• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Antriebe von Seilbahnen

Einer der grössten hydrostatischen Antriebe

main.php


main.php


main.php


Leider nicht mehr in Betrieb. Stammt vom Vater des hydraulischen Skiliftantrieb, Borer. :biggrin:

main.php

Umgebaute Kraftwerkspendelbahn mit hydrostatischem Antrieb.

main.php

Das Aggregat dazu.

main.php

Hydrostatischer Antrieb ohne Getriebe.

Grösster Vorteil des Hydrostat ist die das grosse Drehmoment bei geringen Drehzahlen. Viele verwenden den Notantrieb zum enteisen.
 
Zuerst nochmals besten Dank für Deine fachlich kompetenten Antworten und Forumbeiträge.
Ist ja gar nicht selbstverständlich, dass Spezialisten vom Fach ihr Wissen öffentlich teilen.

Zahlreiche kleinere Materialseilbahnen sind mit hydrostatistchen Antrieben ausgestattet. Eine der Cleuson-Dixence Seilbahnen hatte einen ziemlich leistungsstarken hydrostatischen Antrieb, kann mich jedoch nicht mehr and Einzehleiten erinnern.

Zu deinen Bildern:
War der Tandem-Antrieb mit zwei Dieselmotoren?

Dumme Frage zum roten Motor: Was ist auf dem hinteren Wellenende angebaut? Tacho oder Encoder scheinen irgendwie unlogisch, da man kostengünstiger mit einem Näherungsschalter oder einem Pickup bei der Kupplung die Drehzahl erfassen kann. Wohl auch kaum einen Lüftermotor (sieht auch nicht so aus), denn solche Pumpenatriebe werden ja i.d.R. mit Festdrehzahl.betrieben.

Beim letzten Foto frage ich mich, ob es sich nicht um einen Achsialkolbenmotor mit integriertem Planetengetriebe handelt, (wie z.B. Rollstar Motoren) ausser der Motor sei unten in der Nabe untergebracht. Solche Antriebe gab's bereits ende 70er, vielleicht sogar früher. Auf der Bettmeralp was mal so ein kleiner Skilift in Betrieb.

Langsamlaufende Motoren sind meist radial aufgebaut, z.B. Radialkolbemaschinen wie im Bild der umgebauten Kraftwerkspendelbahn oben oder spezielle Prinzipien wie Hägglunds, Poclain usw. Weiss nicht mehr genau wie die bezeichnet werden (gewisse haben Kurvenscheiben mit Stösse und Rollenl, sind aber nicht Gerotoren wie die kleinen Sauer-Danfoss Motoren).

Sehr hohe hydrostatische Antriebsleistungen fand man bei früheren Tunnelbohrmaschinen. Heutzutage werden für den Schneidradantrieb meist zahlreiche spezielle wassergekühlte FU-gespiesene Asynchronmotoren eingesetzt.
Sehr beliebt sind Hydrostatikantriebe für Winden in allen Industriebereichen (inkl. Marine), ausser Turmdrehkräne.

Für Retrofits von Seilbahnen bei denen ein hoher Wirkungsgrad nicht von Bedeutung ist, sind Hydrostatikantriebe vorteilhaft da sie robust und sehr kompakt sind, zudem kann das Aggregat separat aufgestellt werden. Ein langsamlaufender Hydraulikmotor bzw. ein Hydraulikmotor mit integriertem od. angeflanschtem Planetengetriebe ist meist bereits kompakter als das ursprüngliche Getriebe alleine (d.h. ohne Elektromotor).
 
Lagorce schrieb:
Zuerst nochmals besten Dank für Deine fachlich kompetenten Antworten und Forumbeiträge.
Ist ja gar nicht selbstverständlich, dass Spezialisten vom Fach ihr Wissen öffentlich teilen.
Diese Lob kann ich zurück geben, allerdings möchte ich anmerken, dass dies mein Hobby ist und immer eine Gratwanderung zwischen persönlicher Meinung und Geschäftsinteressen. Daher habe ich nicht die Kompetenz alles auszuführen, allerdings einfach allgemein darüber diskutieren sicher kein Problem.

Lagorce schrieb:
Beim letzten Foto frage ich mich, ob es sich nicht um einen Achsialkolbenmotor mit integriertem Planetengetriebe handelt, (wie z.B. Rollstar Motoren) ausser der Motor sei unten in der Nabe untergebracht. Solche Antriebe gab's bereits ende 70er, vielleicht sogar früher. Auf der Bettmeralp was mal so ein kleiner Skilift in Betrieb.
Siehst du Richtig ist ein Rollstar Motor.

main.php

Selbige stetzte Borer schon in der 60er Jahren ein.

main.php

Dieselaggregat für einen Skiliftantrieb. Leider arg heruntergekommen. :(

main.php

Ölkühler selbiger Anlage.

Lagorce schrieb:
Zu deinen Bildern:
War der Tandem-Antrieb mit zwei Dieselmotoren?
Meinte sind 2 Drehstrommaschinen drauf. Allerdings steht an der Hohen Winde ein Baugleicher mit 2 Dieselmotoren. Könntest du mal ansehen. Extrem stylischer Skilift.

main.php

Gut hörbar hier:

weiter gibt es hier einen Skilift mit Elektrischem Hydrostat. Extrem lange und schwere Anlage. Allerdings sollte man mit den Skihosen nicht an die Rohrleitungen kommen. :wink:


main.php


main.php


Lagorce schrieb:
Dumme Frage zum roten Motor: Was ist auf dem hinteren Wellenende angebaut? Tacho oder Encoder scheinen irgendwie unlogisch, da man kostengünstiger mit einem Näherungsschalter oder einem Pickup bei der Kupplung die Drehzahl erfassen kann. Wohl auch kaum einen Lüftermotor (sieht auch nicht so aus), denn solche Pumpenatriebe werden ja i.d.R. mit Festdrehzahl.betrieben.
Weis ich so vom Schiff aus nicht, kann ich aber rausfinden.
 
ATV schrieb:
Diese Lob kann ich zurück geben, allerdings möchte ich anmerken, dass dies mein Hobby ist und immer eine Gratwanderung zwischen persönlicher Meinung und Geschäftsinteressen. Daher habe ich nicht die Kompetenz alles auszuführen, allerdings einfach allgemein darüber diskutieren sicher kein Problem.
Danke. :)
Ich hab's jedoch leichter, da ich nicht im Seilbahnbereich tätig bin somit ist es für mich bzgl. Offenbarung von Infos weniger heikel. Klar, dass gewisse Einzelheiten nicht öffenltich diskutiert werden können, dies obwohl die zwei grossen Schweizer Steuerungshersteller sind gegenseitig gut kennen und zudem eigentlich wenig revolutionäres zu finden ist (eher evolutionäres). Heikler sind Programme sowie eigenentwickelte Eletronikschaltungen aber die sind dann so fachspezifisch, dass sie onehin nicht von allgemeinem Interesse sind.
Gesamthaft gesehen hätten da eher Seirel und Semer wohl mehr zu lernen. aber reine Foruminfos helfen da auch nicht so extrem weiter.

Persönlich hab ich mich schon immer für Seilbahnen interessiert, wäre auch eine Art Traumjob, kam jedoch nie dazu in diesem Bereich zu arbeiten.


Lagorce schrieb:
Zu deinen Bildern:
War der Tandem-Antrieb mit zwei Dieselmotoren?
ATV schrieb:
Zu deinen Bildern:
Meinte sind 2 Drehstrommaschinen drauf. Allerdings steht an der Hohen Winde ein Baugleicher mit 2 Dieselmotoren. Könntest du mal ansehen. Extrem stylischer Skilift.
Muss ich mal hinfahren. Wohne leider nicht in der Gegend.


Lagorce schrieb:
Dumme Frage zum roten Motor: Was ist auf dem hinteren Wellenende angebaut? Tacho oder Encoder scheinen irgendwie unlogisch, da man kostengünstiger mit einem Näherungsschalter oder einem Pickup bei der Kupplung die Drehzahl erfassen kann. Wohl auch kaum einen Lüftermotor (sieht auch nicht so aus), denn solche Pumpenatriebe werden ja i.d.R. mit Festdrehzahl.betrieben.
ATV schrieb:
Weis ich so vom Schiff aus nicht, kann ich aber rausfinden.
Nur wenn Du mal gerade dazu Zeit hast. Ist mir irgendwie aufgefallen.


Frage zum Antrieb der 4PB Stäfeli-Usser Äbnet, Niedersurenen UR: Ist der kleine Getriebeelektromotor der "Notantrieb"? Wird dort ein Zahnriemen eingesezt? Irgendwie sieht der Hydraulikmotor so aus, als könne er zur Auskoppelung bei Notantrieb zurückgezogen werden aber ich sehe es nicht so genau im Bild. Der Getriebemotor scheint wie auf einer Art Riemen- od. Kettenspannwippe aufgebaut zu sein. Aber vielleicht sehe ich das wieder einmal ganz falsch.

Ist dieser Antrieb eine Art Garaventa-Werksstandard für kleine Bahnen?
 
Lagorce schrieb:
Dumme Frage zum roten Motor: Was ist auf dem hinteren Wellenende angebaut? Tacho oder Encoder scheinen irgendwie unlogisch, da man kostengünstiger mit einem Näherungsschalter oder einem Pickup bei der Kupplung die Drehzahl erfassen kann. Wohl auch kaum einen Lüftermotor (sieht auch nicht so aus), denn solche Pumpenatriebe werden ja i.d.R. mit Festdrehzahl.betrieben.
Ist nur ein Impulsgeber. Allerdings eine komische Bauform.
 
Danke für die Information.
Weshalb ein Tacho vorhanden ist erscheint mir was rätselhalft, man kann ja davon ausgehen, das die Drehzal konstant ist.

Das Aussehen kann täuschen. Es gibt Encoders, die von aussen sehr ähnlich wie Hübner oder Radio-Energie (jetzt Precilec) Tachogeneratoren aussehen. Andernseits findet man Tachos die wie Encoder aussehen (z.B. gewisse Thalheim (jetzt Baumer Thalheim) Modelle).
 
So wie ich das gesehen habe, ist die Drehzahl nicht konstant sondern direkt auf den Hydromotor. Kanns dir aber nicht sagen. Muss ich jemanden fragen, der die Bahn kennt. Vielleicht morgen oder so. Weis noch nicht Sorry.
 
Interessant, da üblicherweise Hydraulikpumpen, die durch Asynchronmotoren angetrieben werden mit Konstantdrehzahl arbeiten.

Man beachte die 6 Kabel, eigentlich nicht so üblich für kleine Motoren, kann zwar nicht genau sehen wie gross der Motor ist. Evtl. Polumschaltbar? Oder FU?
Bei FU sind oft abgechirmte Kabel vorgeschrieben, idealerweise solche mit symmetrischem Aufbau. Da man grössere Querschnitte nicht so einfach findet, werden oft mehere Kabel parallell verlegt und grosse Querschnitte sind onehin mühsam in der Praxis.

Der abgebildete Radialkolbenmotor ist anscheinend ein Motor mit nicht verstellbarem Hubraum (Schluckolumen).


Bzgl. allgemeine Antriebstechnik: Direktantriebe setzen sich im Seilbahnbereich nicht so gut durch. Die Motoren sind auch extrem schwer.

Interessanterweise sind Direktantriebe im Aufzugsbereich gängig, inkl. für gewisse Warenlifte sowie Hochgeschwindigkeitslifte für Hochhäuser.
 
Noch ein Bild. Windenbahn Grütschalp beschleunigt von V0 auf 10m/s in 52 Sekunden Bergwärts.



Beschleunigen eine 15EUB von V0 auf 6m/s und anschliessend ein EH.

ID-lauf AC Motor.


Dann habe ich noch ein Bild vom Datenblatt des Gesuchten Tacho.
P1200536.JPG


Mehr konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen, auch derjenige der die Bahn kennt konnte mir das nicht beantworten.
 
Danke für die interessanten Videos. Der Antrieb der Windebahn ist eindrücklich, hier noch ein Infoblatt von Siemens:
http://www.automation.siemens.com/s.../insight/insight_04_08/grosse_dimensionen.pdf

Getriebehersteller Flender wurde von Siemens übernommen, Motor und FU sind jedoch von ABB, was Siemens natürlich nicht erwähnt. :)


Könnte das rote Teil nicht ein Zentrifugalschalter sein? Das Typenschild entspricht nicht einem üblichen Tachogenerator. Siehe ebenfalls hier: http://www.spring-ltd.ch/home/ (auf Zentrifugalschalter klicken).

Eine Überwachung auf 1600 [1/mn] bei 4-poligem Asynchronmotor ist nachvollziehbar, da bei treibender Last die Hydraulikpumpe den Elektromotor antreibt und dieser regenerativ arbeitet (Netzrückspeisung). Bei Netzausfall, Entkoppelung vom Netz oder starker Überlast könnte die zulässige Übersynchrondrehzahl überstiegen werden, was aus verschiedenen Gründen vermieden werden muss.
 
Lagorce schrieb:
Getriebehersteller Flender wurde von Siemens übernommen, Motor und FU sind jedoch von ABB, was Siemens natürlich nicht erwähnt.
Hmmm neues steht darin kaum. Mehr Werbung...... Steuerung ist aus Altdorf. Besitzt aber eine Siemend Sicherheits SPS S7-300

Lagorce schrieb:
Könnte das rote Teil nicht ein Zentrifugalschalter sein? Das Typenschild entspricht nicht einem üblichen Tachogenerator.
Da könntest du Recht haben. Desweiteren habe ich solche Dinger auch an Ward Leonardumformern gesehen.
 
Viel informatives aus technischer Sicht wäre auch kaum von einer Siemens Werbeschrift zu erwarten.
Die Übernahme von Flender fand ich was merkwürdig. Stelle man sich vor, dass ABB in einem Kraftwerksprojekt Getriebe einsetzten muss, die werden dann kaum bei einer Siemens Tochter eingekauft... Oder eben doch im Rahmen der allgemeinen Globalisierung? Bosch hat ja auch Getriebehersteller Lohmann + Stolterfoht über Rexroth übernommen (im Umlaufbahnenbereich ist Lohmann ist ein Konkurrent von L. Kissling)

Bei WL kann ich nicht mitreden, da ich mich beruflich seit langem nicht damit befasst habe. Überdrehzahlschutz des WL-Umformers bei regenerativem Betrieb scheint jedoch sinnvoll. Früher gab's noch keine elektronische Übergeschwindigkeitsüberwachungsrelais, da waren mechanische Fliehkraftschalter (Zentrifugalschalter) Stand der Technik.
 
Zurück
Oben