scratch schrieb:
Was ich bisher verstanden habe ist, dass an dieser "neuen Impfstofftechnologie" bereits seit einigen Jahren geforscht wurde.
Die jetzige Situation (mit der man zwar schon lange gerechnet hat, aber man nicht wusste, wann was genau kommt) hat eben dazu geführt, dass sämtliche Anstrengungen unternommen wurden, diese bisherige Forschung zu einem einsatzreifen Produkt zu vollenden.
Und noch wichtiger: mRNA ist schon lange erforscht, aber Impfstoffe nach anderer Herstellungsweise waren (und sind!) um einiges günstiger. Also so 14€ pro Dosis vs. 3€ pro Dosis. Da kann die Technologie noch so gut erforscht sein, aber Impfstoffe werden damit kaum auf den Markt kommen, solange die Nachfrage noch nicht da sein (sprich: Was jetzt gerade der Fall ist).
Ich persönlich würde sogar sehr gerne einen mRNA gegenüber anderen Impfstoffen bekommen, weil die Technologie dahinter halt deutlich zielgerichteter ist als das, was z.B. Vectorimpfstoffe machen...
Leider gehöre ich eher zu den letzten Gruppen, die geimpft werden, also werde ich mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen mRNA-Impfstoff mehr bekommen :/
Pistencruiser schrieb:
baeckerbursch schrieb:
Interessant wie einerseits:
ie Aussage "unausgereift", die laiernhaft gerne bemüht wird trifft m.E nicht zu. Der Prozess ist radikal beschleunigt worden, das ist richtig - aber das ist in erster Linie dem administrativen Prozess geschuldet.
Und andererseits:
Hervorgehobenes im Zitat zeigt gut auf, wie einfach es doch ist eine noch unklare Bewertungslage als gegebene Tatsasche erscheinen zu lassen. Die ebenso hervorgehobene Aussage "noch keine Daten" wird gleich wieder unter den Tisch gekehrt. bzw beim Lesen gar nicht wahrgenommen - wie die Reaktion darauf zeigt.
Also quasi wir wissen, das es absolut sicher ist, aber wie habe andererseits noch keine Daten über solch elementare Dinge. Aha.
Ja, weil die Wirksamkeitspriorität eines Impfstoffes die Verhinderung eines schweren Krankheitsverlaufs ist - und nicht die Nicht-Weitergabe des Erregers bei potentiell dennoch möglichen asymptomatischen Verläufen. Das wäre sehr gut, aber für die Wirksamkeit eines Impfstoffes zweitrangig.
Zu diesem Thema empfehle ich die aktuelle Folge des NDR-Podcasts "Synapsen" - wo jede Woche unterschiedliche Wissenschaftler zu diversen Themen eingeladen werden. Mal besser gemacht, mal schlechter. Die aktuelle Folge habe ich aber als sehr gut empfunden, dabei ging es dieses Mal um Corona-Imfpstoffe:
https://www.ndr.de/nachrichten/info/Synapsen-Corona-Impfstoffe-ein-Triumph-der-Forschung,podcastsynapsen154.html - zu Gast war der Mikrobiologe Florian Krammer - er hat einen Lehrstuhl für Impfstoffforschung an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai in New York inne.
Und naja. Daraus geht hervor, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass geimpfte Infizierte weniger ansteckend sind, aber das halt noch nicht nachgewiesen ist. Es gibt schlichtweg zu wenige Daten dazu. Als Fazit wird der folgende meiner Meinung nach sehr passende Spruch gebracht: "Absence of evidence is not evidence of absence".
Tobi-DE schrieb:
Die neuen Maßnahmen werden aber glaube ich so in etwa gar nichts bringen.
Leider glaube ich das auch... Bzw. nur wenig. In der Gesamtbevölkerung. Die Daten aus den letzten Wochen haben ja gezeigt, dass durch die Maßnahmen die Infektionszahlen eigentlich nur bei den jüngeren Bevölkerungsgruppen runtergegangen sind. Man könnte auch sagen: Die Maßnahmen gingen NUR zu Lasten der jüngeren Bevölkerung (siehe:
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_89005784/corona-in-deutschland-in-diesen-altersgruppen-steigen-die-faelle-rasant.html) . Gleichzeitig darf ich mir von meiner Oma anhören, wie ja angeblich nur "die jungen Leute" Schuld sind, aber sie gleichzeitig doch unbedingt noch dies und jenes machen muss. Frisör? Klar, so oft wie sonst. Physiotheparie? Klar! 10 Arzttermine? Natürlich! 2h beim Optiker? Natürlich muss das JETZT sein! Sich (in den letzten Monaten) im Restaurant treffen? Natürlich, solange das erlaubt ist?! Sie haben sich ja auch an die Richtlinien gehalten, also war es sicher! Da kann ich dann nur noch mit dem Kopf schütteln. Natürlich war nicht alles davon vermeidbar, aber sie ist der Meinung, sobald sie sich die Hände desinfiziert, ist sie sicher. Ich glaube, ich hatte in den letzten Monaten deutlich weniger "Risikokontakte" als sie. In meinem Bekanntenkreis höre ich ganz ähnliche Erfahrungen. Natürlich waren auch viele jüngere Leute Pandemietreiber, aber die Tatsache, dass die Lockdown-Maßnahmen jetzt vor allem die jüngeren Leute treffen, finde ich doch schon etwas ungerecht und dabei habe ich bisher IMMER den "mehr Maßnahmen = besser"-Ansatz vertreten und verteidigt sowie die Solidarität unterstützt. Wie ein Kumpel von mir es auf den Punkt gebracht hat: "Die Generation 'Baumarkt' schert sich einen Dreck um die Maßnahmen". Ist sicherlich auch nur ein Teil der Wahrheit, aber wer 4x am Tag zur Haupteinkaufszeit zum Supermarkt und Baumarkt fährt, hat das Problem jedenmfalls nicht verstanden.
- Ausgangssperre in "Hotspots" zwischen 21 Uhr und 5 Uhr? Hallo - was will ich ohnehin in der Zeit draußen? Ist doch eh schon alles zu, was in dieser Zeit sonst noch offen hätte.
Habe ich in HB/NI zum Glück noch nicht. Aber frage mich wirklich, was das soll. Meistens gehe ich (scheinbar im Gegensatz zu dir?) um diese Uhrzeit (nach 21 Uhr) oft noch spazieren, laufen, radfahren. Zum Ausgleich, nachdem ich den ganzen Tag im Homeoffice zuhause gesessen habe. Und nicht selten gehe ich zwischen 21 und 22 Uhr einkaufen. Da bin ich dann oft einer von 5-10 Leuten im Laden. Tagsüber ist da oft deutlich mehr los (eher so 100 Leute im Geschäft). Aber gut, in Bayern einen Supermarkt zu finden, der bis 22 Uhr offen hat, dürfte eh schwierig sein

(PS: teilweise gehe ich auch noch bis 24 Uhr einkaufen).
- Nur noch aus trifftigem Grund aus dem Haus? Ja klar, zum Shoppen in die lokale Mall, das ist ein trifftiger Grund, bravo.
Das hab ich mich bei den Artikeln über die Ausgangssperren jetzt schon öfter gefragt. Solche simplen Fragen werden darin meist gar nicht erst beantwortet.