So, gerade aus dem Ennstal zurück:
Naturschnee, und zwar ziemlich viel. Haben jeden Tag in der Früh die ersten Spuren in die Hänge legen können (am Mitterhaus, am Preunegg). Jedoch wurde prinzipiell in der Früh nicht mehr gewalzt (teilw. 10cm Neuschnee auf der Piste), was sich nachmittags teilw. negativ bemerkbar gemacht hat. Hier hätte man zumindest bei den Anfängerpisten und den wichtigen Verbindungen das machen sollen.
Generell an der Planai mit Abstand die schlechtesten Schneeverhältnisse (nasser), außerdem die Sicht am schlechtesten. Ist das eine Wetterbarriere, an der sich der Nebel festhängt? Tendentiell am Hauser Kaibling schneemäßig am Besten.
Da ein Bericht mangels Fotos (dank des durchwachsenen Wetters) nicht lohnt, hier kurz meine durchwachsenen Eindrücke nach dem ersten Besuch über drei Tage:
Das Gesamtfazit ist mit "ganz nett" knapp zusammenzufassen. Schöne und teilw. sehr lange Waldabfahrten (Favorit der 1er an der Planai und das Preunegg an der Reiteralm), jedoch fehlen die echten Highlights, sowohl skifahrerisch wie landschaftlich. Speziell die Verbindung zwischen den Bergen ist nervig (ewig lange Ziehwege zwischen Hauser Kaibling und Planai, lange DSB an der Reiteralm (Planai-Hochwurzen sind wir nicht gefahren)) bis gemeingefährlich (am Hauser Kaibling quert der Ziehweg eine steile schwarze Piste praktisch ohne Warnhinweise bzw. Absperrungen - da müsste an vollen Tagen die Bergwacht im Dauereinsatz sein).
Selten soviel dämliche "Attraktionen" (Klangpiste!

), und so unfreiwillig (?) Komisches und Dämliches ("Ich sag Dolly hey/bald ist wieder Holiday!" auf einem Sessel, ein "Paradise", in das tatsächlich eine Schlange samt Apfel den Weg weist,...) wie an der Planai gesehen. Außerdem an der Planai seltsame und teilw. unvollständige Beschilderung, die die Orientierung ziemlich erschwert. Auch die Tatsache, dass alle hundert Meter eine Schirmbar ab Zehn in der Früh den halben Berg beschallt brauchts imo nicht unbedingt.
Auch die Preisgestaltung ist nicht gerade kundenfreundlich: Der 3-Tages-Pass ist phänomenale 4 (in Worten: vier) Euro günstiger als drei Tagespässe, man kann also zwei Schiwasser oder gut einen Schnaps rausholen. Gut, gilt dann in ganz Ski Amadé, aber wie viele der Gäste könnten das denn überhaupt ausnutzen? Da wäre ein System wie in den Dolomiten viel besser, bei dem man zwischen Pässen für die Einzelregion (Dachstein-Tauern) und des gesamten Verbundes (Amadé) wählen kann.