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Backup-Optionen bei Seilbahnen

Das Thema "fangbremsenlos" wurde ausführlich diskutiert, ebenfalls auf RM. Dazu gibt es auch den bekannten Bericht. Fasst man eine lange Diskussion über Statistiken zusammen ist ersichtlich, dass die Bedeutung der Zahlen sehr fragwürdig ausfällt, denn zum Glück ist die Anzahl Unfälle derart gering, dass keine vernünftige statistische Schlussfolgerungen möglich sind. Ein einziger schwerer Unfall würde die Zahlen bereits wesentlich beeinflussen und zudem sind die Bahnen derart verschieden, dass das ganze onehin nicht representativ sein kann.

Ich gehe davon aus, dass spätestens beim nächsten Unfall die ganze Sache neu beurteilt wird. Anscheinend har der Pic de Bure Unfall nichts genutzt (was ja auch eine nicht öffentlich Bahn die dem Staat gehörte). Interessanterweise erfährt man nur wenig von Zwischenfällen in Frankreich.

Werden am Säntis die erwähnten Nostromgruppen nur für die Bahn eigesetzt oder handelt es sich um die Aggregate der Swisscom?
Edit: Sorry, du hast ja Disentis erwähnt, nicht die Säntisbahn.
 
Jetzt habe ich aber noch eine Frage ;) Wenn eine PB-Kabine mit voller Ladung unterwegs ist (Gegenkabine ist leer) und das Netz zusammenbricht, dann müsste die Kabine ja eigentlich mit voller Geschwindigkeit Richtung Tal rasen, da der gesammte Widerstand des Motors zusammengebrochen ist und die Notstromagregate noch nicht angelaufen sind? Wie wird da gebremst? Kaum mit der Fangbremse, denn das funktionniert ja bei bei fangbremslosen Anlagen nicht.
 
Das ist mehr als 3mal abgesichert. Sicher immer ein Nothalt. Einen nichtkontrollierten Zustand gibt es auch bei Netzausfall nicht. Die Steuerung bemerkt sowas sofort und setzt die Bahn selbstständig still. Auch der Frequenzumrichter ansich selber bemerkt solche Zustände. Wenns Blöd kommt nimmt es die Sicherung des Zwischenkreises. Es gibt es eine Momentüberwachung und für den Fall der Fälle eine elektrische Übergeschwindigkeits Auslösung bei 110% und wenn alles nichts nützt eine bei 120% mechanisch mit der man den Betriebsdruck der Sicherheitsbremse ablässt. Dieser Fall sollte aber NIE eintreffen sonst ist Grundlegend was falsch.
 
Da Stromausfälle in der Sicherheitsanalyse als durchaus wahrscheinliche Ereignisse eingestuft werden, dürfen Netzstörungen zu keiner gefahrenbringende Situation führen.

Folgende Erläuterungen sind allgemeine Angaben, Einzelheiten sind Bahn- u. Steuerungsabhängig. Im Übrigen haben nicht alle Bahntypen regulierte Bremsen.
I.d.R. wird der gesamte sicherheitsrelevante Teil der Steuerung unterbruchsfrei mit Strom versorgt, typischerweise mit 24 V DC ab Batterien, ggf. sind zusätzlich 230 V USV (batteriegespiesene statische Wechselrichter) für gewisse PCs, Computerdisplays usw. vorhanden. Die Netzspannung wird 3-phasig mittels Überwachungsrelais überwacht und bei Störungen wie Spannungsabfälle, Phasenasymmetrie usw. wird die Fahrt unterbrochen, da normalerweise die Stromrichter bzw. die FU onehin so parametriert werden, dass bei Netzfehler eine Abschaltung erfolgt. Es gibt zwar Anwendungen, wo man den FU-Steuerteil ab Zwischenkreis speist und somit eine elektrische Abbremsung od. kurze Rückzugbewegung bei einer Werkzeugmaschine auch bei Netzausfall ermöglicht, wird z.B. bei Multi(servo)drives in Werkzeugmaschinen und Industrieroboter, damit werden Werkzeug-, Werkstück und Maschinenschäden vermeiden. Bei Bahnen ist dies nicht sinnvoll da ohne Chopper und Bremswiderstände keine elektrische Bremsung bei Netzausfall möglich ist.

Die Bremsregelung bleibt bei Netzausfall vollumfänglich verfügbar. Hydraulikventile benötigen sehr wenig Strom, die zur Bremsegelung erforderlichen Bremshydraulikdrücke werden mittels stickstoffvorgespannten Hydraulikdruckspeicher sichergestellt (die Brems- und, falls vorhanden, Spannhydraulikpumpem sowie weitere Drehstrommotoren fallen bei Netzausfall sofort aus). Hydraulikdruck wird nur zu Regulierung der Bremse benötigt, die Bremsanpresskraft selbst kommt von vorgespannten Tellerfederpaketen, Druckfedern oder, seltener, von Gegengewichten. Die Bremsregelung erlaubt eine in etwa konstante Verzögerung unabhängig vom Lastfall, dies mit oder ohne Unterstützung durch die elektrische Bremsung.

Die Geschwindigkeitsüberwachung sowie Positionserfassung und Auswertung, heutzutage meist eine elektronische Kopierwerkfunktion die in einer Sicherheits-SPS softwaremässing implementiert ist, sind redundant ausgeführt. Bahnen sind so konzipiert, dass eine failsafe Bremsung an jederzeit and jeder Stelle ohne Kollisionsrisiko in den Stationen gewährleistet ist.

Bei Betrieb mit Dieselmotor werden Batterien der Antriebsstation ggf. wieder aufgeladen. In gewissen Fällen mit hydrostatischen Antrieben findet man einen kleinen 3x400 V Drehstromsynchrongenerator der prioritäre 400 V Hilfskreise (Bremshydraulik usw.) versorgen kann. In diesem Fall ist die Drehzal wegen der erforderlichen 50 Hz Frequenz mit 1500 1/mn vorgegeben.
Die eigentliche Fahrgeschwindigkeit bei grossen Dieselhydraulischen Antrieben wird meist über Hubraumverstellung der Hydraulikpumpen und/oder -motoren verändert, dies unabhänging davon ob die Dieselmotordrehzahl variabel oder festeingestellt ist.

In der Gegenstation ist der Leistungsbedarf meist gering, ggf. findet man nebst den Batterien einen durch eine Seilrolle angetriebenn Generator (z.B. 24 V LkW Lichtmaschine). Ohne zusätzliche USV oder Notstromgruppe verfügt die Gegenstation bei Netzausfall nur über Batteriespannung (meist 24 V DC).

Falls die Batterien bei Netzausfall nicht mehr aufgeladen werden können, müssen diese eine genügende Kapazität aufweisen, um die Bahn evakuiren zu können.

Kabinen von PB sowie SSB verfügen über eigene Bordbatterien, die in den Stationen über Schleifer aufgeladen werden. Die Kapazitätsreserve muss ziemlich gross sein, denn gewisse Bahnen, wie z.B. die Schilthornbahnen, fahren sozusagen non-stop an gewissen Tagen.

Bei Totalausfall der Hilfsspannungen können sich die Bremswirkungen der Betriebsbremse und der Sicherheitsbremse überlagern, was zu erhöhten Beanspruchungen führen kann. Dieser Fall wird jedoch als ziemlich unwahrscheinlich eingestuft, da die Verfügbarkeit der Batteriespannung sehr hoch ist und kontinuirlich überwacht wird.
Da Servoventile nicht Failsafe sind ist die Bremsregelfunktion als solche nicht sicherheitsorientiert, da jedoch zusätzlich ein failsafe Ventil vorhanden ist, bleibt die Betriebsbremse auch bei Verlust der Bremsregelung funkionsfähig.

Die normalerweise vorhandene auf Fliehkrafteffekt beruhende mechanische Uebergeschwindigkeitsauslösung ist nach CEN leider nicht mehr obligatorisch und darf nun durch elektrische Überwachungen ersetzt werden. Unabhängig von Aussagen von probabilistischen Sicherheitsanalysen betrachte ich dies als ein Fehler, den somit entfällt die letzte nicht-elektrische Absicherung gegen Übergeschwindigkeit.
 
Die Übergeschwindigkeit wird durch die Steuerung überwacht.
Ist diese zu groß wird halt die Sicherheitsbremse ausgelöst.

Das ist sicherlich einfacher und kostengünstiger als dies mechanisch zu machen.
Und trotzdem ist es genauso sicher, trotz deiner Bedenken, wie ich meine.
 
Ram-Brand schrieb:
Die Übergeschwindigkeit wird durch die Steuerung überwacht.
Ist diese zu groß wird halt die Sicherheitsbremse ausgelöst.

Das ist sicherlich einfacher und kostengünstiger als dies mechanisch zu machen.
Und trotzdem ist es genauso sicher, trotz deiner Bedenken, wie ich meine.

Das gab es vorher auch schon bei 110% bei 120% aber zusätzlich noch mechanisch. Das ist wie Lagorge ausgeführt hat ein beschnitt in der Sicherheit. Im Gegenzug mussten aber Hydraulische Handauslösungen für NHSB montiert werden. :? :? :? :?:

Lagorce schrieb:
In der Gegenstation ist der Leistungsbedarf meist gering, ggf. findet man nebst den Batterien einen durch eine Seilrolle angetriebenn Generator (z.B. 24 V LkW Lichtmaschine). Ohne zusätzliche USV oder Notstromgruppe verfügt die Gegenstation bei Netzausfall nur über Batteriespannung (meist 24 V DC).

Gibt es nur vereinzelt bei älteren Bahnen, ist me gar nicht nötig da die beiden Akkumulatoren reichen um die Bahn mehrere Stunden ohne Netz zu betreiben. Je nach Ladung gegen 24h möglich. Die Bahnen in Algerien benötigen das desöffteren. 8) Warum wohl.

Lagorce schrieb:
Die Bremsregelung bleibt bei Netzausfall vollumfänglich verfügbar. Hydraulikventile benötigen sehr wenig Strom, die zur Bremsegelung erforderlichen Bremshydraulikdrücke werden mittels stickstoffvorgespannten Hydraulikdruckspeicher sichergestellt (die Brems- und, falls vorhanden, Spannhydraulikpumpem sowie weitere Drehstrommotoren fallen bei Netzausfall sofort aus). Hydraulikdruck wird nur zu Regulierung der Bremse benötigt, die Bremsanpresskraft selbst kommt von vorgespannten Tellerfederpaketen, Druckfedern oder, seltener, von Gegengewichten. Die Bremsregelung erlaubt eine in etwa konstante Verzögerung unabhängig vom Lastfall, dies mit oder ohne Unterstützung durch die elektrische Bremsung.
Meinte bei Leitner besitzt das Bremsaggregat neben der normalen Pumpe noch eine 24V Notpumpe. Falls das nicht genügt gibt es ja noch die Handpumpe mit der man die Bremse öffnen kann. Dazu muss man aber die Kugelhähne auf Handbetrieb umstellen. selbiges bei der Spannhydraulik.

Lagorce schrieb:
Kabinen von PB sowie SSB verfügen über eigene Bordbatterien, die in den Stationen über Schleifer aufgeladen werden. Die Kapazitätsreserve muss ziemlich gross sein, denn gewisse Bahnen, wie z.B. die Schilthornbahnen, fahren sozusagen non-stop an gewissen Tagen.
Das muss beim Bau sicher berücksichtigt werden. Wenn die Kabine durch den Tag kaum geladen wird ist das nicht so schlimm wenn sie dann dafür in der Nacht 12h am Puffe steht. Problematisch wird es dann, wenn die Bahn 24h Betrieb hat. gab schon Bahnen die mussten Nachträglich mit mehr Akkus ausgerüstet werden weil die Bahn am Tag nur max. 5h am Puffer stand. Mornera währe hier so ein Stichwort.
Die Gemsstockbahn kann bei Betrieb die Batterien nur im Tal laden. Die Bergstation ist nur ausser Betrieb unter Spannung. Das schwächt die Ladung der Baterien um 50% ab. Dennoch sollte die Bahn ohne Ladung ca 8h fahren können.
 
Ram-Brand schrieb:
Die Übergeschwindigkeit wird durch die Steuerung überwacht.
Ist diese zu groß wird halt die Sicherheitsbremse ausgelöst.

Das ist sicherlich einfacher und kostengünstiger als dies mechanisch zu machen.
Und trotzdem ist es genauso sicher, trotz deiner Bedenken, wie ich meine.
Einfacher ist es schon. Ob es ebenso sicher ist, darüber können auch Experten streiten.

Im Rahmen von probabilistischen Risikoanalysen und weiteren Sicherheitsberechnungen versucht man mehr oder weniger sinnvoll Risiken u.a. mittels Wahrscheinlichkeitszahlen zu quantifizieren. Darüber gibt es eine ausführlich Fachliteratur sowie auch diverse Normen.
Letztendlich sollte man solche Beurteilungen jedoch mit Vernunft beurteilen, denn Zahlen sagen nicht alles.

Diskussionen über Verzicht auf Fangbremsen oder Verzicht auf mechanischen Übergeschwindigkeitsschutz errinnern mich letzendlich auch an Prinzipfragen.,
Auf KfZ-Technik umgesetzt könnte man sich vergleichsweise die Frage stellen, ob man z.B. dank verstärkten Druckschläuchen Doppelkreis-Bremsysteme durch Einfachkreis-Bremssysteme ersetzen kann. Meine Antwort wäre eine klares Nein aber technisch könnte man vermutlich rechnerisch eine "genau so hohe Sicherheit sichere" ohne Zweiten Bremskreis belegen... Aber eben nur rechnerisch

M.E. sind zum Glück Seilbahnunfälle zu selten um wirklich für die spezifische Sicherheitstechnik sinnvoll auswertbare statistische Daten zu ermöglichen. Demzufolge wäre es vielleicht doch sinnvoller nicht auf seit langem bewährte Systeme wie Fangbremsen oder Zentrifugalauslöser zu verzichten.

Irgendwie ist es zudem auch logisch, eine letzte Übergeschwindigkeitschutzvorrichtung die nicht elektrisch ist beizubehalten. Man bedenke, dass es mindestens einen Common-Cause-Fehler gab (war glaub ich Blitzschlag), bei dem die Steuerung sowohl die Betriebs- wie auch die Sicherheitsbremse offen liess. In diesem Fall verhinderte die Betätigung der Fangbremse einen Unfall.
 
ATV schrieb:
Meinte bei Leitner besitzt das Bremsaggregat neben der normalen Pumpe noch eine 24V Notpumpe. Falls das nicht genügt gibt es ja noch die Handpumpe mit der man die Bremse öffnen kann. Dazu muss man aber die Kugelhähne auf Handbetrieb umstellen. selbiges bei der Spannhydraulik.
Ich kenne die Einzelheiten der verschiedenen Ausführungen der Bremssysteme zu wenig, denn es gibt etliche kleine Unterschiede.

Lagorce schrieb:
Kabinen von PB sowie SSB verfügen über eigene Bordbatterien, die in den Stationen über Schleifer aufgeladen werden. Die Kapazitätsreserve muss ziemlich gross sein, denn gewisse Bahnen, wie z.B. die Schilthornbahnen, fahren sozusagen non-stop an gewissen Tagen.
ATV schrieb:
Das muss beim Bau sicher berücksichtigt werden. Wenn die Kabine durch den Tag kaum geladen wird ist das nicht so schlimm wenn sie dann dafür in der Nacht 12h am Puffe steht. Problematisch wird es dann, wenn die Bahn 24h Betrieb hat. gab schon Bahnen die mussten Nachträglich mit mehr Akkus ausgerüstet werden weil die Bahn am Tag nur max. 5h am Puffer stand. Mornera währe hier so ein Stichwort.
Die Gemsstockbahn kann bei Betrieb die Batterien nur im Tal laden. Die Bergstation ist nur ausser Betrieb unter Spannung. Das schwächt die Ladung der Baterien um 50% ab. Dennoch sollte die Bahn ohne Ladung ca 8h fahren können.
Weshalb ist es so bei Gemsstockbahn? Haben die in der Bergstation nur eine beschrränkte verfügbare Leistung, sprich sowas wie von Solarpanels?

Das Bordnetz verbraucht nicht sehr viel Strom, ausser ggf die Beleuchtung (und insbes. Scheinwerfer, die sind jedoch meist nicht eingeschaltet). Ich wundere mich zwar wann der Wunsch nach Klimaanlage kommt, Sitzheizungen bei Sesselbahnen gibt's ja bereits.
Für Ökofreaks kann man sogar Solarpanels montieren (gab's sogar früher schon auf Gondeln um Radio zu hören (!)).
 
Lagorce schrieb:
Weshalb ist es so bei Gemsstockbahn? Haben die in der Bergstation nur eine beschrränkte verfügbare Leistung, sprich sowas wie von Solarpanels?
Das Bordnetz verbraucht nicht sehr viel Strom, ausser ggf die Beleuchtung (und insbes. Scheinwerfer, die sind jedoch meist nicht eingeschaltet). Ich wundere mich zwar wann der Wunsch nach Klimaanlage kommt, Sitzheizungen bei Sesselbahnen gibt's ja bereits.
Für Ökofreaks kann man sogar Solarpanels montieren (gab's sogar früher schon auf Gondeln um Radio zu hören (!)).

Hi. Ja im Berg gibt es keine Stromversorgung.
Daher wird über Nacht ein Trick angewendet. Die FUA (Gfeller GTB 10) besitzt in der Gegenstation ein Frequenzrelais. Bei ausgeschalteter Steuerung wird über einen Schalter die Bergladung eingeschaltet. Dabei wird über ein DTMF Signal das Frequenzrelais angesprochen welches die Überwachung des Bergeseiles abkoppelt und den Schleiffkontakt an der Umlenkscheibe des Bergeseiles an das Ladegerät der Kabine und Gegenstation. Nun fliesst der Strom um die Bergstation zu Versorgen über das Seil der Bergebahn in die Bergstation. Die FUA ist in diesem Fall aber nicht Scharf da ein viel zu grosser Strom fliesst. Es kann daher nicht gefahren werden. das ganze hat auch ein extremer Verlust.
Untertage wird die Bergstation nur ab Batterie gefahren.
Teilweise aber echt problematisch Bleiakkus in ungeheizten Räumen usw.
Kenne sonst keine Bahn die sowas verwendet.
 
Interessante und ausgeklügelte Speziallösung. Ich vermute, dass in solchen Situationen erschwingliche Solarpanels eben dochzu teuer ausfallen, insbes. da u.U. Wochenlang schlechtes Wetter herrschen kann und dies eine zu hohe Batteriekapazität erfordern würde.

Batterien waren und sind immer noch so eine leidige Sache. Im Anbetracht der gespeicherten Energie teuer und dazu kommt noch die beschränkte und stark von den Einsatzbedingungen abhängige Lebensdauer. Wie du es erwähnst mögen Bleiakkus tiefe Temperaturen nicht und können sogar, insb. wenn stark entladen, Schaden nehmen. Gewisse Batterietechnologien sind weniger kälteempfindlich aber leider teuer (man bemerke jedoch, dass z.B. Li-Ion enftällt, da bei tiefen Temperaturen solche Akkus nicht aufgeladen werden können).

Was besagen Vorschriften bzgl. getrennte Batterien für Steuerkreise und Dieselstart? (Dabei ist zu beachten, dass während des Startvorganges wegen der Stromaufname des Anlassers die Batteriespannung einbricht, das macht normale 24 V DC Steuereungselektronik nicht mit.).


An Moderator: Diskussion kann auch ins Steuerungstopic ausgegliedert werden.
 
@ Lagorce:
Ich bin dir noch eine Antwort schuldig bezüglich Notstromgruppe 117-PB Tortin-Col des Gentianes.
Die Eispeisung erfolgt Wahlweise von Notstromgruppe oder Normalnetz. Die Steuerung hat keinen Einfluss auf die Notstromgruppe. Diese ist unabhängig egal ob von Diesel oder ab Netz gefahren wird. Daher nehme ich zwangsläufig an, dass die Notstromgruppe Bremswiderstände besitzt. Die Steuerung selber besitzt keine.

Wie die Notstromgruppe allerdings aufgebaut ist kann ich dir momentan nicht sagen.

Zu den Solarpanels:
Es ist noch nicht lange, da hat die Herstellung der Solarpanels mehr Energie benötigt als sie das ganze Leben gewinnen konnten. Das ist auch hier der Fall. Die Solarpanels sind schon älter, Die Bleiakkus ebefalls, Schmutz, Schnee und die Witterung machen zusätzlich ärger. Im Batterieraum gibt es keine Heizung und und und. Zur Ladung der Kabinen reicht unter Idealbedingungen nur knapp.

Zum Diesel und Anlasser.

Der Notdiesel hat eigene Batterien. Teilweise sind ja noch Motoren mit 12V (Steuerung 48V) im Einsatz.

Heute werden sowieso mehrere Sätze Batterien eingesetzt. Der Motor und die Bremsen werden ab den gleichen Batterien Betrieben. Ladung ca 120Ah. Die Steuerung selber mit Trockenbatterien Ladung ca 60Ah. Die Failsafe SPS besitzt eine eigene kleine USV mit Rückmeldung über Batteriestatus und Ladestatus (3.2Ah)
 
Die Tortin - Col des Gentianes Bahn hab ich seit langem nicht mehr besucht, weiss also auch nicht was dort genau erneuert wurde. Irgendwie ist die Lösung mit Notstromgruppen atypisch, hat vermutlich damit zu tun, dass sich zwei Bahnantriebe im selben Gebäude befinden. Früher waren grössere (sprich über etwa 250 kVA, hat mit den gängigen Leistungen der LkW-Motoren zu tun) Ersatzstromaggregate weniger üblich als heute, weshalb vermutlich drei Aggregate installiert wurden. Heutzutage würde man nur noch zwei grössere Aggregate einsetzen, wenn überhaupt, da elektrische Notantriebe eher selten sind; es gibt zwar wenige Bahnen, die sowohl einen elektrischen wie einen hydrostatischen Notantrieb verfügen, z.B. Vanoise Express (und möglicherweise Portland Oregon, bin aber nicht 100-ig sicher, die Amerikaner haben halt noch die Roosevelt Island Evakuiriug in Erinnerung, leider erneuert Poma diese Bahn, normalweise mit zwei Einspurigen Bahnen à la Vanoise Express, Energieverschwändung lässt grüssen)).
Zur Verschaltung, gemäss Schema auf dem Pult sind die drei Generatoren parallel schaltber, was auch am sinnvollsten ist. Ob ein Bremschopper vorhanden ist weiss ich nicht, vermutlich schon da ja sonst wie bereits diskutiert die elektrische Bremsung bei Notstrombetrieb entfällt.


Photovoltaik ist abgesehen von kleinen Anlagen ohne Netzanschlussmöglichkeit wie z.B. die Beleuchtung einer Hütte oder kleine Einrichtungen wie Messstationen für Wetter, Kraftwerkswasserfassungsüberwachungen usw. bei uns total sinnlos.
Letzendlich sogar eine reine Alibiübung. Würde man eine kritische Ökobilanz erstellen, käme man zum Schluss dass bei uns Photovoltaik alles andere als Umweltfreundlich ausfällt. Die benötigten Rohstoffressourcen sind beträchtlich, u.a. bedarf Halbleiterherstellung unmengen Wasser, Energie sowie Chemikalien usw. und am Ende bleibt irgendwann noch Elektronikmüll zu entsorgen (und der Wechselrichter + Batterien kommen noch dazu). Aber eben, der durchschnittliche Ökofreak hat keine Ahnung von echtem angewandtem Umweltschutz.


Der Aufbau der Speisungen entspricht der Industriepraxis, die Kompponenten sind ja auch gut verfügbar und man kann auch ggf. Rückwirkunsgfrei mit Dioden entkoppeln um gewisse Kreise redundant einzuspeisen (gewisse Netzteile sind auch direkt ausgangsseitig parallelschaltbar).

Installierte Batteriekapazität ist halt nach wir vor eine Preisfrage. Kleine DC USV ab Stange gewähren im Batteriebetrieb oft keine Spannungsstabiliserung, man kann jedoch falls erforderlich DC/DC Wandler einsetzen, sind aber praktisch im Einsatz. NiCd wird verboten, NiMH nicht. Li-Ion ist noch zu teuer. Sofern Platz und Gewicht keine Rolle Spielen ist Blei od. Bleigel meist immer noch eine sinnvolle Lösung. Bei den gängigen Batterietypen geht die Kapazität bei tiefen Temperaturen stark zurück. Zwar können gewisse Bleiakkus vollgeladen bis ca. -40 °C betrieben werden, leider steigt aber die Mindestbetriebstemperatur bei forttschreitender Entladung. LiIon und NiMH machen da nicht mehr mit und sind onehin für höhere Kapazitäten im allgemeinen Industribereich meist zu teuer. Bei Batterien gibt es noch ein immenses Entwicklunspotential (siehe Elektromobile), als Alernative gäbe es noch Brennstoffzellen, die werden bereits Industriell für kleine abgelegene Telecomanlagen eingesetzt bleiben aber noch Nischenprodukte.
 
Tortin. Nächstes Jahr folgt ein Rehab der Mont Fort Bahn. Jumbo hat schon letztes Jahre einen Totalumbau bekommen inkl. Umbau auf AC Drive. :wink:

Übrigens besitzt die 120PB San Carlo-Robiei keinen Notantrieb dafür einen Doppelantrieb mit 2 Getrieben.
http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=54&t=31846&p=4626644
Hier gibts einen Bericht der Bahn. Hat aber nicht wirklich viel interessiert da zu unbekannt. Dabei kommt man als Normalsterblicher kaum in die Maschinenräume solcher Bahnen.

Die Bahn kann bei volllast aber nur noch Talwärts anfahren. Reicht aber zum Bergen vollauf aus. Stromausfall kommt kaum in Frage da nur weniger 100m die Umspannstation steht. 8) Das Kraftwerk darunter im Berg. Bergebahn besitzt sie allerdings eine kuriose. Eine Mischung aus Selbstfahrer und Windenbahn. 8O

Apropos Solarantrieb:
http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=54&t=32181&p=4633307
Hier gibt es eine kleine Materialbahn deren Antrieb mit Solarstrom betrieben wird.
Dieverse Gegenstationen von kleinen Anlagen besitzen eine Solaranlage. Zum Biespiel die Steuerung der 2SB Weissenboden deren GS wird mit 12V betrieben und ab Solar. Ebenfalls unter den Dieselbahnen die Musenalpbahn. Nicht zu vergessen die vielen Windmesser der Bahnen. Momentan die grösste Herausforderung ist der Schatten der Eigernordwand. :wink: Hat durchaus seine Berechtigung. Ist aber noch nich lange her, als die herstellung einer Solarzelle mehr Energie verbraucht hat als sie ihr ganzes Leben abgeben kann.

Nochwas. Die Skyguideanlage auf dem Ladole besitzt ein Notstromaggregat mit einer Gasturbine Gasturbine Turboméca Artouste IIIB. Diese dient auch für die Luftseilbahn (Windenbahn)
 
So kurios ist diese Mischung aus Selbstfahrer und Bergewinde auch wieder nicht.

Wir haben auf der PB Panoramabahn eine Bergebahn, die auf den Tragseilen mittels Windenseil zum FBM abgelassen wird. Da wir aufgrund der Topografie aber quasi in einen Sack kommen, wird das Gewicht des Windenseils irgendwann zu groß, folglich fährt die Bergegondel in den Ausgleich. Hier greift dann der el. Hilfsantrieb, aus Batterien gespeist, der die Bergegondel an das FBM heranführt. Der el. Antrieb, bzw. die Akkus sind für 6 Fahrten, drei pro FBM, ausgelegt, dann müßte im ungünstigsten Fall der letzte Fahrgast geborgen sein.
Diese Bergebahn wird logischerweise nur angewendet, wenn sich das FBM über dem Tobel befindet (Seilhöhe bis 230 m), bei geringem Bodenabstand bergen wir natürlich mittels gängiger Abseilvorrichtung.
 
Bei einer Streckenlänge von über 4km. Von der Bergstation geht es Richtung Tal zuerst Bergauf zu Masten 7, dann eben zu Masten 6 dann ein 1,5km langes Spannfeld mit Gegenanstieg, dann nochmals so ein langes Spannfeld mit Gegenantieg und danach gehts über 4 Masten nur noch Talwärts. Daher reichte hier ein Akku nicht aus, bzw würde die Batterie ein X-Faches eines Verbrennungsmotores wiegen. Zum Einsatz kam der gute alte VW Boxer. :mrgreen:

Noch so eine komische Bergebahn hat die 6EUB Ried-Riederalp. Hier fährt der Wagen mit selbstfahrenden Laufrollen auf dem Tragseil. Dabei kann sogar über die Klemmen gefahren werden. Zurück fährt dann eine Winde. Überfahren der Kuppelklemmen ist mir etwas Suspekt. Gibt Bergebahnen, da würd ich jetzt nie mitfahren.
 
Die Bergebahn sollte zwar sicher sein, wird ja als Bestandteil der Bahn abgenommen obwohldafür z.T. spezifische Bestimmungen gelten.



San Carlo - Robiei, Jumbo 150

Die Jumbo PB150+1 durfte ich damals dank sehr freundlichem Personal kurz nach Inbetriebnahme besuchen. Übrigens gab es auch eine nette Druckschrift über den Jumbo aber die ist vermutlich schon seit langem vergriffen.

Besten Dank für Deinen tollen San Carlo-Robiei Bericht. Muss eine sehr eindrückliche PB sein, bin jedoch leider nie damit gefahren. 2000 PS ist extrem für eine PB, normalerweise haben nur noch grosse SSB derart oder gar höhere Antriebsleistungen. Weiss allerdings nicht mehr wo in etwa PB150 und PB200 Antriebsleistungen liegen, jedoch z.T. oberhalb 1200 kW.
Als damals die Willy Habegger PB125+1 Sektion Betten-FO - Bettmeralp in Betrieb ging, war deren Antriebsleistung gem. Schilder in den Kabinen 1210 PS, was bereits beträchtlich war. Besten bewährte robuste sichere Technik. Möchte mal sehen wie sich PB mit unüberdeckten Stationen mit komplexer Mechanik à la Vanoise Express in den nächsten 35 Jahren bewähren.


Solarstrom

Solarantrieb... Hätte nicht gedacht, dass die Kapazität jemals für einen vernünftigen Materialseilbahnbetrieb ausreichen würde, man braucht ja sofort ein paar kW. Muss zwar zugestehen, dass ich keine Solarstromberechnungen in den lettzen Jahren durchgeführt habe, aber irgendwie ist es dennoch nachteilig, von sonnigem Wetter abhängig zu sein. Wird dort ein Wechselrichter auf 3x400 V eingesezt oder ist der Antrieb in DC Sicherheitsspannung?

Wäre Windenergie kein Thema? Es gibt ja auch kleine Windkraftanlagen ab Stange und die sind weitaus sinnvoller als Solarpanels... Wenn die Windverhältnisse es erlauben.
Als erneurbare Stromerzeugung, abgesehen von Kleinstleistungen, ist neben Wasserkraft (inkl. Ebbenkraftwerke) und evtl. Geothermie eigentlich nur Windkraft sinnvoll. Windkraftanlagen bis etwa 5 MW sind Stand der Technik. Welche Fläche belegt eine Photovoltaikanlage von 5 MW (vom Preis reden wir gar nicht)?


Windmessung

Weisst Du weshalb nicht mehr Ultraschallwindmesser zum Einsatz kommen? Die arbeiten bis etwa -50 °C unter härtesten Bedingungen und weisen keine beweglichen Bauteile auf und sind sturm- und eisfest. Allerdings benötigen die eine Hilfsspannung und zudem ist üblicherweise das Auswertgerät mit einer RS-232C Schnittstelle versehen (meist kommt das NMEA Protokoll zum Einsatz). Modelle mit Analogausgang gibt's möglicherweise auch (ggf. als OEM-Anpassung). Die überlagerte Signalübertragung der Windmessung kenn ich nicht gut, somit kann ich nicht beurteilen, ob ein Ultraschallgerät gut angepasst werden kann. Übrigens gibt es 2D sowie 3D Ultraschallwindmesser, 3D-Modelle werden eigentlich nur in der Meteorologie eingesetzt. 2D-Modelle messen Richtung und Geschwindigkeit in einer festen meist horizontzalen Messebene, 3D-Geräte können den effektiven Windgeschwindigkeitsvektor im Raum errechnen.


La Dôle

Interessant. Gasturbinen, hier vermutlich mit Diesel gespiesen, werden nur selten als Notstromaggregate eingesetzt. Da Skyguide über unterbruchsfreie batteriegespiesene Stromversorgungen verfügt spielt die Anlaufzeit der Turbine zwar keine grosse Rolle.
Gasturbinen haben Vor- und Nachteile, werden i.d.R. jedoch eher für grosse Leistungen und Dauerbetrieb eingesetzt (typischerweise ein paar MW) aber Turbomeca ist glaub ich eher im untersten Leistungsbereich spezialisiert. Gibt auch wenige Grosskläranlagen mit Gasturbinen. Seit ein paar Jahren gibt es auch kompakte Mikrogasturbinen für Wärme-Kraft-Koppelung (WKK), sind hier eher selten, in den USA sind sie verbreiteter.
Laut Wiki ist die Artouste IIIB urspünglich eine APU (Auxiliary Power Unit, eine kleine Hilfs-Gasturbine, die Linienflugzeuge ausstattet, befindet sich meist hinten unter dem Ruder). Die Wartung von Gasturbinen ist ziemlich speziell, Ersatzteile sind teuer. Der grösste Vorteil, die Kompaktheit und das geringe Gewicht sind bei stationären Anlagen kaum von Bedeutung. Wegen der sehr hohen Drehzal ist ebenfalls ein Untersetzunggetriebe erforderlich während Dieselersatzromaggregate den Synchrongenerator direkt antreiben.
Vielleicht hat diese Wahl historische Hintergründe denn für solche Anwendungen sehe ich eigentlich keine Vorteile i.Vgl. zu konventionnellen Dieselgeneratoren.


Doppelantriebe

Doppelantriebe (Tandemantriebe) sind bei uns nicht so verbreitet als in Frankreich und Italien. Dort findet man diverse 2-Motorige Konstellationen.
Etwas merkwürdig sind Gondelbahnen und Sesselbahnen mit einer achsialen Hintereinanderanordnung von zwei baugleichen Gleichstrommotoren mit permanent gekoppelten Antriebswellen und gemeinsamem Getriebe. Da gibt es zwei Betriebsvarianten: Bei gewissen Bahnen sind stets beide Motoren in Betrieb, bei anderen nur der eine wobei der zweite Motor im Mitlauf die Luft erwärmt (eher sinnlos, da sich Lager und Bürsten trotzdem abnützen, Bürsten zwar weitaus weniger als wenn Stromführend).
Gewisse französische und italienische Pendelbahnen haben Tandemantriebe mit zwei identischen Gleichstrommotoren die jeweils über ein Getriebe eine gemeinsame Antriebsscheibe antreiben. Da die Antriebsleistungen weitaus kleiner als bei Robiei sind, ist diese Bauweise kaum sinnvoll, denn man verliert auf dem Wirkungsgrad und es fallen erhöhte Wartungskosten an. Allerdings sind die Motoren was kleiner da ja zwei installiert werden. Gibt aber noch weitere 2-motorige Varianten.
Redundanz ist eigentlich nur bedingt von Vorteil da ja normalerweise onehin ein Notantrieb vorhanden sein muss und man einmotorig bei ungünstigem Lastfall nur noch mit stark reduzierter Geschwindigkeit fahren kann.

Tandemantriebe sind allerdings bei sehr grossen SSB sinnvoll, denn deren Leistungen sind so hoch, dass die notwendige Leistung die von gängigen Niederspannungsasynchronmotoren übersteigt (etwa 1000 kW), somit werden dann zwei Asynchronmotoren und zwei Getriebe installiert. Zwar sind Spezialausführungen von Niederspannungsasynchronmotoren hoher Leistung möglich, NS (NS=Niederspannung, bis 1000 V), FU gehen bis etwa 4000 kW, MS FU bis rund 80'000 kW (80 MW).
Beispiel: Kabatas - Taksim 375+1 SSB in Istanbul mit 2x 800 kW AC Drives. Zwar gäbe es 1600 kW Mittelspannungsmotoren mit entsprechender FU Technik, MS Antriebe sind jedoch sehr teuer und erfordern Spezialkenntnisse. Zudem wären Grösse und Gewicht des Getriebes zu berücksichtigen.
1600 kW Niederspannungsgleichstrommotoren sind zwar nichts besonderes sind aber sehr schwer und halt nicht wartungsfrei. Stromrichterseitig ohne weiteres machbar (Leistungsteile werden ggf. Ausgangsseitig über Drosseln parallelgeschaltet), aber DC gehört ganz klar zur Vergangenheit bei modernen Seilbahnen obwohl in gewissen Ländern AC Drives für Bahnantriebe mit Verspätung eingeführt wurden.
 
Lagorce schrieb:
Doppelantriebe

Doppelantriebe (Tandemantriebe) sind bei uns nicht so verbreitet als in Frankreich und Italien. Dort findet man diverse 2-Motorige Konstellationen.
Etwas merkwürdig sind Gondelbahnen und Sesselbahnen mit einer achsialen Hintereinanderanordnung von zwei baugleichen Gleichstrommotoren mit permanent gekoppelten Antriebswellen und gemeinsamem Getriebe. Da gibt es zwei Betriebsvarianten: Bei gewissen Bahnen sind stets beide Motoren in Betrieb, bei anderen nur der eine wobei der zweite Motor im Mitlauf die Luft erwärmt (eher sinnlos, da sich Lager und Bürsten trotzdem abnützen, Bürsten zwar weitaus weniger als wenn Stromführend).

Eine 6KSB mit Doppelantrieb 2 Motoren mit je 500kW Dauerleistung.
P1440704.JPG


Einer Seilbahn wird das Herz eingepflanzt.
P1440705.JPG


P1440712.JPG

Einer der beiden Motoren kommt angeflogen.

P1450971.JPG

Der vordere Motor kann bei einem Motorschaden zur Seite geschoben und durch die Welle ersetzt werden. Die Grundplatte des Motors ist mit einem Endschalter Überwacht.

Lagorce schrieb:
2000 PS ist extrem für eine PB, normalerweise haben nur noch grosse SSB derart oder gar höhere Antriebsleistungen. Weiss allerdings nicht mehr wo in etwa PB150 und PB200 Antriebsleistungen liegen, jedoch z.T. oberhalb 1200 kW.
Momentan die grösste Antriebsleistung einer Pendelbahn besitzt die Windenbahn Grütschalp. Die beiden Motoren besitzen eine Leistung von je 1,1kW das sind zusammen 3000PS.

P1740425.JPG

Die Windentrommel hat ein Durchmesser von 4.1m. Um die Bahn unter Vollast zu bewegen ist ein Drehmoment von 10000Nm.

P1740430.JPG

Alles ist Doppelt oder sogar 4fach. 2 Motoren, 2 Getriebe, 4 Betriebsbremsen, 2 Umrichtergruppen 2 Bremsaggregate usw.

P1740446.JPG

Die beiden Frequenzumrichtersätze mit je 1,1mW Leistung.

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Der grösste ABB Mocken für Seilbahnantriebe. Einer von 2 Asynchronmotoren.

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Die linke Antriebsseite. Gefahren wird je nach Streckenposition zwischen 9 und 10m/s (Stützen 7)

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2 Doppelbremsaggretage.

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Bergewinde im Gegensatz zur grossen Bahn mit einem Wickelapperat.

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Bergewinde in Parkposition. Fahrzeug muss zusammengebaut werden. Das Rote ist der Krahnwagen zum versetzten der Seilreiter.
 
Wieviel Leistung ist in den neuen Monsterbahnen des Kraftwerk Limmern installiert?
 
Antworten liefert das Datenblatt. MW nur ein Motor.
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Das Wasser reichen kann nicht mal das Funitel in Montana mit 4x 350kW
 
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