Schusseligkite schrieb:
ThomasK schrieb:
Fakt ist, dass die Infektionszahlen hochschnellen, weil sich die Leute auf privaten Feiern umarmen und es auf privaten Feiern hoch her geht und nicht wegen einer Warteschlange am Skilift.
Ich vermute, das Deppen sich situationsunabhängig wie Deppen verhalten. Und darum gehe ich davon aus, dass die Deppen, die einem im letzten Moment noch mit in die Gondel springen und sich nach Verlassen der Station die Maske runterreißen, genau die sind, die vorher mit anderen gefeiert haben.
Genau aus diesem Grund sind doch die Maßnahmen der Politik so lächerlich.
Würde man keine Sperrstunde in der Gastronomie einführen, dann könnten die Leute in der Wirtschaft feiern. Geschultes Personal der Gastronomie würde dann die Desinfektionsregeln einhalten und man hätte die Abstandsregeln einigermaßen unter Kontrolle. Benutztes Geschirr wird dann ordentlich gespült und nicht mehrfach verwendet wie auf etlichen Privatpartys.
Wenn man aber wie die Politik nur von 12 bis Mittag denkt, dann sperrt man die Gastronomie zu, sodass sich dann die Leute eben in den eigenen vier Wänden treffen und dort feiern.
Die Wohnung ist aber verfassungsrechtlich geschützt. Nur bei schweren Straftaten kann die Polizei in die Wohnung eindringen. Daraus folgt dann also, dass sich bei privaten Feiern eben niemand mehr an die Coronaregeln hält.
Nebenbei bemerkt bringt dann diese Politik auch noch viele Gastwirte in Existenznöte.
Die Folge von solchen völlig weltfremden und überzogenen Regeln ist doch, dass die Politiker gar nicht mehr ernst genommen werden.
Nach dem Stillstand im Mai hatte man schon hinreichend gute Informationen, was erforderlich sein muss, um den Anstieg des Virus in Grenzen zu halten. Dazu gehören mit Augenmaß beschlossene Regeln, die jeder auch nachvollziehen kann. Hektischer Aktionismus ist sehr schädlich. Alleine in Bayern hat es durch die Gschaftlhuberei des Herrn Söder etliche Pannen gegeben.
In Schweden setzt man auf Regeln mit Augenmaß. Dort hat der Chefvirologe Tegnell in etlichen Analysen dargelegt, dass man das Virus nur in den Griff bekommen kann, wenn man parallel zu den Empfehlungen nicht nur einen Impfstoff und Medikamente entwickelt, sondern auch ganz langsam
ergänzend dazu eine Herdenimmunität aufbaut. An etlichen Grafiken wurde den Schweden dann im Fernsehen genau erklärt, wie wichtig es ist die Herdenimmunität langsam aufzubauen, um das Gesundheitssystem nicht zu überfordern. Die Strategie wurde dann in verschiedenen Modellen durchgespielt und hochgerechnet.
Auch wurde den Schweden klar gemacht, dass man - egal welche Strategie man wählt - immer einen "Infektionspreis" bezahlen muss, dass aber Schweden bereit ist, Teile dieses Infektionspreises vorher zu bezahlen, weil man dann mit Zins und Zinseszins dann langfristig besser fährt.
Zudem hat der Schwedische Regierungschef Löfven darauf hingewiesen, dass auch in der Pademie gilt, dass es keinen Machtmissbrauch des Staates geben darf und er darauf verzichtet, mit Notstandsdekreten demokratische Grundrechte außer Kraft zu setzen. Vielmehr werden die Empfehlungen der Wissenschaft umgesetzt. Das, was die Behörde unter ihrem Chefvirologen Tegnell empfiehlt, wurde dann in Schweden in Form an Empfehlungen an die Öffentlichkeit weitergegeben. Der Reichstag in Stockholm hält sich ebenso zurück, wie die Schwedische Regierung.
Schaut man sich die Zahlen von Schweden an, dann sieht man, dass zu Beginn der Pandemie Schweden gegenüber den Vergleichszahlen aus den meisten anderen europäischen Staaten im Rückstand war. Mittlerweile hat sich aber das Szenario gedreht. Die
zusätzlichen Infektionszahlen, also die
erste Ableitung nach der Zeit, und Todeszahlen liegen in Schweden pro 1000000 Einwohner niedriger als in Großbritannien, Spanien, Frankreich oder Deutschland und das, obwohl es in Schweden - im Gegensatz zu den anderen Staaten - nie einen harten Stillstand gab.
Auch heute fahren in der Stockholmer U-Bahn fast alle ohne Maske. In allen Geschäften kann man ohne Maske einkaufen.
Der Bevölkerung wurde erklärt, wie man es richtig macht.
In der U-Bahn nicht viel reden und wenn man etwas sagen muss, dann sagt man es leise oder kann sich partiell auch mit Handzeichen oder Körpersprache verständigen. Den Leuten wurde gesagt, dass man in Gottesdiensten nicht singen soll. Wenn man niesen muss, dann bückt man sich, sodass das eigene Gesicht ca. 30 cm über den Boden ist und niest senkrecht nach unten, damit die Viren auf den Boden geschleudert werden und somit nicht in die Atemwege anderer gelangen können. Da die Viren eine Masse haben, ist es normalerweise so, dass sie nach dem Niesen in einer Virenwolke langsam zu Boden sinken etwa mit einer Geschwindigkeit von 3 - 5 cm pro Sekunde.
Durch diese ganzen Erläuterungen haben die Schweden ihr Verhalten peu a peu in der Öffentlichkeit optimiert ohne das Grundrechte unter dem Hammer verhökert wurden wie in Deutschland.
Das Wichtigste ist aber, dass, wenn die Menschen merken, dass sie zusammen mit der Regierung unter Wahrung der Demokratie mit eingeübten Verhaltensweisen die Pandemie überstehen, dann kann man die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auch etliche Monate aufrecht erhalten.
In Deutschland aber, wo die Politiker mit völlig überzogenen Regeln Aktionismus vortäuschen und etliches schief läuft, lässt dann bereits nach ein paar Wochen die Disziplin nach, weil man die Politiker ohnehin nicht mehr ernst nimmt.
Wenn ich die Ausführungen von Tegnell richtig verstanden habe (ich kann kein Schwedisch, sodass ich 70 % Raten muss), dann wird Schweden in den kommenden Wochen pro 1000000 Einwohner niedrigere Infektionszahlen aufweisen als Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien oder Italien.
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Covidioten gibt es auf beiden Seiten.
Diejenigen, die mit Panik, Überreaktionen und überzogenen Verhaltensweisen hysterisch herumbellen und dann noch mit Denunziatentum die Gesellschaft kaputt machen, sind genauso Covidioten wie diejenigen, die das Virus für eine Erfindung halten.