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Alpine Ski WM 2015 Vail/Beaver Creek

Ich bin morgen mal auf den Hang in Vail gespannt, vielleicht wäre der besser gewesen.
 
Ich habe eigentlich anfangs gedacht, dass nur der Speed in BC stattfindet. Der Slalomhang ist echt ein Witz. Das ist eigentlich nur eine blaue maximal rote Piste. Als ich 2013 die Piste gefahren bin und an der Markierung Slalomstart vorbei kam, dachte ich auch das kann doch nicht der Slalomhang sein? Jetzt sehe ich, doch er ist es.

Aber warum fahren sie die Technik nicht in Vail auf der Golden Peak Race am Rivabahn-Express Lift. Dort finden ja auch nationale Rennen statt. Der Hang wäre deutlich selektiver.

Bin mal gespannt welche Piste für den Teamevent gewählt wurde.
 
Ad Reglement:
Vor vielen vielen Jahren, ich glaube bis Mitte der 70-er Jahre, wurden nach meiner Erinnerung Kombinationswertungen anders gerechnet als heute, man addierte nämlich nicht einfach die Zeiten, sondern es gab Punkte, die sich - glaube ich - aus dem Rückstand auf den Lauf- bzw. Disziplinbesten in Prozent errechneten. Dieses System war meines Erachtens viel gerechter als die Addition der Zeiten, wurde aber wegen der Unübersichtlichkeit für den Zuschauer - das Ergebnis kam immer mit einiger Verspätung - aufgegeben. Damit war man aber insgesamt unabhängiger von der Länge eines Laufes. Wenn man die statistischen Aspekte weiter beleuchten möchte, dann wäre es wahrscheinlich am gerechtesten, wenn man nicht die prozentuelle Abweichung nehmen würde, denn es könnte ja sein, dass die durchschnittlichen prozentuellen Abstände zur Bestzeit je nach Disziplin variieren (d.h. dass man ev. im Slalom prozentuell gesehen durchschnittlich mehr auf den Laufbesten verliert als in der Abfahrt), hier müsste man ev. eine Skala machen, in der das auch berücksichtigt wird: z.B. Laufbestzeit = 100 Punkte, mittlerer Rückstand aller durchgekommenen Fahrer = 50 Punkte) und dann die Zeiten der einzelnen Fahrer entsprechend in Punkte umwandeln.
So ein System könnte man auch weiter spinnen:
Prinzipiell könnte man ja sogar überhaupt die Bepunktung im Weltcup nicht nur vom Rang, sondern auch vom relativen Zeitabstand zum Sieger abhängig machen, dann hätte ein Sieg mit großem Vorsprung für die Gesamtwertung mehr Wert als einer mit nur knappem Abstand.
Was die Problematik der Slalompiste betrifft (nicht der in Vail, sondern ganz allgemein): der Slalom ist sicher der Bewerb, bei dem über Sieg oder Niederlage neben der Tagesform auch bisherige Saisonleistungen (Startgruppe) und Losglück (Startnummer) in höherem Ausmaß entscheiden als in anderen Disziplinen. Oft ist es nach meiner Beobachgung sogar so, dass die Piste im ersten Lauf von Startnummer 1 bis Startnummer 8 so signifikanter abbaut als etwa zwischen Startnummer 23 und 30 und damit gerade im Bereich der Topläufer die zugeloste Startnummer einen massiven Stellenwert hat. Ich denke sogar, es wäre manchmal gerechter, wenn man im ersten Lauf vor den Topfahrern die Nummern 50 bis 70 fahren ließe, da dann die Läufer mit den Nummern 1 - 7 relativ gesehen gleichmäßigere Bedingungen hätten als zu Beginn des Laufes.
 
Nitram70 schrieb:
Hallo,

wieso fährt man eigentlich nicht die Kombination in einem einzigen Lauf aus : :biggrin:
http://www.redbull.com/cs/Satellite/de_CH/Article/Red-Bull-SKiLLS-Meister-aller-Pisten-021243160066639

Find ich nach längerem Nachdenken gar nicht so unattraktiv

Gruss
Darüber wurde angeblich nachgedacht, diese Idee aber aus Sicherheitsgründen (es gäbe kein Schimodell, das für alle Bewerbe geeignet wäre) wieder verworfen. Für mich ein schlechtes Argument, denn man kann m.E. mit einem RS-Schi sicher alle Bewerbe fahren, intelligentes Einstellen auf den Torabstand ist natürlich erforderlich. Ich habe ja immer von einem solchen Bewerb in Kitzbühel geträumt: Beginn als Abfahrt mit Mausefalle, ab Steilhang Übergang in Super-G, die Torabstände dann enger als RS und schließlich als Slalom über den Ganslernhang ins Ziel.
 
gerrit schrieb:
Darüber wurde angeblich nachgedacht, diese Idee aber aus Sicherheitsgründen (es gäbe kein Schimodell, das für alle Bewerbe geeignet wäre) wieder verworfen. Für mich ein schlechtes Argument, denn man kann m.E. mit einem RS-Schi sicher alle Bewerbe fahren, intelligentes Einstellen auf den Torabstand ist natürlich erforderlich.
Das Thema hatten wir hier vor Jahren schon einmal :wink:
Mit einem RS-Ski in der Abfahrt wären Verschneider, wie der von Bank, an der Tagesordnung und ich denke sowas will niemand sehen (oder hatte Fendrich doch Recht... "ein Sturz bei 120kmh..."). Die Jungs und Mädels fahren ja keine Plastikski vom Sportsdirect, die Renngeräte sind mindestens doppelt so schwer wie normale Ski und was die Kanten betrifft hat man bei Miller ja gesehen wie scharf die sind.
Mit einem RS-Ski im Slalom :naja: die Kreuzbänder würden durch die Gegend fliegen

Zum Slalomhang:
Wie zu erwarten komplett flach, wie in Bormio damals! Ein Wunder eigentlich, dass die Läufer nicht zwischen Donald und Goofy herumkurven müssen, dass ist Kindergeburtstag.
Wie ich im Weltcuptopic schon schrieb, mein Favorit heißt Razzoli.
 
Nun, wenn man sich ansieht, mit welcher Ausrüstung die Rennläufer in den 50-er Jahren gefahren sind, dann wäre es m.E. durchaus zumutbar, mit einem "Normalschi" eine solche Strecke zu bewältigen. Natürlich muss man sich an die anderen Gegebenheiten anpassen und kann in keiner der "Teildisziplinen" so fahren, wie man es mit dem Spezialgerät gewohnt ist, aber eine gewisse "Fahrintelligenz" sollte man bei Profis schon voraussetzen. Mit RS-Schi hab ich mich insoferne schlecht ausgedrückt, als ich einen RS-Schi wie vor 30 Jahren gemeint habe, mit verhältnismäßig wenig Taillierung. Natürlich kann man damit nicht Slalomfahren wie mit den heutigen Carvern, sondern eher so, wie es seinerzeit Stenmark gemacht hat. Aber bei einem Schi mit extrem wenig Taillierung sollte es sicherheitstechnisch kein Problem sein, da es ja die Taillierung ist, die durch plötzliches Greifen der Kante zu Verletzungen führen kann.
 
Also ich finde das hat Potential, wenn man sieht wer da mitgefahren ist (Maze, Innerhofer,Defago; Küng usw.) das sind ja nicht nur Hobbyfahrer.Also gibt es da auch einen Ski dafür
Aber wir schweifen ab
 
Dann fährt halt Strasser. Als größeren Krückstock empfinde ich eher die aufgestellten Damen. Die Hroneck ist einfach keine Slalomläuferin.

Rüganer"die "Überwindung" der Slalomfahrer zur Abfahrt dürfte größer sein als die "Überwindung" der Racer zum Slalom. Abfahrt ist halt schon deutlich gefährlicher schrieb:
Das glaube ich nicht, schließlich sprechen wir da nicht von Hobbyläufern. Den Respekt vor einer Abfahrt kann man sicherlich relativ schnell abbauen, einfach ein paarmal als Trainingsabschluss ein paar Tore auslassen. Als Slalomläufer stellst Du dich eigentlich ohne größere skifahrerische Probleme auf eine Abfahrt als andersrum. Slalom ist technisch zu anspruchsvoll und trainingsintensiv, als dass man da als Abfahrer so einfach wirklich was reißen könnte.


Seilbahnjunkie schrieb:
Ich bin morgen mal auf den Hang in Vail gespannt, vielleicht wäre der besser gewesen.
Sicher, dass in Vail gefahren wird? Die Website der WM hat, wenn ich mich recht erinnere. nur die beiden Pisten in Beaver Creek als Wettkampforte verzeichnet - dort müssten dann auch die Spezialslaloms sein.
 
Ja, die Spezialslaloms werden auch in Beaver Creek gefahren, aber das Team Event wird eben in Vail gefahren.
 
br403 schrieb:
Hier klingt es nicht so dramatisch, ist wohl mehr eine Vorsichtsmaßnahme.

http://skiweltcup.tv/index.php/ski-wm-2015-deutschland-ohne-fritz-dopfer-im-teamwettbewerb/

Finde ich völlig richtig, denn die Chancen beim TE was zu holen, sind nicht besonders gut. Dafür sind die Damen zu schwach. Warum sollte sich Dopfi da verkämpfen? Dass man in dieser Situation Strasser einsetzt, ist sinnvoll. Er kann Erfahrung im PSL sammeln (man wird ihn in Zukunft dafür brauchen) und schon mal WM-Luft schnuppern. Ein Druck lastet auch nicht auf ihn.

In der ersten Serie werden die DSV'ler auf CAN treffen, das sollten sie packen. ITA wird danach ein anderes Kaliber, aber die treten ohne ihre SL-Garde und ohne Nani, ihren den besten RS-Mann, an, also mehr ein Rumpf-Italien. Das ist auch machbar, aber im HF wird SWE kommen und dann ist finito. Immerhin würden sie dann um Platz 3 fahren, aber wohl mit geringen Chancen. Im Finale wird SWE ziemlich sicher auf den ÖSV treffen, Ausgang offen, beide sind etwa gleichstark.
 
Ok, jetzt weiß ich warum nur der Team Event in Vail gefahren wird, das ist ja wirklich ein Übungshang.
 
Etwas weiter oben ist es deutlich steiler und weiter links ist es auch schwieriger.

Da wo jetzt gefahren wird ist der Hang komplett begradigt.

Und trotzdem hat es gegen Canada nicht gereicht.
 
So, den Schweizern haben wirs jetzt aber gegeben, dafür dass sie Abfahrtsgold geholt haben :rolleyes:
:lach:

Ich finds nach wie vor lächerlich für sowas Medaillen zu vergeben. Gute show, aber mehr nicht.

EDIT: Gabs eigentlich schon mal nen Teambewerb, wo sich niemand das Kreuzband gerissen hat? Hronek hats ja anscheinend leider schon wieder erwischt.
 
gerrit schrieb:
Nitram70 schrieb:
Hallo,

wieso fährt man eigentlich nicht die Kombination in einem einzigen Lauf aus : :biggrin:
http://www.redbull.com/cs/Satellite/de_CH/Article/Red-Bull-SKiLLS-Meister-aller-Pisten-021243160066639

Find ich nach längerem Nachdenken gar nicht so unattraktiv

Gruss
Darüber wurde angeblich nachgedacht, diese Idee aber aus Sicherheitsgründen (es gäbe kein Schimodell, das für alle Bewerbe geeignet wäre) wieder verworfen. Für mich ein schlechtes Argument, denn man kann m.E. mit einem RS-Schi sicher alle Bewerbe fahren, intelligentes Einstellen auf den Torabstand ist natürlich erforderlich. Ich habe ja immer von einem solchen Bewerb in Kitzbühel geträumt: Beginn als Abfahrt mit Mausefalle, ab Steilhang Übergang in Super-G, die Torabstände dann enger als RS und schließlich als Slalom über den Ganslernhang ins Ziel.
Das gab oder gibt es. Ich kann mich erinnern in späten Schüler- oder Jugendzeiten so etwas gefahren zu sein. Am Taubenstein Rauhkopflift und zwar von unten links zu Fuß rauf. Erster Hang Slalom, dann "Abfahrt" mit Sprung und danach RS. War mal was anderes.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Das Spiel kann man beliebig weiter treiben bis die Slalom Fahrer gar keine Chance mehr haben. Der Slalom ist ja gegenüber einem normalen Slalom schon auf die Hälfte verkürzt, bei der Abfahrt hat man dagegen diesmal überhaupt nichts gekürzt. Das die Piste nicht hält ist nicht das Problem des Modus. Vom Prinzip her ist nämlich die Kombi nichts anderes wie die beiden technischen Wettbewerbe auch, im zweiten Lauf muss derjenige mit dem größten Vorsprung mit der schlechtesten Piste klarkommen. Niemand würde auf die Idee kommen man müsste den zweiten Lauf im SL oder RTL kürzen damit der Führende nach dem ersten Durchgang mit seiner schlechten Piste nicht mehr benachteiligt wird...
Naja.
Unterschied ist natürlich der, dass der erste Durchgang in den Technikbewerben dafür sorgt, dass im 2. Durchgang hinten die besten Fahrer starten und nicht die schlechtesten wie in der Kombi.

Hauptproblem und Haupt"geschmäckle" beim Hirscher-Kombi-Sieg ist in meinen Augen ein anderes: Die willkürliche Festlegung auf Position 30 als Starter des 2. Laufes.
Wenn da einfach alle (wie viele waren es? 40?) in umgekehrter Reihenfolge runterfahren, gewinnt Hirscher die Zeit auf Jansrud nicht, behaupte ich.
Wenn die Gruppe aus genauso willkürlich gewählten 32 Fahrern besteht, holt Zampa womöglich eine Medaille. (So wurde es ein netter 16. Rang.)

Um mal eine Vermutung auszusprechen, wer "Schuld" an diesem dämlichen System hat: Wir als Fernsehkonsumenten, weil die TV-Stationen nach überschaubaren Sendefenstern schreien.
 
Die 30 sind bei der Fis üblich für zweite Durchgänge. SL, RTL sogar im Schispringen dürfen meines Wissens nur die Besten 30 ran. Die Besonderheit in der Kombi ist eben nur, dass die Schlechteren überhaupt noch fahren dürfen und nicht gleich komplett raus sind. Das macht man deswegen, dass die Slalomfahrer nicht immer alle im ersten Lauf ausscheiden und die Abfahrer mit miserablen Slalomleistungen noch in die Punkte fahren. Sowas gab's übrigens früher im Kitzbühlslalom. Wer im ersten Lauf des Slaloms nicht unter die Top 30 gefahren ist, der durfte nach den Besten auch noch fahren. Das gab's dort wegen der klassischen Kombiwertung.
Das Ganze führt aber wieder zu meiner These, dass sich das Problem erledigt wenn es Leute gibt die richtig Kombi trainieren. Es starten im Slalom nur deswegen die schlechtesten am Ende, weil man bei den Männern entweder Abfahrer oder Techniker ist. Wenn wieder Fahrer beides trainieren dann haben die Spezialisten eh keine Chance mehr (und treten vielleicht gar nicht mehr an).
 
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