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Auto ...

Spezialwidde schrieb:
... aber grad die neuen Motoren mit ihrer ganzen Technik sterben doch reihenweise wenn man die Wartung vernachlässigt.

Welcher Motor genau? Warum? Woran stirbt der?
Ich hatte bislang nur einen fast defekten Motor. Und das war ein scheckheftgepflegter 190er 2.3, der heute als Oldtimer durchgehen würde. ZKD defekt, aber gerade noch rechtzeitig gerettet.
 
judyclt schrieb:
Spezialwidde schrieb:
... aber grad die neuen Motoren mit ihrer ganzen Technik sterben doch reihenweise wenn man die Wartung vernachlässigt.

Welcher Motor genau? Warum? Woran stirbt der?

Sehe mir jetzt bitte nach dass ich die Motorbezeichnung grade nicht parat hab. Aber als Paradebeispiel will ich die Motoren mit in Öl laufenden Zahnriemen nennen. Einmal das falsche Öl oder zu altes Öl und das Ding löst sich auf und zerstört den Motor. Desweiteren haben fast alle Motoren das Problem dass die Ölbohrungen nicht mehr so großzügig dimensioniert sind wie das einmal der Fall war und bei zu langen Ölwechselintervallen gerne mal verstopfen. Dann haben wir die AGR-Problematik mit der Oldtimer gar nichts am Hut haben. Das sind so die Hauptprobleme. Dazu kommt dass ein Hobbyschrauber ohne Spezialausrüstung, Tester und Software vieles gar nicht mehr selber machen kann. Kann man durch Wartung entgegenwirken aber mit den 600 Euro kommst du niemals klar. Alles andere würd ich unter Fehlkonstruktionen gewisser Hersteller verbuchen die man nicht verallgemeinern kann.
 
Normalerweise ist bei Elektroautos die Wartung wirklich geringer, eigentlich braucht man nur frische Bremsflüssigkeit alle zwei bis drei Jahre und neue Pollenfilter. Natürlich ist eine Durchsicht nicht verkehrt, denn Verschleiß an Fahrwerksteilen gibt es da natürlich auch. Aber das macht ja eh der TÜV. Bremsen sind aber z.B. sehr unkritisch, da selten gebraucht, die gehen eher durch Standschäden kaputt.
 
Hier ist ja wieder was los. Da ich grade in Südtirol unterwegs bin und klimatisiert im Auto übernachte gebe ich auch mal meinen Senf dazu.
Vielleicht erstmal was zur bisherigen Fahrstrecke: Hinfahrt mit Start in Backnang mit 41 % SoC, Abendgestaltung in Wolfschlugen beim Italiener, weiter nach Merklingen wo grade einer der größten Supercharger Europas mit 40 Stalls den Bau begonnen hat und von dort bis Illertissen, wo ich mit 2 % Rest einen nächtlichen Ladestop mache. Geladen bis 83 % am dortigen Ionity Lader (dort lade ich derzeit kostenlos - fragt lieber nicht...) und weiter bis Höhe Kempten gefahren, dann abgefahren und im Auto schlafen gelegt. Verbrauch über Nacht ca. 5 % SoC mit angenehmen 20 Grad im Auto, allerdings nur von 3 bis 9 Uhr geschlafen (Zeiten nach Zeitumstellung). Dann gings erstmal weiter bis Nassereith, um bei der dortigen Ionity Station zu frühstücken, eine WC Pause einzulegen und nochmal recht voll zu laden bevor es ins fast Ionity-freie Südtirol geht. Geladen also von 43 bis 97 %, das dauert natürlich, aber mit Frühstücken, WC und Zähne putzen bekommt man die Zeit (ca. 44 Minuten) gut rum.
Von da gings dann weiter über den Reschenpass aufs Stilfserjoch, Ankunft oben mit 58 % SoC. Nach der Abfahrt in Prad war ich wieder bei 67 %. Weiter ging es dann über Meran ins Passeiertal nach St. Leonhard, wo ich mit 56 % angekommen bin und dann auf einem Campingplatz übernachtet habe. Von Nassereith bis Prad lag der summierte Verbrauch bei 12,7 kWh/100 km ab Akku.
Heute morgen gings dann vom Campingplatz nach einer längeren erholsamen Nacht mit 46 % SoC wieder weiter, erstes Ziel war das Timmelsjoch, von Süden ist es mautfrei erreichbar. Ankunft oben mit 23 % SoC, danach gings wieder runter und über den Jaufenpass zum Brenner. Da die Blase drückte wurde ein kurzer Ladestop am Ionity Lader im dortigen Parkhaus eingelegt, welches wirklich sehr eng dimensioniert ist. Ankunft mit 15 % und kurz pinkeln im Brenner Outlet reichte dann bereits für 25 nachgeladene Prozente, sodass es mit 40 % in Richtung Stubaital ging. In Mieders mit immer noch 40 % angekommen, dort die Sommerrodelbahn genutzt und Mittag gegessen. An der Talstation hätte ich an VLOTTE Ladestationen AC laden können, aber die kosten ja Geld ;) (29 ct/kWh derzeit mit der richtigen Karte)
Anschließend ging es wieder zurück Richtung Süden mit Ziel Corvara. Da ich dort übernachten möchte ging es nochmal ins Brenner Outlet Parkhaus wo ich mit 28 % SoC ankam, diesmal wieder möglichst voll laden. Genutzt habe ich die Zeit für eine kurze Besorgung im M-Preis, eine erneute WC Pause und etwas Routenplanung für die Fahrt nach Corvara und morgen zurück nach Hause.
Mit 96 % SoC ging es dann weiter, die Brenner Staatsstraße hinab war der Verbrauch bis Sterzing praktisch bei Null, dank warmem Akku durchs Schnellladen war die Rekuperation trotz des recht vollen Akkus noch in gut nutzbarer Stärke verfügbar. Ankunft in Corvara mit 76 % am oberen Ortsende, morgen gehts zurück in die Heimat. Voraussichtlich komme ich damit in einem Rutsch mindestens bis Illertissen, wenn ichs drauf anlege eventuell sogar bis Waiblingen (dort befindet sich ein Allego Ladepark, der mich derzeit ebenfalls nichts kostet). Das sind in Summe über 6 h Sondermautfreie Fahrtzeit (die Brennerautobahn meide ich) ohne einen Ladestop.
Bisher habe ich übrigens genau 2x auf der ganzen Strecke meine mechanischen Bremsen nutzen müssen. Das 1. Mal als ein bescheuerter Italiener mich fast von hinten anschieben wollte, mich dann waghalsig überholte und dann per "break-check" provozieren wollte. Das 2. Mal heute als es bei 12 % Gefälle mit immer noch 96 % im Akku von 90 hinter der Kurve auf 50 innerorts ging. Da wollte ich nicht ausrollen lassen 8O

Mein Auto habe ich jetzt seit dem 19. Juni 2021 und aktuell sind 51.723 km drauf. Stromkosten dürften bis dato noch im Bereich von 1000-1500 € liegen. Diese Kilometerleistung hätte mich mit meinem Vorgängerauto Skoda Fabia Kombi 1.2 l 3-Zylinder 70 PS bei derzeitigen Super95 Preisen von 1,80 - 2,00 € den Liter ~ 6000-6800 € gekostet. Mit nicht annähernd so viel Fahrspaß. Und da hätte ich nicht freiwillig im Auto geschlafen, ich heiße ja nicht starli :wink:

20221030_150213.jpg
Stilfserjoch hoch und runter
20221031_084317.jpg
Timmelsjoch... fast oben
 
@Spezialwidde:
Dein Beispiel macht deinem Namen alle Ehre;). Stimmt aber leider, denn beispielsweise die Dreizylinder bei Ford hatten mit den Zahnriemen im Öl wirklich ihre Probleme. Andererseits kostet ein Ölwechsel bei Fiesta und co. nicht viel.
Klar, AGR, Zahnriemen usw. sind irgendwann klassische Verbrennerkosten. Aber bis 100.000km nicht.
 
@judyclt, bei nem 08-15 Auto modernerer Bauart über hunderttausend Kilometer einfach nur Öl nachkippen ist uncool.

Ölverdünnung beschreibt das Einschleppen von Treibstoffen in das Schmieröl eines Verbrennungsmotors und das Ausbleiben der anschließenden Kraftstoffverdampfung im Öl, sodass das Öl ständig weiter verdünnt wird und die Schmierwirkung des Öls immer weiter nachlässt. Dies kann einen kapitalen Motorschaden nach sich ziehen. Ölverdünnung ist sowohl bei Otto- als auch Dieselmotoren möglich, bei letzteren insbesondere bei Ausführungen mit Dieselpartikelfilter (DPF).

https://de.wikipedia.org/wiki/Ölverdünnung

@flamesoldier, ich bin - nicht zum ersten Mal - beeindruckt, wie gut Du in Bezug auf öffentliches Laden informiert und organisiert bist. Ick weeß, da wird natürlich auch die Not zur Tugend, nichtsdestotrotz top! (btw, TSC heuer? Meld Dich, wenn Du ins Oberland kommst)

w.
 
Nachdem ich wieder zu Hause bin nun mal in Summe die Fakten:
Fahrtstrecke von Samstag Abend bis heute Nachmittag laut Fahrsensor an der Scheibe 1311,9 km
Nachgeladene kWh laut Ladeapp (jeder Ladevorgang ist gerundet auf volle kWh, alles inklusive Ladeverluste ab Säule gemessen) sind 269 kWh
Start mit 41 % SoC, Ankunft mit 80 % SoC -> Differenz 39 % was ca. 32 kWh entsprechen müsste
~30 % dürften für drei Nächte im Auto draufgegangen sein, sind nochmal ca. 24 kWh
269 - 32 - 24 = 213 kWh fürs reine Fahren inkl. Ladeverluste (Milchmädchenrechnung), somit komme ich auf ca. 16,24 kWh/100 km inkl. Ladeverlusten bei der Tour fürs reine Fahren.
Noch ein Preisvergleich wie unterschiedlich die Kosten dafür ausfallen könnten:
Hätte ich alles mit dem ad hoc Tarif bei Ionity geladen (0,79 €/kWh) käme ich auf 212,51 € für alle Ladevorgänge, davon 168,27 € fürs Fahren, also 12,82 €/100 km fürs reine Fahren + ~ 6,32 € pro Übernachtung. (+1x Campingplatz)
Mit der EnBW Karte hätte mich das zwischen 48 und 52 ct/kWh gekostet, also bei einer Mischung aus EnBW eigenen Säulen (48 ct) und Fremdsäulen (52 ct) mit 50 ct kalkuliert wären das 106,50 € fürs reine Fahren.
Hätte ich die AC Lademöglichkeiten genutzt würde sich der Preis nochmal deutlich verringern, hier im Ort hätte ich für 31 ct/kWh vor Abfahrt und nach Ankunft laden können, an der Talstation der Serlesbahnen hätte ich ca. 2,5 h für 29 ct/kWh nachladen können (ergibt bei 11 kW ca. 27,5 kWh oder 35 % SoC) und am Campingplatz gab es vorne eine öffentliche Ladestation (42 ct/kWh mit EnBW Karte) oder ich hätte die blaue CEE16 Dose nutzen können weil Strom im Preis inbegriffen war - da ich es aber nicht unbedingt brauchte habe ich nicht gefragt ob das erlaubt gewesen wäre, den Adapter habe ich immer dabei.
Kurzfassung: man kann teuer oder günstig unterwegs sein, es kommt immer auf die persönlichen Präferenzen an. Ich hätte auch faul zum Supercharger fahren können und 74 ct/kWh in DE, 70 ct/kWh in AT und ich glaube 63 ct/kWh in IT berappen können. Die meide ich aber seit langem aus Prinzip...
 
bei nem 08-15 Auto modernerer Bauart über hunderttausend Kilometer einfach nur Öl nachkippen ist uncool

Natürlich nicht ideal, aber die Motoren sterben auch nicht sofort reihenweise. So ein Ölwechsel ist aber auch nicht teuer, wenn man die davon lebenden Glastempel meidet. Ich wollte nur verdeutlichen, dass viele unnötig viel Geld in ihre Verbrenner stecken. Dennoch sind bei vergleichbaren Modellen die E-Varianten natürlich meistens günstiger im Unterhalt. Das gilt besonders dank Förderung bzw 0,25% Regel.
 
Wurzelsepp schrieb:
PS: Ich finde es ja irgnendwie speziell, dass ausgerechnet die "E"-Klasse die letzte Benzin- resp. Dieselkutsche ist.

Das kann ich nachvollziehen weils ein bequemes Reiseauto und eine gute Langstreckenlimusine ist. Da sieht man wohl noch den Verbrenner im Vorteil.
 
Naja, da kommt es schon etwas auf die Details an.
"Wird das letzte Modell auf einer reinen Verbrenner-Plattform sein".
Somit wird mit dem Ende dieses Modellzyklus die MRA2-Plattform für die Heckantriebler wohl Geschichte sein. Für die Kompakt-und Mittelklasse kommt bald die MMA-Plattform, die für Elektro und Verbrenner verwendet werden kann, wenn auch nach dem Prinzip "Electric first".
Von daher abwarten, welches Modell den letzten Verbrenner in sich tragen wird.
 
Nicht wegen dem Modell, das ist an und für sich egal, sondern rein, weil ausgerechnet ein "E"-Modell, das normalerweise eher für "elektrisch" steht, der letzte Verbrenner sein soll... also nicht vom Inhalt, sondern rein vom Namen her.
 
Wurzelsepp schrieb:
ausgerechnet ein "E"-Modell, das normalerweise eher für "elektrisch" steht,
neuerdings
"E" stand bei Mercedes früher für Einspritzer (nach der Modellbezeichnung), nach Umstellung der Namensgebung mit Voranstellung der Buchstaben für Executive.
Warum sollten die eine eingeführte Bezeichnung ändern?
 
Wobei es bei Mercedes meines Wissens für "Executive" steht... ich fand es einfach lustig, dass ausgerechnet mit einer "E"-Klasse quasi der Abschied von den Verbrennern kommt, nicht mehr und nicht weniger.
 
Das war Sommer 1993 (also für Modelljahr 1994) da wurde die W124 Baureihe umgestellt:
Ein 320 E (Einspritzer) hiess dann E (Economy) 320
erhielt u.a. hauptsächlich den hässlichen Plakettengrill und den rostproduzierenden Wasserbasislack.
Motorentechnisch blieb es aber gleich, denn die moderneren Motoren kamen schon 1992.
Deshalb sind die Modelle Sommer 92 bis Sommer 93 die gesuchtesten.
 
Wurzelsepp schrieb:
Wobei es bei Mercedes meines Wissens für "Executive" steht...
Sag ich doch:
gfm49 schrieb:
...nach Umstellung der Namensgebung mit Voranstellung der Buchstaben für Executive...

Wurzelsepp schrieb:
...ich fand es einfach lustig, dass ausgerechnet mit einer "E"-Klasse quasi der Abschied von den Verbrennern kommt, nicht mehr und nicht weniger.
ist halt aus der Zeit gefallen (wie bald der Verbrenner selbst)
 
Wooly schrieb:
gfm49 schrieb:
Warum ... gerade Taxis sind doch absolut prädestiniert für den Einsatz von E-Autos.
Da bin ich nicht so sicher. Bei größeren Unternehmen fahren die im Schichtbetrieb mehr oder weniger rund um die Uhr. Wann sollen die dann laden? Alle gleichzeitig in den wenigen "stillen Stunden"? Das gibt das Stromnetz nicht überall her. Und Standplätze mit Ladesäulen habe ich auch noch keine gesehen.

Bei Einzelunternehmern mag das anders sein.
 
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