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Alpinforum Wein- und Genusstreff

Wohnhaft im Landkreis Emmendingen trinke ich natürlich Grauburgunder!

Der Bötzinger (auch als Pinot Gris) ist weltklasse, aber fast jeder Winzer hier macht einen guten Job.
Besonders empfehlen kann ich aber auch den Spätburgunder vom Weingut Mossmann in Waldkirch.
Das Weingut Erb etwas weiter im Norden hat auch wahnsinnig gute Weine.

Wenn ich fremdgehe dann meistens einfach, weil ich woanders bin. ODER. Und die sind einfach gut: Die UNKAPUTTBAR Weine von einer guten Bekannten und ihrer Familie.


Guter Thread.. Danke.

P.S. Hier am Kaiserstuhl und im Breisgau klappt das wunderbar, dass Besenwirtschaften/Straußen absolut familienfreundlich sind. Ab 16 trinkt hier auch jeder Wein. Nur 65+ findet man hier eher nicht.

Edit... Wenn man das so liest könnte man denken, dass man keine 65+ findet. Das stimmt so nicht. Man findet einfach alle Altersklassen in den Straußen. Auch junge Leute haben Wein daheim, oder sogar eigene Reben. Es gibt da einfach keinen gravierenden Unterscheid zwischen Altersklassen und/oder auch Einkommensklassen. Es ist eher so, dass sich "Zugezogene" schwer mit der Weinkultur tun.
 
Danke für die positive Resonanz :D

@danimaniac: Jetzt wo du es schreibst erinnere ich mich an einen Urlaub vor 10 Jahren im Markgräflerland :wink: bei dem wir auch einige Adressen gefunden hatten, die mit unseren (damals noch sehr kleinen) Kindern sehr gut gingen und wo die Altersstruktur der Gäste gemischter war, als dies vor allem im Rheingau der Fall ist :top:
 
Cool, die 10x Danke sind fast geschafft. :D
 
Ein beliebtes Thema hier im Forum ist ja auch: "Wo war ich schon" :wink:

Daher versuche ich das mal bei mir mit Weinbauregionen (Urlaub oder Ausflug mit wenigstens einem Weingutsbesuch); vielleicht schließen sich ja einige von euch an:

Deutschland
- Rheingau
- Rheinhessen
- Nahe
- Mittelrhein
- Ahr
- Mosel(-Saar-Ruwer)
- Pfalz
- Franken
- Hessische Bergstraße
- Baden
- Württemberg
- Sachsen
mithin fehlt mir nur Saale-Unstrut

Österreich
- Wachau
- Kremstal
- Kamptal
- Traisental
- Wagram
- Weinviertel
- Neusiedlersee
- Wien
- Vulkanland Steiermark
- Südsteiermark
- Weststeiermark
Da fehlen dann noch Carnuntum, Thermenregion und die restlichen Burgenländer Gebiete

Südtirol
- Vinschgau
- Meran/Burggrafenamt
- Etschtal
- Bozen
- Eisacktal
- Überetsch
- Unterland

Italien (restliches)
- Trentino
- Chianti (inklusive Subgebiete)
- Montepulciano (Toskana)
Weine getrunken habe ich schon noch aus anderen Gebieten :wink:

Griechenland
- Kreta

Portugal
- Madeira

Frankreich
- Elsass

Südafrika
- Stellenbosch
- Franshoek
- Kapland

Ich glaub das wars 8)
 
Als absolut reiner Biertrinker, der jedoch nichts für die Zukunft ausschließt:

Habt ihr schon Erfahrungen mit neuen Weinbauregionen gemacht, die bis vor 10-20 Jahre noch nicht denkbar für Weinanbau gewesen sind?
Man liest ja immer wieder solche Berichte, dass beispielsweise in Norddeutschland oder sogar Skandinavien ganz neue Regionen erschlossen werden.
 
Wursti schrieb:
Als absolut reiner Biertrinker, der jedoch nichts für die Zukunft ausschließt:

Habt ihr schon Erfahrungen mit neuen Weinbauregionen gemacht, die bis vor 10-20 Jahre noch nicht denkbar für Weinanbau gewesen sind?
Man liest ja immer wieder solche Berichte, dass beispielsweise in Norddeutschland oder sogar Skandinavien ganz neue Regionen erschlossen werden.

Bis jetzt bin ich, was das angeht, auch nicht über das Lesen über solche Gebiete hinausgekommen. Ja, es gibt sie (Sylt, Brandenburg, Gotland, die Rebflächen in England (da gibt es schon länger welche) steigen), meist sind jedoch die Mengen noch so klein und die Preise so hoch, dass ich noch keinen getestet habe. Sind oft auch neue Rebsorten. Mittelfristig wird sich die Weinbaugrenze wahrscheinlich nach Norden verschieben :naja:
 
Ja dann muss ich mal ein wenig Werbung für meine eigentliche Heimat das Burgenland machen, das für mich unverständlicherweise immer vergessen wird wenn es um die besten Weinbaugebiete in Europa geht.
Für Rotwein: das Mittelburgenland, konkret die Gemeinden Horitschon und Deutschkreutz. Ich war auf Weingütern in Frankreich und auch in einem in Kalifornien, beim Rotwein konnte mMn nichts davon mit dem mittelburgenländischen Rotwein mithalten.

Für Weißwein: die Region Neusiedlersee, alles im Bereich zwischen Gols, Illmitz und Andau
Ein Besuch beim Weingut Scheiblhofer: https://www.scheiblhofer.at/de/weingut/about.html kann ich empfehlen
 
Werna76 schrieb:
Ja dann muss ich mal ein wenig Werbung für meine eigentliche Heimat das Burgenland machen, das für mich unverständlicherweise immer vergessen wird wenn es um die besten Weinbaugebiete in Europa geht.
Für Rotwein: das Mittelburgenland, konkret die Gemeinden Horitschon und Deutschkreutz. Ich war auf Weingütern in Frankreich und auch in einem in Kalifornien, beim Rotwein konnte mMn nichts davon mit dem mittelburgenländischen Rotwein mithalten.

Für Weißwein: die Region Neusiedlersee, alles im Bereich zwischen Gols, Illmitz und Andau
Ein Besuch beim Weingut Scheiblhofer: https://www.scheiblhofer.at/de/weingut/about.html ist sehr empfehlen und wirklich beeindruckend

Danke Werna76 :!: Schön dass du dabei bist.

Neben Neusiedlersee fehlt mir ja (in Bezug auf Weingutsbesuche) das Burgenland noch; hält mich natürlich nicht davon ab gerne mal eine Blaufränkisch aus Horitschon oder auch mal eine der Scheiblhofer Cuvees zum Essen im Österreich-Urlaub zu genießen. Der österreichische Wein hat vieles zu bieten und so paradox es sich anhört: Der Weinskandal in den 80ern war wahrscheinlich das beste, was dem österreichischen Wein passieren konnte; von da an ging es aus Sicht vieler Experten steil bergauf (kann dies erst so ab der Jahrtausendwende beurteilen).
 
icedtea schrieb:
Der Weinskandal in den 80ern war wahrscheinlich das beste, was dem österreichischen Wein passieren konnte; von da an ging es aus Sicht vieler Experten steil bergauf (kann dies erst so ab der Jahrtausendwende beurteilen).
Ja das stimmt definitiv, von da an wurde alles umgekrempelt und professionell gestaltet.
Da gabs damals Geschichten... als der Skandal aufgeflogen ist haben manche in Panik zehntausende Liter gepanschten Wein in den Kanal geleert, was dann dazu geführt hat, dass die Kläranlagen in der Region gekippt sind.
Andere haben den Wein in die Spritzmaschinen gefüllt und haben den gepanschten Wein über die Felder versprüht, hat Berichten zufolge dann nicht so angenehm gerochen in der Region ;-)

Die Weine vom Hillinger sollten dank seines Marketingsgenies bekannt sein denke ich, sind aber nicht so mein Fall generell.
 
Werna76 schrieb:
Die Weine vom Hillinger sollten dank seines Marketingsgenies bekannt sein denke ich, sind aber nicht so mein Fall generell.
Marketingkönige versuche ich zu meiden, was nicht heißen muss, dass alle schlecht sind :wink:
Ein Name aus Horitschon, den ich kenne und bei dem ich bis dato nie enttäuscht war, ist Kerschbaum (früher Paul, jetzt Sohn Michael und inzwischen auch gut im Marketing und soweit ich weiß stark gewachsen).
 
Der Thread hört sich gut an, gute Gastronomie und Wein, da bin ich nicht abgeneigt :D

Mein Zugang zum Wein: früher (10-25 Jahre) hatten wir schon ein Faible für die schweren Roten aus dem Bordeaux, die Barolos, aber auch die da schon aufstrebende
Winzergarde aus dem Burgenland. Entsprechend hat damals auch mein Weinkeller ausgesehen :rolleyes:
Mittlerweile ist die Begeisterung und auch das Verständnis für den Wein etwas eingeschlafen.
Rot mittlerweile kaum noch, hin und wieder zum guten Essen Weißwein, hier bevorzugt Riesling oder Gr. Veltliner.

Bezüglich Verkostnotizen werde ich nichts beitragen können (besuche keine Verkostungen), sollte mir aber in einem Schigebiet ein
erwähnenswertes Lokal auffallen, dann gebe ichs gerne preis.

Während ich das jetzt schreibe fällt mir gerade ein, daß ich letzten Winter in St. Johann in Tirol war.
Ich weiß jetzt den Namen der Hütte nicht mehr, aber da gibt es eine, die weinkartenmäßig ganz immens heraussticht.
Und auch das Essen war dort richtig gut.
 
Reinhard S. schrieb:
Während ich das jetzt schreibe fällt mir gerade ein, daß ich letzten Winter in St. Johann in Tirol war.
Ich weiß jetzt den Namen der Hütte nicht mehr, aber da gibt es eine, die weinkartenmäßig ganz immens heraussticht.
Und auch das Essen war dort richtig gut.
Die Angerer Alm muss das gewesen sein...
 
20200320_180723.jpg
Das Leben ist zu kurz um schlechten Wein zu trinken
Mal so als Appetithappen ein Foto des Weins, der heute Abend getrunken werden soll. Ich werde darüber berichten :)
 
Mein Whatsapp war in den letzten Tagen übrigens voll von Fotos meiner Freunde wieviele Kartons Wein sie sich für die Quarantäne gekauft haben.
Hamsterkäufe auf burgenländische Art :lach:
 
Werna76 schrieb:
Mein Whatsapp war in den letzten Tagen übrigens voll von Fotos meiner Freunde wieviele Kartons Wein sie sich für die Quarantäne gekauft haben.
Hamsterkäufe auf burgenländische Art :lach:

Noch sieht mein Keller brauchbar aus :wink:
Wenn es eng wird müsste ich entweder hoffen, dass meine Winzer vor Ort unter Getränkehandel mitschwimmen oder ich muss über eben jene oder Supermarkt strecken 8O
 
Dann werde ich doch auch mal einen neugierigen Blick in die Weinstube.

Ich selber wohne in der Region in der sich das "höchste" Weinbaugebiet in Deutschland befindet - der Hohentwiel bei Singen am Ende der A81. Aber auch das südlichste Weingut ist nicht weit entfernt. Dies befindet bei Hohentengen in der nähe vom Rhein bei Schaffhausen. Der Kanton Schaffhausen in der Schweiz ist zudem sehr beliebt wegen seinem Blauburgunder. Alle Weine dieser Region finden sich immer wieder in meinem Keller.

Der Bodensee ist auch nicht weit und gibt es auch mehrere weitere regionale Anbieter.

Ich selber bevorzuge den Rotwein. Im Sommer eher einen Rose. Ab und an und einen Weisswein.

Während ich diese Zeilen tippe trinke ich einen Rose aus Rheinhessen. Der Aufspiel Rose vom Weingut Keth. Ein sehr leckerer Biowein. War eigentlich für den Sommer geplant. Aber glaube aber die restlichen drei Flaschen werden vielleicht gerade so das Frühjahr überleben.
 
Heute Abend also einer meiner Lieblingsweine, der "normale" Blauburgunder vom Weingut Kränzelhof des Franz Graf Pfeil in Tscherms bei Meran in Südtirol.

Ich kenne das Gut seit 2006, als wir das Vergnügen hatten, eine Verkostung mit dem damals schon über 80-jährigen Senior Graf zu genießen, welche mich damals für die Weine dort begeistert hat, aber auch einen Parforceritt durch über 2000 Jahre Südtiroler Geschichte darstellte. Für mich beides ein Schmankerl. Letzte Ostern war der alte Herr immer noch gut beisammen.

Aber für heute genug zum Weingut und dafür zum Wein:
Jahrgang 2015; die Kränzelhof-Weine vertragen durchaus längere Lagerung. Auch durch den Schraubverschluss behalten die Weine meist eine gewisse Frische.
13 Vol% Alkohol und damit durchaus moderat, was ich generell bevorzuge, das hält den Wein "trinkig" und belässt die Eleganz, die ich am Blauburgunder ohnehin so sehr mag.

Beim ersten Riechen im Glas denke ich (das ist schon immer irgendwie subjektiv :wink: ) an Bittermandel, ein wenig Leder und Sandelholz (letzteres war in Vorjahrgängen ausgeprägter).

Beim ersten Schluck spüre ich eine frische und für mich angenehme Säure und eine recht typische Sauerkirschnote (in Österreich Weichselfrucht, oder?).

Beim weiteren Trinken bleiben für mich die frische Säure und die Sauerkirsche präsent, das im Geruch bemerkte Sandelholz tritt dezent dazu.

Die Frische wird aus Erfahrung bleiben, dieser Wein klebt nicht nach dem zweiten Glas am Gaumen wie Marmelade :wink:, das macht ihn auch zum Solo trinken geeignet, wie heute Abend.
Aber auch zum Essen ein guter Begleiter z.B. zu Wild (hier vielleicht eher Reh) oder einem schönen Rinderschmorbraten mit Rotweinsauce (natürlich mit demselben Wein); kein Sauerbraten.

Zum Schluss noch der Kostenpunkt des Ganzen: Ab Hof letzte Ostern für den aktuellen Jahrgang knapp 18 Euronen die Flasche; nicht ganz günstig, aber für mich den Preis wert.

Ich hoffe ihr findet es halbwegs interessant; einen schönen Abend noch und Wohlsein :bia: (es hat hier leider kein Wein-Emoji)

Bei Fragen bitte einfach melden.
 
Heute war Spieleabend mit der Familie angesagt; dazu muss man weintechnisch nicht sooo tief ins Regal schauen, dachte ich mir :wink:

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Vorweg; beim Spiel des Lebens war ich heute vierter und somit letzter :lol:

Es gab also wieder einen Spätburgunder, diesmal aus Deutschland und Supermarktkauf von vor zwei Wochen.
2018 Gutswein vom Weingut Kruger-Rumpf aus Münster-Sarsheim an der Nahe in der Nähe von Bingen mit Lagen in den Gebieten Nahe und Rheinhessen. Der heute getrunkene Wein war aus den Nahe-Lagen.
Alkoholgehalt 12,5 Vol%

Beim Vorbeischlendern an den Weinregalen unseres lokalen REWE war mir im Sonderregal der Name aufgefallen und da ich dieses VDP-Weingut kenne (auch sehr netter Gutsausschank; eigentlich eher schon Weinrestaurant) griff ich bei zwei Flaschen zu (ein Riesling Ortswein Bingen, der direkt am Abend des Kaufes überzeugte und der heutige Spätburgunder). Für seine Rieslinge ist das Gut bekannt :ja: Da dachte ich mir halt, probier ich auch mal den Spätburgunder.

Farblich im Glas ist der Wein heller als der Kränzelhof gestern, was mich aber nicht wirklich verwundert.

Im Duft nichts extravagantes, ein wenig Kirsche vielleicht, meine Gattin würde sagen " riecht wie Wein" 8).

Geschmacklich bleibt die Kirsche, allerdings im Vergleich zum gestrigen Tag eher die süßere Version. Dennoch wird er nicht klebrig, sondern bleibt recht süffig.

Für den Anlass war es durchaus passend; ein wenig kühler könnte ich mir das Ganze im Sommer beim Grillen z.B. von Thunfisch vorstellen.

Aber: Der Kostenpunkt lag bei knapp € 10; für diesen Preis bekäme ich beim neulich erwähnten Weingut Koch in der Pfalz einen ausgewachsenen Wein oder würde für den gleichwertigen Gutswein knapp €6 bezahlen :naja:

Insofern künftig nicht unbedingt ein Kauf, wenn auch kein Reinfall. Bei Kruger-Rumpf bleibe ich in Zukunft lieber beim Riesling 8)

Gesundheit und einen schönen Abend noch.
 
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