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Alpiner Skiweltcup 2015/16

Werna76 schrieb:
Sykora musste damals die Karriere wegen der Patellasehne beenden, kann heikel sein fuers Skifahren.

Zu Fenninger: Sie ist mir erst seit ihrer Aktion im Sommer unsympathisch, denn das kleine Fraeulein hat wirklich alles dem Oesv zu verdanken, sie musste nie mit Familienunterstuetzung wie Hirscher oder komplett alleine wie Maier durch die Muehlen der Nachwuchsrennen gehen. Die Prinzessin war immer und jede Sekunde vom Oesv gefoerdert worden und anstatt dankbar zu sein beschwert sie sich noch in primitiver Form. Vielleicht lehrt ihr diese Verletzung jetzt etwas Demut.
Das sehe ich anders. Die Knebelverträge der Sportverbände mit den Sportlern sind rechtlich höchst fragwürdig und Freunderlwirtschaft weit verbreitet. Die Sportverbände verbinden das Startrecht in internationalen Wettbewerben mit wirtschaftlichen Forderungen, die in keinem vernünftigen Verhältnis stehen. Ein freies Aushandeln von Verträgen wird unterdrückt.
 
j-d-s schrieb:
Das sehe ich anders. Die Knebelverträge der Sportverbände mit den Sportlern sind rechtlich höchst fragwürdig und Freunderlwirtschaft weit verbreitet. Die Sportverbände verbinden das Startrecht in internationalen Wettbewerben mit wirtschaftlichen Forderungen, die in keinem vernünftigen Verhältnis stehen. Ein freies Aushandeln von Verträgen wird unterdrückt.
Grundsätzlich richtig, aber es ist nun mal so, dass die Alpinen Sponsoren haben, auf internationaler (Audi, Milka) und nationaler Ebene. Da ist es kontrapoduktiv, für andere zu werben. Was anderes ist der Fall Schröcksnadel, wo ein Verbandspräsident seine persönlichen finanziellen Interessen verfolgt, indem er z.B. die exklusiven Managerrechte für sich einfordert. Das ist Bereicherung im Amt und geht eigentl. gar nicht. Warum wird das in Österreich nicht offen kritisiert :?:
 
Die Ski von Anna Fenninger sind an Lara Gut gegangen.
 
kein deutscher Sender ist in der Lage den 1. Durchgang Live zu übertragen, eine Schande! :cry: :cry:
 
Brignone mit Traumlauf, fast eine Sekunde vorne, Vicky noch deutlich nicht in Form.
 
Vicky doch noch 6. mit Laufbestzeit, etwas rehabilitiert, Schaden begrenzt :top: Schade, dass sie im 1. Lauf die Ausfahrt ins Flache versaut hat (bis dahin 3. bis 4. Zeit), sonst wär's vielleicht Podium gewesen. Ansonsten die DSV-Damen schwach. Bei Dürr soll es im RS vorangegangen sein, hat man ja gesehen mit +5,8 Sek. Vorletzte zu dem Zeitpunkt und 2. Lauf verpasst :rolleyes: Was möglich war, zeigte Goggia nach ihr, mit einer formidablen Fahrt auf den 13. Platz. Immerhin sah Hösl mal das Ziel, wenigstes was ...
 
Wie leider schon prognostiziert siehts bei den deutschen Damen nicht so toll aus. ( außer Vicky natürlich) Freut mich aber sehr für Brignone, daß sie mal endlich beide Läufe super ins Ziel gebracht hat. Das Damen Team der Italienerinnen ( und Südtirolerinnen natürlich) sehr beeindruckend, vorallem wenn man bedenkt wie schlecht sie finanziell ausgestattet sind.
Auch die Sofia Goccia ist einfach ein Knaller und überhaupt nicht überraschend, daß sie es in den zweiten Lauf geschafft hat! Das wird schon seit zwei Saisonen angekündigt, leider kamen immer Verletzungen dazwischen.
 
br403 schrieb:
Dass sein Rücktritt konkret im Raum gestanden hat, war nicht bekannt. Sein Einbruch am Ende der letzten Saison erscheint in einem neuen Licht, es war nicht einfach Nervenflattern. Wegen Taubheit im rechten Bein war er beim Linksschwung behindert. Tatsächlich war sein entscheidender Fehler im 1. Lauf von Meribel beim Linksschwung. Er muss weiterhin auf die Belastungen im Training und Wettkampf achten, dass sie nicht zu hoch werden. Ob er da noch volle Leistungen bringen kann :?:
 
Zum Glück hat Felix die Kohlen aus dem Feuer geholt für den DSV :top: ausgerechnet er, mit minimalem Schneetraining und etwas vorsichtigem 1. Lauf. Dopfi und Luitz zunächst ganz ordentlich, aber dann miserabel im 2. Lauf mit den beiden schlechtesten Zeiten :tot: Ansonsten Fanara der große Überraschungsmann, auf einem Niveau mit Ligety und Hirscher :o Nani klasse, Leitinger von 39 auf 6 mit spitzenmäßigen 2. Lauf, 4 (!) Franzosen unter den Top 10.
 
Bei den Herren business as usual.

Das Damenrennen fand ich hochinteressant.
In Sölden wurde die Piste ja erstmals mit einer neuen Methode präpariert. Optisch find ichs jetzt nicht so schön, mit all den Streifen auf der Piste aber es geht halt mit Einsatz der Pistengeräte viel schneller als früher.
Dadurch wurde erstmals auch das Flachstück bis zum Ziel vereist, was bei den Damen offensichtlich dazu geführt hat, dass sich niemand außer den Rossignol-Fahrerinnen getraut hat einen Ski mit dünner Kante zu verwenden. Seit Vonn den Riesenslalom damals gewonnen hat galt ja in Sölden die Devise, entweder Männerski oder dünne Kante um im Flachstück das Rennen zu gewinnen.
Ich fands wirklich hochinteressant, dass Atomic und Head den Läuferinnen offenbar nicht zugetraut haben eine dünne Kante zu fahren auf so einer Eispiste.
 
Werna76 schrieb:
In Sölden wurde die Piste ja erstmals mit einer neuen Methode präpariert. Optisch find ichs jetzt nicht so schön, mit all den Streifen auf der Piste aber es geht halt mit Einsatz der Pistengeräte viel schneller als früher.
Dadurch wurde erstmals auch das Flachstück bis zum Ziel vereist, was bei den Damen offensichtlich dazu geführt hat, dass sich niemand außer den Rossignol-Fahrerinnen getraut hat einen Ski mit dünner Kante zu verwenden. Seit Vonn den Riesenslalom damals gewonnen hat galt ja in Sölden die Devise, entweder Männerski oder dünne Kante um im Flachstück das Rennen zu gewinnen.
Ich fands wirklich hochinteressant, dass Atomic und Head den Läuferinnen offenbar nicht zugetraut haben eine dünne Kante zu fahren auf so einer Eispiste.
Interessante Info :top: Es war wirklich auffällig, wie schnell einige Rossignol-Läuferinnern unten waren, auch Leichtgewichte wie Brignone und Worley. Das Problem mit der dünnen Kante ist eher der Steilhang, ob die Damen genügend Gewicht und Kraft haben, um dort sauber durchzuziehen. Vonn ist bekanntlich körperlich gut ausgestattet, wodurch sie ja auch einen Herrenski beherrschen kann.

Vielleicht hat die Vereisung auch bei den Herren eine Rolle gespielt, da mehr oben und im Steilhang. Viele sind im Steilen gerutscht sind, z.B. Dopfi im 2. Lauf. Nordica ist bekannt dafür, auf Eis nicht so gut zu sein. Allerdings hat Felix es ganz gut runtergebracht.
 
Ernstgemeinte Frage: entscheiden denn die Hersteller darüber oder sind es die Läuferinnen, welche die Wahl bekommen? Oder anders ausgedrückt, funktionierte bei Rossignol der Ski mit der dünnen Kante vielleicht einfach besser als der mit der dickeren und wurde deshalb bevorzugt gewählt, während es bei Atomic und Head andersrum war?
 
Nunja, die endgültige Entscheidung trifft schon immer der Läufer selbst, aber die Teams von den Skiherstellern sind ja beinahe Tag und Nacht auf der Piste um die Schnee/Eisbeschaffenheit zu messen. Dann wird eine Empfehlung abgegeben und in Teambesprechung mit den Serviceleuten wird dann eine bestimme Art Ski ausgewählt. Oft erst kurz vorm Start aus einer kleinen Auswahl von 2 oder max 3.
Am schwierigsten den richtigen Ski zu finden ist es natürlich immer, wenn Einfahrpiste und Rennpiste sehr unterschiedlich sind. Und so ein Kompletteislaufplatz wie die Rennpiste heuer war, gibts halt nirgends als Einfahrpiste (mMn sollte man den Damen so eine extrem vereiste Piste auch nicht antun, Einfahrpiste am Seiterjöchl war zwar auch eisig, aber natürlich nicht so extrem). Selbst Hans Knauss hat sich für seine Kamerafahrt für den 2. Durchgang bei den Herren einen Ski von einem der Rennläufer ausborgen müssen, weil er mit seinem eigenen Rennski nur herumgerutscht ist.
Was mich brennend interessieren würde ist, ob Lara Gut einen Ski von Anna Fenninger verwendet hat oder doch einen aus ihrem eigenen Sortiment. Aber das wird wohl Staatsgeheimnis bleiben.

Zur dünnen Kante bei den Damen:
Das ist natürlich keine Garantie schnell zu sein. Es ist wie Alpinfan richtig schreibt die Kunst mit ner dünnen Kante im Steilhang nicht auf der Nase zu landen. Aber seit die Linsi damals im Flachen alle so herpaniert hat, war die dünne Kante das Erfolgsrezept in Sölden bei den Mädls. Mit Gleitfähigkeiten, Wunderwachs oder perfekter Struktur im Belag kann man solche Zeitabstände in einem so flachen Stück nie herausholen. Länge läuft oder halt eben ne dünnere Kante.
 
Ok, jetzt muss ich mal eine blöde Frage stellen. Ihr schreibt, dass Gut die Ski von Fenniger bekommen hat.
Was heisst das genau? Hat nicht jeder Fahrer eine ganze Palette an Ski und der Servicemann macht den Unterschied?
 
Ja die haben alle unzählige Ski, aber jeder Ski ist halt ein wenig anders. Die Ski werden erst von den Testfahrern getestet und die besten dann an die Läufer weitergegeben, die dann selbst nochmal diejenigen heraustesten auf denen sie sich am wohlsten fühlen. Aber weil Head ja ne österreichische Marke ist, kanns schon vorkommen, dass die Testfahrer die schnellsten Ski eher den österreichischen Läufern empfehlen als den anderen. Ein bissl Heimvorteil muss schon sein :wink:

Bei Atomic gabs ja bis vor ein paar Jahren den kompletten Standard-Rennskikatalog sogar online. Da konnten sich die Skiclubs dann ihre Rennski aussuchen.
Also Standard-RS Ski mit unterschiedlichen Härtegraden 40:34 wurde da meines Wissens oft genommen, also vorne härter als hinten. Dann gabs noch 34:34 oder 32:34...
Bei den Weltcup-Rennski gehts dann nochmal ne Ecke genauer, glaub da wird mindestens 3 stufig eingeteilt und dann nochmal zwischen linker und rechter Ski unterschieden.
Das Ganze dann noch kombiniert mit unterschiedlichen Bindungen, Bindungsplatten, Kantenwinkeln, Skischuhen, Skischuheinlagen und unterschiedlichen Schneeverhältnissen... und man hat beinahe unendlich viele verschieden Einstellungsmöglichkeiten wo man ewig herumprobieren kann :wink:
 
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