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Auto ...

Nebst diesen zweifellos zutreffenden Argumenten käme noch hinzu, das man zur Verteilung der E-Fuels aus dem arabischen Raum das bestehende Transport-, und Speichernetz mit etwas Adaption weiternutzen kann.
Eine sehr interessante Doku betreffend China lief gestern auf Phoenix. Dort wurde ein chinesischer Aussenhandelsbeauftragter zu den eingeführten Exportbeschränkungen betreffend Gallium und Germanium (erforderlich für die Mikrochipfertigung) interviewt und ließ da sehr deutlich durchblicken, daß man die Belieferung von Ländern mit Rohstoffen welcher Art auch immer zukünftig ganz klar auch von der Art des politischen Verhaltens gegenüber China´s Politik abhängig machen wird.
In dem Fall würde es zumindest Jahre dauern bis man alternative Quellen erschließt (so sie überhaupt außerhalb China´s Einflussphäre vorhanden sind); solange blieben dann neue chipgesteuerte Anwendungen ausschließlich dem Militär sowie der Daseinsvorsorge vorbehalten und unsere wirtschaftliche Properität würde um Jahrzehnte zurückgeworfen..
 
j-d-s schrieb:
Das Lustige bei diesen Diskussionen ist, dass man über Wirkungsgrade fabuliert, als sei die Energieerzeugung ein Problem. Dabei haben wir gerade im Sommer sehr große Überkapazitäten von Strom, der dann nicht erzeugt werden kann, weil man ihn nicht verwenden kann (ins Netz darf man nicht zu viel Strom einspeisen, sonst wird es asynchron und fällt aus, Speicherkapazitäten sind sehr begrenzt).

Wenn man den überflüssigen Strom verwendet, um daraus E-Fuels herzustellen, dann ist es wurscht, wie der Wirkungsgrad ist, denn der Wirkungsgrad einer Solarzelle, deren Strom nicht verwendet werden kann, ist 0%.

Und ich würde mich an eurer Stelle nicht drauf verlassen, dass nicht bspw. die Saudis früher oder später in großem Stil darauf setzen, denn die haben das ganze Jahr über sehr viel Sonne und genug Geld für entsprechende Anlagen haben sie auch...

Überflüssige Energie???
OK aktuell gibt es das - recht selten. Aber das ist kein Dauerzustand.
Ein paar BEVs mehr und das "Problem" hat sich erledigt.
Wir werden NIE so viel Energie Zuviel haben das es sich lohnen wird sie sinnlos in die Erzeugung eines Kraftstoffes für eine veraltete und unökonomische Energieerzeugung zu verwenden bei der bei der Erzeugung und Verbrennung die Wirkungsgrade nur so purzeln. Mal abgesehen davon das dann immer noch Schadstoffe bei der Verbrennung entstehen.
 
skifam schrieb:
Das mit dem Wirkungsgrad 0 bei Überkapazitäten und das Speicherproblem darfst Du nie erwähnen. Das ist wie Jehova sagen. Gleich wirst Du gesteinigt...

wieso, ist doch ein bekanntes Problem. Es gibt ja inzwischen gerade für kleine Speicher einige Lösungen, auch für die PV Anlage zuhause, und im größeren Rahmen z.B. die Umwandlung von überschüssigem Strom in Fernwärme, machen in Deutschland ja schon viele Energieversorger. Und nicht zu vergessen die immer noch sehr spannende wie naheliegende Idee, die E-Autos selber als Speicher zu nutzen.
 
Julian96 schrieb:
der Elektromotor aber auch über 10 kwh verbraucht, dann kann dessen Wirkungsgrad halt nicht permanent bei 80-90% liegen wie manch einer annimmt, sondern in den meisten Situationen halt auch nur bei 60%.

Der Elektromotor hat in dem Moment des Anfahrens solange er noch steht und nur Drehmoment ohne Bewegung erzeugt, sogar kurzzeitig 0% Wirkungsgrad. Aber fairerweise musst du diese situationsbedingte Wirkungsgradbetrachtung auch beim Verbrenner zugrundelegen. Die 25% bzw 30% (Diesel) sind auch nur Bestwerte die nur im optimalen Betriebszustand erreicht werden. Was viele nicht wissen: Du kannst mit einem Verbrenner sogar Wirkungsgrade um 55% erreichen. Allerdings sind wir dann beim 2 Takt Schiffsdiesel. Was solche Motoren dann aber durchaus im stationären Kraft-Wärmebetrieb zur Netzstabilisierung geeignet macht wenn sie mit besagten aus Überschusszeiten gespeicherten Kraftstoffen betrieben werden. Im Sommer gespeichert für den Winter, die Wärme kann man dann auch noch gebrauchen. Ein riesiger Vorteil dabei ist der Umstand dass man die Abwärme auf einem Niveau abgreifen kann das es für die Einspeisung in Wärmeverteilernetze direkt geeignet macht. Bei konventionellen Dampfkraftwerken ist das nicht möglich, da muss direkt Heißdampf aus der Turbine abgezogen werden (auf Kosten des mechanischen Wirkungsgrades) weil die Abwärme mit um die 30°C nicht direkt nutzbar ist. Was will man also mehr? Im normalen Betrieb im Auto hat man Wirkungsgrade weit darunter. Das war ja (und ist es ja immernoch) das einzig wirklich tragbare Pro-Argument für die Hybriden, da kann man den Verbrenner immer im optimalen Betriebsbereich fahren.
 
markus schrieb:
Also mein Ionic 5 hat einen Wärmetauscher.
Da hab ich ja auch von geschrieben:
Das einzige was mir in diese Richtung bekannt wäre ist das vorheizen der Akkus in E Autos...


markus schrieb:
Du weißt doch sonst auch alles?
Also ich wüsste beim besten Willen nicht, dass ich das je behauptet hätte geschweige denn wie ich den Eindruck je erweckt haben sollte, so oft wie ich hier direkt und offen alle spüren lasse, dass es für mich hauptsächlich um emotionale Werte geht an denen man mit technischer Logik nichts rütteln kann. :lol:
Sarkasmus verstehe ich übrigens schon :wink:
 
Wooly schrieb:
Es gibt ja inzwischen gerade für kleine Speicher einige Lösungen, auch für die PV Anlage zuhause, und im größeren Rahmen z.B. die Umwandlung von überschüssigem Strom in Fernwärme, machen in Deutschland ja schon viele Energieversorger. Und nicht zu vergessen die immer noch sehr spannende wie naheliegende Idee, die E-Autos selber als Speicher zu nutzen.
Eine Lösung sehe ich in der aktuellen Akkutechnologie (noch) nicht; die kann es erst dann sein wenn die Akkus zu 100 % und nicht nur 80 % recyclingfähig werden. Die Autoakkus als Speicher zu nutzen machte theoretisch Sinn aber nur dann wenn man für die, durch die dann häufigeren Entlade-, Ladezyklen verkürzte Akkulebenszeit auch eine entsprechende Abgeltung reüssierte.
 
Wer glaubt das E-Fuels küftig in Deutschland im großen Stile hergestellt werden der hat es nicht verstanden.
Aber für die Erölproduzenten im Nahen Ostern ist es das Geschäft der Zukunft. Das Geschäft nach dem Öl, das aber bereits jetzt parallel aufgebaut wird.
Dort gibt es Energie (Sonne) ohne Ende die außer nachts fast immer hochverfügbar ist. Dazu ist die komplette Infrastruktur die benötigt wird (Raffinerie, Tanks, Tankschiffe etc.) bereits vorhanden. Ebenso die ganze Logistikkette bis zum Kunden (Tankterminals in z. B. Europa, Tanklaster und Distributionslager sowie Tankstellen überall). Alles ist verfügbar und kann genau so weitergenutzt werden ohne weitere große Investionen. Nur bei der Herstellung wird man (teilweise) andere Fabriken/Raffinieren brauchen.
Aramco geht davon aus, dass E-Fuels zum gleichen Preis angeboten werden können wie aktuell herkömmlicher Sprit, der Sonne sei dank, und da interessiert dann auch der Wirkungsgrad nicht mehr.
Aktuell laufen schon riesige Projekt bei Aramco und Co. Was sollen die auch sonst in der Zukunft machen... Wasserstoffproduktion sicherlich auch, aber der Nahe Osten wird auch in Zukunft einer unserer größten Energielieferanten sein.
 
Petz schrieb:
Wooly schrieb:
Es gibt ja inzwischen gerade für kleine Speicher einige Lösungen, auch für die PV Anlage zuhause, und im größeren Rahmen z.B. die Umwandlung von überschüssigem Strom in Fernwärme, machen in Deutschland ja schon viele Energieversorger. Und nicht zu vergessen die immer noch sehr spannende wie naheliegende Idee, die E-Autos selber als Speicher zu nutzen.
Eine Lösung sehe ich in der aktuellen Akkutechnologie (noch) nicht; die kann es erst dann sein wenn die Akkus zu 100 % und nicht nur 80 % recyclingfähig werden. Die Autoakkus als Speicher zu nutzen machte theoretisch Sinn aber nur dann wenn man für die, durch die dann häufigeren Entlade-, Ladezyklen verkürzte Akkulebenszeit auch eine entsprechende Abgeltung reüssierte.

Sie sind heute schon zu 97 % recyclebar.
Bei LFP Akkus sind die paar Ladezyklen mehr zu vernachlässigen. Bevor dir der LFP Akku die Biege macht ist dein Auto vom Rost zerfressen.
 
Mt. Cervino schrieb:
Wer glaubt das E-Fuels küftig in Deutschland im großen Stile hergestellt werden der hat es nicht verstanden.
Aber für die Erölproduzenten im Nahen Ostern ist es das Geschäft der Zukunft. Das Geschäft nach dem Öl, das aber bereits jetzt parallel aufgebaut wird.
Dort gibt es Energie (Sonne) ohne Ende die außer nachts fast immer hochverfügbar ist. Dazu ist die komplette Infrastruktur die benötigt wird (Raffinerie, Tanks, Tankschiffe etc.) bereits vorhanden. Ebenso die ganze Logistikkette bis zum Kunden (Tankterminals in z. B. Europa, Tanklaster und Distributionslager sowie Tankstellen überall). Alles ist verfügbar und kann genau so weitergenutzt werden ohne weitere große Investionen. Nur bei der Herstellung wird man (teilweise) andere Fabriken/Raffinieren brauchen.
Aramco geht davon aus, dass E-Fuels zum gleichen Preis angeboten werden können wie aktuell herkömmlicher Sprit, der Sonne sei dank, und da interessiert dann auch der Wirkungsgrad nicht mehr.
Aktuell laufen schon riesige Projekt bei Aramco und Co. Was sollen die auch sonst in der Zukunft machen... Wasserstoffproduktion sicherlich auch, aber der Nahe Osten wird auch in Zukunft einer unserer größten Energielieferanten sein.

Allerdings hat die FDP am Ende übrigens doch dem Plan von EU-Kommission, SPD und Grünen zugestimmt, dass sämtliche Benziner und Diesel 2035 verboten werden. Eine Ausnahme für E-Fuels ist nicht im Text enthalten.
 
Wooly schrieb:
skifam schrieb:
Das mit dem Wirkungsgrad 0 bei Überkapazitäten und das Speicherproblem darfst Du nie erwähnen. Das ist wie Jehova sagen. Gleich wirst Du gesteinigt...

wieso, ist doch ein bekanntes Problem. Es gibt ja inzwischen gerade für kleine Speicher einige Lösungen, auch für die PV Anlage zuhause, und im größeren Rahmen z.B. die Umwandlung von überschüssigem Strom in Fernwärme, machen in Deutschland ja schon viele Energieversorger. Und nicht zu vergessen die immer noch sehr spannende wie naheliegende Idee, die E-Autos selber als Speicher zu nutzen.

So ein e Auto habe ich... Ich kann es nur als Notstromlösung nutzen mit ganz viel Kabelei....

Reale Ein & Anbindung der BEVs wird darüber gefaselt und das auch fördertechnisch schon implementiert ohne das es das zugelassen erhältlich gibt.
Das reicht nach einem Sonnemtag id.R 1 Nacht und im Winter hat niemand Überschuss.
Grüsse nach Wolckenkucksheim.
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skifam schrieb:
So ein e Auto habe ich... Ich kann es nur als Notstromlösung nutzen mit ganz viel Kabelei....
Reale Ein & Anbindung der BEVs wird darüber gefaselt und das auch fördertechnisch schon implementiert ohne das es das zugelassen erhältlich gibt.
Das reicht nach einem Sonnemtag id.R 1 Nacht und im Winter hat niemand Überschuss.
Grüsse nach Wolckenkucksheim.

Es geht nicht um dein Auto, sondern um alle Autos, und es geht nicht um etwas das man morgen anmachen kann, sondern um etwas war es vielleicht in 10 Jahren gibt, weil es implementiert werden muss, und natürlich auch erst mal genug E-Autos an steuerbaren Ladestationen und Wallboxen hängen müssen ... aber prinzipiell ein sehr gute Idee. Und technisch auch nicht sehr kompliziert, eher rechtlich.

Zur E-Fuels Diskussion, ich hatte gerade vor 2 Stunden einen Geschäftsführers der größten deutschen Firma für E-Fuels auf der Bühne, sehr interessanter Vortrag. Da geht in den nächsten Jahren sehr viel, auch hier geht die Entwicklung sehr schnell voran. ALLERDINGS redet man hier überhaupt nicht über PKW ... das ist auch aus Kostengründen eher nicht das Thema, hier geht es viel mehr um Decarbonisierung von Industrie, um Schiffe und ganz stark als Fokus auf den Flugverkehr.
 
Bei der Einführung einer neuen Technologie knirscht es halt auch immer etwas ... sei es technisch, sei es weil man sich an Neues gewöhnen muss.

Hier mal das erste E-Bike, 30 Jahre alt, Selbstbau eines Bosch Mitarbeiters, incl Bleibatterie, Staubsaugermotor & Autoradio ... da sind wir doch schon weit gekommen .. :biggrin:

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flamesoldier schrieb:
Sie sind heute schon zu 97 % recyclebar.
Bei LFP Akkus sind die paar Ladezyklen mehr zu vernachlässigen. Bevor dir der LFP Akku die Biege macht ist dein Auto vom Rost zerfressen.
Zumindest die letzte Doku die ich darüber noch im Kopf habe und wo auch der Chef einer in Ostdeutschland situierten Akkurecyclingbude zu Wort kam sprach stolz von 80 % bei den KFZ - Akkus.
Und wenn ich das was ich bisher an Lebensdauer von Akkus in der Praxis erleben durfte (Papier ist bekanntlich sehr geduldig.. :naja: ..) auf geschätzte Autoladezyklenanzahl hochrechne, bräucht ich im allerbesten Fall drei Akkus bis der Kübel nach mehr als 20 Jahren seine Rostflossen streckt.

Nachdem ich der Überzeugung bin das ein Wirtschaftskrieg mit China aufgrund deren Ambitionen sowieso unausweichlich ist, sollte man die Entwicklung von Akkus ohne seltene Rohstoffe mit Höchstdruck vorantreiben ansonsten wird´s in paar Jahren in der westlichen Welt nämlich verdammt finster.
 
Das Radio gibt es erst seit 1923...
Also nur deshalb nicht. ..
 
Da lang?
 

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Bzgl. LFP-Akku bin ich mir noch nicht so sicher, wie stark das eine zukünftige BEV-Anschaffung bei mir beeinflussen soll.
Fast alle Ängste und Sorgen rund um die Batterie haben sich ja in der Praxis zerschlagen. Ob man da auf den LFP-Zug aufspringen sollte oder es relativ schnuppe ist?
 
judyclt schrieb:
Bzgl. LFP-Akku bin ich mir noch nicht so sicher, wie stark das eine zukünftige BEV-Anschaffung bei mir beeinflussen soll.
Fast alle Ängste und Sorgen rund um die Batterie haben sich ja in der Praxis zerschlagen. Ob man da auf den LFP-Zug aufspringen sollte oder es relativ schnuppe ist?

Die einzige Schwäche vom LFP Akku ist Kälte. Das mag der Akkutyp überhaupt nicht. Richtig schnell laden kann man deshalb nur, wenn er vorher auf Temperatur gebracht wurde. Im Winter steht einem deshalb im Alpenraum oftmals bei Fahrtbeginn keinerlei Rekuperation zur Verfügung, das tritt bei einem NMC/NCA Akku erst auf wenn er vollständig unter -10 °C ausgekühlt ist. (kommt in unseren Breiten eigentlich nur vor wenn man auf Schnee parkt und es bitterkalt ist)
Für die allermeisten Teile Deutschlands ist so ein LFP Akku also eine sehr gute Wahl, wenn ich in Gurgl wohnen würde und keine Garage besitze sähe das eventuell anders aus. Da bräuchte man eine Bremsscheibenflatrate, beim Verbrenner hat man ja wenigstens noch die Motorbremse, ohne Rekuperation rollt man quasi wie ohne eingelegten Gang los.
 
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