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Auto ...

^ mit meinem E-Einrad hab ich weder das Problem mit dem Schwitzen, noch das Problem mit dem Abstellen, steht einfach in meinem Büro bzw. meiner Wohnung. Gegen Regen gibts Regenkleidung (hab nur keine dichten Schuhe und keine sonderlich dichte Jacke, daher Ersatzschuhe im Büro und Ersatzstrümpfe im Rucksack). Nur bei Schnee oder Eis fahr ich dann wirklich mit dem Auto in die Arbeit. (Heute wars zwar <0°, aber trockene Gehsteige, daher mit dem Rad gefahren.
 
Interessante Denkansaetze aus dem Umweltbundesamt:

Sprit muss bis zu 70 Cent teurer werden

insbesondere, dass endlich mal jemand daran geht die Pendlerpauschale endlich abzuschaffen finde ich sehr positiv.
 
albe-fr schrieb:
insbesondere, dass endlich mal jemand daran geht die Pendlerpauschale endlich abzuschaffen finde ich sehr positiv.
Ich weiß nicht, ob das wirklich sinnvoll ist - die begünstigt doch gerade die Nutzer der Öffis und erst recht die Radler, weil die Pauschale tendenziell höher als deren Kosten ist - gibt also eigentlich Anreiz zum Umsteigen.
Nur die Begünstigung für PKW über ca. 70 km müßte entfallen.
 
gfm49 schrieb:
Ich weiß nicht, ob das wirklich sinnvoll ist
Ich halte es irgendwie generell nicht fuer sinnvoll es zu fördern möglichst weit von seiner Arbeit entfernt zu wohnen.
 
albe-fr schrieb:
Ich halte es irgendwie generell nicht fuer sinnvoll es zu fördern möglichst weit von seiner Arbeit entfernt zu wohnen.
Das kann man sich aber nicht immer aussuchen - vor allem, wenn zwei Partner berufstätig sind. Doppelte Haushaltsführung ist auch nicht jedermanns/-fraus Sache.
 
albe-fr schrieb:
gfm49 schrieb:
Ich weiß nicht, ob das wirklich sinnvoll ist
Ich halte es irgendwie generell nicht fuer sinnvoll es zu fördern möglichst weit von seiner Arbeit entfernt zu wohnen.

in manchen Gegenden gibt es halt nicht gerade ein grosses Angebot an Arbeit. Und dass jeder in die Stadt zieht geht wohl auch nicht. Aber der Vorschlag, die Pendlerpauschale abzuschaffen hat ja eher den Grund um die CO-2 Lücke zu reduzieren. Sehe ich als vollen Schwachsinn, denn es wird wohl kaum CO2 eingespart nur weil man eine Pauschale abschafft. Zur Arbeit muss ich trotzdem fahren. Und Öffentliche (über 2 Std.) oder Rad gehen bei mir kaum sinnvoll
 
Im Gegenteil, das ist maximal unsozial. Denn für Strecken über 20 km ist der ÖV nur sehr selten eine Alternative, dauert oft doppelt oder dreimal solange wie mit dem Auto. Das ist auch logisch, denn es kann sich gar nicht rechnen, auf Dörfern so oft den Bus fahren zu lassen.

Das mit dem Benzinpreis ist politischer Extremismus, denn auf Benzin sind bereits 190% Steuern. Ist eigentlich identisch zu den Grünen, die früher mal "Benzinpreis 5 DM" gefordert haben, so weit ist das da nicht mehr weg.

Und die SUV-Fahrer würde selbst das wenig kümmern. Denn ein SUV kostet bereits heute viel mehr als ein kleineres Auto, verbraucht auch viel mehr, den fahren eh hauptsächlich Leute die es sich trotzdem noch leisten könnten und würden.
 
Ich denk jetzt mal grün und finde ne kräftige Steuererhöhung auf Treibstoffe gut.

Endlich mehr Platz auf den Strassen für meinen Hybrid-SUV.

Und Gehalt kommt eh vom Staat.
:yau:
 
albe-fr schrieb:
Ich halte es irgendwie generell nicht fuer sinnvoll es zu fördern möglichst weit von seiner Arbeit entfernt zu wohnen.
Sehe ich auch so, allein der Zeitverlust für's Pendeln wär mir zu Schade.

Allerdings stoßen hier natürlich auch zwei recht konträre Dinge zusammen:

1. einerseits vom CO2 - Ausstoß sind Städte mit hohen Häusern natürlich viel besser als kleine Dörfer, man braucht sämtliche Infrastruktur weniger weit verlegen, als Bewohner genießt man besseren ÖPNV, alles läuft effektivier, in jeder Linie gibts hier Einsparungen

2. davon abgesehen haben die großen Städte aber auch einige Nachteile - schlechtere Luft, mehr Stau, wenig und teure Abstellplätze für Autos, höhere Temperaturen -> im Sommer mehr Stromverbrauch durch Klimaanlagen

Optimal für die Stadt der Zukunft wäre also vielleicht ein Schachbrettmuster aus Grünanlagen mit Bäumen, hohen Wohnanlagen (und Arbeitsvierteln)?
 
albe-fr schrieb:
Ich halte es irgendwie generell nicht fuer sinnvoll es zu fördern möglichst weit von seiner Arbeit entfernt zu wohnen.
Nachdem ich bezweifle das die meisten Menschen freiwillig pendeln sondern entweder weil sie entweder immobilieneigentumsgebunden sind oder sich in Arbeitsplatzgegend schlicht keine bezahlbare Wohnung finden lässt, halte ich die Pendlerpauschale für nach wie vor unbedingt nötig. Außerdem darf man nicht vergessen das jeder Pendler meist nur einen Teil seiner tatsächlichen Kosten erstattet bekommt; eine Vergütung für die zum Pendeln aufzuwendende Zeit gibt es ohnehin nicht und daher ist ein Pendler gegenüber jemandem der nahe seiner Arbeitsstätte wohnt generell immer benachteiligt.
 
Petz schrieb:
sich in Arbeitsplatzgegend schlicht keine bezahlbare Wohnung finden lässt, halte ich die Pendlerpauschale für nach wie vor unbedingt nötig.

mit der Argumentation könnte man dann darüber diskutieren, ob man dann die Leute, die sich doch eine Wohnung in der Nähe das Arbeitsplatzes suchen dafür entlastet... arbeitsplatzfern zu wohnen belastet immer die Umwelt, egal ob man mit OePNV oder Privat-PKW pendelt.

Mir erschliesst sich generell die Idee nicht fuer den Weg zur Arbeit eine Entlastung zu bekommen.
 
j-d-s schrieb:
für Strecken über 20 km ist der ÖV nur sehr selten eine Alternative

ich bin 5 Jahre lang 30 km mit dem Rad gependelt - OePNV hätte es gegeben und wäre auch schneller gewesen aber bei weitem nicht so flexibel. Inzwischen habe ich keine 4 km zur Arbeit mehr und bin darüber sehr froh.
 
albe-fr schrieb:
mit der Argumentation könnte man dann darüber diskutieren, ob man dann die Leute, die sich doch eine Wohnung in der Nähe das Arbeitsplatzes suchen dafür entlastet...
Die werden schon dadurch entlastet das sie kaum mehr Zeit für´s Pendeln aufwenden müssen und bei den Pendelkosten selbst nicht noch draufzahlen müssen. Ob man pro Woche einige Stunden mehr Freizeit hat oder nicht macht für die meisten nämlich sehr wohl auch nen Unterschied; rechne den mal mit einem durchschnittlichen Stundenlohn hoch dann ist das der Mindestverlust den der allergrößte Teil aller Pendler unabgegolten tragen muß...:rolleyes:
 
albe-fr schrieb:
Petz schrieb:
sich in Arbeitsplatzgegend schlicht keine bezahlbare Wohnung finden lässt, halte ich die Pendlerpauschale für nach wie vor unbedingt nötig.

mit der Argumentation könnte man dann darüber diskutieren, ob man dann die Leute, die sich doch eine Wohnung in der Nähe das Arbeitsplatzes suchen dafür entlastet... arbeitsplatzfern zu wohnen belastet immer die Umwelt, egal ob man mit OePNV oder Privat-PKW pendelt.

Mir erschliesst sich generell die Idee nicht fuer den Weg zur Arbeit eine Entlastung zu bekommen.

Ich weiß ja nicht ob du die Wohnungssituation in deutschen Großstädten in den letzten Jahren so mitbekommen hast, aber "sich eine Wohnung in der Nähe des Arbeitsplatzes suchen" ist äußerst schwierig und vor allem sehr teuer.

Da kann man zehnmal auf "die bösen Pendler" schimpfen (zu den Grünen als Stadtbewohner-Klientelpartei passt das gut), es gibt einfach nicht genug Wohnungen in den Städten als dass die Pendler alle in die Stadt ziehen könnten.

Vielleicht sollte man eher, anstatt auf Verbote und Steuererhöhungen zu setzen, mal darüber nachdenken, ob man nicht Unternehmen dazu bringen könnte, nicht immer alle Büros in der Innenstadt einzurichten oder ob man ein Recht auf Homeoffice einführen möchte, für Tätigkeiten, die im Büro eh nur am PC wären. Da diskutiert man groß über die Digitalisierung, aber auf die Idee, sie auch zu nutzen um objektiv unnötige Anwesenheit im Büro zu minimieren, kommt natürlich niemand...
 
Wenn wie bei uns die Arbeitsplätze in genau gegensätzliche Richtungen liegen, bringt an den Arbeitsort ziehen nur bei getrennten Wohnungen was. Ob das ökologisch Sinn macht, wage ich zu bezweifeln.

Oder einer hat einen doppelt so langen Weg (20 km) und der andere einen sehr kurzen (1km), was aufs gleiche raus kommt wie wenn beide 10km haben. Manchmal ist das Leben nicht nur schwarz-weiß, wie so manche Träumerle meinen.
 
Oder wenigstens E-Bike: Ein schnelles E-Bike (Unterstützung bis 45km/h) dürfte auf diese Distanz und in die Stadt rein wohl nicht viel langsamer (wenn überhaupt) sein als ein Auto...
 
albe-fr schrieb:
ThomasZ schrieb:

Damit wohnt ihr doch eh schon in idealer Fahrraddistanz...

Ist auch noch eine Frage der Topografie, des Berufes, der Gefährlichkeit des Weges u.a.

Ich prophezeie auch, dass es völlig egal ist ob die Pendlerpauschale abgeschafft wird oder nicht. Das wir max. im einstelligen Prozentbereich für Verschiebungen im gewählten Verkehrsmittel sorgen. Da überwiegen ganz andere Kriterien bei den meisten als das Geld. Was passieren wird, ist die Verschiebung des Geldes aus dem Konsum und somit Sicherung Arbeitsplätze anderer, hin zum Staat, der es wieder verprasst.
 
Glaube ich nicht... eher, dass die Steuern um diesen Betrag sinken, also dass das Steuereinkommen für den Staat +- gleich bleibt. Wer weit pendelt zahlt dann etwas mehr, wer moderat pendelt zahlt etwa gleich viel, wer gar nicht oder ganz wenig pendelt, zahlt weniger. Zumindest wäre das logisch ;)
 
albe-fr schrieb:
ThomasZ schrieb:

Damit wohnt ihr doch eh schon in idealer Fahrraddistanz...

Wenn man davon absieht, dass man dann Wind und Wetter ausgesetzt ist und die Aussage, mit nem Elektrofahrrad ginge es schneller sehr stark von der konkreten Strecke abhängt. Nicht jeder wohnt oder arbeitet in ner Großstadt mit vielen Staustrecken. Manche arbeiten auch einfach zu Zeiten wo auch da kein Stau ist (bspw. vor 7 oder nach 10 anfangen).
 
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