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Gestern Abend ist im Wallis ausnahmsweise wieder mal ein Artikel durch die Zensur gerutscht oder der Datenschützer hatte schon Feierabend. Ist ja egal was, Hauptsache man erfährt wieder mal was.
Die Daten für Woche 32. Gesamt 34 Neuinfektionen., 6 in einer Firma, 4 bei einem einer Privatfeier, 8 Auslandsrückkehrer ( davon 6 im gleichen Land ) und 16 in der Familie, ein Teil davon in Isolation.
Bedenklich ist vor allem die letzte Zahl und diese zeigt doch ziemlich deutlich auf wo die Prioritäten seitens der Politik / Behörden zu setzen wären.
Die Heimquarantäne oder Heimisolation muss komplett anders aufgezogen werden und die Rückkehrer welche man hier eigentlich gar nicht mitzählen dürfte muss man besser im Auge haben, dann bleiben bei 340000 Einwohnern kaum mehr 10 Fälle pro Woche übrig.
Das wäre also schon zu handhaben wenn man denn endlich mal wollte.
Im Selbstbedienungsrestaurant auf dem Zugspitz-Platt fühlten wir uns nicht so richtig wohl: zuerst musste man Anstehen an der Registrierungstheke, da kam man anderen Gästen schon mal näher als sonst im ganzen Restaurant. Dann endlich an der forschen Mitarbeiterin vor dem Laptop angekommen, musste man seine Angaben machen, was mündlich natürlich uU nicht ganz so einfach ist. Daraufhin folgte eine ebenso forsche Belehrung, wie man sich zwischen den Selbstbedienungsstationen verhalten soll. Besonders absurd war die Erklärung, wo was zu finden ist (wir haben ja auch Augen im Kopf) und dass man niemals zurückgehen darf, wenn man an einer Station was vergessen haben könnte. Danach durfte man sich die Dinge holen, an der Kasse bezahlen und auf der Terrasse einen Platz suchen (vorher war das Betreten der Terrasse strengstens verboten). Und wenn man dann nochmal was holen wollte, ging‘s wieder ausserum zum Eingang für das gleiche Prozedere... Wir begnügten uns mit einem Getränk und assen später ganz gemütlich und normal bei Reutte in einem österreichischen Landgasthof .
Haben die Genossen mal wieder nicht aufgepasst, Tztztz. Aber könnt ihr denn nicht italienisches TV empfangen? So könntest du dich doch wenigstens etwas informieren, nachdem das Internet ja auch stark zensiert ist. Kannst echt froh sein, dass das Alpinforum noch geht, der Thread hier muss für Euch ja wie die Erleuchtung sein. Wobei die meisten Links vermutlich gesperrt sind, oder? Du bist wirklich nicht zu beneiden!
Also bei allem Respekt, ich finde auch dass in Deutschland vieles steifer wirkt wie in anderen Ländern und ich gebe eigentlich nichts auf den "Stolz" in einem Land zu leben, aber das Wort typisch gefällt mir dann doch echt nicht.
Ich war schonmal per Busreise in Davos und hab da hinten noch nie so unfreundliche Leute getroffen... war das die typische schweizerische Verklemmtheit? Oder an der Kasse vom Sonnenkopf in Österreich empfinde ich die Dame jedesmal als unsympathisch, ist das typisch österreichisch? Ich fühle mich ansonsten in Österreich wohler als in Deutschland... also das ist arg pauschalisiert.
Dass das Personal an vielen großen Touristischen Hotspots nicht gerade das freundlichste ist, ist doch jetzt sicher nichts Länder spezifisches, das kommt doch überall vor. Hab oft das Gefühl wenn man weiß die Leute kommen ja eh, hält man es für nicht nötig freundlich zu sein. Dazu ist das Personal oft auch gestresst oder sogar genervt von den ganzen Touristen.
Wie ist die typisch Deutsche Freundlichkeit denn so in den ganzen Biergärten? Oder auf dem Oktoberfest? So schlimm geht's bei uns jetzt auch nicht zu
Das ist doch das gleiche wie mit den Nazis, den Ausländerfeindlichen oder den die Deutschen hassenden Österreichern gilt grundsätzlich ja auch immer für alle
Haben die Genossen mal wieder nicht aufgepasst, Tztztz. Aber könnt ihr denn nicht italienisches TV empfangen? So könntest du dich doch wenigstens etwas informieren, nachdem das Internet ja auch stark zensiert ist. Kannst echt froh sein, dass das Alpinforum noch geht, der Thread hier muss für Euch ja wie die Erleuchtung sein. Wobei die meisten Links vermutlich gesperrt sind, oder? Du bist wirklich nicht zu beneiden!
Ich werde jetzt nicht betreffende Zeitungsartikel von April / Mai raussuchen um meine Aussage zu belegen. Es gab aber mehrfach von höchsten Kantonalen Regierungsstellen ganz klar die Aussage dass aus "Datenschutzgründen" nichts gesagt werde. Ist ungefähr wie früher bei der Sowjetunion, gesagt wird nur was eh schon bekannt ist oder wenn es sich nicht mehr vermeiden lässt. Hie und da gibt es aber eben doch so kleine Ausrutscher.
Was das mit IT-TV zu tun haben soll weis ich nicht, die bringen ganz sicher nicht was hier passiert oder nicht.
Ich finde diese Seite deswegen interessant, weil sie sich auf das Geschehen nach dem 1.6.2020 beschränkt. Also den vorherigen Verlauf mit zum Teil katastrophalen nationalen und regionalen Fehlentscheidungen ausblendet. Demnach verzeichnet die Schweiz pro 100.000 EW den höchsten Anteil an positiv Getesteten in Genf, im Kanton Waadt und in Zürich. Dies entspricht der kumulierten Statistik auf statista. Interessant an der Corona Data Seite ist auch der Ländervergleich seit dem 1.6 bezüglich der Prävalenz. Die Schweiz liegt hier im internationalen Vergleich an dritter Stelle, hinter den USA und Schweden. Interessant wäre ein Ländervergleich, der ausschließlich die Zahl der tatsächlich Erkrankten berücksichtigt, die sich wegen ihrer Infektion in ärztliche Behandlung begeben müssen. Das würde Ungenauigkeiten und nationale Unterschiede beim Testen heraus filtern.
War die letzten Tage viel mit dem Auto unterwegs, hier zwischen Oberhausen und Köln:
Am anderen Ende der A3 nach der Grenze Suben stehen einige Hinweisschilder auf das freiwillige Kontrollzentrum auf der P&R Donautal. An der Grenzkontrollstelle vorher wurden eigentlich alle Auto so durchgelassen. Es war jedoch eine sehr hohe Freiwilligkeit bzgl. Covid-Test feststellbar, weil die Autoschlange von der P&R bis fast auf die Autobahn zurückreichte. Es gibt also zum Glück noch eine gewisse Anzahl, die mit dem Thema verantwortungsvoll umgehen und Mitmenschen vor einer potentiellen Ansteckung schützen wollen.
Nach dem ich vor ein paar Tagen innerhalb von 48 Stunden in Italien (Lombardei), Tirol und Bayern war kann ich das nur bestätigen. Allein der Biergarten-Aufenthalt in Bayern war völlig absurd..
Für was mich angeht, hatte ich das bereits beschrieben: Bedientes Buffet mit Plexiglas, Quarantäne-Box für Kugelschreiber, Anmeldeformulare und Zimmerschlüssel, getrennte Laufwege im Hotel- und Restaurantbereich, geschlossenes Dampfbad und Whirlpool, Saunabenützung nur im Familienverband und auf Reservation, endlos viele Hinweistafeln und Bodenpfeile. Und die Registrierungspflicht am Selbstbedienungskiosk im bayrischen Teil auf der Zugspitze schoss den Vogel ganz ab. Im tiroler Teil war alles ganz entspannt...
Öhm, jetzt muss ich doch mal meine Unwissenheit kundtun. Ich bereite mich gerade mental auf den anstehenden Wanderurlaub in Österreich vor und wurde von den Seiten der des lokalen Tourismus Büros auf diese Seite verwiesen: https://www.sichere-gastfreundschaft.at/freizeit/ Da stehen unter "Auszug aus den Empfehlungen des Gesundheitsministeriums" zum Thema Sauna folgende Punkte:
Bei der Saunanutzung wird von Wedeln mit dem Handtuch abgeraten.
Information zum Verhalten für Gäste gut sichtbar aushängen.
Nutzung von Saunaanlagen ist durch eine Person oder durch im gemeinsamen Haushalt lebende Personen oder durch Personen, die gemeinsam ein(e) Zimmer/Suite/Ferienwohnung/Ferienhaus nutzen, erlaubt.
Terminvergabe bei Sauna-Nutzung durch die Gäste wird empfohlen.
Eine Saunanutzung von mehreren Personen, die nicht in einem Haushalt leben oder nicht zu einer Gästegruppe gehören, ist nur dann möglich, wenn in der Kabine pro Nutzer eine Fläche von 4 m2 zur Verfügung steht.
Also das liest sich zumindest genauso unentspannt wie in Deutschland - evtl. sind die Deutschen nur etwas unentspannter, was die Einhaltung der Regeln angeht? Das könnte jetzt wieder so was "typisches" sein...
Genau fast so ist es. Aber, wie Du selber schreibst, sind es zumindest in AT nur Empfehlungen und keine Regeln.
Ich war mittlerweile in mehreren Hotels in AT und IT. Der einzige Unterschied zur vor-Corona-Zeit im Wellnessbereich sind die Tafeln vor den Anwendungen, die die maximale Zahl der Benützer benennen. Je nach Grösse der Sauna / des Dampfbades / des Caldariums etc. dürfen dann nur zB. 4 Personen rein. So Daumen mal Pi sind es jeweils 1/3 bis 1/2 der normalen möglichen Zahl. Das stört aber weiter nicht, im Gegenteil. Aber von Familienverbänden und Reservierungen war nie die Rede.
Du kannst Dich also ganz entspannt freuen, dass Du in AT und nicht in DE den Urlaub gebucht hast...
Haben die Genossen mal wieder nicht aufgepasst, Tztztz. Aber könnt ihr denn nicht italienisches TV empfangen? So könntest du dich doch wenigstens etwas informieren, nachdem das Internet ja auch stark zensiert ist. Kannst echt froh sein, dass das Alpinforum noch geht, der Thread hier muss für Euch ja wie die Erleuchtung sein. Wobei die meisten Links vermutlich gesperrt sind, oder? Du bist wirklich nicht zu beneiden!
Ich werde jetzt nicht betreffende Zeitungsartikel von April / Mai raussuchen um meine Aussage zu belegen. Es gab aber mehrfach von höchsten Kantonalen Regierungsstellen ganz klar die Aussage dass aus "Datenschutzgründen" nichts gesagt werde. Ist ungefähr wie früher bei der Sowjetunion, gesagt wird nur was eh schon bekannt ist oder wenn es sich nicht mehr vermeiden lässt. Hie und da gibt es aber eben doch so kleine Ausrutscher.
Was das mit IT-TV zu tun haben soll weis ich nicht, die bringen ganz sicher nicht was hier passiert oder nicht.
Du kennst diese Internetseite des Kanton Wallis aber schon, oder? https://www.vs.ch/de/web/coronavirus/statistiques
Ich finde nicht, dass da was nicht kommuniziert wird. Wie jeder Kanton muss auch das Wallis die Zahlen stetig veröffentlichen und im Gegensatz zu anderen Kantonen machen sie das auch sehr ausführlich.
(Ok, in meinem Wohnkanton NW kann man auch kaum was Gscheites ausführlicher machen, weil es im ganzen Kanton seit anfangs Mai nie mehr als eine (1!!!) nachweislich infizierte Person gleichzeitig gab. Der Höchststand im April war bei 11 Personen. Darum wehrr sich die Kantonsregierung richtigerweise auch vehement gegen eine Maskenpflicht in Läden und Schulen. Es wäre bei so tiefen Zahlen einfach geradezu absurd.)
Das ist für mich so ein Beispiel von "wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass". Entweder ist die Sauna heiß genug, dass das Virus im Aerosol ohnehin nicht ausreichend überlebt, dann wären die Regelungen völlig überflüssig. (Nur hat das auch jemand verifiziert?) Oder aber eine Aerosol-Übertragung funktioniert in der Sauna, dann hilft die Fläche pro Person überhaupt nicht weiter.
Das alles als Empfehlung zu formulieren, wälzt die Verantwortung auf die Betriebe ab, die sicherlich größere Schwierigkeiten haben, auf Infektiologie-Know-How zurückzugreifen als zentrale Stellen. Am Ende geht die Verantwortung dann mit Empfehlungen oder fehlender Kontrolle auf die Gäste über, die individuell entscheiden, wie rücksichtsvoll sie sich verhalten möchten.
Soll sich in der Tourismus-Branche bitte keiner beschweren, wenn gerade vorsichtigere Menschen auf Besuche verzichten, weil sie vielleicht ein Risiko in Kauf nehmen würden, dieses aber gern vorab vernünftig einschätzen möchten. Ohne klare Regeln, auf die man sich verlassen kann, wird das so nichts. Im Gegenteil: Wenn die Vorsichtigen sich zurückhalten, konzentrieren sich im Tourismus die Gefahrensucher und damit das Infektionsrisiko.
wenn gerade vorsichtigere Menschen auf Besuche verzichten, weil sie vielleicht ein Risiko in Kauf nehmen würden, dieses aber gern vorab vernünftig einschätzen möchten. Ohne klare Regeln, auf die man sich verlassen kann, wird das so nichts.
Da man auch sechs Monate nach Beginn der Pandemie über vieles noch kaum Bescheid weiss, kann man das Risiko eh nicht vernünftig abschätzen. Wenn man klare Regeln macht, schafft man einen Irrglauben, dem Regeln-hörige hinterherlaufen und sich in falscher Sicherheit wähnen. So wie es jetzt gemacht wird, ist das schon gut. Wem das zu unsicher ist, verzichtet, was wiederum gut ist, weil einerseits die reduzierten Kapazitäten gar nicht mehr hergeben, und andererseits das Risiko rein mathematisch mit weniger Menschen am gleichen Ort per se kleiner ist. Meine bisherigen Sauna-Aufenthalte waren alle sehr entspannt mit genügend Platz und ohne jegliches schlechtes Gefühl. Das darf gerne so bleiben.
Bei der Pandemie weiß man Einiges noch nicht, eine ganze Menge aber schon. Die vorhandenen Erkenntnisse kann man für vernünftige Abschätzungen sehr gut benutzen, jedenfalls weit besser als einfach nur ein Bauchgefühl.
Verzichtest du auf die Flugwettervorhersage nur weil man beim Wetter auch nicht alles weiß?
ski-chrigel schrieb:
Wenn man klare Regeln macht, schafft man einen Irrglauben, dem Regeln-hörige hinterherlaufen und sich in falscher Sicherheit wähnen.
Regeln, die auf seriöser Wissenschaft beruhen, sind keine Religion. Der Kern hier ist: Masken, Abstand und Luftaustausch schützen. Mit Alltagsmasken können mich nur andere schützen. Und durchgesetzte Regeln sorgen dabei dafür, dass ich mich auf ein bestimmtes Schutzniveau verlassen kann. Das ist keine falsche Sicherheit, sondern konkret praktizierte Vorsorge.
Darf die Flugmotoren deiner Maschinen jetzt auch jeder warten, der schon immer mal an Motoren basteln wollte oder bist du da eher regel-hörig?
Ich rede hier von Schutzmassnahmen in der Sauna und Du schreibst ja selber, dass man noch zu wenig Kenntnis hat, ob und wie sich die Viren dort verteilen. Wie soll man dann bitte klare Regeln aufstellen, ausser es zu verbieten oder Einzelbenützung zu verlangen? Darum sind Empfehlungen eine sinnvolle Sache. Überhaupt steht hinter dem Ruf nach Regeln statt Empfehlungen eine Vollkaskomentalität, die nicht meins ist. Auch nicht in der Fliegerei, wenn Du sie schon ansprichst. Es gibt zum Glück eine Empfehlung, bei Föhn nicht in die Alpen zu fliegen, aber keine Regel. Ich verzichte nicht auf die Flugwettervorhersage, im Wissen, dass die Wissenschaft da auch vieles nicht weiss, aber im Gegensatz zu Corona werden daraus nicht verbindliche Regeln abgeleitet...
Regeln, die auf seriöser Wissenschaft beruhen, sind keine Religion. Der Kern hier ist: Masken [...] schützen. Mit Alltagsmasken können mich nur andere schützen.
RKI, Ärzteschaft und Bundesregierung haben hierzu im Verlauf der Pandemie widersprüchliche Informationen verbreitet. Aber Du hast sicherlich einen Link zu einer wissenschaftlichen Studie, welche einen Nutzen durch den Gebrauch von Stoffmasken bejaht und eine Risiko für den Träger selbst verneint.
Das wären schon mal zwei Optionen. Dritte Option: Ein Experiment veranlassen und Saunen ab 70 °C ohne Einschränkungen freigeben. Vierte Option: Bei mehr Risikolust auch einfach so freigeben. Dann ist Klarheit und jeder kann entscheiden, ob er unter den Bedingungen in die Sauna geht (oder überhaupt anreist). Mit Empfehlungen weiß ich überhaupt nicht, was mich erwartet, denn es kommt ja immer auf das Verhalten der Anderen an.
ski-chrigel schrieb:
Darum sind Empfehlungen eine sinnvolle Sache. Überhaupt steht hinter dem Ruf nach Regeln statt Empfehlungen eine Vollkaskomentalität, die nicht meins ist. Auch nicht in der Fliegerei, wenn Du sie schon ansprichst. Es gibt zum Glück eine Empfehlung, bei Föhn nicht in die Alpen zu fliegen, aber keine Regel. Ich verzichte nicht auf die Flugwettervorhersage, im Wissen, dass die Wissenschaft da auch vieles nicht weiss, aber im Gegensatz zu Corona werden daraus nicht verbindliche Regeln abgeleitet...
Wie sieht's aus mit Motoren und den dort verbindlichen Regeln (Wartungsintervalle, erforderliche Zertifizierungen etc.)? Hättest du auch dort lieber nur Empfehlungen?
Letztlich ist es doch so: Wenn du nur dich selbst gefährden kannst, sollte dir niemand die Freiheit nehmen. Nur hast du keine Legitimation, andere nach Lust und Laune zu gefährden. Und wo Menschen mit unterschiedlichen Auffassungen zusammenleben, braucht es eben eine demokratisch legitimierte Rechtsordnung, an die sich alle halten müssen und auf die sich alle verlassen können, also Regeln.
NeusserGletscher schrieb:
Oliver.O schrieb:
Regeln, die auf seriöser Wissenschaft beruhen, sind keine Religion. Der Kern hier ist: Masken [...] schützen. Mit Alltagsmasken können mich nur andere schützen.
RKI, Ärzteschaft und Bundesregierung haben hierzu im Verlauf der Pandemie widersprüchliche Informationen verbreitet. Aber Du hast sicherlich einen Link zu einer wissenschaftlichen Studie, welche einen Nutzen durch den Gebrauch von Stoffmasken bejaht und eine Risiko für den Träger selbst verneint.
Die widersprüchlichen Informationen sind zum teil unvermeidbar (man lernt dazu), zum Teil ärgerlich, weil auf unzureichender Information oder sachfremden Interessen basierend. Zur Wirkung einfacher Schutzmasken selbst bei Aerosolen gibt es eine aufwendig gemachte und begutachtete Studie, am 03.04.2020 erschienen in "Nature Medicine", die im Coronavirus-Update von Christian Drosten am 06.04. ausführlich besprochen wurde. Und ich kenne keine begutachtete Studie, die ein generelles Risiko für Schutzmaskenträger nachweist. (Das muss genügen, denn die Beweispflicht für eine Hypothese liegt immer bei dem, der sie aufstellt - sonst würden wir jeder wilden Fantasie hinterherrennen.)
Wenn du nur dich selbst gefährden kannst, sollte dir niemand die Freiheit nehmen. Nur hast du keine Legitimation, andere nach Lust und Laune zu gefährden. Und wo Menschen mit unterschiedlichen Auffassungen zusammenleben, braucht es eben eine demokratisch legitimierte Rechtsordnung, an die sich alle halten müssen und auf die sich alle verlassen können, also Regeln.
Das stimmt natürlich so nur teilweise, gibt es doch in vielen Bereichen des Lebens nur Empfehlungen. Sogar bei der Motorenwartung. Aber es macht hier keinen Sinn, mit Dir weiter zu diskutieren. Unsere Haltung, wo Empfehlungen und wo Regeln Sinn machen, liegen zu weit auseinander.