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Bergfan schrieb:
Julian96 schrieb:
Der durchschnittliche Spargelbauer hier im Bodenseekreis macht sein Geld hier...es macht also schon noch sinn zu ernten.

Macht sein Geld... Auf Kosten der osteuropäischen Helfer...

Keiner dieser Helfer wird gezwungen, dort zu arbeiten.
Und solang die Arbeiter noch bereit sind zu kommen, scheinen die Löhne wohl legitim zu sein.
 
Bergfan schrieb:
valdebagnes schrieb:
Wobei mir die aktuellen Meldungen über fehlende Erntehelfer mehr Sorgen machen, das könnte wirklich ein Problem werden. Nicht für die Versorgung, die kommt ja auch im Winter über andere Länder reichlich, aber für die reginal angebauten Produkte...

Das betrifft im Moment hauptsächlich den Spargel. Ohne Spargelernte werden wir wohl alle verhungern, denn Spargel ist noch wichtiger als Mehl und Klopapier.
So ihr müsst jetzt ganz stark sein, insb. Widdi: Es betrifft gerade JETZT ganz stark den Hopfen! Ich wohne mittendrin, hinterm Haus sind die Felder. Der muss jetzt rein gedreht werden...
Ohne Hopfen kein Bier, ich glaub das muss ich nicht erklären. Wo wir wieder bei Widdi wären - arbeitssuchend, Bier als Lebenselexier - das würde doch ein Match ergeben, die Bauern suchen händeringend:
https://www.merkur.de/lokales/freising/au-hallertau-ort114700/hallertau-coronavirus-saisonkraefte-dringend-gesucht-hopfenbauern-schlagen-alarm-13604329.html
Ab 12€ die Stunde netto, na mal sehen wer da kommt. Wobei fürs Bier so wenig Hopfen gebraucht wird, da sollten 50% Preiserhöhung wegen Lohnkosten am finalen Bierpreis wenig ändern, wohl aber die Position am Weltmarkt gegenüber "Billighopfen" aus dem Ostblock.
 
Und nun kommt das System "Angebot und Nachfrage" zum Tragen. Nachfrage nach Erntehelfern ist groß, Angebot recht mickrig, also würde ich als Erntehelfer einen entsprechenden Lohn verlangen. Will der Bauer nicht zahlen, darf er selber ran :)
 
Bergfan schrieb:
Macht sein Geld... Auf Kosten der osteuropäischen Helfer...

Das kann ich nicht wirklich beurteilen, wie gesagt, wir haben keine Erntehelfer. Mindestlohn bekommen die inzwischen ganz sicher. Wenn man aber schaut, wer die härteste Arbeit macht, bin ich voll bei dir.
Nicht vergessen darf man aber auch, dass viele der osteuropäischen Helfer froh sind, dass sie diese Arbeit bekommen....ein Ausbeuten rechtfertigt das trotzdem nicht. Aber dazu habe ich jetzt keinen Bezug.

Aber vergleich mal einen Hof mit einer Firma. Wenn am Ende ein Millionengewinn bei der Firma steht, verdient der durchschnittliche Arbeiter das trotzdem nicht. Man muss auch bedenken, wo das größte Risiko steht...alle Arbeiter hängen an der Firma, oder am Bauern...dieser Verwaltet den ganzen Hof und den Fuhrpark, fehlt ein Arbeiter gehts trotzdem weiter, geht der Hof oder Firma pleite stehen alle blöd da.

Bergfan schrieb:
Und nun kommt das System "Angebot und Nachfrage" zum Tragen. Nachfrage nach Erntehelfern ist groß, Angebot recht mickrig, also würde ich als Erntehelfer einen entsprechenden Lohn verlangen. Will der Bauer nicht zahlen, darf er selber ran :)
Vergiss nicht, dass das wieder auf dich zurück kommt, oder isst du keine Lebensmittel. Niemand schafft umsonst, verdoppeln sich die Kosten wird das aufs Endprodukt draufgeschlagen, das auch du im Laden wieder kaufst. Auch ein Hof ist eine Firma. :wink:
 
basti.ethal schrieb:
Keiner dieser Helfer wird gezwungen, dort zu arbeiten.

Es gibt Leute, die das Gleiche auch über Müllmänner usw. behaupten.

basti.ethal schrieb:
Und solang die Arbeiter noch bereit sind zu kommen, scheinen die Löhne wohl legitim zu sein.


Solange sie hier der Mehrfache von dem verdienen, was sie in ihrem Heimatland bekommen, werden sie kommen.
 
Natürlich funktioniert der Obst- und Gemüsebau nur, weil es billige Arbeitskräfte gibt. Mit normalen Löhnen und Arbeitsbestimmungen wäre das nicht rentabel betreibbar, außer in diversen Nischen.
 
Bund und Kanton Zürich steigen in die Schutzmaskenproduktion ein:

https://www.srf.ch/news/schweiz/knappheit-in-der-corona-krise-schweiz-produziert-ab-mitte-april-eigene-schutzmasken


Absurd, dass es aktuell scheinbar einfacher ist eine Schutzmaskenmaschine zu kaufen als Schutzmasken :wink: Mitte April ist etwas spät, aber jetzt weiss man wenigstens wie lange das vorhandene Material reichen muss.

Und vielleicht ringen sich Deutschland und Frankreich endlich durch, EU-Beschlüsse um zusetzen, dann siehts sowieso schon wieder besser aus.

Die beiden Länder zeigen ja wie sich die Schweiz zukünftig in der EU-Debatte verhalten sollte. All die Verträge unterschreiben - damit endlich Ruhe ist - und dann nur das umsetzen was einem passt. Auch Ungarn zeigt ja gerade, dass selbst eine Dikutatur in der EU möglich ist.
 
Julian96 schrieb:
Vergiss nicht, dass das wieder auf dich zurück kommt, oder isst du keine Lebensmittel.

Lebensmittel schon, aber den Spargel (und auch das Bier) zähle ich nicht dazu.
 
Tyrolens schrieb:
Natürlich funktioniert der Obst- und Gemüsebau nur, weil es billige Arbeitskräfte gibt. Mit normalen Löhnen und Arbeitsbestimmungen wäre das nicht rentabel betreibbar, außer in diversen Nischen.

Klar, in Deutschland stimmt das definitiv. Man muss aber differenzieren, für Spargel, Erdbeeren oder so stimmt das. Für alles was maschinell geerntet wird nicht, Kartoffeln, Zwiebeln, Möhren etc. da kann einer allein Hektarweise bewirtschaften.

Aber mal ganz ehrlich, wer ist bereit über 5€ für ne Schale Erbeeren zu bezahlen? Können nicht viele sein, sonst wären die Preise im Discaounter nicht da wo sie sind.

Mal noch anders formuliert, bei Wochenmarktpreisen kann man sich noch vorstellen, was der Bauer einnimmt. Man kann dann darauf vertrauen, dass der Bauer auch seine Arbeitskräfte sinnvoll entlohnt. Das ist ein Vertrauen, ich kenne genügend Bauern hier in der Region, denen ich da nicht vertrauen würde. Das sind auch die gleichen, die Ware zukaufen und dann teuer auf dem Wochenmarkt verkaufen...und dann am besten noch hinschreiben "nur eigener Anbau".
Vor den linken Hunden ist man nicht sicher, aber wenn man im Supermarkt schon fast nichts zahlt, dann kann man sich ja mit Sicherheit ausrechnen, was an Lohn für die Arbeiter übrigbleibt.
 
Bosch hat übrigens einen Schnelltest entwickelt, mit dem Testergebnisse innerhalb von 3h vorliegen!
 
Mein chronischer Durchfall hält noch immer an - immerhin habe ich heute den Befund bekommen. Wie erwartet Giardiasis (gibt nur 2 verbreitete Infektionen für Durchfall in Nepal die chronisch werden, eine dritte hat nur 1% Anteil und tritt eher zu Monsunzeit auf, die andere weit verbreitete passte von Symptomen her nicht, also war ich mir 99% sicher was ich habe). Ist in Nepal sehr weit verbreitet und kann monatelang zu Durchfall führen. Wird jetzt mit Antibiotika in 2-5 Tagen aufhören (hab schon 3.5kg verloren trotz viel essen). Natürlich kann ich nicht ausschließen Coronavirus trotzdem gehabt zu haben - kann ja niemand. Aber Coronavirus ohne andere Symptome (außer teils Müdigkeit/schlapp und leichten Schmerzen unterhalb des Bauches/unterer Bauch - war die letzten Tage etwas stärker so dass ich mich nicht nach Sport gefühlt habe) seit immerhin 18 Tagen sind bisher nirgends gemeldet worden im Bezug auf Coronavirus. Durchfall wurde zwar bezüglich Coronavirus gemeldet - aber nur im Zusammenhang mit 2-3 Tage darauf einsetzenden schwerem Krankheitsverlauf und genau dann starkem Husten/Fieber. Ich hab aber absolut keinen Husten/Fieber/Gelenkschmerzen/Rückenschmerzen/Muskelschmerzen usw. Dafür halt stark faul stinkendes Furzen/Stuhl

Dazu war ich beim Reisen ja immer sehr vorsichtig. Allerdings nicht so wie Chinesen. Hab Gestern Bilder einer Freundin bekommen die nun aus Deutschland nach China ausreist bis sich die Situation wieder bessert - 3/4 der Chinesen sind in voller Schutzausrüstung durch den Flughafen und in den Flieger. N95 Maske, Schutzbrille, Handschuhe UND OP Schutzanzüge, ABC Schutzanzug oder andere. Dachte zuerst die chinesische Regierung hätte die ausgeteilt damit sich im Flieger niemand ansteckt gegenseitig (müssen eh alle 14 Tage in Quarantäne nach Ankunft) - aber nein, die haben sich die Anzüge teils schon vor Wochen über graue Kanäle gekauft. Ein paar Europäer im Flieger (wohl jene die vor ein paar Wochen geflüchtet sind, und jetzt zur Arbeit/Wohnsitz nach China zurückkehren) hatten nicht einmal Schutzmaske auf. Kein Wunder dass die Krankenhäuser kein Schutzmaterial mehr bekommen. Viele Asiaten in Europa (und auch in China) sind so vorsichtig (oder panisch?) dass die rumlaufen als würden sie nach Fukushima oder Tschernobyl zum aufräumen einrücken. In meinem Wechat Channel sehe ich auch noch täglich Bekannte FFP2 und FFP3 Masken verkaufen.

Und nein ich würde keine unbekannten Medikamente schlucken - wo ich die Nebenwirkungen nicht kenne. Acetazolamide würde ich aber bedenkenlos bei Atembeschwerden und Symptomen einnehmen - ganz einfach weil die Nebenwirkungen so gering sind/bzw ich keiner Risikogruppe diesbezüglich angehöre. Ich würde mich aber sofort bei bestätigter Infektion für Favipiravir als Behandlung einschreiben wenn möglich.


Wenn es jetzt 7 Tage bis zum Test braucht - kann man es auch ganz sein lassen zu testen. Das kann fast nur negativ enden! Die Leute rufen ja erst an wenn sie schon stärkere Symptome haben - aber ab dem Zeitpunkt sind die Viruslast ja schon wieder. Wenn dann nach 7 Tagen der Test kommt - kann man recht sicher davon ausgehen (siehe den dokumentierten Fall Tag 7-13 im Krankenhaus negativ), dass der Test auch negativ sein wird. Ich denke schon jetzt sind die Wartezeiten auf Tests oder das zögern Test zu machen für viele negative Tests der Grund.


In Österreich ist es überhaupt kein Problem Klopapier zu bekommen. Das war hier nur 1-2 Tage knapp. Hier im Hofer ist jeden Tag die 4er Palette Klopapier doppelt gestapelt auch Abends noch recht voll. Da ich in Mödling, einem reichen Vorort von Wien lebe - sind auch nicht die Billignudeln ausverkauft - sondern wenn schon die "Gourmet" Linie bei Hofer oder spezielle Italienische Sorten. Und Reis ist seit Tagen Basmatireis ausverkauft - die ganzen günstigen Sorten verfügbar. Vor 2 Tagen waren alle Bio Joghurt/Topfen ausverkauft - die konventionellen gabs en Masse. Nur lässt sich Joghurt bei dem Ablaufdatum schlecht hamstern - da haperts wohl eher irgendwo in der Lieferkette. Bei Brot ist auch das bio Sortiment Abends meist leer - alles andere genug da.


Und der Asiamarkt in Wien Süd war ausgestorben aber komplett volle Regale - die meisten Asiaten haben scheinbar Österreich verlassen. Die Kassiererin meinte die werden wohl bald zusperren müssen - da es sich derzeit nicht rentiert offen zu halten. Ich hab mich nochmal mit ein paar Kg tiefgefrorenen Xiaolongbao und Wantan eingedeckt (ja denen ohne Hersteller drauf - gibt wohl noch genug Hinterhofklitschen in Wien wo die händisch hergestellt werden obwohl ja zig von denen ausgehoben wurden. Geschmacklich sind die top) - Sie schätzt dass 75% aller Chinesen die dauerhaft in Wien wohnen derzeit schon ausgereist sind.
 
Freut mich dass Besserung in Sicht ist, chronischer Durchfall ist echt nichts was man braucht ;)

Was die Schutzausrüstung, Atemschutzmasken etc. angeht - ich will das einfach nicht tragen, und das passt auch nicht nach Europa. Ich hasse jegliche Gegenstände am Körper (Uhr, Brille, etc.) und möchte im Alltag einfach keinen Mundschutz tragen, da hab ich lieber paar Tage Durchfall, Grippe whatever und bin dann stärker als vorher als dass ich ständig irgendwas beachten muss.Das kann man jetzt als egoistisch oder unverantwortlich hinstellen, aber ich denke wie ganz viele die nicht so durchs Leben gehen wollen. Wenn ich überall Angst und Sorge habe irgendwas abzubekommen, na denn gute Nacht.

Daher - mögen sich die Asiaten wundern was sie wollen, das wird sich hier nicht durchsetzen, auch wenn es indirekt Menschenleben kostet.
 
danimaniac schrieb:
auf einer kanadischen MTB-Seite wurde ein (meiner Meinung nach interessantes) Interview mit einem Arzt aus der Notaufnahme in Whistler veröffentlicht. Dieser ist gleichzeitig passionierter Mountainbiker, hat eine relativ differenzierte Sicht auf Dinge wie #stayathome oder, was ist eigentlich ein Low-Risk-Ride...

Der sagt ganz klar, dass sie dort in Kanada im Moment jeden so behandeln als wäre er COVID-19 positiv. Aus diesem Grund sind die "Search and Resuce-Teams", also die Bergrettung teilweise nicht im Einsatz, da Ihnen die Ausrüstung zum Selbstschutz fehlt.
North Shore Search and Rescue is apparently not operating because they have neither the training or equipment to deal with patients infected with COVID-19 and are apparently not responding to calls at the moment. What is happening in Squamish and Whistler is less certain at the moment.

Gleichzeitig ergeben sich Hotspots weil einige Trail-Netzwerke geschlossen wurden (zB Teile von North-Shore). So sehen einige Notaufnahmen gerade jetzt Rokord-Unfallzahlen, und behandeln dann aber ein gebrochenes Handgelenk nicht, oder verschieben eigentlich nötige Operationen.

Ähnlich wird es hier in DACH wohl auch laufen, vor Allem sind hier die Infektionszahlen soweiso deutlich höher.
Bisschen bescheuert, man könnte meinen es ist Ebola...
 
Danke für die Grüße und Genesungswünsche. Nach 19 Tagen Quarantäne muss ich heute auch wieder mal in einen Supermarkt. Freue mich ehrlich gesagt darauf - das ist ja das einzige Stück Freiheit zur Zeit. Wobei ich mir schon überlege ob ich als Hamster durchgehe wenn ich jetzt versuche unsere normalen Vorräte wiederherzustellen. Ganz so schlimm war es aber nicht, hatten super Support von Freunden und Bekannten die uns insgesamt drei mal mit Lieferungen aus dem Supermarkt versorgt hatten. Auch Kollegen und Nachbarn haben sofort ihre Hilfe angeboten. Wir haben jetzt noch frische Sachen im Kühlschrank die locker übers WE reichen sollten. Konserven und länger haltbare Lebensmittelvorräte haben wir teils gar nicht anbrechen müssen, hab aber die Zeit genutzt Lebensmittel die schon lange im TK sind mal aufzubrauchen und klar Schiff zu machen. Hab da nie drüber nachgedacht, aber haben eigentlich immer einen "Vorrat" an essenziellen Lebensmitteln zuhause der etwa zwei Wochen hält.

Zum Krankheitsverlauf muss man sagen das in unserer Gruppe drei verschiedene Ausprägungen gab. Wir M um die 30 hatten beinahe den identischen Verläuft. Lunge / Rücken, dann Temperatur (max 38,5) etwas Husten, das war nach zwei Tagen rum, dann folgte weiter Ab/Husten Schnupfen und der Geschmacksverlust, das zog sich aber bis zum Schluss. Die Mädels um die 30 hatten gar kein Fieber, nur Husten, Schleim und Schnupfen, teilweise den Geschmacksverlust und genauso lange. Bei unseren M ü50 hatte einer die typischen m30 Symptome und einer gar keine Symptome, dennoch positiv getestet.
Ich finde mit solchen Daten könnte man viel mehr anfangen und in Zeiten von Big Data auch ohne Tests eine hohe Rate an Treffern generieren können. Beispiel: How Target Figured Out A Teen Girl Was Pregnant Before Her Father Did https://www.forbes.com/sites/kashmirhill/2012/02/16/how-target-figured-out-a-teen-girl-was-pregnant-before-her-father-did/#10b8e8166686

Um die bevorstehenden Ernten mach ich mir auch Sorgen, da ich gern Produkte die in der Region angebaut oder hergestellt werden vom Hof kaufe anstatt diese über Autobahnen herkarren lassen. Ich weiß nicht vielleicht können das Menschen nutzen die gerade mit weniger Kohle um die Runde kommen müssen aber Freizeit haben.
 
Che schrieb:
Die Intention dieser Maßnahmen empfinde ich als vollkommen richtig, die Umsetzung jedoch ausbaufähig.
Sehe ich genauso und würde es in dem Fall begrüßen das es einerseits schnell zu einer Hilfeauszahlung kommen sollte aber hinterher auch geprüft werden müsste ob man diese nach Geschäftsgebahrung als Subvention oder zinsenlosen Kredit einstuft; wer vor lauter Expansionsgelüsten trotz Überschüssen unverantwortlicherweise keine Rücklagen bildete sollte den Stützungsbetrag auch wieder zurückzahlen müssen.

Chense schrieb:
Mir als "Gsiberger" tut es ja trotzdem um euren Urlaub leid ... aber so war es dann doch am Ende noch ein Ende mit Schrecken!
Du und Vorarlberger - made my day denn allein schon aufgrund Deines Slangs würde entweder heilig wer das glaubte oder sollte sich schleunigst ein Hörgerät anschaffen...:rofl: :rofl: :rofl:

Julian96 schrieb:
Aber ich hoffe doch, dass man auf die Idee auch selbst kommen könnte :mrgreen:
Und daran das man in den Kriegs - und Nachkriegsjahren Zeitungspapier für diese Zwecke verwendete hat sich bis zur heutigen Generation auch nicht mehr durchgesprochen... :wink:

Julian96 schrieb:
Bergfan schrieb:
Und nun kommt das System "Angebot und Nachfrage" zum Tragen. Nachfrage nach Erntehelfern ist groß, Angebot recht mickrig, also würde ich als Erntehelfer einen entsprechenden Lohn verlangen. Will der Bauer nicht zahlen, darf er selber ran :)
Vergiss nicht, dass das wieder auf dich zurück kommt, oder isst du keine Lebensmittel. Niemand schafft umsonst, verdoppeln sich die Kosten wird das aufs Endprodukt draufgeschlagen, das auch du im Laden wieder kaufst. Auch ein Hof ist eine Firma. :wink:
Es gibt überhaupt keinen Grund osteuropäische Erntehelfer im Westen zu Hungerlöhnen zu beschäftigen denn was ist dagegen einzuwenden basierend auf den geringeren Herkunftslandlebenshaltungskosten mehr persönlichen Gewinn zu machen wenn sie dafür monatelang von ihrer Familie, persönlichen Umfeld etc. entfernt sind. In anderen Berufen gibt´s für sowas nämlich beispielsweise Reisespesen oder Trennungsgelder obendrauf. Klar würden viele Lebensmittel dadurch teurer aber nicht in einem Ausmaß das wir uns das nicht leisten könnten denn bei der Geschwindigkeit mit der die Erntehelfer arbeiten würde ne Packung Erdbeeren anteilig vielleicht maximal um geschätzte € 2,- teurer.
 
Aufgrund der ärtzlichen Schweigepflicht kann ich ja nur sehr eingeschränkt aus meinem beruflichen Klinik Alltag berichten.
Dieses (top bewertete) Standard.at Posting zeigt jedoch den Kollateralschaden der Anti-SARS-CoV-2 Maßnahmen beispielhaft auf:

Triage für (noch) nicht existente Patienten
Familienmitglied, hohes Alters - aber in prinzipiell guter Verfassung - geplanter Herzkatheter in Graz. OP Termin durch KH vor 2 Wochen abgesagt weil Coronavorbereitung. Zustand verschlechtert sich jetzt deutlich - Nachfrage nach OP direkt/via Hausarzt - Keine Chance. Patient jetzt in Alternativkrankenhaus weil sich Zustand laufend verschlechtert. Aber die Kapazitäten sind derzeit absolut NICHT GENUTZT! Um was geht es da jetzt Triage für potentielle Patienten die es noch gar nicht gibt und dafür in Kauf nehmen, dass andere womöglich deswegen versterben ? Lieber Tote die nicht in der Corona Liste aufscheinen ? Biss jetzt alle Instanzen erfolglos... Und das Argument der Ansteckungsgefahr ist blutleer weil ja sowieso im Krankenhaus!!
Intensivbetten in Tirol und Niederösterreich derzeit unterdurchschnittlich belegt – Verschiebung von Operationen ließ Ressourcen frei werden

:arrow:://www.derstandard.at/story/2000116166737/freie-betten-auf-den-intensivstationen
 
Mein Cousin hat hart gekämpft, damit er vor ein, zwei Wochen noch seine Patienten operieren durfte.

Das Aufschieben von Operationen ist doch absolut tödlich. In vier Wochen kommen die alle als Akutfälle rein.
 
In Tirol passsiert gerade Unvorstellbares - auf allen Ebenen.

Die Tiroler Tageszeitung - oft (nicht ganz zu unrecht) als zu regierungsnah und unkritisch kritisiert - nennt heute Markus Wilhelm, den Journalisten, Blogger und Betreiber der Seite www.dietiwag.org beim Namen. Das ist schon einigermaßen senationell - bisher wurde sein Namen idR ganz explizit verschwiegen. Wenn man nicht umhin kam, über die zahlreichen von ihm aufgedeckten Skandale zu berichten, sprach man immer nur von "einem Blogger". -> siehe hier, im Infokasten : Tiroler Krisenmanagement: Ischgl wehrt sich, Behörde unter Druck. Auch die Bildunterschrift "Im Hotspot Ischgl herrscht jetzt Götterdämmerung" ist für TT-Verhältnisse mehr als bemerkenswert.

Habe übrigens noch eine interessante, von einer anderen Perspektive wahrgenommene Chronolgie der Corona-Ereignisse von Ischgl auf CNN gefunden:
How an Austrian ski resort helped coronavirus spread across Europe
 
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