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Alternatives Golden Gate

Stefan schrieb:
und was wäre bei einem wettersturz, wie ich ihn da oben schon öfter erlebt hab? wenns stürmt, könnte der zubringer nicht fahrn

Tunnelbahn: so eine bahn wie in Heiligenblut. Und kann auch fahren bei ein hohes Lawingefahr :lol:
 
Ist eigentlich schon mal einer auf die Idee einer - natürlich oberirdischen - Hochleistungs-SSB als Zubringer durchs Rettenbachtal gekommen?
Die hätte auf jeden Fall die erforderliche Geschwindigkeit (DM wirbt mit bis zu 14 m/s) und könnte vermutlich bis 3000 p/h hoch pumpen. Man wäre doppelt so schnell wie mit einer herkömmlichen Umlaufbahn (Funitel: 7 m/s), und mit zwei Sektionen / Mittelstation irgendwo zwischen Mautstelle und Verbindung Gaislachkogel-Giggijoch würden sich auch die Wartezeiten auf die Züge in Grenzen halten. Wind- bzw. Sturmprobleme hätte man auch keine, und bei intelligenter Trassierung mit der einen oder anderen Lawinengalerie hätte man einen sicheren Zubringer.
Im Herbst würds vielleicht nicht ganz reichen, um die Strasse zu ersetzen, aber man hätte immerhin eine Alternative.
 
Mit 14 m/s macht mann 7km in etwa mehr als 8 minuten. Ich glaub das mann mit dem Auto nimmer so schnell rauffahren kann.
 
@k2k: sieht jedenfalls echt authentisch aus. Bis zum rausretuschieren der Lifte raff ichs auch noch - das hab ich für meinen historischen Val Thorens PLan genauso gemacht (da hat es allerdings über ein halbes Jahr gedauert, bis das gesamte Bellevilletal blank war), aber wie zeichnest Du neue Lifte? O.K. die Symbole kannst Du auch kopieren, aber die Linie hab ich in Photoshop nie richtig hingekriegt, dashalb nehm ich immer Flash, wie man sieht.

Es erstaunt mich, dass hier im Forum so ein Bedarf an einer echten Zubringenrbahn zum GLetscher gesehen wird - ich dachte immer, dass - anders als im Kaunertal - die Straße akzeptiert wird. Ich hatte auch immer den Eindruck, das die Söldener bei der Straße nicht das Problem sehen. Ich persönlich bevorzuge im Prinzip aber auch Autofreie Schigebiete. Allerdings muss ich in diesem Fall sagen, dass ich keinen so großen Bedarf sehe, die Straße zu ersetzen. Im Winter gehts ja eigentlich nicht darum, möglichst schnell zum Gletscher zu kommen, sondern man bewegt sich im Schigebiet hin und her - da reicht für ein Golden Gate, wie es denn nun auch genau gestaltet sei. Im Herbst und Sommer wiederum seh ich bei der Straße nicht so das Problem. Erstmal löst sie ein Parkplatzproblem, was man sonst im Ort häte und dort kaum lösen könnte. Zum anderen wär man bei jeder anderen Lösung außer der von k2k mit dem Auto immer schneller und auch flexibler. Ansonsten hätte man nämlich das Pitztaler Problem, dass man eine Stunde vor dem Zubringer rumsteht, wenn am Gletscher die Lifte schließen. Das Wetter macht mir hingegen weniger Sorgen, da die Bahn nicht so extrem exponiert wäre und in anderen Schigebieten auch solche Zubringerbahnen existerieren, d.h. mit ein wenig WEtterberícht anschaun sollt das zu machen sein. Gegenüber allern herkömmlichen Liftanlagen ist meines Erachtesn die Straße als reiner Zubringer überlegen.

Die Lösung von k2k stellt sicherlich eine Alternative dar. Allerdings ist sie sehr sehr teuer. Ich schätze 20 M€ oder sogar noch mehr. Man man ganz neu trassieren im Gelände, Lawinenschutzbauten und eventuell Brücken etc. - das ist jedenfalls eine andere Liga als eine KSB oder EUB. Da stellt sich schon die Frage, ob der Zeitgewinn eine derartige Investition rechtfertigt - zumal für den Winter wieder eine Lösung entstünde, die keine neue Pisten brächte und das Gebiet um den Schwarzkogel nicht erschlösse. Da ich glaube, dass Sölden sein Hauptaugenmerk auf den Winterschi legt, denke ich, dass so etwas einfach zu teuer wäre. Darüber hinaus müsst man mal genau ausrechnen, wie das mit der Kapazität ist, wenn die Strecken so lang sind. Gut, mit der Mittelstation, die Du vorgeschlagen hast, käme man auf zwei Teilstrecken mit ca. 4 km Länge. Mit Bremsen und Beschleunigen also etwa 6 Minuten pro Strecke und ca. 4 Minuten ein- und aussteigen insgesamt 10 Minuten pro Fahrt. Man braucht also auch trotzdem etwa 20 Minuten zum Gletscher. Aufgrund der zwei Sektionen hast Du alle 10 Minuten eine Fahrt pro Station, also 6 Fahrten in der STunde. Wieviele Leute gehen in so einen Zug? 400? 500? Bei 500 kommt man auf 3000 p/h. Das ist nicht schlecht, aber wenn oben Betriebsschluss ist, hat man vermutlich trotzdem das gleiche Problem, wie im Pitztal. Klar wenn man jetzt noch zusätzlich die Straße nutzt, dann würde das schon passen. Aber rechtfertigt das dann eine so teure Investition? Zumal ja keine neun Pisten entstehen. Vom Winterschigebiet könnte man allerdings sowohl vom Gaislachkogel komend wie auch aus Hochsölden bequem an der Mittelstation an der KSB Langegg zusteigen, das wäre sicher praktisch.

Aber ich würd mich jedenfalls hinstellen und ein alternatives Glden Gate planen, bei dem auch "richtige" Pisten entstehen... ;) ;) ;)
 
Der finanzielle Aspekt stellt bei meiner Lösung sicherlich ein Problem dar, das ist nicht von der Hand zu weisen. Zumal ich meine SSB eher als Ergänzung zur bestehenden bzw. optimierten Skiverbindung via Golden Gate gedacht hatte, um schnell und direkt vom Ort zum Gletscher zu kommen.
Was aber auch noch nicht berücksichtigt wurde (jaja, so langsam treiben wir die Diskussion ins Uferlose :D), wäre die Situation bei einer zukünftigen Verbindung hinüber ins Pitztal. Da kann sowohl das bestehende Golden Gate als auch eine optimierte Version schnell zum Nadelöhr werden, so dass Alternativen her müssen. Spätestens dann muss über einen solchen Zubringer nachgedacht werden.
 
Also ich finde, dass in den über Seilbahnen erschlossenen Gletscherskigebieten die Anbindung sehr gut funktioniert, vor allem Tux, Kitzsteinhorn und Stubai mit ihren parallelen und modernen Bahnen. Wie viele Personen bekommt man denn mit der Gletscherstraße maximal pro Stunde nach oben? Natürlich ist das ein Vorteil, das Parkplatz nach oben verlagert zu haben, aber ökologisch und ästhethisch halte ich diese Hochgebirgsparkplätze für bedenklich, außerdem hat man als Gast 30 km mehr Anfahrt und am Abend den bekannten Rückstau. Ob man oben noch in der Bar einen kippt, bis einen die EUB runter nimmt oder im Auto bergab im Stau steht ist egal, aber ich finde ersteres angenehmer und ökologischer. Natürlich liegt der Rettenbachferner von Sölden relativ weit entfernt (ich hab doch irgendwo mal ausgemessen, wie lang eine Zubringerbahn im Rettenbachtal sein müsste), aber die Fernerkogelbahn im Pitztal wird nicht sehr viel kürzer. Auf der Straße braucht man doch momentan ca. 15 min durchschnittlich. In 15 min kommt man mit einer modernen Hochleistungsumlaufbahn doch auch sehr weit. Bei 5 m/s schafft man 4500 m, bei 6 m/s sogar 5400 m.
Nächste Woche werde ich voraussichtlich sagen können, was mir lieber ist.
 
Apropos einen trinken. Da macht es einen grossen Unterschied, ob man mit zuvielen Promillen in der Bahn oder mit dem Auto hinunter fährt!
 
also man merkt das im sommer reichlich zeit für allerlei faxen besteht!

ich schau mir das alles gerne an, besonders die ganzen spielereine gefallen mir.....allerdings bin ich weiterhin für die gletscherstraße.....

1. familien mit kindern haben durch das auto viel besser die möglichkeit ihre ganzen privaten sachen mitzunehmen... (essen im auto und nicht auch noch geld für die mahlzeit ausgeben - skipass ist teuer genug)

2. man ist zeitlich völlig ungebunden und die fahrt auf den gletscher stellt keinerlei problem da.. (ausser an ein paar tagen im herbst wenns neuschnee gibt)

3. die paar abgase machen den bock auch nicht fett - solltens lieber mal den transit europaweit von der autobahn auf die schiene verlegen....


und zur goldengate planung... na ja den schwarzkogl mit 2 liften erschließen is nix.... 5000 personen/h dort oben ist nicht machbar..... auch die skipiste runter ins rettenbachtal ist technisch kaum machbar... viel zu steil....... die einfachste lösung ohne großen umbau und natureingriffe wären zwei bahnen im rettenbachtal gewesen.... von langegg/stabele zum rettenbachferner.....


mir wäre es persönlich lieber man könnte im stubaital in tux und im pitztal auch mit dem auto rauffahren.....

gruß xtream
 
...ich bin gegen die Gletscherstraßen. Mit den Auto fahren kann ich auch daheim. Außerdem ist ne Winterausrüstung schon im Herbst bzw. im Frühjahr nötig. Ein Bekannter war mal dort oben als starker Schneefall einsetzte. Der kann ein paar nette Geschichten davon erzählen. Diese Talfahrt hat "etwas" länger gedauert.
Außerdem kannst auch noch Maut berappen wenn man keine Ski fahren will. Soweit ich informiert bin.
Wenn ich sehe was in Tux im Sommer los ist. Das wird seinen Grund haben. Für ältere Leute stellt eine Gletscherstraße eine echte Herausforderung dar.
Ein weiterer Punkt: Wenn man dort mit dem Ötztaler- Bus rauffährt kostet das richtig Asche.

Ich war in der Hochsasion schon lange nicht mehr da. Gibt es dort morgens längere Wartezeiten?
Die zwei vorhandenen Bahnen liegen auch sehr weit auseinander, was eine Skibusfahrt oder langes Laufen aus dem Ortskern zur Folge hat.

Mic = pro dritten Zubringer. :wink:
 
2. man ist zeitlich völlig ungebunden und die fahrt auf den gletscher stellt keinerlei problem da.. (ausser an ein paar tagen im herbst wenns neuschnee gibt)

Das ist doch kein Argument für die Straße. Man kann mit einer Zubringerbahn auch fahren wann man möchte!

Die Maut merkt man ja am Skipass, der sommers für eine 8 EUB mit ca. 3-4 km Piste (realistisch) 30 Euro kostet. In Tux zahlt man für größeres Angebot und Zubringerbahnen 29 Euro. Die Straße muss außerdem sicherlich mit größerem Aufwand jedes Jahr unterhalten werden als dies mit einer Zubringerbahn passiert, wenn ich allein an die Räumungskosten denke.
 
Marius schrieb:
Das ist doch kein Argument für die Straße. Man kann mit einer Zubringerbahn auch fahren wann man möchte!

Die Maut merkt man ja am Skipass, der sommers für eine 8 EUB mit ca. 3-4 km Piste (realistisch) 30 Euro kostet. In Tux zahlt man für größeres Angebot und Zubringerbahnen 29 Euro. Die Straße muss außerdem sicherlich mit größerem Aufwand jedes Jahr unterhalten werden als dies mit einer Zubringerbahn passiert, wenn ich allein an die Räumungskosten denke.



hast ja recht marius, allerdings macht der 1 euro zwischen tux und ötz nicht wirklich was aus..... skifahren ist und wird ein teures hobby bleiben!

nix desto trotz ist es schon bequemer wenns auto oben direkt an der piste seht :wink:
 
Na also der Schwarzkogel ist ja jetzt nun nicht so schmal, dass eine Piste enger ausfiele als anderswo auch. Jedenfall ist die bestehende Piste doch nicht enger als die, die Teil des Golden Gates sind.

Und bitte: sagt mir mal endlich welche Stelle ihr meint, mit zu steil. Ich bin auf dem Berg ja nun schon ein paar mal rum gefahren, der ist im Vergleich zum Gaislachkogel fast weniger spektakulär. Also im Vergleich mit bekannten Übergängen in den 3 Vallées wie dem mont de la Chmabre muss ich sagen, dass dort auf ähnlich steilen und "engen" Pisten genau solche Verbindungen existieren, die gut funktionieren und auch von allen gut befahren werden können.

Ich danke für Eure Anregungen und ich will auch nciht meine Lösung auf Teufel komm raus verteidigen, aber ich hab mir ein bisschen was dabei gedacht und daher diskutier ich ganz gern drüber... ;)
 
allerdings macht der 1 euro zwischen tux und ötz nicht wirklich was aus..... skifahren ist und wird ein teures hobby bleiben!

Doch der macht schon etwas aus! Es geht nämlich um das Preis-Leistungsverhältniss und den Kundennutzen! Wenn ein vergleichbares Angebot um 1 Euro teurer ist: dann hast du Recht, aber ein vergleichbares Angebot wäre, wenn in Tux z.B. nur der GB3 laufen würde.

Noch ein Argument gegen die Straße: Autos und Parkplätze sind für mich urbanisierte Elemente die im Hochgebirge nichts verloren haben.
 
k2k: Die Bergstation der Verbindungsbahn zum Rettenbachferner würd ich aber auf einem der oberen Parkplätze sehen wollen, damit man ohne Abschnallen zur 4KSB Rettenbachjoch kommt...

Aber prinzipiell ist mir die jetzige Verbindung doch lieber, weil, wie Marius schon angedeutet hat, für Saisonstart und Saisonende würde es mit dieser Variante doch schlechter aussehen ....

trinc / Straße: Du warst noch nie im Herbst oben, oder? Wenn sich früh morgens die Autos mit 10-15km/h hinter Bussen hinaufschlängeln, und abends ab der Mautstelle bis ins Tal Stop&Go-Verkehr ist, der sämtliche Bremsbeläge zum Stinken bringt ...

Parkplatzprobleme? Also an der Giggi- und Gaislachkogelbahn sollten doch genügend Parkplätze sein ... und an einem der 2 Parkplätze sollte ein dritter zubringer sinnvollerweise schon anschließen ...
 
war nur im sommer im Ötztal als tagestourist und im winter mal eine woche im januar in Sölden. Insofern hast schon recht, das mit der straße kann ich nicht sagen. Aber wo ihr auf 2500m Eure Schneprobleme hernehmt, hm... aber gut, da war ich auch noch nicht im Herbst, nur seh ich immer noch nicht, wo das aktuelle GG schneesicherer ist. Und überhaupt: Die Frage ist sicherlich: wieveil geb ich dafür, dass die Pisten schneesicher sind? Von mir aus können die auch zwei Wochen früher den Verkehr auf die Straße verlagern (irgendwann muss dass eh sein) und dafür gescheite Pisten machen. Mal ganz abgesehen davon, dass das Schneeproblem mit Sicherheit zuerst im Winterschigebiet selber auftritt und nicht im GG - insofern find ich die Frage nach der Schneesicherheit des GG eher weniger relevant.
 
trincerone schrieb:
Aber wo ihr auf 2500m Eure Schneeprobleme hernehmt, hm...

Von Fasching 1998, wenn du es genau wissen willst. Vernünftig Skifahren ging da nur am Gletscher - und in Gurgl, wo die auch die Talabfahrt auf 1900 m möglich war. In Sölden dagegen grün-braune Wiesen bis fast zur Mittelstation. Hab damals auch irgendwo gelesen dass das Ötztal besonders anfällig für Föhneinbrüche sei (Marius dürfte das genauer erläutern können), aber seitdem ist Sölden bei mir für ewig als schneeunsicher gebrandmarkt. Das Winterskigebiet kenn ich auch bis heute nicht...
 
Sölden liegt auch in einer klimatischen Trockenzone, oder wie das auch immer heißt.

Jedefalls gibts dadurch weniger Niederschlag als in anderen Tälern.
 
Föhn: Nord-Süd-Richtung des Tales, ziemlich nahe am Alpenhauptkamm

Niederschlagsminimum: inneralpine Trockenzone. Von Nordwesten kommende Luftmassen regnen sich an den Vor- und Kalkalpen ab, ebenso die von Süden kommenden Luftmassen. Große Gletscher wegem orographischem Niederschlag (= mehr Niederschläge je weiter man hinaufkommt), selbes Phänomen wie z.B. in Zermatt.
 
Ja, o.k., das glaub ich ja, aber dann hat man die Schneeprobleme dennoch im Winterschigebiet und nicht im GoldenGate. D.h. ob das nun auf 2600 liegt oder auf 2400 ist egal, wenn das Winterschigebiet, das mit dem Gletscher verbunden werden soll, selber zwischen 2000 und 2500m hoch ist. In dem Augenblick, wo ausreichend Schnee da ist, um das Winterschigebiet zu betreiben, hast Du auch genug Schnee fürs GOlden Gate und ansonsten ist es eh wurscht. Und außerdem hab ich auchschin in 3 V mal Winter erlebt, wo's kaum genug Schnee hatte, bestimmte Übergänge zwischen Tälern offen zu halten - kommt alle paar Jahre mal vor. Aber deshalb sagt man ja auch nicht gleich, dass man die Übergänge zwischen den 3V vergessen kann.. .
 
Also ich bin auch für eine Zubringerbahn, allerdings etwas anders. Ich würde ein Funitel (wahlweise auch eine 3S Bahn wegen der höheren Kapazität) von Rettenbach auf den Gletscher bauen, mit Mittelstadion bei den bestehenden SBs. Das Kapazitätsproblem lege warscheinlich aber nicht bei dieser Bahn, sondern bei der Schwerze Schneid EUB. Wenn man nämlich die Straße dicht macht kommt man nur noch durch den Skitunnel zum Tiefenbachferner. Könnte mir bei der Gelegenheit mal einer erklären, was es mit dem Schlepper auf sich hat der ne Piste nur zur Mitttelsttion hat? Kann man von dem aus auch auf den Tiefenbachgletscher kommen? (War leider noch nie da)
 
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