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Auto ...

Richtig, große Bereiche empfindet jeder anders. Leider fehlt vielen zugleich die Empathie und Toleranz, um andere Sichtweisen zu akzeptieren.

Zu Antrieb und Fahrspaß:
Ja, viele E-Autos wirken ziemlich synthetisch und trotz nominell hoher Leistung schnell langweilig. Es geht aber auch anders. Der E-Mini oder auch ein Tesla M3 lassen durchaus Fahrfreude aufkommen. Sind allerdings auch flach, eher leicht und zudem recht hart und direkt abgestimmt. Umgekehrt kann ein EQE SUV 400, 500 oder 600PS haben. Der hässliche Brocken wird nie spaßig.
Im Grunde genommen gilt das aber auch für Verbrenner. Ein MX5 oder die von dir genannten federleichten, alten Kleinwagen sind allemal spaßiger zu fahren als ein SUV mit doppelter Leistung. Da erinnere ich mich zum Beispiel gerne an mein Polo Coupe zurück. Nur 75PS, aber trotzdem herrlich flink.
 
Meine persönliche Abneigung gegen die neuen Kisten (egal ob Verbrenner oder E) beruht neben der immer komplizierteren Technik (selber schrauben ist oft durch RDK oder elek. Handbremse oder sonstwas kaum noch möglich) auf die immer adipöseren Abmaße der Autos.
Ein Arbeitskollege von mir hat sich den neuen Smart #1 als Brabus bestellt. Hat 428PS und geht in 3,9s auf 100 also wie ein Zäpfchen, soweit ok wer's braucht. Aber im Vergleich zu meinem Corsa C ist die Kiste 1000kg schwerer, 50cm(!) länger und knapp 20cm breiter. Der Witz dabei, bei umgelegter Rückbank hat mein Wagen 100l mehr Ladevolumen und vom Platz im Innenraum ist auch nichts um, einzig die wegfallende Mittelkonsole bei manch E-Auto wie z.B. im Honda E merkt man. Beide werden bzw. wurden als Kompaktwagen verkauft. Das zieht sich aber durch alle Hersteller, die kleinen Stadtflitzer vermisse ich. Man wird leider durch eine ausgedünnte Produktpalette immer mehr dazu genötigt, eine der fettgeschwängerten Crossover oder SUV Gurken zu kaufen, das ist sch... :flop: Abgesehen davon dass sämtliche Autos mehr und mehr maßlos überteuert sind...

Viele Grüße
 
Geht mir auch so. Abmessungen und Gewicht gehen völlig in die falsche Richtung. Schade, dass in diese Richtung seitens der Politik so wenig bis nichts passiert.
 
judyclt schrieb:
Der E-Mini oder auch ein Tesla M3 lassen durchaus Fahrfreude aufkommen. Sind allerdings auch flach, eher leicht und zudem recht hart und direkt abgestimmt.

Kann ich nur bestätigen. Ich lade Julian96 auch gerne mal zu einer Probefahrt ein, dann kann er sich selbst ein Bild davon machen dass 440 Elektro-PS nicht nur langweiliges Geradeausbeschleunigen bedeuten. Das Auto wiegt ca. 1,8 t leer, ein 5er BMW wiegt mehr. Dafür befinden sich ca. 600 kg davon im Unterboden und der niedrige Schwerpunkt bereitet dir in den Kurven Spaß. Das Auto ist auch nicht so totgedämmt wie ein EQE SUV, man hört tatsächlich noch viel und dank des direkten Fahrwerks spürt man die Straße sehr gut.
Die 440 PS haben aber, anders als beim Verbrenner, wenig Korrelation zur Effizienz. Ich kann das Auto problemlos mit 13 kWh/100 km über Landstraßen jagen, wo jeder Cityflitzer über 20 braucht. Das ist alles nur noch eine Frage der Effizienz im Antriebsstrang und der Karosserieform bezüglich Aerodynamik. Und da sind längere flache Autos nun mal im Vorteil gegenüber einem kurzen steil abfallenden Stadtflitzer.
Übrigens: ein unter 100 % Last laufender E-Motor ist keinesfalls komplett leise. Der macht auch Sound, behelligt dabei aber nicht alles im 2 km Umkreis gleich mit.
 
Julian96 schrieb:
Bist du mal in einem Elektroauto gefahren? Die Leistung ist derart egal. Das unmittelbar anliegende Drehmoment ist anfangs vielleicht überraschend, das macht man aber vielleicht ne handvoll mal und dann merkt man, dass die Schüsseln einfach tot sind.
Kein Charakter, keine Leistungsentfaltung, alles wirkt wie geleckt, kein Gefühl dass da wirklich was am Arbeiten ist, kein Gefühl für die Mechanik.
500 Ps in einem Elektroauto kommen einem so vor als könnte man sie selbst mit der Hand aufbringen.

jetzt schon länger einen E-Smart, den ich jetzt aber wieder abgebe, und eine VW ID Dingens, und einen Mercedes EQS eines Kollegen, ausserdem zum testen mal einen VW Buzz und als Mietauto mal einen IoniQ irgendwas .... ach und einmal ein paar Tage einen Zoe.

Was soll ich sagen, 4 Räder, Lenkrad, von A nach B. Sind schön leise. Fühlen tu ich beim Autofahren eigentlich nie etwas ... :mrgreen: ... sind hier eigentlich nur Auto-Bild Tester am Start? Klingt irgendwie immer so ...

Was die Größe angeht, das ist doch schon seit bestimmt 10 Jahren so, das in Autos immer weniger reingeht. Und das alle Autos aussehen als könnte man damit auch zur Jagt fahren, ist halt einfach dem Zeitgeist geschuldet ... JEDER will so eine Karre haben, also bauen die Autohersteller sie ... die Hälfte der neuen E-Autos sieht ja auch schon so aus. Aber so etwas stumpfe viereckig praktisches wie meinen CADDY Maxi will bis jetzt anscheinend wirklich keiner in E bauen ... aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

"Emotionen" im Auto sehe ich mir immer auf der Autobahn an ... wirklich toll das ....


Julian96 schrieb:
Und naja was soll wegreduziert werden. Beim Auto eben in absehbarer Zeit der Verbrenner. Dann geht's aber weiter, beim Essen soll man sich schon schlecht fühlen wenn man sich nicht vegan ernährt, beim Skifahren wird hinterfragt ob das noch vertretbar ist und man bekommt zusehends den Ruf einer Ökosau. Auch in vielen anderen Bereichen merkt man, dass man sich einfach nicht mehr so frei verhalten kann ohne dass nicht gleich kritische Blicke auf einen fallen. Es muss ja nicht nur ein Verbot seitens Gesetzen sein, es kommt mir eher so vor als würde die gesellschaftliche Akzeptanz einem immer mehr rote Linien aufzeigen. Und damit spreche ich nicht davon dass einer mit 80km/h vor dem Kindergarten vorbeirasen will. Es geht ganz grundsätzlich darum, dass die Leute nur noch sich und ihre Interessen sehen und immer mehr über sich anders verhaltende Menschen nörgeln und meinen die müssten nach ihrer Logik Dinge tun und lassen.

also wird dir überhaupt nichts weggenommen .... war aber dafür dann ganz schön gejammert. "Gesellschaftliche Akzeptanz" ändert sich halt ... das ist doch heute nicht anders als im Mittelalter ... nur heute gibt es vielleicht einen empörten Blick, aber nicht gleich den Scheiterhaufen ... also mach dich doch einfach etwas lockerer ...
 
Wooly schrieb:
Aber so etwas stumpfe viereckig praktisches wie meinen CADDY Maxi will bis jetzt anscheinend wirklich keiner in E bauen ... aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Den gibts auch als Elektro, aber mit mickriger Batteriegröße...
 
BEV, voll öde und steril, glasklar..

https://youtu.be/CBd4cW-dBDw

Die Kiste brennt einem eingefleischten Petrolhead mit Ralleylizenz ein grenzdebiles Dauergrinsen in die Visage.

Dass hier aus der Feder des üblichen Verdächtigen geschwurbelt wird, etwa so als spräche der Blinde von den Farben, ist das Eine. Das nervige IchIchIch als Ausgangslage aller Denkansätze das Andere. Die Sahne auf der Torte aber ist die Form, diese dauererregte, selbstermächtigte Inbrunst, mit der hier vorgetragen wird. In welcher realen Welt kommt man damit durch?

w.
 
weedy schrieb:
BEV, voll öde und steril, glasklar..

https://youtu.be/CBd4cW-dBDw

Die Kiste brennt einem eingefleischten Petrolhead mit Ralleylizenz ein grenzdebiles Dauergrinsen in die Visage.

Du bist doch schon wieder der nächste der meint wie du empfindest müssen es auch alle anderen tun.

Und gilt deine Anschuldigung jetzt mir?
Ich betone nämlich gerade ständig wie sehr es mich (und auch viele andere die ich kenne) nervt, dass wir immer mehr Oberschlaumeier haben die meinen sie könnten bewerten welchen Stellenwert gewisse Dinge im Leben anderer haben.
Aber so wie du schreibst scheinst du ohnehin ebenfalls zu diesen selbsternannten Königen zu gehören.

@wooly Prozesse laufen schleichend ab und jammern macht auf Missstände aufmerksam und ist essentiell in unserer Gesellschaft.
 
judyclt schrieb:
Geht mir auch so. Abmessungen und Gewicht gehen völlig in die falsche Richtung. Schade, dass in diese Richtung seitens der Politik so wenig bis nichts passiert.
Wie wahr...

Hatte gerade vor ein paar Wochen eine interessante Unterhaltung mit einem Freund, der aktuell einen Volvo XC90 fährt und sich nun aus "Umwelt- und Klimagründen" den E-Nachfolger EX90 bestellt hat.
Als ich gefragt hatte wie schwer das an sich schon riesige und schwere Auto denn mit Akku sein, hat er mir erzählt was der Verkäufer ihm beim Verkauf des Autos gesagt hatte und was er wohl unreflektiert hingenommen hat:
Das Auto sei mit Elektro Antrieb etwa genauso schwer wie der Vorgänger Verbrenner. Auf meine Anmerkung, dass bei so einen großen Auto der Akku schnell mal alleine 800kg wiegen kann, folgte ein Schulterzucken.
Das machte mich natürlich neugierig und ich bemühte mal das Internet.
Altes Modell (XC90): (Gewicht (leer): 2130 kg / Zuladung: 500kg / Zul. Gesamtgewicht: 2630kg
Neues Modell (EX90): (Gewicht (leer): 2818 kg / Zuladung: 562kg / Zul. Gesamtgewicht: 3380kg
Offensichtlich hat der Verkäufer das zulässige Gesamtgewicht des alten Fahrzeugs (absichtlich?) mit dem Leergewicht des neuen Fahrzeugs verwechselt.
D. h. der neue Volvo EX90 wiegt leer fast 3 Tonnen und kratzt vollbeladen gewichtsmäßig fast an der Grenze zum LKW!
Und die Käufer kaufen das Auto um etwas für die Umwelt und für das Klima zu tun... :roll:.
 
Mei - das ist die neue Welt!
Gewicht ist beim Verbrenner übelst für den Verbrauch, weil jedes Kilo Energie braucht um Beschleunigt zu werden. Isso.
Bei Elektrofahrzeug ist das halb so wild, da ich die Energie beim Bremsen wiederbekomme! Schon mal darüber nachgedacht??
Was zählt ist rein der Wirkungsgrad und die Fahrwiderstände (in erster Linie Aerodynamik!).
Und der energetische Unterschied zwischen einem Verbrenner mit durchschnittlich nicht mal 30% Wirkungsgrad und eines Elektroantriebs von über 90% ist so eklatant, das es schlichtweg EGAL ist ob die Kiste 200 oder 400 kg oder 600kg schwerer ist.

Also ja, das schwerere Elektroauto ist immer umweltfreundlicher.

der Lange
 
Das stimmt, nur sind für viele dieser überdimensionierten Kisten inzwischen viele Parkplätze schlicht zu klein, vA zu schmal. Viele Parkplätze am Strassenrand sind ca 2m breit, da passt nicht einmal mehr ein aktueller Golf (2.03 mit Aussenspiegel) rein. Nun gibt es von "Autokreisen" die Forderung, die Parkfelder einfach etwas breiter zu machen, das ist aber bei schmaleren Strassen gar nicht so einfach, da ja auch die Fahrspuren gefühlt schmaler geworden sind.

Auch in Parkhäusern sind die normalen Parkplätze (CH) ca 2.35m breit und 5m lang, kein Problem für einen früheren Golf, aber die aktuellen Autos sind dafür vielfach zu gross. Also braucht es für die gleiche Anzahl Parkplätze mehr Platz (da ist links-grün wenig begeistert) oder es gibt auf der gleichen Fläche weniger Parkplätze (da ist rechts dagegen)... und das alles in Städten wo der Platz sowieso schon knapp und teuer ist.
 
ralleycorse schrieb:
Also ja, das schwerere Elektroauto ist immer umweltfreundlicher.

...als der Verbrenner. Mehr aber auch nicht.
Dass der meiste Feinstaub vom Reifen und der Bremse kommt und beides mit weniger Gewicht entlastet wird/kleiner dimensioniert werden kann ist dir hoffentlich klar? Es macht einen Unterschied ob ich einen 175mm breiten 14 Zoll Reifen in 60-80k Kilometer abfahre oder einen 22 Zoll+ großen Reifen mit breiten deutlich über 200mm auf die gleiche Strecke.
Ebenfalls dass man den Luftwiederstand mal schnell um 50% reduzieren könnte wenn man die Angriffsfläche des Autos deutlich verkleinern würde?
Vom absoluten Rohstoffverbrauch ganz zu schweigen. Bei 1000kg Gewicht sind 100kw viel, bei 3000kg? Lithium, Kupfer etc. alles wird mehr verbraucht.

Wenns einem beim Elektroauto schon um die möglichst hohe Umweltfreundlichkeit geht, dann darf man hier bitte auch weiter die Sinnhaftigkeit hinterfragen.

Edit: Richtig wie von Wurzelsepp genannt der zusätzliche Flächenverbrauch kommt auch noch dazu. Der wird ja auch gern als Argument gegen das Auto allgemein genommen.
 
ralleycorse schrieb:
Und der energetische Unterschied zwischen einem Verbrenner mit durchschnittlich nicht mal 30% Wirkungsgrad und eines Elektroantriebs von über 90% ist so eklatant, das es schlichtweg EGAL ist ob die Kiste 200 oder 400 kg oder 600kg schwerer ist.
Also ja, das schwerere Elektroauto ist immer umweltfreundlicher.
Dass sich die Elektroauto-Fans sich das immer wieder schönreden ist nicht von der Hand zu weisen. Klar hat ein ElektroMOTOR über 90% Wirkungsgrad, aber Verluste beim Laden, Bei der Sttromerzteugung und dem Stromtransfer, so kommt der ElektroANTRIEB auf effektiv 64%
Quelle https://www.bmuv.de/themen/luft-laerm-mobilitaet/verkehr/elektromobilitaet/effizienz-und-kosten
 
Wurzelsepp schrieb:
Das stimmt, nur sind für viele dieser überdimensionierten Kisten inzwischen viele Parkplätze schlicht zu klein, vA zu schmal. Viele Parkplätze am Strassenrand sind ca 2m breit, da passt nicht einmal mehr ein aktueller Golf (2.03 mit Aussenspiegel) rein.
das merkt man nicht nur bei den Parkplätzen - auch auf den Nebenstrassen im Schwarzwald heisst eine Begegnung zweier "moderner" Fahrzeuge meist ein Herunterbremsen fast bis zum Stillstand. Die Breite der aktuellen Autos ist schon bedenklich... meins hat 1,61 m (inklusive Spiegel) und vor 52 Jahren (Baujahr) war das noch eher breit... 'nen Kadett hatte 1,57 m.
 
Ganz davon abgesehen, dass sich ein 3 Tonnen schweres Auto einfach scheiße Fährt... Da können noch so viele Gimmicks wie Luftfederung, Wankstabilisatoren und ein elektronisches Fahrwerk eingebaut sein, so ein Auto fährt sich so agil wie ein Panzer.
Viele bedenklicher finde ich allerdings das Unfallverhalten solcher Autos. Wen eine 1,5 Tonnen Golf z. B. frontal in einen anderes Auto reinfährt, ist es für den Golffahrer nicht hilfreich, wenn der Unfallgegner 3 oder 3.5 Tonnen wiegt.
Das Thema Flächenverbrauch, Größe und ökologischer Fußabdruck bei der Produktion wurde ja schon hinreichend angesprochen. Ergänzend noch zum letzten Aspekt dazu: Eine 110 Kwh Batterie (EX90) produziert sich auch nicht von alleine und ohne Ressourcenverbrauch. Ein leichteres Auto bräuchte wiederum auch nur eine kleinere und damit wieder leichtere Batterie um ähnlich weit zu kommen, wie das schwere SUV.
 
Ja klar, der Feinstaub wegen des höheren Gewichts ist schlimmer als der CO2 Verbrauch.
Das ist mir neu. Oder sind es Äpfel mit Birnen? :nixweiss:
Natürlich haben auch Elektrofahrzeuge ihren Umwelt-Gesamt-Fussabdruck über den Lebenszyklus (CO2, Umweltbelastung, Feinstaub, Recycling...)
Aber immer wieder wird dieser Gesamt-Fussabdruck mit Teilfussabdrücken der Verbrenner verglichen, oder nur ein Teil (Herstellung) verglichen und kein Gesamtbild.
Die Intension erscheint immer die gleiche zu sein, den Verbrenner irgendwie wieder schönzurechnen.
Die Verlustangst ist offensichtlich brutal ausgeprägt, da hilft einen Blick in die Psychologie. Verluste wertet das Gehirn viel Schlimmer als gleichwertige Gewinne...
Auch hier: der Verlust des Verbrennergetöses und geruckels scheint so gravierend, dass hier eine miese Fahrdynamik vorgeschoben wird (die in der Regel besser ist).
Das soll jetzt nicht heissen, dass für jeden Einzelnen und auch jeden Einsatzzweck das Elektrofahrzeug das bessere ist. Nö, auch ich fahre noch einen Verbrenner und habe meine Gründe.

Ich wehre mich nur dagegen das das Elektrofahrzeug überraschend oft nicht objektiv verglichen wird, bzw die Veränderungen (hier Fahrzeuggewicht) immer sehr schlecht einsortiert werden.
Da sind die Chinesen deutlich weiter. Die kapieren so etwas viel schneller und werden uns so wohl auf Dauer abhängen: Staatliche Förderungen UND private Entscheidungen. Der Verbrenner ist da schon sehr bald weg vom Fenster, die wollen alle neue Technik und keinen veralteten Verbrenner (EDIT: Schon über 25% Marktanteil!). Schon vor 5 Jahren habe ich zum Beispiel bei meinem Besuch in Shenyang ausschliesslich Elektroroller gesehen. 2 Takter gabs da keinen Einzigen mehr.
Aber hier werden alle Neuerungen bis aufs Messer bekämpft: Elektroautos, Stromleitungen, generell Infrastruktur, Klimaschutz - egal, Hauptsache es ändert sich nix.
Da wird Deutschland ganz sicher gut in der Zukunft mit fahren.
So - genug ausgekotzt

Einfach mal ein wenig objektiver an Veränderungen rangehen...
 
ralleycorse schrieb:
Ja klar, der Feinstaub wegen des höheren Gewichts ist schlimmer als der CO2 Verbrauch.

Nüchtern betrachtet würde ich nicht leugnen, dass Feinstaub und Mikroplastik ein größeres Problem sind als Co2. Letzteres bekommt die Natur selbst wieder aus der Atmosphäre.

Neben der von dir angesprochenen ich will bewahren was ich kenne Mentalität, die bei mir auch einer der Gründe ist warum ich halt kein Elektroauto will, ist für mich ein zentraler Aspekt warum am E-Auto eher das Negative gesucht wird und viel mehr an Kleinigkeiten genörgelt wird folgender:

Der Verbrenner ist dreckig und laut. Das weiß jeder, das kennt jeder und niemand erwartet auch etwas anderes. Der Fokus liegt nicht darauf und es kauft sich auch keiner ein Verbrennerauto wenn seine Priorität umweltfreundliche Mobilität ist. Der konnte schon vor Jahrzehnten Bahn fahren.
Das Elektroauto soll sauber sein, darauf liegt der Fokus. Dementsprechend werden eben alle Anzeichen dass etwas doch nicht so sauber ist wie gesagt oder wie es sein könnte viel mehr in der Luft zerrissen.
Ob das objektiv ist lässt sich hinterfragen, ich würde aber sagen es ist innerhalb der menschlichen Wahrnehmung und Verhaltensweise logisch. Man ist bei dem was im Fokus steht immer am kritischsten.

Und ich lehne mich jetzt mal aus dem Fenster, ich würde behaupten egal ob Verbrenner oder Elektroauto, bei einem sehr geringen Prozentsatz der Autokäufer liegt der Fokus auf dem Co2- Ausstoß, das ist bestenfalls ein positives oder negatives Nebenargument. Der Verbrauch soll gering sein wegen des Geldes, der Ausstoß soll gering sein wegen des Geldes (bei der Steuer), oder auch weil man sich erhofft sich dadurch gesellschaftlich positiver positionieren zu können.
Dann kommen andere Werte wie eben Reichweite, Fahrspaß, Begeisterung, Individualität, Unabhängingkeit, vielleicht umgekehrt auch Ruhe und möglichst hoher Komfort, Leistung oder einfach der Drang ein technisch neues Produkt haben zu wollen oder lieber an alter möglichst simpler Technik festzuhalten.

Der springende Punkt ist, da ich glaube da das Groß der Autokäufer seine Priorität nicht auf die Sauberkeit des Fahrzeugs legt (sonst gäbe es Züge mit denen man fahren kann) sondern auf so viele andere Punkte, das Elektroauto aber so vermarktet wird, dass es ganz stark mit dem Argument Sauberkeit punktet, ist doch klar, dass dieser eine Punkt zerrissen wird.
 
albe-fr schrieb:
Wurzelsepp schrieb:
Das stimmt, nur sind für viele dieser überdimensionierten Kisten inzwischen viele Parkplätze schlicht zu klein, vA zu schmal. Viele Parkplätze am Strassenrand sind ca 2m breit, da passt nicht einmal mehr ein aktueller Golf (2.03 mit Aussenspiegel) rein.
das merkt man nicht nur bei den Parkplätzen - auch auf den Nebenstrassen im Schwarzwald heisst eine Begegnung zweier "moderner" Fahrzeuge meist ein Herunterbremsen fast bis zum Stillstand. Die Breite der aktuellen Autos ist schon bedenklich... meins hat 1,61 m (inklusive Spiegel) und vor 52 Jahren (Baujahr) war das noch eher breit... 'nen Kadett hatte 1,57 m.
Beim Gaviapass war früher auf der Südrampe eine maximale Breite von 1,60 erlaubt - mein 1502 hatte 1,59 :P (seit langem ist diese Schlüsselstelle mit einem Tunnel zu umfahren - eng ist die gesamte Strecke aber immer noch)
75_0032 Passo di Gavia, Südrampe.jpg
 
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