albe-fr schrieb:
ach ja, Lehrer bekommen jetzt Dienstlaptops.... aber so richtig dann nun doch nicht:
https://www.spiegel.de/panorama/bildung/lehrer-in-corona-zeiten-muessen-sie-sich-die-dienstlaptops-teilen-a-b6274e11-9f63-4d89-b1ae-f6092ae902a5
Für das Bundesland Baden-Württemberg, wo Hintzen auch stellvertretender VBE-Landesvorsitzender ist, hat er das Ausstattungsprogramm für Dienst-Laptops durchkalkuliert. »Nach unseren Berechnungen werden für jede volle Lehrkraft 650 Euro zur Verfügung gestellt«, sagt Hintzen: »Das ist ein äußerst knappes Budget.«
wenn ich bedenke, dass bei uns (Forschungsinstitut) pro Laptop - ohne Software - im Schnitt wohl um die 3.5K EUR ausgegeben werden, und zwar auch fuer Masterstudenten und Doktoranden...
Ich muss dieses Thema noch mal aufgreifen, weil sich mir bei diesen Aussagen alle Nackenhaare sträuben.
Wo arbeitest du denn, bzw. was für Anforderungen hast du bei der täglichen Arbeit, dass du und deine Kollegen ein Laptop für 3,5k brauchst? Bei euch scheint Geld keine Rolle zu spielen und im Überfluss vorhanden zu sein.
Ich habe mehr als 15 Jahre auf verschiedensten IT Projekten in ganz Europa, USA und Asien in Großkonzenen, aber auch größeren mittelständischen Firmen gearbeitet, und daher einen umfassenden Einblick in die IT Ausstattung dieser Firmen.
ALLE dieser Firmen, statten ihre Mitarbeiter standardmäßig mit (Dell, Lenovo, HP etc.) Laptops aus, die in einer Preisklasse von 700 bis max. 1000€ liegen, wobei hier schon in der Regel der teure "next business day support/replacement" beinhaltet ist. Ohne einen solchen Support sind die Geräte in der Regel 200 Euro günstiger. Desktops, so sie denn noch eingesetzt werden sind noch einmal einiges günstiger.
Und diese Laptops werden in allen Bereichen eingesetzt: Normale Anwender (Vertrieb, Einkauf, Admin, Controlling, IT, Marketing, Produktion, Außendienst etc.)
Lediglich in der Konstruktion/Engineering (wo oft mit sehr rechenintensiven (z. B. 3D AutoCad Programmen) gearbeitet wird, werden meist Maschinen mit stärkerer CPU und Speicherausstattung verwendet. Diese kosten dann auch mal 1500 bis 1800 Euro.
Warum ein Lehrer, der lediglich das Internet nutzt, Mails schreibt, und Programme wie Word, Excel und Power Point verwendet, einen 3.500 Euro teuren Laptop benötigt, erschließt sich mir komplett nicht. Hinsichtlich Datenmengen, Network Traffik, Rechenleistung sind hier die Anforderungen bei dieser Nutzung meist noch geringer als bei der Nutzung von Laptops in Firmen mit z. T. großen Datenmengen, vernetzten Systemen etc. D. h. für 650,- Euro kann man sehr wohl einen adäquaten Lehrerlaptop erwerben, der dann auch 3 Jahre hält.
Übrigens halte ich die Lehrerausstattung mit Laptops definitiv für sinnvoll, im Gegenzug sollte man aber darauf achten, dass, wenn solche Geräte zur Verfügung gestellt werden, die Abschreibung eines privaten Gerätes bei der Steuererklärung nicht mehr berücksichtigt wird.
Alle Lehrer die ich kenne, setzen ihre privaten Geräte, die sie meist auch im Unterricht verwenden von der Steuer ab. Das darf zukünftig dann nicht mehr möglich sein, da die Arbeitsmittel (Laptop) dann ja vom Arbeitgeber gestellt werden.