@3303, Starli und Fab:
Ich checke dabei immer nicht, warum diese Leute dann (zB als Frau) auch noch im Trägeroberteil ins Büro gehen und keine Strickjacke oÄ dabei haben.
Am dümmsten sind ja die Frauen, die Ende Herbst / Anfang Winter mit kurzem Rock und kurzen Ärmeln bekleidet rumlaufen und sich dann beschweren, dass es so kalt sei...
Sag ich schon immer. Frauen u. Männer haben im gleichen Büro nix verloren.
Nun ja ... ich gebe es offen zu, dass ich keinesfalls was dagegen habe dass Mädels und Frauen (mit nicht überschrittner MHD

) im Sommer leicht bekleidet herumlaufen

. Auch arbeite ich auf der Uni und nicht etwa in einer Bank oder Anwaltsbüro, und da nehmen wir es mit den Klamotten etwas lockerer, da ist es im Juli nicht ungewöhnlich auch mal nen jüngeren Professor mit kurzer Hose anzutreffen. Aber - da bin ich mit 3303 voll einverstanden - halbnackt ins Büro kommen und dann die restlichen Mitarbeiter, die es gerne mal kühl hätten, zu terrorisieren dass sie das Fenster zumachen oder Klimaanlage ausschalten / Temperatur höher stellen sollten, finde ich mehr als rücksichtslos (hab da so meine Erfahrungen ... )

. Die Hitzeliebenden können sich immer noch was anziehen, ich kann mir nicht noch die Haut aussiehen.
Aber: falls normale Leute im selben Raum leben oder arbeiten, lässt sich immer eine Lösung finden. Auch ich teile, nachdem ich ein paar Jahre alleine war, seit 3 Jahren das Büro mit einer Kollegin und es ist mir bewusst, dass sie keinesfalls so kälteliebend ist wie ich. Ich habe ein Grad 'geopfert' und sitze direkt unter der Klimaanlage (was übrigens gar nicht schlecht ist, man sitzt da keinesfalls in der kalten Luft, die Strömung geht ja wesentlich höher - fast so wie man bekanntlich bei einer laufenden Schneekanone nicht eingeschneit wird, wenn man ganz nahe an ihr vorbeifährt

), sie hat den Arbeitsplatz in der hintersten Ecke und bei Bedarf zieht sie sich ne leichte Jacke an - so what? Das beste an der Sache: man gewöhnt sich dran! Auch mit Mausi hatten wir zu Hause in den ersten Jahren unsere 'Verhandlungen' weil es ihr zu kalt war und manchmal sass sie beim Mittagessen (aus Protest?) in einer Fleecejacke. Mittlerweile hat sie sich aber perfekt an mein Klima akklimatisiert

und findet 22 - 23 Grad (tiefer gehe ich nie) im Wohnzimmer ganz angenehm - ohne Fleece, versteht sich. Und bei meiner Kollegin habe jetzt, im dritten Sommer seit wir das Büro teilen, schon einige Male bemerkt dass sie in meiner Abwesenheit von selbst die Klimaanlage eingeschaltet hatte

, also habe ich sie auch schon teilweise akklimatisiert. Mit der Klimaanlage ists wohl so wie beim rauchen (ich habe selbst nie geraucht, habe aber einige Raucher im Bekanntenkreis und die erzählen alle etwa das selbe): zuerst ist es unangenehm, bald kann man aber ohne nicht meht leben

.
Was ich viel schlimmer finde ist das es in vielen Büros und Hotels keine Klimaanlage gibt (...) Da ist es selbst in heissen Ländern wie Dubei einfacher
Meine Worte, ein Hotel ohne Klimaanlage ist in meinen Augen gar kein Hotel, sondern maximal Youth Hostel

. Da bauen sie die Rezeption in italienischem Marmor und innen- und aussenpools und kaufen dicke rote Teppiche und werben mit excellenten Speisen und französischem Chef - und haben 30 Grad im Speisesaal oder in den Zimmern

! IMO ist die Lage gerade in heissen Ländern besser als bei uns im Mitteleuropa, die haben es rechtzeitig begriffen, wir (noch) nicht. In Grichenland ist nach meinen Erfahrungen schon in der 3* Kategorie eine Klimaanlage Standard, ich brauche im Urlaub keinen Luxus, keinen riesigen wellness-Bereich, keine 30 m langen Abendbuffets, es soll aber sauber und kühl sein! Auch in Slowenien war es bem Hotelbau lange Zeit so, dass im Küstenbereich eine Klimaanlage Bedingung für 4* war, im Inneren des Landes hingegen nicht. Das blöde ist nur, dass 33 Grad in Maribor oder Ljubljana (oder Mayrhofen

) genau so heiss sind wie 33 Grad in Portorož oder auf Rhodos. Ich suche gerne Paralellen zwischen Klimaanlagen und Beschneiung - hier ist wieder eine: Skigebiete die entweder tief (typisch: 4 Täler) oder in Trockenzonen (Dolomiten) liegen, haben schon frühzeitig die Schneeanlagen ausgebaut, während etliche in den Nord(west) Alpen lange stur blieben, da sie angeblich von Natur aus soo schneesicher sind dass sie es nicht brauchen. Das bekannte Resultat war, dass die vorausschauenden Skigebiete mit guter Beschneiung dann oft wesentlich bessere skibendingungen hatten als die 'von natur aus schneesicheren'. Nun, bei der Klimatisierung sehe ich das selbe Phänomen: der 'Süden' hats schon begriffen, Mittel - und westeuropa sind grossteils noch stur. Aber auch Länder wie Deutschland oder Österreich werden der Wahrheit in die Augen sehen müssen: das Klima wird immer heisser und es wird nicht mehr ohne Raumkühlung gehen! Die Logik 'unsere Grosseltern hatten keine und es fehlte ihnen an nichts' ist da nicht zu verwenden: in Opas Zeiten gab es durschnittlich 3 - 4 grad tiefere Temperaturen und er lebte irgendwo im Grünen, nicht - so wie wahrscheinlich die meisten von uns - in der Betonwüste.