Spezialwidde
Rigi-Kulm (1797m)
Stäntn schrieb:Die spannende Frage ist ja wie lange das alles dauern wird - damit befasst sich der Artikel, den wir besser nicht zu genau nehmensonst kommt die Depression beim lesen der Zahlen, da fällt nämlich die kommende Wintersaison gleich mit darunter.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronakrise-epidemiologen-rechnen-mit-monatelangen-einschraenkungen-a-a7743f7f-83e3-44fd-91b0-29f645130207
Wir kommen daher zu dem Schluss, dass die Unterdrückung von Epidemien zum gegenwärtigen Zeitpunkt der einzig gangbare Weg ist", so die Forscher. Das ist der Ansatz, der in Deutschland verfolgt wird. Das Problem dabei ist allerdings: Die Einschränkungen brächten nicht nur "enorme soziale und wirtschaftliche Kosten", sie müssten aus Sicht der Epidemiologen auch so lange beibehalten werden, bis ein Impfstoff verfügbar wird. Also womöglich 18 Monate oder länger. Lässt sich das tatsächlich durchhalten?
Das ist die Frage der Fragen.
Ihr dürft eins nicht vergessen: Es geht nicht mehr darum die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Das geht sowieso nicht mehr. Das ist mehr oder weniger eine Abhandlung darüber was nötig wäre um ihn ganz zu eliminieren. Praktisch ist das aber auch das unmöglich. Die jetzigen Maßnahmen zielen ja ganz klar darauf ab die Zahl der gleichzeitig erkrankten so zu drücken dass man sie irgendwie mit den zur Verfügung stehenden medizinischen Mitteln handeln kann. Gleichzeitig führt das aber dazu dass die Pandemie sogar länger dauert. Halt auf einem geringeren Absolutzahlenniveau. Würde man nichts machen hätte man eine wellenähnlichen Verlauf ähnlich wie bei der Grippe. In kurzer Zeit sehr, sehr viele Kranke aber auch ein recht schnelles Totlaufen. Das kann man aber nicht riskieren. Aber genau deshalb ist es auch so wichtig die Einschränkungen jetzt auch so gut es geht zu akzeptieren und zu befolgen, damit erreicht man jetzt am Meisten. Auch wenn sich der Erfolg erst zeitlich verzögert zeigt weil erstmal die latenten Infektionen herauskommen. Was in 2,3 Monaten passiert ist eh zu spät. Deswegen ist es auch zu erwarten dass die Maßnahmen auch in absehbarer Zeit zumindest gelockert werden können. Danach lebt man mit einer gewissen Infektionsrate mit der man im Gegensatz zum Neuinfektionspeak aber klarkommt. So zumindest die Theorie. Eins bleibt aber auch ganz klar festzustellen: So eine Pandemioe ist niemals berechenbar. Es kann sogar passieren dass sie im Sommer, wie ja schon einmal 2003 bei einem verwandten Virenstamm geschehen, einfach verschwindet. Oder sagen wir besser versteckt...