• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Bekommt München eine Seilbahn?

Drüber nachgedacht wird ja in vielen Städten. Aber das mal eine deutsche Stadt den Mut hätte es umzusetzen? Die Kosten können ja nicht das Problem sein, da ist die Seilbahn ja sogar eher günstig im Vergleich mit anderen Verkehrsmitteln.
Wird wohl die Lobby des Individualverkehrs zu stark sein, und die Grund- / Wohnungsbesitzer in den Städten, für die eine U-Bahn oder selbst eine vollgestopfte Straße natürlich weit weniger problematisch ist, als Stützen im Vorgarten und vorm Fenster vorbeigondelnde Leute.
 
Drüber nachgedacht wird ja in vielen Städten. Aber das mal eine deutsche Stadt den Mut hätte es umzusetzen? Die Kosten können ja nicht das Problem sein, da ist die Seilbahn ja sogar eher günstig im Vergleich mit anderen Verkehrsmitteln.
Wird wohl die Lobby des Individualverkehrs zu stark sein, und die Grund- / Wohnungsbesitzer in den Städten, für die eine U-Bahn oder selbst eine vollgestopfte Straße natürlich weit weniger problematisch ist, als Stützen im Vorgarten und vorm Fenster vorbeigondelnde Leute.
Naja, München liegt in Bayern und Bayern hat einige Skigebiete und damit auch Seilbahnen (wobei EUB und 3S eher Ausnahmen), d.h. die Leute sind damit gewissermaßen vertraut. Das ist durchaus relevant!
Aber Seilbahnen gehören in Deutschland nun mal zu unkonventionellen Nahverkehrsmitteln und da gucken die meisten bei etwas, das nichts mit Eisenbahnen zu tun hat, erst mal blöd aus der Wäsche und vermuten irgendwelche Verschwörungstheorien, Milliardengräber (faktisch falsch) etc. Da kann das Konzept noch so gut sein, am Ende mangelt es an der Akzeptanz.
 
Interessant wird es, wenn man sich die Planungsunterlagen genauer ansieht.
Die Seilbahn soll als 3S-Bahn realisiert werden und es soll (nach den Projektbildern) auch das "City Cable Car"-System zum Einsatz kommen. Hier wird die Kabine auf einer Schiene und nicht an einem Seil geführt, wodurch auch Kurven gefahren werden. Das dürfte dann eine Weltneuheit sein.
Planungsunterlagen der Schörghuber Unternehmensgruppe (mit Bildern): https://www.sug-munich.com/de/Presse/eine-urbane-seilbahn-fuer-muenchen~press478/
Vorstellung des "City-Cable-Car"-System (ab 3min.): https://www.youtube.com/watch?v=XipANwcVnRI
 
So wie es die Stadt plant gebe ich dem ganzen wenig Chancen ...

Fundamente für eine 3S? Da müssen vor Ort dann mal 1 evtl. sogar 2 Fahrstreifen weichen ... Die Menschen werden begeistert sein

Stationen? Am Oberwiesenfeld möglich ... bei den 2 anderen Stationen sehe ich vom Platz her schwarz

Anwohner? Da kann mir ja einer in die Wohnung gucken

Ich persönlich würde das ganze wie in meiner DA erörtert weiter raus setzen ... da wo Platz vorhanden ist und es keine Anwohner stört ... Direkt in der Stadt wird das erst klappen wenn die Leute mal die großen Vorteile kennen ...
 
Seilbahnen haben Ihr spezielles Einsatzfeld, insbesondere über der Überwindung von natürlichen Hindernissen wie Flüssen oder Steigungen.
Bebautes Gelände ist aber ein recht schwieriges Terrain in Deutschland und Europa, sowohl rechtlich als auch akzeptanzmäßig. Dies gilt im übrigen auch für Bergdörfern, denn ansonsten kann ich mir die ganzen Diskussionen über die Lage von Talstationen und Trassen in Orten mit Skigebieten nicht verstehen.

Und hier der Vorschlag ist auch geeignet, um die Diskussion über eine parallel geplante Straßenbahn etwas weiter nördlich durch die Heidemannstraße zu stören und aufzuhalten.
 
Das Münchner Projekt klingt für mich als nicht weit weg wohnender wie eine der üblichen Polit-Enten.
Anstatt mal einen sinnvollen City-Ring via U-Bahn, S-Bahn oder Tram zu realisieren, will man (angeblich) ein winziges Stück via Seilbahn erschließen. Für diese kurze Strecke soll die Fahrtdauer dann auch noch 15 min sein. Das ist wirklich Blödsinn. Da ist man ja mit dem Rad deutlich schneller!

Seilbahnen sind zwar schön, leise und praktisch. Aber um im Münchner Verkehrsnetz sinnvolle Verbesserungen zu erreichen absolut kontraproduktiv! Das Geld fehlt dann an anderen Stellen.
 
biofleisch schrieb:
Seilbahnen sind zwar schön, leise und praktisch. Aber um im Münchner Verkehrsnetz sinnvolle Verbesserungen zu erreichen absolut kontraproduktiv! Das Geld fehlt dann an anderen Stellen.
Weil Seilbahnen ja bekanntermaßen deutlich teurer als U-Bahnen sind...
 
Das Ganze ist für mich eine Art "Transrapid 2.0". Angeblich in 50 - 60 Meter über dem Straßenniveau soll die fahren. Zwischenstationen "über dem Straßenraum" - in Kirchturmhöhe?

Es ist richtig, daß der Frankfurter Ring dort regelmäßig überlastet ist, aber daran wird sich nichts ändern, weil der Verkehr dort ganz überwiegend großräumiger unterwegs ist und nicht vom Oberwiesenfeld zur Studentenstadt oder umgekehrt will. Und für die kleinräumigere Erschließung werden die Busse auch nach Aussagen der Stadt wegen der großen Abstände der Stationen weiterhin benötigt. Also kein Auto weniger auf dem Ring.

"Die Kosten würden sich Stadt und Freistaat teilen, auch der Bund soll mitfinanzieren" - Aha - und der Initiator (Schörghuber-Gruppe) hält sich da raus, verdient möglicherweise am Bau der Bahnen und verspricht sich evtl. höheres Baurecht in der Region, weil er eine zusätzliche Verkehrserschließung für die zusätzlichen Anwohner oder Arbeitnehmer nachweisen kann.
 
Da ist ja vorrangig von einer anderen (weiteren) Trasse die Rede. Die wäre zumindest von der Verkehrsbedeutung sinnvoller als ein paar Stationen am Frankfurter Ring entlang. Allerdings würde ich nicht darauf wetten, daß da in diesem Jahrhundert noch etwas kommt:
"Die Staatsregierung steht urbanen Seilbahnen grundsätzlich positiv gegenüber", so gab Aigner vor ein paar Wochen einen Beschluss des Ministerrats bekannt. "Jede kreative Idee, die uns hilft, Verkehrsinfarkte zu verhindern, verdient eine ernsthafte Prüfung."
"grundsätzlich" heißt, daß es vom Grundsatz jede Menge Ausnahmen geben kann.
"ernsthafte Prüfung" heißt Gutachten, Gegengutachten, Bedenken und als Ergebnis "wichtige Gründe" dafür und dagegen, die intensiv abgewogen werden müssen und zu keinem Ergebnis führen
=> Begräbnis dritter Klasse - die Leiche trägt die Kerze selber
In Bayern sind halt immer noch Sommerferien und das Sommerloch will gestopft sein.
 
Sicher wird nach heutigem Stand durch eine Seilbahn kaum ein Auto weniger fahren aber durch das Bevölkerungswachstum in M und Umland könnte das zumindest ein Baustein gegen den völligen Infarkt sein.
 
Zurück
Oben