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Coronavirus 2019-nCoV

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Tysk schrieb:
Das die Standortinformation aktiviert sein muss ist wirklich etwas unglücklich, das liegt aber an Android.
Update 16.06.2020, 11:00 Uhr] Die Android-App verlangt, dass die Standortermittlung aktiviert wird. ("Die Standortermittlung Ihres Smartphones muss aktiviert sein, damit ihr Gerät nach Bluetooth-Signalen anderer Smartphones sucht. Standortdaten werden dabei jedoch nicht erhoben."). Weil Bluetooth dazu genutzt werden kann, Informationen über den Standort zu sammeln, muss diese Berechtigung pro forma eingeholt werden (siehe dazu in c't 3/20: Location-Berechtigung für Kopfhörer?). Die Überprüfung des offengelegten Quellcodes zeigt jedoch eindeutig, dass auch unter Android keine Standortdaten erhoben werden. [/Update]

https://www.smartdroid.de/corona-wa...lung-kommt-von-google-ein-erklaerungsversuch/

Erstens erschließt sich mir die Logik nicht: "Bei Android-Geräten muss die Standortermittlung aktiviert sein, damit Bluetooth-Geräte in deiner Nähe gefunden werden können." . Mein Handy findet auch unsere Autos, die andere Bluetooth-Geräte sind.

Zweitens scheint das Problem bei Android 8+ nicht mehr zu bestehen: "„Auf Geräten mit Android 8.0 (API-Stufe 26) und höher führt das Pairing von Begleitgeräten im Auftrag Ihrer App einen Bluetooth- oder Wi-Fi-Scan von Geräten in der Nähe durch, ohne dass die Berechtigung ACCESS_FINE_LOCATION (Standort) […] erforderlich ist. Dies hilft, die Anzahl der von Apps benötigten Berechtigungen zu minimieren, und ist für Benutzer datenschutzfreundlicher.“" Ich habe Android 9 - warum geht es dann nicht?

Drittens ist mein Problem nicht irgendeine Paranoia gegenüber der Corona-App "Für COVID-19-Benachrichtigungen wird der Gerätestandort jedoch nicht ermittelt und eine Standortbestimmung ist zusätzlich explizit durch die Nutzungsbedingungen mit dem App-Anbieter ausgeschlossen." - glaub ich ja; aber dutzende andere Apps werden das gerne nutzen. Und ich habe keine Lust, die alle einzeln abzuklappern und manuell die Standortermittlung abzuschalten, um mich dann bei Bedarf wieder durchwühlen zu müssen. Und das zweite Problem ist die Akkubelastung durch die Standortbestimmung.
 
Die gesamte Familie hat selbstverständlich die APP installiert. Ich werde berichten sollte sich etwas ereignen....
 
Tysk schrieb:
Das die Standortinformation aktiviert sein muss ist wirklich etwas unglücklich, das liegt aber an Android.
Update 16.06.2020, 11:00 Uhr] Die Android-App verlangt, dass die Standortermittlung aktiviert wird. ("Die Standortermittlung Ihres Smartphones muss aktiviert sein, damit ihr Gerät nach Bluetooth-Signalen anderer Smartphones sucht. Standortdaten werden dabei jedoch nicht erhoben."). Weil Bluetooth dazu genutzt werden kann, Informationen über den Standort zu sammeln, muss diese Berechtigung pro forma eingeholt werden (siehe dazu in c't 3/20: Location-Berechtigung für Kopfhörer?). Die Überprüfung des offengelegten Quellcodes zeigt jedoch eindeutig, dass auch unter Android keine Standortdaten erhoben werden. [/Update]

https://www.smartdroid.de/corona-wa...lung-kommt-von-google-ein-erklaerungsversuch/

Für MichiMedi
Was passiert, wenn die App mich vor einem Infektionsrisiko warnt?
Erst mal nichts. Eine Warnung der App bedeutet nicht, dass man wirklich infiziert ist. Sie bedeutet nur, dass man laut Bluetooth-Entfernungsmessung in der Nähe einer infizierten Person war. Denkbar wäre zum Beispiel, dass man die ganze Zeit durch eine Glasscheibe getrennt war und man sich gar nicht angesteckt hat. Eine Warnung der App bedeutet nicht, dass man sich in Quarantäne begeben muss. Auch muss man eine solche Warnung nicht an das Gesundheitsamt melden, da die Meldepflicht nur bei positiven klinischen Testergebnissen gilt und vom Arzt, beziehungsweise dem Test-Labor wahrgenommen wird.

Man ist also nicht verpflichtet, zu Hause zu bleiben. Auch hat man durch die Meldung der App nicht automatisch Anspruch auf einen SARS-CoV-2-Test. Ob ein solcher Test geboten ist, entscheidet im Zweifel der Hausarzt nach einem Gespräch.

Zu Android auch hier:
https://www.spiegel.de/netzwelt/apps/corona-warn-app-wieso-muessen-android-nutzer-den-standortzugriff-aktivieren-a-7f372aea-25e9-49f7-9ae3-9568cf526c04
 
bamigoreng schrieb:
Einerseits kostenlose Schutzmasken der höchsten Qualität für die besonders gefährdeten Leute, andererseits Verbesserung an den Orten wo es immer wieder zu den Neuinfektionen kommt. (Altersheime, Spitäler, +)

Also Spitäler waren definitiv keine Hotspots, zumindest in der Schweiz, sorry.

Im Gegensatz zu Skigebieten :lach:

Aber im Moment läuft an der Corona-Front eh nichts. Schauen wir im Herbst wieder.
 
Tag +16 im neuen Leben

Es läuft, es läuft! Farbe an der Wand, Bett gekauft, Arbeit läuft.... nur unser Oldtimer muß in die Werkstatt. :naja:

Bomb voll da bei der Arbeit an den Wochenenden wie als hätte es das Virus nie gegeben, letzten Freitag 40 Minuten Wartezeit vor dem Lift und 2 Stunden am Coster. Irre. Aber was solls, ist bezahlte Arbeit.

Gestern waren wir in Freiburg, da war irgendwie die Stadt so voll wie immer. Nur das mit der Simkarte ging nicht: O2 hat uns mitgeteilt, das nur 4 Personen im Laden sein dürfen, drei Arbeiten da. Weil die aber nichts zu tuen hatten, haben die draußen eine geraucht. Würden aber sofort wieder in den Laden kommen. Deswegen darf nur einer rein. Interessantes Konzept. Auf jeden Fall sind wir da nicht Kunde geworden.

Und jetzt haben wir sie, die Überwachungsapp. Zack, ab aufs Handy damit, und der zweite Schritt nach der Datenvorratsspeichrung ist gemacht. Schön. Nur Begeisterung über eine sensationelle Erfindung ist bei mir etwas anderes. Aber auch hier mal abwaten, ob das etwas bringt. Denn die, die diese auf das Smartphone laden sind solche, die eh die ganze Zeit auf ihre Gesundheit achten. Die anderen haben diese dann eben nicht und achten nicht so sehr darauf. Das ist wie bei den Impfgegnern: Deren Kinder schwimmen auch in der Herdenimmunität mit, da breiten sich viele gefährliche Krankheiten nicht so schnell aus, wenn z.B. 80% gegen Masern geimpft sind, da stecken sich die anderen 20% sehr schwer bei anderen an.

Womit wir jetzt hier ankommen:
Corona in Europa: Massentest in Bergamo zeigt Antikörper bei 57 Prozent der Bürger
Update vom 9. Juni, 16.16 Uhr: In der norditalienischen Stadt Bergamo sind bei 57 Prozent von 10.000 getesteten Bürger Antikörper gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit.

Fast die Hälfte der Einwohner von Bergamo könnte nach Angaben des Bürgermeisters der italienischen Stadt wahrscheinlich bereits mit dem Coronavirus infiziert gewesen sein. Zumindest habe ein bedeutender Teil der Bevölkerung das Virus gehabt, sagte Giorgio Gori vor Auslandsjournalisten am Dienstag in Rom.
https://www.merkur.de/welt/coronavirus-eu-italien-bergamo-hotspot-news-frankreich-erdogan-oesterreich-tuerkei-spanien-lockerungen-news-zr-13776015.html
Da steht sie nun als Monstrum der Statistik, als Ergebnis einer Plage:

57%

Das ist viel, sehr viel. Nur habe ich immer noch keine Auswertung dieser Zahl im Vergleich der Statistiken gefunden. Mit solch einer Zahl sollte man doch sehr viel hoch rechnen können. Aber Ehrlich gesagt: Ich hatte auch nicht so richtig Zeit zum suchen, die Farbe, das Bett, die Arbeit, die Freundin... Ihr wisst schon, die anderen Plagen des Lebens.

Und sonst?

Du suchst ein wahres Wort
An einem anderen Ort
Stehst du drauf, das Leben groovt, yeah
Im Sommer gehst du raus
Im Regen ziehst dich aus
Stehst du drauf, das Leben groovt, yeah
Vielleicht dauert's nimmer lang
Vielleicht fangt's von vorne an
Irgendwann
Weiter, weiter
Immer weiter brauche ich mehr und mehr und
Immer leichter wird es schwer und schwer und
Alles wirft mich aus der Bahn
Heiter, heiter
Immer weiter lache ich mehr und mehr und
Immer leichter wird es schwer und schwer und
Alles wirft mich aus der Bahn
Sie haben einen Krieg gesehen, sie werden uns nie verstehen
Es ist das meiste Scherz, nur nie dein kleines Herz
Vielleicht dauert's nimmer lang
Vielleicht fangt's von vorne an
Irgendwann
Weiter, weiter
Immer weiter brauche ich mehr und mehr und
Immer leichter…

 
br403 schrieb:
Bei uns in der Firma heißt es ganz klar: Wenn jemand in Quarantäne muss, wird er selbstverständlich voll weiter bezahlt, keine Diskussion. Gesundheit und Sicherheit geht vor Profit.
Vielleicht müsstest Du Dich mal fragen, ob denn Deine Firma ausserhalb der Corona-Zeit auch so selbstlos non-profit-orientiert ist. Offenbar werden Eure Kunden derart abgezockt, dass man es sich so locker leisten kann, dass Arbeitnehmer ohne Gegenleistung bezahlt werden. Viele Kleinstunternehmen können das nicht.
Oder wenn schon so heere Worte, dann könntest Du ja auf Deinen Lohn während der Quarantäne freiwillig verzichten!
 
ski-chrigel schrieb:
br403 schrieb:
Bei uns in der Firma heißt es ganz klar: Wenn jemand in Quarantäne muss, wird er selbstverständlich voll weiter bezahlt, keine Diskussion. Gesundheit und Sicherheit geht vor Profit.
Vielleicht müsstest Du Dich mal fragen, ob denn Deine Firma ausserhalb der Corona-Zeit auch so selbstlos non-profit-orientiert ist. Offenbar werden Eure Kunden derart abgezockt, dass man es sich so locker leisten kann, dass Arbeitnehmer ohne Gegenleistung bezahlt werden. Viele Kleinstunternehmen können das nicht.
Oder wenn schon so heere Worte, dann könntest Du ja auf Deinen Lohn während der Quarantäne freiwillig verzichten!

So selbstlos ist das nicht: Das Gesundheitsamt erstattet dem Arbeitgeber die Lohnfortzahlung.

Von der App halte ich übrigens, genauso wie von allen anderen Anti-Corona-Maßnahmen, gar nichts.
 
ski-chrigel schrieb:
br403 schrieb:
Bei uns in der Firma heißt es ganz klar: Wenn jemand in Quarantäne muss, wird er selbstverständlich voll weiter bezahlt, keine Diskussion. Gesundheit und Sicherheit geht vor Profit.
Vielleicht müsstest Du Dich mal fragen, ob denn Deine Firma ausserhalb der Corona-Zeit auch so selbstlos non-profit-orientiert ist. Offenbar werden Eure Kunden derart abgezockt, dass man es sich so locker leisten kann, dass Arbeitnehmer ohne Gegenleistung bezahlt werden. Viele Kleinstunternehmen können das nicht.
Oder wenn schon so heere Worte, dann könntest Du ja auf Deinen Lohn während der Quarantäne freiwillig verzichten!

Absolutes MichiMedi-Niveau, ski-chrigel!
Hast du echt keine Phantasie, dir vorstellen zu können, dass es auch andere Gründe für Firmen gibt als bodenlose Selbstlosigkeit, Mitarbeiter halten zu wollen, auch wenn diese in Quarantäne müssen? Vielleicht sogar ökonomische? Könnte ja sein, dass es unterm Strich viel teurer wird, eine Fachkraft zu verlieren und jemand neues für die entsprechende Tätigkeit auszubilden als einem verdienten Mitarbeiter die Quarantäne zu zahlen. Oder ein Mitarbeiter ist weniger produktiv, weil er durch Lohnverzicht in wirtschaftliche Not gerät und mit dem Kopf nicht mehr bei der Sache ist.
Es gibt Unternehmer, die für solche Fälle freiwillig Rücklagen bilden, weil es sich unterm Strich lohnt.
Es wundert mich, dass du dich da nicht rein denken kannst. Schäbig finde ich es jedenfalls zu mutmaßen, dass ein Arbeitgeber dafür seine Kunden abzocken muss.
 
icedtea schrieb:
ski-chrigel schrieb:
Auf die Schweiz bezogen, ist die App noch fragwürdiger: Ursprünglich wurde gesagt, dass der Staat den Lohnausfall übernehmen würde, analog Kurzarbeit, wenn man aufgrund der App in Quarantäne müsse. Jetzt ist dem aber doch nicht so. Wer hat denn Interesse, möglicherweise unnötig in Quarantäne zu müssen und dessen Kosten auch noch selber zu tragen?

Auszug aus den FAQ der deutschen App: "Ordnet das Gesundheitsamt eine Quarantäne für Sie an, zahlt der Arbeitgeber Ihr Gehalt weiter. Ihr Arbeitgeber wird dafür wiederum vom Gesundheitsamt entschädigt."

Edit: Wobei ich mir schon gerade die Frage stelle, wie das bei Selbstständigen geregelt wird :?:
Schweiz: Der Arbeitgeber erhält aber nur 80% und gemäss Gesetz muss er auch nur diese 80% an den Mitarbeiter zahlen.
Und Selbständigerwerbende oder Mitarbeiter in arbeitgeberähnlicher Stellung bekommen entweder gar nichts (seit 30.5. wird lockdownbedingt nichts mehr bezahlt) oder wenn doch, dann nur einen Bruchteil ihres Lohnes.
Insofern glaube ich nicht, dass die Akzeptanz der App hier sehr gross ist.
 
Jan Tenner schrieb:
Es wundert mich, dass du dich da nicht rein denken kannst.
Mich wundert, dass Du Dich in die vielen Kleinstunternehmen nicht reindenken kannst, die nach dem Lockdown nicht wussten, wie sie die Miete zahlen sollen, weil eben keine Rücklagen bestehen. Coiffeure, Beizer, Handwerker mit zwei, drei Arbeitnehmern, die grad so über die Runden kommen aber in der Summe viele Arbeitsplätze schaffen.
Es geht mir aber auch nur drum, zu untermalen, dass der Bundesratsentscheid dumm ist, die Quarantäne, die „durch das App“ verursacht wird, nicht vollständig zu entschädigen. Denn so wird die Akzeptanz der ansich ja guten Idee, total unterlaufen. Dann muss er sich nicht wundern, wenn die Teilnahmequote tiefer als bei einer Volksabstimmung bleiben wird...

j-d-s schrieb:
ski-chrigel schrieb:
br403 schrieb:
Bei uns in der Firma heißt es ganz klar: Wenn jemand in Quarantäne muss, wird er selbstverständlich voll weiter bezahlt, keine Diskussion. Gesundheit und Sicherheit geht vor Profit.
Vielleicht müsstest Du Dich mal fragen, ob denn Deine Firma ausserhalb der Corona-Zeit auch so selbstlos non-profit-orientiert ist. Offenbar werden Eure Kunden derart abgezockt, dass man es sich so locker leisten kann, dass Arbeitnehmer ohne Gegenleistung bezahlt werden. Viele Kleinstunternehmen können das nicht.
Oder wenn schon so heere Worte, dann könntest Du ja auf Deinen Lohn während der Quarantäne freiwillig verzichten!
So selbstlos ist das nicht: Das Gesundheitsamt erstattet dem Arbeitgeber die Lohnfortzahlung.
Stimmt eben wie geschrieben zumindest in der Schweiz nicht.
 
br403 wohnt laut seinem Profil in München, daher nahm ich an, seine Firma sei in D ansässig ;).


MichiMedi schrieb:
GIFWilli59 schrieb:
es sei denn, man besitzt eine Glaskugel wie MM

Eine Glaskugel nicht, aber ein Glasfenster zum rausschauen :roll:

Und da sieht man doch aktuell dass es selbst in 100er Kabinen keine Kapazitätsbeschränkungen gibt. Lediglich die Markenpflichtig, die zwar lästig ist, aber nicht die Beförderungskapazität blockiert. Und die Tendenz geht ja eindeutig Richtung noch mehr Lockerungen. Es ist einfach schlicht undenkbar, dass sich die Touristikbranche nochmal so abkappen lässt und es wieder zurück zu stärkeren Einschränkungen kommen wird, selbst wenn die medizinische Corona Situation nicht besser werden würde, was sie aber aktuell aber wird.

Ich diskutiere das mal hier:
Eine Reihe an Politikern in verschiedenen Ländern haben auch schon gesagt, dass es einen "Komplett-Shutdown" nicht wieder geben wird, nichtmal dann, wenn es zu einer großen zweiten Welle käme. Ich halte das aber sowieso für unwahrscheinlich, weil inzwischen die Eindämmungsmaßnahmen viel schneller und konsequenter gesetzt werden würden - ein zweites Ischgl kann man daher ausschließen. Ich gehe sogar davon aus, dass es im Hintergrund zwischen den Politikern Absprachen zu Vor-Ort-Quarantänen auch für Touristen gibt, d.h. wenn in Ischgl erneut eine hohe Infektionszahl auftreten würde, würde man Touristen auch unter Quarantäne stellen, dann aber zügig testen, sodass die nicht-Infizierten nach ein paar Tagen raus können.
Ich gehe auch davon aus, dass symptomfreie Infizierte keine relevanten Überträger von Corona sind, weil deren Viruslast zu gering ist und sie zudem nicht Husten (denn dabei würden ja Viruspartikel ausgestoßen). Entsprechend dürfte es keine relevant große Dunkelziffer an Infizierten mit Symptomen geben.
Außerdem ist davon auszugehen, dass alleine die Untersagung von Hotspot-Events ausreicht, damit es keine große zweite Welle gibt - und Hotspot-Events gibts ja nun nur ein paar: Gottesdienste mit Gesang sowie Discos/Nachtclubs und Volksfeste sind bekannt. Für wahrscheinlich halte ich auch Großveranstaltungen in Innenräumen mit dichtem Menschengedränge und Veranstaltungen bei denen viel gesungen, gegrölt, gesprochen wird von einer großen Zahl an Menschen.
Nicht relevant sind dagegen, das ist bewiesen, Großveranstaltungen unter freiem Himmel (siehe Demos), Öffentlicher Verkehr und Seilbahnen, Einzelhändler. Bei Kinos oder Theatern gehe ich stark davon aus, dass sie irrelevant sind, weil die Zuseher dort normalerweise schweigen.

Um auf die Politiker-Aussagen zurückzukommen: Auf Basis derartiger Untersuchungen, d.h. wer sich wo vermutlich infiziert hat, kann man sehr viel zielgenauere Maßnahmen ergreifen. Wenn man nämlich eben festellt, dass Einzelhändler sowie Öffentlicher Verkehr und Seilbahnen zu keinen Infektionen geführt haben, hat man auch keinen Grund, sie erneut zu schließen (siehe: https://www.futurezone.at/science/chef-epidemiologin-raet-kein-abbusseln-keine-u-bahn-telefonate/400836575).
Dazu kommt, dass am Ende die Kapazitäten des Gesundheitssystems in D nie auch nur ansatzweise überlastet waren (es waren immer mindestens 10.000 Intensivbetten frei und höchstens 3.000 mit Coronapatienten belegt), weswegen Maßnahmen in der Schärfe wie im März nicht erforderlich sein werden.
 
ski-chrigel schrieb:
Mich wundert, dass Du Dich in die vielen Kleinstunternehmen nicht reindenken kannst, die nach dem Lockdown nicht wussten, wie sie die Miete zahlen sollen, weil eben keine Rücklagen bestehen. Coiffeure, Beizer, Handwerker mit zwei, drei Arbeitnehmern, die grad so über die Runden kommen aber in der Summe viele Arbeitsplätze schaffen.
Es geht mir aber auch nur drum, zu untermalen, dass der Bundesratsentscheid dumm ist, die Quarantäne, die „durch das App“ verursacht wird, nicht vollständig zu entschädigen. Denn so wird die Akzeptanz der ansich ja guten Idee, total unterlaufen. Dann muss er sich nicht wundern, wenn die Teilnahmequote tiefer als bei einer Volksabstimmung bleiben wird...
Ich hätte mir auf jeden Fall gewünscht, das Spekulieren sein zu lassen, dass generell Arbeitgeber (von Kleinstunternehmen war da nicht die Rede) nur durch Abzocke Rücklagen für Mitarbeiterbindung bilden würden...

Was die Dummheit der unvollständigen Quarantäne-Entscheidung angeht, teile ich deine Ansicht.

Also zumindest in Deutschland gibt es die Entschädigung soweit ich weiß, außerdem eine ganze Menge Überbrückungshilfen für Kleinstunternehmen, um Mieten und Gehälter bezahlen zu können (auch wenn bestimmt nicht alles reibungslos und unbürokratisch läuft wie nötig)
Kann in diesem Punkt Deutschland doch besser Corona(-Bewältigung) als die Schweiz?
 
Die Schweiz ist allgemein stärker marktwirtschaftlich als Deutschland. Bspw. gibts bei denen ne Krankenkasse mit Kopfpauschale und Selbstbehalt, was in D in der GKV undenkbar wäre.

Aber die Schweiz bzgl. Corona ist sehr interessant: Es gab nie eine Ausgangsbeschränkung, nie eine Maskenpflicht und Hotels wurden auch nie geschlossen. Trotzdem ist die Entwicklung der Zahlen ähnlich oder eher noch besser als in D.
 
Im Detail steckt der Teufel. Als Kleinstunternehmer weiss ich, wovon ich spreche.
 
ski-chrigel schrieb:
Vielleicht müsstest Du Dich mal fragen, ob denn Deine Firma ausserhalb der Corona-Zeit auch so selbstlos non-profit-orientiert ist. Offenbar werden Eure Kunden derart abgezockt, dass man es sich so locker leisten kann, dass Arbeitnehmer ohne Gegenleistung bezahlt werden. Viele Kleinstunternehmen können das nicht.
Oder wenn schon so heere Worte, dann könntest Du ja auf Deinen Lohn während der Quarantäne freiwillig verzichten!

Ohja, keine Sorge, das ist sie. Für Mitarbeiter mit Kindern bieten wir aktuell übrigens weltweit an drei Monate Coronaauszeit an, mit 100% Gehalt. Ich bin sogar Aktionär, warum sollte ich auf das Gehalt verzichten? Durch kluge Entscheidungen der letzten Zeit und gutes wirtschaften können wir uns das gut leisten. Übrigens gibt es natürlich auch eine Niederlassung in der Schweiz wo diese Regeln genauso gelten.
 
gfm49 schrieb:
FranJo schrieb:
Ich glaube, Du hattest nicht die „Corona Warn App“ vom RKI. Die verlangt nämlich nicht nach Ortungsdiensten!
Doch! Dazu gibt es auch schon etliche Kommentare im PlayStore. Zitat aus den Antworten auf einschlägige Kommentare: "Robert Koch-Institut16. Juni 2020
Danke für Ihr Feedback. GPS wird nicht verwendet. Sie müssen allerdings die Standortdienste in Android aktiviert haben. Standortdienste umfassen in Android GPS und Bluetooth. Die App nutzt ausschließlich Bluetooth.
"
Quelle: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.rki.coronawarnapp

Das ist doch qualifizierter Unfug! Benutzt nur Bluetooth, benötigt aber komplette Standortfreigabe inkl. GPS, obwohl man beides einzeln freigeben kann.

Nach der Installation hatte ich im Display links oben ein rotes Sternchen, das zu der Meldung führte (sinngemäß, habe bereits wieder deinstalliert) "Bitte Standortermittlungen einschalten"

Da hast du falsche Infos. Ich kann nur vom Android-System auf Samsung-Geräten berichten, hier lässt sich GPS und Standortfreigabe nicht trennen. Es gibt nur eine generelle Standortfreigabe, die GPS und auffinden anderer Geräte mittels Bluetooth LE beinhaltet. Bluetooth an sich ist eine separate Funktion, aber das Auffinden anderer Geräte zum Tracken scheint nur mit Standortfreigabe zu funktionieren. Du kannst aber anderen Apps den Standortzugriff generell oder im Hintergrund verweigern, sodass diese z.B. nur bei aktiver Nutzung darauf zugreifen können. Die deutsche Corona-App kann jedenfalls bauartbedingt kein GPS nutzen, da Google das im Betriebssystem über die Google Play Dienste für offizielle Corona-Warn-Apps der Länder so festgelegt hat.
 
MichiMedi schrieb:
Eben nicht. Bei leichten Symptomen wäre die Schwelle zur Fahrlässigkeit definitiv nicht überschritten.
Einspruch denn wenn auch ein leichtes Syptom als typisch für eine Coronainfektion eingestuft werden kann wäre man zumindest nach österreichischer Rechtspraxis mit Fahrlässigkeit dran - hab mich nämlich schon vor längerer Zeit über diese Thematik mit meinem Anwalt unterhalten... :ja:

Ein Absatz gesichert. Der User "Petz" wurde für sieben Tage gesperrt. / Mod. maba04

bamigoreng schrieb:
Einerseits kostenlose Schutzmasken der höchsten Qualität für die besonders gefährdeten Leute, andererseits Verbesserung an den Orten wo es immer wieder zu den Neuinfektionen kommt. (Altersheime, Spitäler, +)
Ausgenommen für Sozialhilfebezieher und Mindestrentnern wäre kostenlose Abgabe an Risikogruppen gar nicht nötig weil es ja auch FFP2/3 - Masken gibt die auch nach mehreren Waschzyklen wiederverwendbar sind - allerdings plädierte ich schon weiter oben für einen Zentralvertrieb über einen, z. B. vom Gesundheitsministerium unter Vertrag genommenen Händler denn durch die große Stückzahl (die auch dadurch zustande kommt da man ja für zukünftige Pandemien unbedingt einen Maskenvorsorgevorrat bunkern sollte) wären die dann zu vernünftigen Konditionen verfügbar.

ski-chrigel schrieb:
Vielleicht müsstest Du Dich mal fragen, ob denn Deine Firma ausserhalb der Corona-Zeit auch so selbstlos non-profit-orientiert ist. Offenbar werden Eure Kunden derart abgezockt, dass man es sich so locker leisten kann, dass Arbeitnehmer ohne Gegenleistung bezahlt werden. Viele Kleinstunternehmen können das nicht.
Wenn es ein Unternehmer nach einigen Jahren am Markt nicht schafft Rücklagen zu bilden ist dessen Geschäftsmodell entweder schlicht untauglich oder er investiert unverantwortlicherweise jeden Cent in weiteres Wachstum; ich setze hier auf eine coronabedingte aber auch sonst überfällige Marktbereinigung.
 
j-d-s schrieb:
Die Schweiz ist allgemein stärker marktwirtschaftlich als Deutschland. Bspw. gibts bei denen ne Krankenkasse mit Kopfpauschale und Selbstbehalt, was in D in der GKV undenkbar wäre.......
Stimmt so nicht.
Wurde vor ca. 15 Jahren+ von Frau Merkel betrieben. Scheiterte nicht nur, aber vor allem an dem Herz-Jesu-Sozialisten Horst Seehofer. Der hat Kopf u. Kragen riskiert um die Kopf-pauschale zu verhindern.

Die Vorstellung daß die Putzfrau bei VW mit 10.000 € Jahreseinkommen genau so viel Kopfpauschale bezahlt wie CEO Herr Winterkorn, glaub 21 Mio Jahreseinkommen, war schon schrill - oder?
 
Naja, die Gutverdiener können sich in Deutschland ja in die private Krankenkasse verabschieden, die dann recht ähnlich funktionniert wie obligatorische Krankenversicherung in der Schweiz.

Wenn sozialistisch dann bitte richtig :lach: Im heutigen System werden dann einfach die "Nichtsverdiener" durch die "gutverdienenden Schlechtverdiener" durchgefüttert (inklusive Arbeitgeberbeiträge kommen da schnell >700 Euro im Monat zusammen :surprised: :surprised: :surprised: ).

Deutschland ist ja weltweit ein gut funktionnierendes Land mit insgesamt gut ausgebautem Sozialsystem. Aber es gibt einfach extrem viele Ungleichbehandlungen wie z.B. bei der Verbeamtung, Renten oder eben bei der Krankenkasse. Wieso man das in so einem staatsgläubigen Land zulässt ist mir ein Rätsel.

Da sind mir die Schweizer Lösungen durchs Band sympatischer und auch Verursachergerechter. Das hat meines Erachtens mit der direkten Demokratie zu tun. Die grossen Fragen kommen vor den Souverän, und dann bringt man halt keine Lösungen durch, die Partikularinteressen bediehnen.

Die Maut wäre noch so eine bürokratische Luftnummer geworden. Wieso nicht einfach eine obligatorische Vignette zur Finanzierung der Bundesstrassen und Autobahnen. Das gesparte Steuergeld hätte man einfach in eine allgemeine Steuersenkung investieren können und alle wären glücklich gewesen... Aber nein, nur der deutsche Autofahrer sollte profitieren. Für einmal wurde der Schwachsinn von aussen gestoppt.
 
Pilatus schrieb:
Wenn sozialistisch dann bitte richtig :lach: Im heutigen System werden dann einfach die "Nichtsverdiener" durch die "gutverdienenden Schlechtverdiener" durchgefüttert (inklusive Arbeitgeberbeiträge kommen da schnell >700 Euro im Monat zusammen :surprised: :surprised: :surprised: ).

Deutschland ist ja weltweit ein gut funktionnierendes Land mit insgesamt gut ausgebautem Sozialsystem. Aber es gibt einfach extrem viele Ungleichbehandlungen wie z.B. bei der Verbeamtung, Renten oder eben bei der Krankenkasse. Wieso man das in so einem staatsgläubigen Land zulässt ist mir ein Rätsel.

Da sind mir die Schweizer Lösungen durchs Band sympatischer und auch Verursachergerechter. Das hat meines Erachtens mit der direkten Demokratie zu tun. Die grossen Fragen kommen vor den Souverän, und dann bringt man halt keine Lösungen durch, die Partikularinteressen bediehnen.
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