Also Punkt 1: Die auf den Bildern sichtbaren Hänge gehören auch bei mir in die Kategorie steil, das will ich nicht bestreiten.
Punkt 2: Ich kann anhand dieser Bilder keine Aussage treffen, weil sie von der Perspektive im Prinzip genau verkehrt herum aufgenommen sind. Ich will die Hänge ja nicht in der Falllinie zur Piste machen, sondern die steile Partie im oberen (nicht so steilen und hier nicht sichtbaren Bereich) leicht schräg zur Falllinie (wie das ja viele Pisten machen) indem man so ein bisschen den Mulden folgt und im unteren Bereich eine Sperpentine wie die Straße machen (und ja, hier müsste man um Anfängergerecht zu arbeiten tatsächlich Geländebewegungen machen, die ich ja an sich nicht mag... ). Ich kann von Deinen Bilder aus dieser Perspektive nicht endgültig sagen, ob das ginge. Man bräuchte einen Blick vom Gegenhang. Auf den Bildern vom Parkplatz aus, die Xtream netterweise zur Verfügung gestellt hat, macht es mir den Eindruck, als ob man diese untere Partie des Hanges, durch einen geschickten Pistenverlauf schräg zum Hang mit einer Serpentine unten als Piste benutzen kann.
Die Frage ist halt was man will. Ich finde die Abfahrt vom Scharzkogel Richtung Hochsölden der Hammer (bin ich schon off-piste so gefahren). Die Abfahrt vom Schwarzkogel Richtung Rettenbachtal gibt es zu 2 / 3 ja auch so, die mag ich auch gerne. So hat man schon mal zwei lange tolle Pisten, die an sich Spaß machen zu fahren, was man von den jetzigen, sehr sehr flachen Pisten meines Erachtens nicht gerade behaupten kann.
Es bleibt das untere Stück Piste, das hier so viel diskutiert wird. Selbst wenn man also sagt, das Gelände ist so extrem, dass man das untere Stück als kurzen Ziehweg mit Serpentine auslegen muss (=worstcase), so hat man immer noch auf dem Hinweg statt einer kurzen flachen blauen Piste und zwei langen Liftfahrten völlig ohne Piste in meiner Variante eine tolle lange Piste und zwei Liftfahrten, die im Zweifel etwas kürzer sind als jetzt.
Auf dem Rückweg hat man sogar nur eine Liftfahrt (statt wie jetzt zwei) plus zwei schöne Pisten, nämlich das Rettenbachtal runter und vom Schwarzkogel zurück nach Hochsölden (momentan: ein flaches blaues Verbindungsstück!). Man kann also von den gemachten Liftfahrten durch Pisten profitieren und legt nicht einfach nur zeitaufwendig Wegstrecke zurück. Außerdem bieten die Pisten Abwechlsung ist das Gelände ist genial (inkl. Schwarzkogelpanorama).
Selbst wenn also, diese diskutierte untere Stück als kurzer Ziehweg ausfallen müsste, liegen die Vorteile meines Erachtens immer noch auf der Hand, weil 90% der Pisten besser sind als jetzt. Meines Erachtens kann aber vermutlich das untere Stück sogar auch als Piste ausbaun, sie läuft dann halt schräg zum Hang und wendet ein mal um zurückzukommen - eine Taktik, die in den Dolomiten in entsprechdem Gelände ja auch oft vorzufinden ist. Wenn man vorhandene Rücken und Mulden entsprechend ausnutzt, kann man vielleicht sogar ohne allzuharte Eingriffe, die Steilheit der Piste entschärfen. Das kann man aber ohne detaillierte Bilder nicht beurteilen.
Unterm Strich muss man natürlich festhalten: wenn man nur von A nach B will, ist es ziemlich wurscht. Man kann auch von der Tougnète über den Boulevard de Gros Tougne nach Les Menuires fahren. Wenn man aber Roc de Tougne und dann Grand Lac benutzt, hat man unterwegs einen Haufen tolle Pisten zu fahren (mal unterstellt, man mag die Teppespiste und hat dort gute Schneeverhältnisse). Ich würd immer letzteres vorziehen oder zumindest den Boulevard nur bis Grand Lac fahren und dann nochmal auf den Roc de 3 Marches hochfahren, weil ich im Schiurlaub halt nicht simpel von A nach B will, sondern schifahren auf tollen Pisten, die mir Spaß machen. Andere Leute mögen das sicher anders sehen.
Im Falle des alternativen Golden Gates hätte man aber meines Erachtens nicht mal einen zeitlichen Nachteil (anders als im obigen 3V Beispiel). Daher bevorzuge ich eben dieses alternative Golden Gate.