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Das alles war ja seit März absehbar und daher habe ich dort schon immer dafür plädiert abzuwägen, welche Folgen tatsächlich schlimmer sind. Man hat aber schon das Gefühl, dass die Mehrheit der Menschen entweder nicht strategisch denken will oder kann...
We may already have herd immunity – an interview with Professor Sunetra Gupta.
Are we already immune to coronavirus? Professor Sunetra Gupta, a theoretical epidemiologist at Oxford University, discusses her recent study on the herd immunity threshold, as well as her views on the social costs of lockdown, the inaccuracy of epidemiological models, and the curtailment of academic debate
A significant fraction of the population, according to the study published last week, may have “innate resistance or cross-protection from exposure to seasonal coronaviruses”, making the proportion vulnerable to coronavirus infection much smaller than previously thought.
Bitte differenzieren. Bei den Zitaten geht es um die Wiedereinführung der generellen Maskenpflicht. Es gibt in Österreich keine einzige belegte Ansteckung in einem Supermarkt.
Masken in Spitälern, Arztpraxen und in der Pflege sind dagegen unbestritten sinnvoll.
Außerdem haben wir auch viel dazu gelernt. Dazu Prof. Sönnichsen, Leiter der Abteilung für Allgemein- und Familienmedizin an der Medizinischen Universität Wien:
„Das Coronavirus ist nicht so gefährlich wie ursprünglich gedacht, und wir wissen nun besser, wie man die Patienten behandeln muss, um schwere Verläufe und Todesfälle zu verhindern.
Ähnlich wie bei Grippe, Lungenentzündungen und vielen anderen Erkrankungen, deren Existenz wir einfach hinnehmen und die auch Todesopfer fordern, müssen wir anfangen zu akzeptieren, dass es nun auch noch COVID-19 gibt, und dass Menschen daran sterben.
Natürlich muss es wie bei allen Erkrankungen unser Ziel sein, Todesfälle zu verhindern, aber die derzeitige Strategie kostet uns als Bevölkerung mehr gesunde Lebensjahre, als COVID-Tote gerettet werden.“
Man sollte halt schon immer schauen, dass die Massnahmen verhältnismässig effizient oder aber günstig sind. Da aktuell die meisten Fälle aus der Nachtclub-Szene kommen oder aus dem Balkan importiert sind, wären für mich die nächsten Schritte eigentlich klar.
Im Moment schaut es aber eher so aus als wolle man nicht bestimmte Gruppen diskriminieren und nimmt dafür weitere Einschränkungen für die Mehrheitsbevölkerung in Kauf. Das finde ich nicht soooo toll.
Sehr interessant dabei die Aussage von Notenbankchef Jerome Powell, Zitat: ".. Jerome Powell hatte am Mittwoch bereits vor einem historischen Einbruch des BIP gewarnt. Er erklärte, die weitere Entwicklung der größten Volkswirtschaft der Welt sei wegen der Pandemie höchst unsicher. „Der Verlauf der Wirtschaft wird in sehr großem Ausmaß vom Verlauf des Virus abhängen“, sagte Powell. Ohne eine Eindämmung des Virus sei eine vollständige wirtschaftliche Erholung „unwahrscheinlich“, warnte er."
Das deckt sich gut mit einem Bericht auf "bloomberg.com" https://www.bloomberg.com/news/arti...-set-to-outpace-u-s-in-upending-of-past-roles
Zitat:"Crucial for a sustainable recovery is confidence that the virus is no longer out of control, and Europe’s relative success may help encourage shoppers to spend and businesses to invest, further propelling demand and growth."
Es wird hier ja von verschiedenen Leuten ständig gemeckert, die harten Maßnahmen wären ja so furchtbar schlimm für die Wirtschaft und man müsste das viel lockerer handhaben, dann wäre alles viel besser. Aber man sieht das Resultat eines solchen Kurses ja in den USA. Es nützt gar nichts! Die Wirtschaft bricht genauso ein wie bei uns. Und wahrscheinlich dauert die Erholung länger, da die Zuversicht fehlt, das Virus unter Kontrolle zu bekommen. Und nichts hasst die Wirtschaft mehr als Unsicherheit (alte Börsenweisheit...)
Es wird hier ja von verschiedenen Leuten ständig gemeckert, die harten Maßnahmen wären ja so furchtbar schlimm für die Wirtschaft und man müsste das viel lockerer handhaben, dann wäre alles viel besser. Aber man sieht das Resultat eines solchen Kurses ja in den USA. Es nützt gar nichts! Die Wirtschaft bricht genauso ein wie bei uns. Und wahrscheinlich dauert die Erholung länger, da die Zuversicht fehlt, das Virus unter Kontrolle zu bekommen. Und nichts hasst die Wirtschaft mehr als Unsicherheit (alte Börsenweisheit...)
Das würde vielleicht besser funktionieren, wenn alle Leute etwas positiver denken würden und man dem Thema in der Öffentlichkeit keinen Platz einräumt. Aber die Gleichgültigkeit kann eben nicht jeder aufbringen...
Tja ohne dermassen mittlerweile total überzogene und künstlich verlängerte Massnahmen (Bayern und Deutschland in dem Fall), hätte man sich einen Teil des Crashs sparen können! Ich sag jetzt nicht, dass es keinen Crash gegeben hätte, aber die Möglichkeit wäre vorhanden gewesen den Einbruch etwas abzufedern, hätte man auf den Lockdown verzichtet!
Aber hinterher ist man halt immer schlauer. Da hats Österreich richtiger gemacht trotz einiger Verschärfungen bei der Maskenpflicht. Langsam kommt man wohl drauf, dass das zu hysterisch durchgesetzt wurde! Und die Rechnung bekommt man ja in dem Fall des BIP durch den doch massiven Einbruch um über 10% serviert! Ohne den Lockdown, wären wohl mehr Opfer zu beklagen gewesen, aber der wirtschaftliche Schaden (politisch verursacht) wäre geringer gewesen. Hab ja wieder was, aber Knochenjob und nicht fürstlich bezahlt (2300 Brutto ist nicht wirklich viel, wenn man aus der letzten Stelle >3k gewohnt ist (mit Zulagen, die hab ich da aber nicht immer, weil Rahmen Werktags) Aber zur Not frisst der Teufel halt auch Fliegen
Es wird hier ja von verschiedenen Leuten ständig gemeckert, die harten Maßnahmen wären ja so furchtbar schlimm für die Wirtschaft und man müsste das viel lockerer handhaben, dann wäre alles viel besser. Aber man sieht das Resultat eines solchen Kurses ja in den USA. Es nützt gar nichts! Die Wirtschaft bricht genauso ein wie bei uns.
Man darf aber nicht unterschlagen, dass es in einem Großteil der Bundesstaaten und Städten durchaus einen Lockdown und Schließungen gab (beispielsweise Kalifornien). Nur haben sie in den USA erheblich zu früh gelockert. Es kann nicht die Rede davon sein, dass die keine Einschränkungen hatten. Außerdem ist die Gesellschaft der USA auch schwer mit unserer in Deutschland zu vergleichen. Und das mit der Eigenverantwortung klappt bei uns auch besser oder würde bestimmt besser klappen (Achtung: Vermutung!). So oder so, sind die beiden Länder kaum vergleichbar. Und Brasilien kann man auch nicht wirklich zum Vergleichen heranziehen, denn die steckten ja vorher schon in einer totalen Krise. Es wird von allen Seiten immer gerne so dargestellt, dass der Weg der eigenen Meinung der einzig richtige ist. Das ist nicht so würde ich jetzt mal wagen zu behaupten. Welcher Weg richtig ist, werden wir erst in ein paar Jahren wissen, wenn die Krise vorüber und die Wirtschaft erholt ist.
Dabei ist mir gerade dieser Link in die Hände gefallen: https://www.nytimes.com/interactive/2020/us/states-reopen-map-coronavirus.html
Noch ein Artikel der Zeitung "Die Zeit":
Die Zahl der Neuinfektionen steigt wieder. Nicht nur an lokalen Hotspots. Jetzt fürchten Forschende, dass sich das Coronavirus flächig in Deutschland verteilt. Und dann?
Es ist die Frage, an der seit dem Wochenende niemand mehr vorbeikommt: Hat die zweite Welle des Corona-Ausbruchs in Deutschland begonnen? Haben die Lockerungen, die Urlaubsreisen, das erneute Treffen mit Freunden und Familie, der vielleicht doch zu laxe Umgang hier und da mit Abstandsregeln und Maskenpflicht zunichtegemacht, was Deutschland in der Phase der Ausgangsbeschränkungen erreicht hatte?
Es gibt aber meines Wissens nach kein einziges Beispiel, wo ein Land es ohne Lockdown und ohne die so gescholtenen Maßnahmen versucht hat und dabei seine Wirtschaft über Wasser gehalten hat.
Die Wirtschaft ist bei den Schweden und den Japanern (mit vergleichsweise wenigen Maßnahmen) genauso in den Keller gerauscht wie bei uns auch.
Für mich liegt der Verdacht schon sehr nahe, dass eine globale Pandemie ein Wirtschaftskiller ist und nicht die Maßnahmen dagegen.
Wen jemand ein Beispiel kennt, bei dem eine Volkswirtschaft sich dadurch schadlos gehalten hat, indem keine Corona-Eindämmungs-Maßnahmen ergriffen wurden, dann kann er das ja mal nennen. Würde mich interessieren.
Solang weder Politik noch Medien darüber laufend und in diesem Ausmaß berichten, kann ich mir nicht vorstellen, dass das wirtschaftlich solche Auswirkungen hätte.
Stell dir halt einfach mal vor, es würde anstatt wie die letzten Jahre usus nun jedes Jahr zur Grippezeit das selbe Theater gemacht werden wie aktuell mit Corona. Lass einfach mal die unterschiedlichen Gefahrenpotentiale der Krankheiten weg, aber belasse die Corona-Politik/Medienberichterstattung samt Coronamaßnahmen und ersetze dort Corona durch Grippe. Meinst du nicht, dass die wirtschaftlichen Einbußen dadurch spürbar größer wären im Vergleich zu sonst üblichen Jahren, wo es in Politik und Medien quasi ein Nicht-Thema ist?
In der inzwischen vernetzen Welt bringt es recht wenig, wenn ein Land A keinen Lockdown macht, denn wenn die Nachbarstaaten/Handelspartner Einreisebeschränkungen wg. der höheren Fallzahlen in A beschließen oder durch einen eigenen Lockdown Lieferketten unterbrechen, zieht das die Wirtschaft in Land A auch herunter.
Also müsste man schon in einem ganzen Wirtschaftsraum den Umgang mit der Krankheit laxer gestalten.
Bitte differenzieren. Bei den Zitaten geht es um die Wiedereinführung der generellen Maskenpflicht. Es gibt in Österreich keine einzige belegte Ansteckung in einem Supermarkt.
Dieses Argument wird auch immer und immer wieder wiederholt. Aber mal ne ernsthafte Frage: wie willst du eine Ansteckung im Supermarkt belegen? Es gibt keine Kontaktlisten, die Kontakte werden nicht erfasst. Es ist quasi unmöglich, solch eine Infektion zu erfassen. Es gibt durchaus etliche Fälle, wo sich Leute bei sehr kurzem Kontakt innerhalb eines Raumes angesteckt haben. Von daher ist die Ansteckung im Supermarkt nicht viel unwahrscheinlicher als in anderen Räumen.
Und ich verstehe weiterhin nicht, warum die Leute sich ausgerechnet über diese Maßnahme so aufregen. Diese Einschränkung ist quasi keine Einschränkung. Es handelt sich hierbei nicht um 8 Stunden im Zug. Es handelt sich um zweimal die Woche für 15 Minuten im Supermarkt!
Im Corona Podcast mit Drosten wurde durchaus auch schon einmal eine Studie vorgestellt, die Lockdown vs Wirtschaft weiter laufen lassen gegenübergestellt hat. Gar keine Maßnahmen zu ergreifen hat der Wirtschaft genauso geschadet wie ein dauerhafter Lockdown. Im Prinzip gibt es einen Sweet Spot, an dem möglichst geringe Maßnahmen dazu führen, die Wirtschaft möglichst aufrecht zu erhalten und gleichzeitig keinen zu hohen wirtschaftlichen Schaden durch diverse Krankheitsfälle und Gesundheitskosten und so weiter zu verursachen.
Übrigens sagt ihr ja selber, dass die USA deutlich kürzere und größtenteils schwächere Lockdown Maßnahmen durchgeführt hat. Und trotzdem ist die Wirtschaft der USA deutlich stärker eingebrochen als die in Deutschland. Wer merkt, worauf ich hinaus möchte? 30 % gegenüber 10 %.
Übrigens sagt ihr ja selber, dass die USA deutlich kürzere und größtenteils schwächere Lockdown Maßnahmen durchgeführt hat. Und trotzdem ist die Wirtschaft der USA deutlich stärker eingebrochen als die in Deutschland. Wer merkt, worauf ich hinaus möchte? 30 % gegenüber 10 %.
^^ Wollte ich auch gerade sagen, unterschiedliche Berechnungsmethoden....
In den USA sind die Massnahmen lokal sehr sehr unterschiedlich. In NYC zum Beispiel ist man noch immer um Welten strenger als das was hier bei uns in DACH beklagt wird. Restaurantbesuche indoor gibt es z.B. weiterhin nicht. Fitnessstudios sind auch immer noch zu. Und ein Geschäft ohne Maske betreten kann man vergessen.
^ Dann hat sich New York wohl an die Erfahrungen von vor 100 Jahren erinnert, wenn auch dieses Mal erst als das Virus schon Zehntausende angesteckt hatte.
Ich bin aber auch sehr gespannt, wie lange dieses Thema hier noch aktiv sein wird .