@starli: ja so oft kann ich auch nicht so viel Text schreiben.
@Bilder: ich verwende sehr viel Zeit meine Bilder nachzu bearbeiten und lege dabei sehr viel Wert drauf, die tatsächliche Stimmung wieder zugeben. Teilweise suche ich mir aber auch ein "Thema" aus, das ich dann eine Serie lang verfolge, so als eine Art künstlerischen Einfluss meinerseits. Ich kann aber aus keiner Mittagsstimmung eine Abendstimmung machen, sondern nur das was drauf ist intensivieren. Das habe ich hier teilweise sehr extrem getan, weil das mein Thema war. Ich bin fast nur nchmittags gefahren. Beide La Thuile Serien sind zwischen 13.00 Uhr und 17.30 Uhr entstanden, weil ich an beiden Tagen sehr spät dran war. In diesem Fall im Details wie folgt:
Alle Bilder der Fahrt: Stimmung war an diesem Tag sher kalt und winterlich. Den leichten Blaustich der Bilder habe ich zwischen den Bildern farblich angeglichen und leicht intensiviert. Kontraste waren sehr schwach, habe ich fast alle so gelassen, wegen Nebelwirkung, nur die Tiefen hab ich leicht zu gemacht, damit tonal schwarz auch so wiedergeben wird. Das letzte Bild war eher ein künstlerisches Experiment: ich wollte die Neonstimmung der Mautstationen italienischer Autobahnen einfangen und hab daher das orange Flutlicht blau gemacht. Sowas mach ich aber normalerweise nicht (dauert auch zu lange) und das Bild hab ich dann am Ende mehr aus Spaß mit dazugenommen, weil ich noch was für dei Stimmung die langen Fahrt brauchte.
La Thuile Bilder Serie Dezember (die aus dem Bericht): erste Hälfte nur leicht farblich und kontrasttechnisch angeglichen. Zweite Hälfte: dieser Bilder erinnerten mich stilistisch sehr an das, was Ben Bomas für Val Thorens immer in den späten 90er Jahren gemacht hat. Halt die Stimmung der Abendbilder fast übertrieben intensiviert. Dabei werden die rötlichen Lichtverhältnisse noch farblich intensiver und kontrastreicher. Abendstimmung hab ich auf den Orignialbilder aber genauso - späten Dezember siehts am 15.00 Uhr halt so aus.
La THuile Serie März 2004: Hier hatte ich schwer mit einem starken Gelbstich zu kämpfen. Es war eiskalt an dem Tag - -15 bis -20 Grad - und die Luft hat dem ganze einen seltsamen Gelbstich verpasst. Der wirkte mit zu schmutzig, daher hab ich ihn etwas gegen Rot verschoben auf den ersten Bildern. Das könnte man eventuell als eingerötet bezeichnen. Die späteren Bilder wiederum hatten aber wieder recht rötliche Lichtverhältnisse, weil sie fast alle zwischen 15.00 Uhr und 17.30 enstanden sind. Hier hab ich teilweise wieder etwas mit dem Val Thorens Effekt gespielt (Bilder von der Chaz Dura rüber zum Belvedere). Ich wollte so ein bischen den Broschüreneffekt haben.
Für die Pitztalbilder war das Thema zum Beispiel "Sommerschi", wenn Du so willst. Ich hab da zum Beispiel oft die weißen Flächen übersteuert, um so einen gewissen "gleißenden" Effekt zu kriegen. Am Passo Tonale hab ich wieerum die Bilder oft im Tiefmittenbereich reuntergezogen, um den Effekt der dunklen und scchmutziggrauen Wolken zu verstärken. Sah so schön düster aus. In Laveno hab ich vielen Bildern einen "alten" analogen Look verpasst, indem sie rötlich und gelblich wurden. Dabei hab ich versucht möglichst das intensive Grün des Dschungels ebenso gut wiederzugeben. Teilweise hab ich die Bilder nach 70er Postkarte aussehen lassen - so z.b die Bilder von den it Leuten besetzten Körben mit dem Lago im Hintergrund, weil ich das Motiv so Postkarten mäßig fabnd.
Also Fazit: ich gebe mir sehr viel Mühe mit den Bildern, und versuche, die Stimmung, wie ich sie erlebt hab, genauso wie auch mit dem Text, möglichst gut wiederzugeben. Dabei bearbeite ich Kontrast und Farbintensität und gleiche die Farbstiche an. In manchen Fällen gehe ich auch mal etwas künstlerisch ran, so z.B. Val Thorens Effekt, Maustation (Extremfall), Lavenoeffekt, Tunnelaufnahmen vom Pitzexpress (hier z.T. schwarz-weiß Effekt). Im großen und ganzen geht es aber auch hier immer darum eine bestimmte vorhandene Stimmung zu intensivieren.
@kaldini:
Ja zwei Tage sicher, eher drei. Wenn man bereit ist, Pisten, die einem Spaß machen, auch mal in ihren Varianten auszuprobieren und zu wiederholen, dann kann bestimmt auch vier oder fünf Tage gut dort verbingen. Allein die Seite vom Kl. St. berhard bietet so viele geile Couloirs, dass ich dort z. tage lang off-piste fahren könnt. Aber auch für den reinen Pistenschi wird sehr viel geboten. Insbesonder auch im Waldgebiet von La Thuile, das wir fast ganz außen vor gelassen haben.
Ich habe in der Tat die Bauruine eines Sesselliftes in La Rosiere gesehen, etwa in der Mitte zwischen den Stationsnahen Hängen und dem oberen Gebiet. Sah aber eher nach Fixgeklemmt aus, es standen nur Betonsockel rum , die waren aber eher klein. Ich weiß es waber nicht. Von einer weiteren Baustelle hab ich nichts gesehen. Brauchen könnte La Rosiere dringen zwei KSBs: eine von der Station auf den ersten Grat und eine, die hinten den Übergang nach La Thuile ermöglicht an dem langen Süd West Hang.
Ich hoffe ich habe alle Fragen beantwortet!
