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Alpinforum Wein- und Genusstreff

Sorry, mit eine halben Flasche Wein fang ich immer an zu diskutieren :D
Zweigelt ist eine Kreuzung zw. St. Laurent und Blaufränkisch.
Obwohl mir wohl mein Gedächtnis mit der Verwandtschaft zu Primitivo einen Streich gespielt hat finde im Geschmack und der Struktur von solchen sortenreinen roten Weinen durchaus ähnlich.
Seltsamerweise bin ich bei Rotwein eher auf der Seite der Cuvées (fast alle Franzosen sind solche) beim Weißen eher sortenrein.
 
... aber keine Angst, er wird den Sonnenaufgang nicht mehr erleben...
 
icedtea schrieb:
Auf der Flasche steht auch Zweigelt :wink:
:lol:
Du warst schneller.

Meine Erfahrung: Einen sortenreinen Blaufränkisch muss man mögen. Manchmal hat er schon einen recht eigenen Geschmack. Beim Zweigelt hingegen kann man weniger falsch machen. Ist ja schliesslich auch eine Kreuzung aus St.Laurent und Blaufränkisch und holt so vermutlich aus beiden Sorten das Gute heraus.

Primitivo und Zinfandel sind weitgehend dasselbe (es gibt da glaube ich aber ein paar Vorbehalte). Aber das Blaufränkisch auch verwandt ist, ist mir neu. Ist dem so?
 
valdebagnes schrieb:
Sorry, mit eine halben Flasche Wein fang ich immer an zu diskutieren :D
Zweigelt ist eine Kreuzung zw. St. Laurent und Blaufränkisch.
Obwohl mir wohl mein Gedächtnis mit der Verwandtschaft zu Primitivo einen Streich gespielt hat finde im Geschmack und der Struktur von solchen sortenreinen roten Weinen durchaus ähnlich.
Seltsamerweise bin ich bei Rotwein eher auf der Seite der Cuvées (fast alle Franzosen sind solche) beim Weißen eher sortenrein.
Wir hatten gleichzeitig geschrieben.
Wieso meinst Du „seltsamerweise?“ Ich bin ja der totale Fan von Cuvées / Assemblages / Blends und erkläre mir das eben erneut mit der Begründung, dass man damit immer die guten Seiten der verschiedenen Trauben kombiniert, während die weniger guten dann weniger dominant sind.
Beim Weisswein kann ich nicht mitreden. Mag ich generell eh nicht wirklich.
 
ski-chrigel schrieb:
icedtea schrieb:
Auf der Flasche steht auch Zweigelt :wink:
:lol:
Du warst schneller.

Meine Erfahrung: Einen sortenreinen Blaufränkisch muss man mögen. Manchmal hat er schon einen recht eigenen Geschmack. Beim Zweigelt hingegen kann man weniger falsch machen. Ist ja schliesslich auch eine Kreuzung aus St.Laurent und Blaufränkisch und holt so vermutlich aus beiden Sorten das Gute heraus.

Primitivo und Zinfandel sind weitgehend dasselbe (es gibt da glaube ich aber ein paar Vorbehalte). Aber das Blaufränkisch auch verwandt ist, ist mir neu. Ist dem so?

Eine Verwandschaft Blaufränkisch zu Primito/Zinfandel ist mir auch neu
@valdebagnes: beim Blaufränkisch und Primitivo hab ich in Wikipedia nix gefunden, kannst du deine Quelle liefern? Ursprung Blaufränkisch in Slowenien, Primitivo/Zinfandel in Kroatien (letzteres war mir bekannt, ist wohl weiterhin der letzte Stand).

Reinsortig geht Blaufränkisch für mich gut zu Lamm oder Wild; kann mich noch an ein Abendessen am Donauufer in einem Lokal namens Tuttendörfl erinnern, wo wir zum Wild einen klasse Blaufränkisch hatten; Essen und Lokation waren auch ein Traum :D
 
seltsamerweise, weil bei Weißwein die sortenreinen Sorten dominieren.
Ziel der französischen Rotweine soll es auch sein in jedem Jahrgang in etwa den gleichen Weingeschmack zu erzeugen was durch die Kombination verschiedener Sorten gelingt. Beim sortenreinen sind die Jahrgangsunterschiede größer.
 
@icedtea: nein, wie im Nebensatz schon erwähnt war die Verwandtschaft von Primitivo und Blaufränkisch nur meiner schlechten Erinnerung geschuldet.
Wobei ich mir nicht sicher zutrauen würde, einen Primitivo von einem Zweigelt im Blindtest eindeutig zu unterscheiden. Ich finde diese Art von sortenreinen Roten hat etwas erkennbares.
 
Irgendwie war der Traffic hier gerade fast so hoch wie im Corona Topic, so dass ich ein wenig den Überblick verloren hatte :lol:
Aber schön, so eine Diskussion :wink:
Es gibt nicht so arg viele Rebsorten, die man gut erschmecken kann finde ich. Und selbst bei denen wird es manchmal schwer :?
Da können Blindverkostungen manchmal witzig werden, wenn der Leiter einen Kuckuck ins Nest gelegt hat :lol:
Edit: Schon wieder Crossfire; die Funktion, die einem sagt, dass es einen neuen Beitrag gibt, bevor man seinen eigenen abschickt, scheint gestört zu sein :naja:
 
Hier in der Pfalz war (oder ist noch?) Dornfelder zeitweise so dominant das ich mich daran satt-getrunken habe.
Ich würde behaupten, dass ich ihn sofort erkenne obwohl ich schon Jahre keine. mehr angerührt habe.
Fast wie beim ABC. Obgleich ich den immer noch mag.
 
valdebagnes schrieb:
Hier in der Pfalz war (oder ist noch?) Dornfelder zeitweise so dominant das ich mich daran satt-getrunken habe.
Ich würde behaupten, dass ich ihn sofort erkenne obwohl ich schon Jahre keine. mehr angerührt habe.
Fast wie beim ABC. Obgleich ich den immer noch mag.

Ja, der Dornfelder. Der war noch nie mein Freund, ganz wenige Exemplare, die mich erfreuen konnten :wink:
Chardonnay mag ich dann, wenn er nicht vom Holz erschlagen wird; gibt in Südtirol ein paar interessante Exemplare.
Edit: Oder beim Koch in Hainfeld :idea:
 
valdebagnes schrieb:
seltsamerweise, weil bei Weißwein die sortenreinen Sorten dominieren.
Ziel der französischen Rotweine soll es auch sein in jedem Jahrgang in etwa den gleichen Weingeschmack zu erzeugen was durch die Kombination verschiedener Sorten gelingt. Beim sortenreinen sind die Jahrgangsunterschiede größer.
Irgendwie verstehe ich aber trotzdem nicht, wieso Du es seltsam findest, bei Rotweinen auf Cuvées zu stehen und bei Weisswein nicht. Ich finde das eben genau nicht seltsam, drum frage ich.

valdebagnes schrieb:
Beim Wein ist mein Credo: man muss keine Wissenschaft draus machen, wenn er schmeckt, dann schmeckt er...
Volle Zustimmung. Aber das würgt jede spannende und unterhaltsame Diskussion ab.

icedtea schrieb:
Edit: Schon wieder Crossfire; die Funktion, die einem sagt, dass es einen neuen Beitrag gibt, bevor man seinen eigenen abschickt, scheint gestört zu sein :naja:
So geht’s mir heute Abend auch dauernd. :-)

Macht aber nichts, wenn Ihr jetzt wieder auf Weiss umschwenkt ;-)
 
Bei Chardonnay ist und bleibt Chablis ab AOC mein Favorit.
Wenn die Grenzen nicht zu sind ist Frankreich nur 30min von mir entfernt :wink:
 
Nach Absturz neuer Versuch :lol:
Es ist ja nicht so , dass es weiße Cuvees nicht gäbe, aber in der Tat seltener.
Vielleicht weil Rotweine im Grundsatz vielschichtiger sind und dann interessantere Kombinationen entstehen :?:
Gilt alles natürlich nicht bei Riesling; der ist alleine vielschichtig und braucht keinen Cuveepartner 8)
@valdebagnes: Chablis habe ich noch nicht oft getrunken, aber wenn, da stimme ich dir zu, war es ein Erlebnis :!:
 
ski-chrigel schrieb:
...
Volle Zustimmung. Aber das würgt jede spannende und unterhaltsame Diskussion ab.
...
Macht aber nichts, wenn Ihr jetzt wieder auf Weiss umschwenkt ;-)
das stimmt, bin bei weiteren Diskussionen gerne dabei.
Weiß reden, Rot trinken. :D
Hab mir noch ein Glas eingeschenkt und eine Scheibe Speck abgeschnitten. :D :D :D
 
@ski-chrigel: mit „seltsam“ meinte ich weniger mich, sondern das ich es gerade seltsam finde, das viele bei Rot meinst Cuvee bei Weiß meist rein-sortig mögen.
Spontan fällt mir bei Frankreich kein Weiß-Cuvee und bei Rot keine rein-sortige Sorte ein. Ok Vin de Pays mal außen vor, wobei es da auch richtig leckere gibt, wenn die Situation passt.
 
valdebagnes schrieb:
@ski-chrigel: mit „seltsam“ meinte ich weniger mich, sondern das ich es gerade seltsam finde, das viele bei Rot meinst Cuvee bei Weiß meist rein-sortig mögen.
Spontan fällt mir bei Frankreich kein Weiß-Cuvee und bei Rot keine rein-sortige Sorte ein. Ok Vin de Pays mal außen vor, wobei es da auch richtig leckere gibt, wenn die Situation passt.

Rot reinsortig in Frankreich Pinot Noir im Burgund; teuerster Wein der Welt unter anderem von DRC.
Ist Sauternes nicht eine Cuvee? Bin mir gerade nicht sicher. Aber in der Tat nicht viel in weiß.

Edit: Ein paar Infos über DRC:
https://glossar.wein-plus.eu/domaine-de-la-romanee-conti
Das "teuerste" bezieht sich hier auf den Kauf im Erstbezug; werde ich nie probieren fürchte ich :(
 
wäre durchaus mal interessant die klassischen Cuveebestandteile als reinsortigen Wein zu probieren.
Aber ich kann mich nicht erinnern bsp. einen französischen „Genache“ gesehen zu haben.
 
valdebagnes schrieb:
wäre durchaus mal interessant die klassischen Cuveebestandteile als reinsortigen Wein zu probieren.
Aber ich kann mich nicht erinnern bsp. einen französischen „Genache“ gesehen zu haben.

Es gibt bei dem Thema so viel interessantes 8)
Mir ist gerade eingefallen, dass der teuerste je von mir getrunkene Wein (ich musste ihn nicht bezahlen :wink:) auch ein reinsortiger Franzose war. Château Petrus, Jahrgang 1964 glaube ich, im Skiurlaub in Alpendorf an der Hotelbar. Reinsortiger Merlot. An der Bar stand ein verschlossener Dekanter mit ca. einem halben Liter Rotwein. Am letzten Abend stand der immer noch und ich hatte dann den Chefsommelier und Barchef Sepp, mit dem ich schnell ein gutes Verhältnis aufgebaut hatte, gefragt, was dass denn sei :?
Er erzählte, dass ein russischer Gast sich in der
Vorwoche einen Wein habe besorgen lassen, von dem er dann aber nur ein Glas trank. Der genannte Petrus. Wir wagten dann mit einem belgischen Paar zusammen das Experiment der Resteverwertung :lol:
Und siehe da; nach 10 Tagen schmeckte das noch nach gutem Wein :?
Aber auch frisch nach Flaschenöffnung würde ich nie € 2.000 für eine Flasche Wein ausgeben :nein:
 
Jetzt ist glaube ich die Nachtschicht dran; habe eben einen Post von Bergwanderer gelesen 8) :wink:
Edit: @Bergwanderer: Ganz schön viel Lesestoff heute hier :lol:
 
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