffen über den Haufen fährt soll seine Versicherung Deinen Schaden nicht ersetzen
Guter Punkt...erstmal müsste er für die Schäden bis zu einer gewissen Summe privat haften. Meinetwegen dürfen auch Versicherungen noch mehr zurückverlangen, falls sie erstmal einspringen.
Ob es dann bis zur Privatinsolvenz führen sollte oder schon vorher dann quasi der Staat/Versicherung die Kosten übernimmt, müsste diskutiert werden. Natürlich darf es nicht sein, dass Geschädigte auf ihren Kosten sitzen bleiben.
Meine Beispiele sind mit Sicherheit nicht alle zu Ende gedacht, aber generell würde ich einen viel strengeren Umgang mit Alkohol begrüßen.
scratch hat geschrieben: 01.01.2026 - 09:46
Ich persönlich wäre was Alkohol (bzw. Drogen allgemein) betrifft viel strenger (nicht nur auf Skipisten), da mich Personen unter Drogeneinfluss sehr nerven.
Dito. Es ist unabhängig vom Skifahren für mich völlig unverständlich, weshalb Junkies frei in der Stadt herumlaufen, aggressiv betteln und für ihren Konsum kriminell sein können. Das hilft weder Ihnen noch dem Rest der Bevölkerung.
Im Skigebiet würde es sicher schon helfen, wenn auf dem Berg kein Ausschank ist, aber das wird aus wirtschaftlichen Gründen niemals kommen. Geld geht in der regierenden Politik immer vor Gesundheit.
Auf jeden Fall braucht es dringend noch mehr Gesetze, Regel, Verbote ubd Kontrollen. Auch die Einführung eines Pisten-Führerscheins erscheint aus Sicherheits- und Haftungsgründen sinnvoll.
scratch hat geschrieben: 01.01.2026 - 09:46
Ich persönlich wäre was Alkohol (bzw. Drogen allgemein) betrifft viel strenger (nicht nur auf Skipisten), da mich Personen unter Drogeneinfluss sehr nerven.
Dito. Es ist unabhängig vom Skifahren für mich völlig unverständlich, weshalb Junkies frei in der Stadt herumlaufen, aggressiv betteln und für ihren Konsum kriminell sein können. Das hilft weder Ihnen noch dem Rest der Bevölkerung.
Im Skigebiet würde es sicher schon helfen, wenn auf dem Berg kein Ausschank ist, aber das wird aus wirtschaftlichen Gründen niemals kommen. Geld geht in der regierenden Politik immer vor Gesundheit.
Vielleicht ist es aber auch ganz gut, dass nicht nach jedem Verbotsgeschrei gehandelt wird. Vergeht kein Tag, wo in der Presse nicht irgendein neues Verbot gefordert wird. Ich frage mich ja, warum gerade wir Deutschen so erpicht auf stattliche Vorgaben sind. Mein Empfinden ist, dass die Menschen gerade das reizt, was verboten ist und dann am wenigsten damit umgehen können.
Ist ja auch eher Lenken statt Verbieten. Saufen im Tal statt auf dem Berg. Dann können die Idioten wenigstens keine Unbeteiligten mehr über den Haufen fahren.
don pipone hat geschrieben: 01.01.2026 - 16:40
Auf jeden Fall braucht es dringend noch mehr Gesetze, Regel, Verbote ubd Kontrollen. Auch die Einführung eines Pisten-Führerscheins erscheint aus Sicherheits- und Haftungsgründen sinnvoll.
Wenn ich mir anschaue wie viele Skifahrer quasi als „uncontrolled missiles“ unterwegs sind - dann ja, braucht es Regeln. Sorry but not sorry dass ich deine Ironie so aufgreife.
Ich habe weniger Angst vor einem eigenen Fahrfehler und mehr Angst davor, von einem Idioten „abgeschossen“ zu werden.
Naja, die Gefahr für andere Skifahrer sind doch eher welche die zu schnell für die Verhältnisse und ihr Können unterwegs sind. Richtig Betrunkene würden da so schnell stürzen, bevor sie nennenswert Geschwindigkeit erreichen. Die sind viel mehr eine Gefahr für sich selbst.
Seilbahnjunkie hat geschrieben: 30.12.2025 - 20:42
Ein Bier zum Mittagessen wäre ja noch gar nicht das Problem, aber es gibt ja doch einige Individuen die da deutlich mehr konsumieren. Die Taja in Ischgl ist da ja ein absolutes Negativbeispiel, aber keines Falls einmalig. In Val Thorens gibt's z.B. La Folie Douce und in Wengen/Grindelwald das Tippi an der kleinen Scheidegg. In der Scwheiz kann man dann wenigstens den Zug ins Tal nehmen, aber in Frankreich muss man mit den Ski runter, wenn auch nicht ganz so weit wie in Ischgl. Sowas gehört echt mal abgeschafft (wird aber nicht passieren).
Das Folie Douce Val Thorens wird allerdings typischerweise um 17:00 Uhr rigoros geschlossen, mitsamt Sicherheitsleuten die nachdrücklich die Schließung umsetzen.
talent hat geschrieben: 31.12.2025 - 06:07
Eigentlich wäre es ganz einfach. Wer nicht mehr Autofahren kann, kann auch nicht mehr Skifahren. Richtig wäre also dieselbe Promillegrenze auf der Piste plus stichprobenartige Kontrollen.
Die Freiheit des einzelnen endet da, wo es andere einschränkt. Wer besoffen skifährt, gefährdet die körperliche Unversehrtheit der anderen Skifahrer.
Ich persönlich habe da eine andere Meinung, und obwohl ich selbst übrigens nie Alkohol trinke und obwohl ich auch nie Alkoholiker war, ich könnte also schon, mir schmecken die Getränke nur nicht und brauchen tu ich sie auch nicht.
Der Vergleich mit dem Autofahren ist falsch, weil ein Auto sehr viel mehr Schaden anrichten kann als ein Skifahrer. Sogar der Gesetzgeber weiß das, weshalb in Deutschland für Radfahrer auch 1,6 Promille gelten. Ich persönlich würde allerdings sowohl beim Radfahren als auch beim Skifahren in Frage stellen, wie weit man mit 1,6 Promille noch kommt, wenn man nicht sowieso Alkoholiker ist. Alkoholiker können auch mit 2 Promille noch nüchtern erscheinen, auch wenn sie dann dennoch nicht mehr so reagieren können wie wirklich nüchterne Leute.
Daher plädiere ich dafür, die vorhandenen Vorschriften so zu lassen wie sie sind, ein Grundsatz den wir seit 25 Jahren konsequent hätten anwenden müssen, viele Vorschriften für viele Bereichen seitdem die Freiheit ungerechtfertigt reduziert und dem Land schweren Schaden zugefügt haben. Diese Vollkaskomentalität muss ein Ende haben, die Freiheit der anderen höher gewichtet sein, denn auch wenn theoretisch abstrakte Gefahren die Folge sind, ist vieles eben halt weit hergeholt mit geringer praktischer Relevanz wenn man die Statistiken bemüht, weshalb Regulierungen stets nur dann gerechtfertigt sind, wenn es umfangreiche, nicht hinnehmbare Missstände gibt und bei kleineren Problemen wir alle eher an uns selbst arbeiten sollten, dass wir damit leben müssen.
Vieles ist da doch heutzutage eher eine Empörungsspirale und Newstickerismus, der althergebrachte Phänomene aufbauschen und skandalisieren will, sodass die Berichte weit über deren wirkliche Auswirkungen hinausgehen, weshalb vernünftige Menschen einfach die Ruhe bewahren sollten.