Die Herren waren mit 39 x Top 10, 51 x Top 15, 98 x Top 30 mannschaftl. so stark wie seit
fast 30 Jahren 
nicht mehr. Bei den Podestplätzen gab's einen großen Einbruch, aber in 14/15 war man auch außerordentlich erfolgreich (die zweitmeisten seit 80/81) und diesmal verpassten die Techniker zu oft, auch bei besten Halbzeitplatzierungen, das Podest.
Im Team erzielten die Techniker ein
Rekordergebnis mit 32 x Top 10, 38 x Top 15, 64 x Top 30 sowie 6 Mann in den Punkten. Höhepunkt war der 1. Lauf des Kitzbüheler SL, wo 5 (!) Mann unter den ersten 20 waren. Wann wurde so was mal geschafft

Felix hatte eine durchwachsene Saison für seine Verhältnisse, aber kein Wunder bei seiner Minivorbereitung. Nachdem es mit seinem Rücken anscheinend besser ist, wird er hoffentlich mal gut über den Sommer kommen und dabei auch anständig Material testen können. Dopfi im SL ganz gut (4. WCSL), aber im RS erschreckend schwach, kämpfte mit dem Setup, am Ende sogar raus den Top 15

Auch Strasser enttäuschte, statt nach weiter vorne, ging's rasant bergab, bis unter die Top 30

Zuletzt lief es bei ihm besser, aber da war's zu spät und jetzt muss er sich wieder von hinten nach vorne kämpfen. Sehr erfreulich war die Entwicklung von Stehle

Er schloss als 23. der WCSL ab und schaffte in Schladming einen großartigen 4. Platz. Im RS zeigten Schwaiger (19. in Alta Badia, 4. beim Parallel-RS dort) und Staubitzer (11. in Hinterstoder) auf, Luitz im SL (18. in Kitz) und Parallel-SL (St. Moritz). Leider hing der Nachwuchs in EC/FIS ziemlich durch.
Im Speed ging's ggüb. 14/15 nochmals
klar nach oben, bei den Top 10 von 2 auf 7, Top 15 von 3 auf 12 und den Top 30 von 18 auf 30. Dabei fiel Ferstl früh und Stechert komplett aus. Dass dann nicht Ebbe bei den vorderen Plätzen war, dafür sorgte Sander, der seine mit Abstand beste Saison fuhr

Er schaffte es so oft in die Top 15, wie seit Wasi kein DSV-Speedfahrer mehr und qualifizierte sich für das Saison-Finale in Abfahrt und SG, was für den DSV selten ist. Dabei schaffte er mit dem ausgezeichneten 6. Platz im SG seine Karrierebestleistung, womit er auch die Top 15 der WSCL packte, ebenfalls eine Seltenheit für den DSV. Brandner hatte zunächst wieder seine Ausfälle im SG, aber dann stabilisierte er sich und zeigte mit guten Platzierungen (z.B. 14. in Korea) und Top-Zwischenzeiten sein beachtliches Potenzial. Dreßen überstand seine erste WC-Saison, was für den DSV alles andere als selbstverständlich ist, und hatte mit dem 16. Platz in der Kombi von Chamonix sein herausragendes Ergebnis. Mit ihm hat der DSV einen echten Kombinierer, was es seit Wasi nicht mehr gab. Auf EC/FIS-Ebene tat sich leider wenig, die Lücke zum WC-Kader ist groß.
Bei den Damen könnte man sich kurz fassen:
Vicky allein auf weiter Flur. Sie hatte eine zähe erste Saisonhälfte und kam dann ab Flachau so richtig in Schwung. Wäre es von Anfang so gelaufen, hätte sie sicher den RS-WC gewonnen und im GWC ein ernsthaftes Wörtchen mitgeredet. Am Ende hätte es nach einer tollen Aufholjagd fast doch noch mit der RS-Kugel geklappt. Bloß, sie sollte in Zukunft vielleicht versuchen, ihre ersten RS-Läufe nicht so oft zu verschlafen und dann Crash-Aktionen starten zu müssen. Das halten auf die Dauer die stärksten Nerven nicht aus. In ihrem zweiten Jahr auf Stöckl gab es immer noch Abstimmungsprobleme, sie klagte öfters über das Setup. Man kann nur hoffen, dass sie das endgültig abstellen können, ansonsten wird ihr wohl nur ein neuerlicher Materialwechsel helfen.
Die Strukturänderungen und Trainer-Neubesetzungen hatten nicht den erhofften Effekt. Wird Maier neue Änderungen vornehmen

Bringen wird es wohl erst dann was, wenn man die bekannten Schwächen der Kandidatinnen angeht. Verletzungspech war auch dabei und vielleicht wird's mit der Rückkehr von Hronek, Schmotz und Wallner besser. Aber vielleicht muss man die Zeit abwarten, bis der Nachwuchs so weit ist und da tut sich ja Einiges. Willibald, Weidle, Hirtl und Hilzinger (wird hoffentlich wieder fit) sind vielversprechend. Herausragend waren der Gewinn der EC-Abfahrtswertung durch Weidle, der JWM-Titel im SL von Willibald und die Spitzenplätze von Hirtl bei Jugend-OL und JWM.