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Coronavirus 2019-nCoV

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Inzidenz von 350 bei über 90 Jährigen.... Zeigt wo die Probleme liegen :(

Ich glaube das wie uns auch an solche zahlen mit Impfung gewöhnen müssen. Nur hoffentlich mit nicht so vielen lebensbedrohlichen Verläufen.

Auch die Grippeimpfung hat nur zum Teil funktioniert und ich möchte nicht wissen was wir für zahlen hatten, wenn wir die letzten Jahre mittels PCR auf Influenza getestet hätten.
 
Wenn du mit einem Kontakt skifahren gehst und der dich dabei von ihm mit Corona ansteckt. War dein Kontakt oder das Skifahren schuld?
Wenn du mit einem Kontakt spazieren gehst und der dich dabei von ihm mit Corona ansteckt. War dein Kontakt oder das Spazierengehen schuld?
Wenn du mit einem Kontakt essen gehst und der dich dabei von ihm mit Corona ansteckt. War dein Kontakt oder der Gastronom schuld?
Wenn du mit einem Kontakt biken gehst und der dich dabei von ihm mit Corona ansteckt. War dein Kontakt oder das Biken schuld?
Wenn du mit einem Kontakt ins Musem gehst und der dich dabei von ihm mit Corona ansteckt. War dein Kontakt oder das Museum schuld?
Wenn du mit einem Kontakt nach Österreich zum Skifahren gehst und der dich dabei von ihm mit Corona ansteckt. War dein Kontakt oder das Skiffahren, oder Österreich oder beides schuld?
Das sit eine sehr gute Fragestellung und die Antwort ist zum grössten Teil sonnenklar, auch wenn diese nicht mit der Weltanschaung einiger Extremisten übereinstimmt.
Der Kontakt und das was man bei diesem Kontakt getan hat sind zum allergrössten Teil nebensächlich, entscheidend ist praktisch immer nur "WIE" man etwas getan hat. Darum funktionieren auch die ganzen LD-Strategien samt und sonders nicht, weil diese sich im Kern immer nur auf die gleichen zum vornherein festgesetzten Parameter Ort und Anzahl abstützen.
Man steckt sich nicht "so leicht" an wie man es uns immer eintrichtern will und jeden Tag gemeinsam im gleichen SSB Abteil oder der gleichen 8er Gondel zur Arbeit fahren und sich dabei zu unterhalten reicht erwiesenermassen schon mal nicht aus für ein Ansteckung.
 
Anteil Mutation D etwa 6% / Portugal etwa 60%
Quelle: TV Heute Sendung.

Blöd... nur 6%...
 
Pancho schrieb:
Es ist ein Auszug aus einem Spiegel Interview. Brinkmann vertritt das No Covid Konzept zusammen mit Priesemann, Fuest und vielen anderen, dazu wurde schon viel gesagt.
Der Kern wird nicht verstanden. Schau dir Illner von gestern Abend an. Da war eine weitere Vertreterin zugeschaltet. Man hielt ihr vor, sie wolle China 2.0 errichten.
Wie gesagt, so wie es läuft, hat es nur noch akademischen Wert. Politisch ist die Idee tot.

:ja:
GottseiDank.
2x mal Totalitarismus reicht in 100Jahren ...
 
baeckerbursch schrieb:
Meine Großeltern mit 95+ bekommen nächste Woche die zweite Dosis.

Bin auf die zahlen gespannt wie sehr das bei gebrechlichen Menschen funktioniert und wie viele Infektionen / Todesfälle verhindert werden können.

Bitte beachten:
2. Dosis Fieber etc 2 Tage planen.

IdR kein Problem aber wenn jemand nicht mehr so fit ist...
Hab es gerade aktuell in der Familie
1x 0 Problem 83J
1x komplett 2 Tage über 39 trotz IBU nun leider noch weiterhin geschwächt... 81J
 
Dann ein bisschen „malen mit Zahlen“:

Annahme:
Aktueller 7-Tage R-Wert ist 0,9 für alles (das entspricht so grob dem heutigen Wert)
R der Mutation ist 35% größer als R der Urform (was man so liest)
Aktuelles Mischnungsverhältniss: 6% Mutation - 94% Urform (laut Nachrichten)

Das bedeutet das unter den aktuellen Komtaktverhältnissen in D die Mutation ein R von 1,19 / die Urform ein R von 0,88 hat.

Was heißen würde, dass wir nicht genug tun mit dem aktuellen Status Quo. Es gibt keinen Spielraum für irgendwelche Lockerungen.
Es würde so wie von Martin_D modelliert weitergehen, nach dem Fallen käme die Stagnation und schließlich ein Anstieg.

Wenn wir lockern, verschärft es sich entsprechend, beide R Werte würden steigen, und das könnte dann richtig Gas geben.

Eine Spielerei mit starken Vereinfachungen und unsicheren Werten, aber es zeigt grundlegend, was gemeint ist, wenn gewarnt wird.
 
skifam schrieb:
Pancho schrieb:
Es ist ein Auszug aus einem Spiegel Interview. Brinkmann vertritt das No Covid Konzept zusammen mit Priesemann, Fuest und vielen anderen, dazu wurde schon viel gesagt.
Der Kern wird nicht verstanden. Schau dir Illner von gestern Abend an. Da war eine weitere Vertreterin zugeschaltet. Man hielt ihr vor, sie wolle China 2.0 errichten.
Wie gesagt, so wie es läuft, hat es nur noch akademischen Wert. Politisch ist die Idee tot.

:ja:
GottseiDank.
2x mal Totalitarismus reicht in 100Jahren ...

Spitze - extrem reflektierte und ausführliche Antwort, aber egal.

Vergessen wir mal das ganze Zonen Theater und den Kram, No-Covid wird es nicht geben.

Betrachten wir die jüngste Vergangenheit. Da sind sich ja alle einig, dass viel zu lange im November gebummelt wurde. Eine Rechnung für die Vergangenheit ist ziemlich einfach, das Ergebnis ist leider deutlich.

Das Zögern und Zaudern hat der Pandemie soviel Raum zum Wachsen gegeben, dass ca. 30.000 es nicht überlebt haben.
https://www.news4teachers.de/2021/02/virologin-brinkmann-das-hinausschieben-von-entscheidungen-wie-schulschliessungen-im-herbst-hat-in-deutschland-30-000-menschenleben-gekostet/

Wäre schön, wenn man wenigstens versucht tiefe Fallzahlen zu bekommen, egal wie man den Mist dann nennt.
 
Pancho schrieb:
Anteil Mutation D etwa 6% / Portugal etwa 60%
Quelle: TV Heute Sendung.

Blöd... nur 6%...

Die Zahlen für Deutschland sind allerdings von der letzten Januarwoche. In Wirklichkeit ist der Anteil wohl schon über 10%
 
Nochmal zum Interview im Spiegel mit Melanie Brinkmann. Ich hab's im Original gelesen, und fand erstmal die Überschrift total irreführend.

Überschrift:
Der Wettlauf ist längst verloren.

Tatsächliches Zitat im Artikel:
Wir kriegen niemals genügend Menschen geimpft, bevor die Mutanten durchschlagen. Dieser Wettlauf ist längst verloren.

Überschrift:
Es wird kommen wie in England

Tatsächliche Zitate im Artikel:
es wird so kommen wie in England, die Varianten setzen sich durch

Wenn wir allerdings noch vier Wochen warten, geht es hier demnächst zu wie in London, dann gibt es eine Tausender-Inzidenz, und alle sind ganz erschrocken.
(Was während der Wartezeit genau geschieht, bleibt an der Stelle unklar. Darunter kann man also auch verstehen, dass mit Ablauf der aktuell beschlossenen "Lockdown"-Phase Lockerungen erfolgen.)

Also bis hierhin erstmal 2 Clickbait-Punkte an die Spiegel-Online-Redaktion. (Die Überschrift im Abo-Produkt dürfte dann deutlich weniger reißerisch klingen, wie so oft.)

Was sie im Wesentlichen vertritt, ist (hier bereits angesprochen): Kurzer, aber konsequenter Lockdown, dann ein lockeres Leben wie im Sommer. Die halbherzige aktuelle Strategie würde folgende Konsequenzen haben:
  • Die B.1.1.7-Mutante bestimmt das Geschehen.
  • Es kommt schnell zu extrem hohen Inzidenzen.
  • Wenn die erreicht sind, kommen noch mehr Einschränkungen, und doch brauchen wir wieder ewig, um davon herunter zu kommen.
  • Solange die Zielrichtung eine 50er-Inzidenz ist, kommen wir bis auf kurze Verschnaufpausen aus dem ewigen Lockdown nicht heraus, weil es bei dem Niveau mit jeder Lockerung wieder abgeht wie Luzie.

Ihr Vorschlag ist bekanntlich eine Niedriginzidenz (unter 10) und sofortige Lockerungen in den Regionen, die diese erreichen – also dort jeweils ein klares Ziel und eine planbare Belohnung, wenn alle prima mitmachen (funktioniert soziologisch deutlich besser als aktuell). Und vor allem – keine Übertreibungen: Kein Abschalten der Wirtschaft, kein Dauer-Lockdown.

Dazu schlagen sie und ihre Kollegen eine ganze Reihe konkreter Instrumente vor, die selektiv eingesetzt werden, um niedrige Inzidenzen beizubehalten (u.a. überwachte Quarantäne, selbst durchgeführte Antigen-Schnelltests, bessere Fallverfolgungsprozesse und -Software). Alles Dinge, die anderswo auf der Welt schon prima funktioniert haben und auch von der dortigen Bevölkerung unterstützt werden.

Was es bräuchte, wäre natürlich eine drastisch bessere Kommunikation mit Vermittlung eines klaren Ziels und der Ursache-Wirkungs-Beziehungen (was passiert, wenn wir X oder Y tun?). Wird sie von den politischen Entscheidern gehört? Wohl eher nicht (und das erleben wir hier im Forum ja auch):

Die fragen mal mich, mal die Vertreter solcher Positionen – und hinterher fragen sie sich selbst, wem sie jetzt noch glauben sollen. Und da hat die Seite der – ich nenne sie mal »Beruhiger« – einen Vorteil: Sie sagen, was viele gern hören wollen. Alles nicht so schlimm, alles wird gut. Ich dagegen bin die Überbringerin der schlechten Botschaft: [...]

Es wird so getan, als wären die »Beruhiger« 50 Prozent der Wissenschaftsgemeinde, und Brinkmann und Konsorten sind die anderen 50 Prozent. Das ist hanebüchen. [...] Es ist die vorherrschende Auffassung, dass man konsequent eingreifen muss. Die andere Position wird von einer krassen Minderheit vertreten. Manch einer in der Politik nimmt das aber so auf, als wäre das eine so gut wie das andere.

Die Bevölkerung scheint jedenfalls mehrheitlich zu konsequentem Handeln weit mehr bereit zu sein als die Politik, die am liebsten niemandem etwas zumuten möchte und im Ergebnis allen unnötigerweise die größten Zumutungen über lange Zeit bereitet.
 
Oliver, ich meine zu beobachten, dass sich Politiker (und viele andere) nicht wirklich damit befasst haben. Der von Priesemann gefundene Metastabile Zustand wird nicht verstanden, vermutlich ist das nicht mal bekannt.

Viele meinen instinktiv und posaunen es aus dem Bauch heraus, dass tiefe Inzidenzen immer drakonisch harte Maßnahmen bedeuten. Das Gegenteil ist der Fall, wenn wir damit das HALTEN der Inzidenzen meinen.

Es ist wesentlich einfacher, eine Inzidenz vom 10 auf 10 zu halten, als eine von 100 auf 100. Viele denken die 100 ist lockerer - nein, denn es gibt ja viel mehr potentielle Brandherde, vom der unmöglichen Nachverfolgung reden wir nicht!

Man muss für das erreichen der 10 natürlich einmal was tun.

Gestern bei Illner erwiderte die ehemalige Familienministerin (CDU) auf die vorher vortragende Wissenschaftlerin:
https://youtu.be/taBP8hYp45E?t=11m15s
(An der Stelle beginnt die Antwort, wenn ihr das davor hören wollt, vorspulen. Es wird im Prinzip ein zu Brinkmann ähnliches Konzept angemahnt)

Sie hat sich Null damit befasst, die Vorzüge nicht verstanden und kanzelt es ab, wie es auch hier passiert.

Es überfordert, vielleicht sind die Menschen auch zu müde, sich noch auf irgendwas neues einzulassen. Es wird gedacht, dass die Impfung jetzt da ist, und der Spuk vorbei, mann muss irgendwie noch hinwursteln. Wenn man Land sieht, kann man halt immer noch ertrinken, das wird vergessen.

Es frustet mich etwas, denn es ist das erste echte Konzept.

Die Einteilung in grüne und rote Zonen und wie man sich die Organisation vorstellt, erscheint mir entweder nicht ganz durchdacht, oder es ist bei mir nicht angekommen. Das kann ich mir real schwer vorstellen, wie schon geschrieben.

Notfalls könnte man aber einfach erstmal flächendeckend starten ohne Zonen.

Hohe Fallzahlen kosten jeden Tag Tote.

Sehr spannend, sehr vielversprechend - politisch leider chancenlos.
 
@pancho

Ja, das sehe ich ziemlich genau so. Viel wird arrogant zerredet, wenig verstanden. Stattdessen gewurstelt, was das Zeug hält. So unnötig.

Ich schätze es übrigens so ein, dass die Müdigkeit aus der überflüssigen Dauer und inkonsistenten Entscheidungen resultiert. Mit einem gut kommunizierten Konzept, Transparenz und sichtbaren Erfolgen könnte die Bevölkerung besser umgehen, auch wenn es kurz – aber eben nur kurz – mal härter sein sollte. Zumal die Leute spüren würden, dass ihr eigener Beitrag wirkt.

Einzelaspekte mögen schwierig sein, zum Beispiel die Mobilität zwischen Regionen, die unterschiedlich weit fortgeschritten sind: "Oh, der Nachbarkreis kann Restaurants öffnen, wir noch nicht, da reisen wir doch schnell mal rüber." Aber über solche Dinge kann man sich ja konstruktiv austauschen und ggf. nachsteuern.

Was ich gut finde, ist, dass jetzt die anerkannten Wissenschaftler zunehmend deutlich in der Öffentlichkeit äußern. Die Politik wird sich daran gewöhnen müssen, dass ihre Entscheidungen nicht alternativlos sind und sich an Wahltagen daran messen lassen. Profilierung kann dann auch gern mal total nach hinten losgehen.
 
Oliver.O schrieb:
Was es bräuchte, wäre natürlich eine drastisch bessere Kommunikation mit Vermittlung eines klaren Ziels und der Ursache-Wirkungs-Beziehungen (was passiert, wenn wir X oder Y tun?). Wird sie von den politischen Entscheidern gehört? Wohl eher nicht (und das erleben wir hier im Forum ja auch):

Die fragen mal mich, mal die Vertreter solcher Positionen – und hinterher fragen sie sich selbst, wem sie jetzt noch glauben sollen. Und da hat die Seite der – ich nenne sie mal »Beruhiger« – einen Vorteil: Sie sagen, was viele gern hören wollen. Alles nicht so schlimm, alles wird gut. Ich dagegen bin die Überbringerin der schlechten Botschaft: [...]

Es wird so getan, als wären die »Beruhiger« 50 Prozent der Wissenschaftsgemeinde, und Brinkmann und Konsorten sind die anderen 50 Prozent. Das ist hanebüchen. [...] Es ist die vorherrschende Auffassung, dass man konsequent eingreifen muss. Die andere Position wird von einer krassen Minderheit vertreten. Manch einer in der Politik nimmt das aber so auf, als wäre das eine so gut wie das andere.
(...)

Dieser Teil passt leider auch zum Klimawandelproblem. Das wird uns aber niemand aus dem Weg impfen...
 
Oliver.O schrieb:
Nochmal zum Interview im Spiegel mit Melanie Brinkmann. Ich hab's im Original gelesen, und fand erstmal die Überschrift total irreführend.

Überschrift:
Der Wettlauf ist längst verloren.

Tatsächliches Zitat im Artikel:
Wir kriegen niemals genügend Menschen geimpft, bevor die Mutanten durchschlagen. Dieser Wettlauf ist längst verloren.

Überschrift:
Es wird kommen wie in England

Tatsächliche Zitate im Artikel:
es wird so kommen wie in England, die Varianten setzen sich durch

Wenn wir allerdings noch vier Wochen warten, geht es hier demnächst zu wie in London, dann gibt es eine Tausender-Inzidenz, und alle sind ganz erschrocken.
(Was während der Wartezeit genau geschieht, bleibt an der Stelle unklar. Darunter kann man also auch verstehen, dass mit Ablauf der aktuell beschlossenen "Lockdown"-Phase Lockerungen erfolgen.)

Also bis hierhin erstmal 2 Clickbait-Punkte an die Spiegel-Online-Redaktion. (Die Überschrift im Abo-Produkt dürfte dann deutlich weniger reißerisch klingen, wie so oft.)

Was sie im Wesentlichen vertritt, ist (hier bereits angesprochen): Kurzer, aber konsequenter Lockdown, dann ein lockeres Leben wie im Sommer. Die halbherzige aktuelle Strategie würde folgende Konsequenzen haben:
  • Die B.1.1.7-Mutante bestimmt das Geschehen.
  • Es kommt schnell zu extrem hohen Inzidenzen.
  • Wenn die erreicht sind, kommen noch mehr Einschränkungen, und doch brauchen wir wieder ewig, um davon herunter zu kommen.
  • Solange die Zielrichtung eine 50er-Inzidenz ist, kommen wir bis auf kurze Verschnaufpausen aus dem ewigen Lockdown nicht heraus, weil es bei dem Niveau mit jeder Lockerung wieder abgeht wie Luzie.

Ihr Vorschlag ist bekanntlich eine Niedriginzidenz (unter 10) und sofortige Lockerungen in den Regionen, die diese erreichen – also dort jeweils ein klares Ziel und eine planbare Belohnung, wenn alle prima mitmachen (funktioniert soziologisch deutlich besser als aktuell). Und vor allem – keine Übertreibungen: Kein Abschalten der Wirtschaft, kein Dauer-Lockdown.

Dazu schlagen sie und ihre Kollegen eine ganze Reihe konkreter Instrumente vor, die selektiv eingesetzt werden, um niedrige Inzidenzen beizubehalten (u.a. überwachte Quarantäne, selbst durchgeführte Antigen-Schnelltests, bessere Fallverfolgungsprozesse und -Software). Alles Dinge, die anderswo auf der Welt schon prima funktioniert haben und auch von der dortigen Bevölkerung unterstützt werden.

Was es bräuchte, wäre natürlich eine drastisch bessere Kommunikation mit Vermittlung eines klaren Ziels und der Ursache-Wirkungs-Beziehungen (was passiert, wenn wir X oder Y tun?). Wird sie von den politischen Entscheidern gehört? Wohl eher nicht (und das erleben wir hier im Forum ja auch):

Die fragen mal mich, mal die Vertreter solcher Positionen – und hinterher fragen sie sich selbst, wem sie jetzt noch glauben sollen. Und da hat die Seite der – ich nenne sie mal »Beruhiger« – einen Vorteil: Sie sagen, was viele gern hören wollen. Alles nicht so schlimm, alles wird gut. Ich dagegen bin die Überbringerin der schlechten Botschaft: [...]

Es wird so getan, als wären die »Beruhiger« 50 Prozent der Wissenschaftsgemeinde, und Brinkmann und Konsorten sind die anderen 50 Prozent. Das ist hanebüchen. [...] Es ist die vorherrschende Auffassung, dass man konsequent eingreifen muss. Die andere Position wird von einer krassen Minderheit vertreten. Manch einer in der Politik nimmt das aber so auf, als wäre das eine so gut wie das andere.

Die Bevölkerung scheint jedenfalls mehrheitlich zu konsequentem Handeln weit mehr bereit zu sein als die Politik, die am liebsten niemandem etwas zumuten möchte und im Ergebnis allen unnötigerweise die größten Zumutungen über lange Zeit bereitet.

Das ist komplett Wolkenkuckucksheim:
(u.a. überwachte Quarantäne s.u. selbst durchgeführte Antigen-Schnelltests haha tolle Spezi/Sensi, bessere Fallverfolgungsprozesse Witz kommendlich raus und -Softwar... was ist ein PC?

Wer, wo, wann kann das in Deutschland?
Niemand.
Ich habe Quarantänekontrollen des G Amtes erlebt...
Mitarbeiter ohne MNS - toll nicht...

Jegliche Inzidenzzahlen auch hier in D verhöhnen jeglichen Statistiker, alleine schon aufgrund Ihrer Erhebung...
Ziel 10 oder 0 ändert nix, im Gegenteil wir landen in totaler Willkür. Und erhaltbar wären diese Pseudozahlen dann nur mit totalitären Massnahmen.

Der Begriff Gesundheitsamt sagt alles, ein Paradoxon in sich.

Hört hier auf diesem unreflektierten, realitaetsverneinenden, totalitären Gequatsche hinterherzulaufen, das sich als wissenschaftlich tarnt.

Das ist extrem gefährlich.

Die Durchführung würde komplett misslingen (s.oben) mit massivsten Schäden für Demokratie, Wirtschaft etc.

Sowas könnt Ihr im taz oder SZ Forum posten.

Sorry. Auch wenn es von Euch nur provokant gemeint sei.
So etwas gehört hier nicht hin!
Wir sind ein alpinforum
 
Pancho schrieb:
Oliver, ich meine zu beobachten, dass sich Politiker (und viele andere) nicht wirklich damit befasst haben. Der von Priesemann gefundene Metastabile Zustand wird nicht verstanden, vermutlich ist das nicht mal bekannt.

Viele meinen instinktiv und posaunen es aus dem Bauch heraus, dass tiefe Inzidenzen immer drakonisch harte Maßnahmen bedeuten. Das Gegenteil ist der Fall, wenn wir damit das HALTEN der Inzidenzen meinen.

Es ist wesentlich einfacher, eine Inzidenz vom 10 auf 10 zu halten, als eine von 100 auf 100. Viele denken die 100 ist lockerer - nein, denn es gibt ja viel mehr potentielle Brandherde, vom der unmöglichen Nachverfolgung reden wir nicht!

Man muss für das erreichen der 10 natürlich einmal was tun.

Gestern bei Illner erwiderte die ehemalige Familienministerin (CDU) auf die vorher vortragende Wissenschaftlerin:
https://youtu.be/taBP8hYp45E?t=11m15s
(An der Stelle beginnt die Antwort, wenn ihr das davor hören wollt, vorspulen. Es wird im Prinzip ein zu Brinkmann ähnliches Konzept angemahnt)

Sie hat sich Null damit befasst, die Vorzüge nicht verstanden und kanzelt es ab, wie es auch hier passiert.

Es überfordert, vielleicht sind die Menschen auch zu müde, sich noch auf irgendwas neues einzulassen. Es wird gedacht, dass die Impfung jetzt da ist, und der Spuk vorbei, mann muss irgendwie noch hinwursteln. Wenn man Land sieht, kann man halt immer noch ertrinken, das wird vergessen.

Es frustet mich etwas, denn es ist das erste echte Konzept.

Die Einteilung in grüne und rote Zonen und wie man sich die Organisation vorstellt, erscheint mir entweder nicht ganz durchdacht, oder es ist bei mir nicht angekommen. Das kann ich mir real schwer vorstellen, wie schon geschrieben.

Notfalls könnte man aber einfach erstmal flächendeckend starten ohne Zonen.

Hohe Fallzahlen kosten jeden Tag Tote.

Sehr spannend, sehr vielversprechend - politisch leider chancenlos.

Das Konzept hätte anfangs Chancen gehabt, wenn es gut kommuniziert hätte und es wirklich zeitlich begrenzt wäre. Dann hätte die Bevölkerung dies mitgetragen. Aber damals war dieser Ansatz noch nicht im Gespräch?!

Zudem bräuchte man gut aufgestellte und digitalisierte Gesundheitsämter und eine funktionierende App.

Da die Politik aber durch ihr Handeln (schlechter Schutz der Altenheime, verbaselte Impfbeschaffung usw.) sowie die miese Kommunikation ( Bevölkerung wird von oben herab behandelt, es wird nur Vorgegeben und nichts erklärt, zuviel Horrorszenarien und Panik, sowie Versprechen die nicht gehalten wurden) zuviel Vertrauen und Rückhalt verspielt hat und die Nachverfolgung schlicht nicht funktioniert (Steinzeitmethoden und Bürger die nicht mitmachen) hat dieses Konzept in dieser Pandemie keine Aussicht mehr auf Erfolg.

Vielleicht in der nächsten Pandemie, wobei ich hoffe dies erleben wir in unserem Leben nicht nochmal.
 
Was ich der Politik eher als "Hauptfehler" vorwerfen würde, wäre die fehlende Perspektive. Ein klares Ziel vorgeben, Versprechen, was beim Erreichen des Ziels passiert und dieses Versprechen dann auch tatsächlich halten. Im November-Dezember (und weit in den Jan) wurde die 50er-Inzidenz als Ziel genannt, nur wird jetzt halt beim (teilweisen) Erreichen dieses Ziels einfach ein strengeres Ziel (Inzidenz 10) vorgegeben. Warum soll Otto Bünzli dieses Ziel nun als erstrebenswert ansehen, da er keine Ahnung hat, ob dann halt einfach ein neues Ziel kommt?

Natürlich sollte jeder Eigeninteresse an einer tiefen Inzidenz haben, aber die Peitsche hat eigentlich immer besser im Zusammenspiel mit dem Zuckerbrot funktioniert. WENN jetzt Inzidenz 10 ein tatsächliches Ziel ist, so bitte das offen kommunizieren und gleich VERSPRECHEN, was passiert, wenn das erreicht wird. Also im Sinne von "5 Tage hintereinander unter Inzidenz 10 und der Handel und die Schulen werden geöffnet. Weitere 10 Tage später mit Inzidenz unter 10 wird die Gastro geöffnet. Wird das Ziel nach einer Öffnung 5 Tage hintereinander verfehlt, so werden die Öffnungen rückgängig gemacht".

Ich bin fest davon überzeugt, dass bei so einer Kommunikation auch die Kooperation besser wäre: Jeder wüsste, was er gewinnen kann, wenn er sich etwas "am Riemen reisst". Jetzt wird an die Selbstverantwortung appelliert und auf Goodwill gehofft... das ist gut und Recht, aber gefühlt kann man nicht nur fordern, man sollte auch etwas anbieten.
 
Anteil Mutation D etwa 6% / Portugal etwa 60%
Quelle: TV Heute Sendung.

Blöd... nur 6%...
Bitte genau erklären was der Vorteil von 6% und der Nachteil von 60% oder umgekehrt sein soll. Was ist an den 6% blöd?
Wenn du die höhere Zahl ( sowie es die meisten Entscheidungsträger gerade tun ) sowieso nur dazu nehmen willst um weiter LD für immer zu spielen dann hat sich das ganze aber eh erledigt.
 
Der Lockdown wird mit Ausnahme der Schulen ja angeblich verlängert, war ja nicht anders zu erwarten....
Es wird aber überlegt, mit kleinen Maßnahmen für etwas Aufhellung zu sorgen, um den Durchhaltewillen zu stärken. Dazu könnten Lockerungen beim Blumenverkauf vor dem Valentinstag (14. Februar) gehören.
Danke Angela und Jens, jetzt ist alles in Ordnung....
 
Ist schon verwunderlich, dass nach fast einem Jahr das Contact Tracing noch immer nicht funktioniert.
In AUT liegt die Aufklärungsquote derzeit bei unter 60%. So kann das doch nicht funktionieren.

Die No COVID Strategie wird fast überall kritisiert. Was dabei unter geht: Die Differenzierung nach Landkreisen/Bezirken wäre schon gut (sofern man die Bezirke halbwegs gut abschotten kann). Wenn ich mir zb Tirol ansehe. Imst hat eine Inzidenz von 61 und Lienz eine von 295. Zwischen den beiden Bezirken liegen drei Stunden Autofahrt. Darum wirft man die in denselben Topf? Das gleiche in Bayern: Eichstätt hat eine Inzidenz von 33 und Tirschenreuth eine von 350. Für beide Landkreise dieselben Regeln?
Dithmarschen hat übrigens eine von 17. Also es geht, wenn man will.
 
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