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PtoGo schrieb:Wäre es nicht am einfachsten und am billigsten wenn man die Zillertalstraße bis Zell vierspurig auf 100km/h ausbaut und gleichzeitg die Zillertalbahn komplett abreißt? Dann könnte man sich auch die Wartungskosten für die Bahn sparen. Außerdem, ist es sinnvoll in eine Bahn zu investieren und diese über 50 Jahre oder mehr abzuschreiben, wenn man gar nicht weiß was die Zukunft an neuen Mobilitätslösungen bringt? Wir befinden uns in einer Zeit im Umbruch.
Ich sehe das vor allem mit dem Hintergrund, dass in Zukunft immer mehr Elektroautos und Elektrobusse und autonome Autos unterwegs sein werden und das Argument mit der Umweltverschmutzung durch Autos damit hinfällig wird.
#justmy2cents
whiteout schrieb:Würde ja wenig Sinn machen mit einem anderen Stromsystem zu bauen.So kann direkt aus dem Netz der ÖBB Strom bezogen werden bzw. wenn rückspeisefähiges Rollmaterial verwendet wird auch dorthin wieder Strom eingespeist werden.
Der 50Hz Strom im Zillertal wird aber nicht durchgängig erzeugt, fast alle Kraftwerke erzeugen nur Spitzenlast und Regelenergie.
Das Flächenproblem wird aufgrund der deutlich rückläufigen Bevölkerungsentwicklung auch nicht mehr weiter zunehmen und deshalb fällt das als Punkt für mich raus.ThomasK schrieb:Elektroautos lösen nicht das Flächenproblem.
Und das pro Personenkilometer die Unfallgefahr auf der Straße gegenüber der Schiene etwa 100 Mal so groß ist, ist auch eine Binsenweisheit. Elektroauto hin oder her.
Vorher war die Diskussion ja schon stellenweise unterirdisch. Aber der Satz top es noch deutlich.PtoGo schrieb:Bahnfahren und Skifahren passen nicht zusammen. Seht es doch einfach ein.
Das wäre sicherlich realisierbar und die optimalste Lösung zumal da noch genügend Platz. Die Verlängerung einer der EUB mit einer Station und ein paar Masten wäre aber vermutlich erheblich wirtschaftlicher als der mehrere kilometerlange Neubau der Bahntrasse. Wie wäre es eigentlich mit einer gebrauchten GUB hier. Kostet nicht so viel und würde vermutlich erst mal ausreichen.bergfuxx schrieb:Warum soll eigentlich eine zusätzliche Flach-EUB bei Zell gebaut werden, wenn man genausogut auch die Trasse der ZTB zu den Talstationen der EUBn verlegen könnte? Das Über- oder Unterqueren der Bundesstraße dürfte nun kein Problem darstellen.
Damit hatte ich im Zillertal keine Probleme. Die fährt oft genug. Es liegt wohl eher daran, das einige den Umgang mit dem OV nicht gewohnt sind, weil sie zu 99% das Auto benutzen. Und! Die Bahn ist nicht wirklich ein Nachteil. Wenn ich mit dem Auto gehe, muss je nach dem, am Morgen das Auto vom Schnee befreien, habe vielleicht schlechte Strassenverhältnisse und muss dann noch einen Parkplatz suchen. Ausserdem muss ich die ganze Skiausrüstung ins Auto laden. Vor Ort die Skischuhe in der Kälte, statt im Skiraum in der wärme wechseln.ThomasZ schrieb:Ich muss mir immer überlegen, wann kann ich fahren, wie komme ich vom Bahnhof zum Quartier. Desweitern das Gepüngel mit dem Gepäck. Wenn ich abends mal irgendwo anders hin will oder das Skigebiet wechseln, muss ich auch wieder auf Fahrtzeiten oder Fahrstecken achten. Deshalb werden die meisten auch bei ausgebautem Schienenstrang zum Auto greifen.
ThomasK schrieb:Da müsste mit massiven PUSH-Maßnahmen, d.h. insbesondere Restriktionen gegen den MIV (massive Preiserhöhungen, Abbau von Parkplätzen, Fahrverbote usw.) nachgeholfen werden, wenn man die Eisenbahn bis Hintertux volkswirtschaftlich rechtfertigen will.
Nicht unbedingt denn meterspurige Dampfloks sind sicher auch noch zu bekommen - notfalls aus Asien (China - Vietnam siehe Furka Bergstreckenmuseumsbahn); eine chinesische QJ 2-10-2 läuft sogar in den USA (iowa Interstate) ab und zu im Sonderzugeinsatz.Wombat schrieb:Allerdings wäre so ein Dampfbetrieb nicht mehr möglich. Ausser man würde 3 Schienen verlegen.
Die Loks der Furka Bergstrecke sind die Original Loks. Die wurden damals, als man die Strecke elektrifizierte, nach Vietnam verkauft. Der Verein der die Bergstrecke betreibt, hat dann diese Loks aus Vietnam zurückgeholt. Darüber gibt es auch eine Doku.Petz schrieb:Nicht unbedingt denn meterspurige Dampfloks sind sicher auch noch zu bekommen - notfalls aus Asien (China - Vietnam siehe Furka Bergstreckenmuseumsbahn)
Petz schrieb:Nicht unbedingt denn meterspurige Dampfloks sind sicher auch noch zu bekommen - notfalls aus Asien (China - Vietnam siehe Furka Bergstreckenmuseumsbahn); eine chinesische QJ 2-10-2 läuft sogar in den USA (iowa Interstate) ab und zu im Sonderzugeinsatz.Wombat schrieb:Allerdings wäre so ein Dampfbetrieb nicht mehr möglich. Ausser man würde 3 Schienen verlegen.
Mit den ursprünglichen 298er Dampfern bringt man sowieso nix weiter und die größere der Touristenloks im Zillertal stammt ursprünglich aus der Tschechoslowakei - daher wär es relativ egal welcher Dampfer dort die Sonderzüge zöge.
Petz schrieb:@ThomasK; darf Dich aber bei Deiner Begeisterung für Singapur´s Verkehrslösungen daran erinnern das man den Staat maximal auf dem Papier noch als Demokratie bezeichnen kann - in der Praxis ist das eine autokratische Regierung die alle Mittel in die Wege leitet das Aufkeimen jeglicher Opposition gleich im Keim zu ersticken sprich viel näher einer Legitimationsdiktatur als irgendeiner anderen Staatsform.
Tipp: Wer mit dem Finger auf andere zeigt, zeigt zugleich mit drei Fingern auf sich selbst.
David93 schrieb:Dir ist aber schon klar das hierzulande das Auto für viele mehr als nur ein Fortbewegungsmittel ist. Das ist ein Statussymbol, auch wenn die Bedeutung bei der Jugend gerade abnimmt bzw. von Smartphones usw. ersetzt wird.
David93 schrieb:Aber den Leuten freiwillig einen Umstieg auf die Öffis schmackhaft machen wird nicht funktionieren, das hast du ja schon selbst erkannt. Und dann willst du auf Gesetze bzw. Verbote setzen, die den Leute das Autofahren sozusagen verbieten? Das wird doch nie funktionieren, so leicht lässt sich keiner das Auto wegnehmen. Das ist auch in der Politik bekannt und gar nicht gewollt, da hängen zu viele wirtschaftliche interessen und Wählerstimmen dran.
David93 schrieb:In Zukunft wird es also bleiben wie es ist. Ausbau der Straßen im gleichen Stil wie in der Vergangenheit, und Ausbau der Schiene dort wo es Sinn macht, wie auf Fernverkehrsstrecken oder Städten. Aber sicher nicht auf dem Land in einer Region wie dem Zillertal, wo noch dazu kommt dass das Gelände nicht bahntauglich ist nach Tux.
Motto: "Da werden zwar Menschen gesteinigt, aber egal, wir brauchen das Öl."Malli schrieb:Ich bin dieses Jahr mit der Bahn aus dem Pitztal ins Zillertal angereist. Und zwar mit komplettem Skigepäck. 2 Paar Ski, Stöcke, Schuhe, LVS-Set, Helm, etc
Die Rückfahrt aus dem Zillertal ging Freitagabend mit dem Fernbus von Zell bis nach München (wieder mit kompletten Gepäck). Dann bei nem Kumpel gepennt und am nächsten Morgen mit dem ICE nach Berlin.
Man haette auch dir komplette Strecke im Fernbus zurücklegen können (mit Umstieg in München, 20min Aufenthalt), aber mein Mitfahrer bekommt vergünstigte Bahntickets, weshalb wir Bahn fuhren.
Eigentlich sollte die ganze Strecke per Bahn bewältigt werden, aber die Verbindung hat uns nicht gepasst. Wir hätten 5 mal umsteigen müssen..
Das ganze hat problemlos geklappt und mir gefiel es besser als mit dem Auto am Samstag im Stau zu stehen.
Die ganze Woche haben wir kein Auto benutzt und haben das Bus- bzw Bahnangebot genutzt.
Den Einkauf haben wir zu Fuß erledigt.
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