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Coronavirus 2019-nCoV

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Theo schrieb:
Jan Tenner schrieb:
j-d-s schrieb:
Daher brauchen wir dringend einen langfristigen Plan, der auch 5 Jahre und mehr abdeckt. Und der kann nicht daraus bestehen, noch 5 Jahre lang Masken tragen zu müssen.
Warum sollte der Plan nicht so aussehen können?
Weil es sein könnte dass nach 3 Jahren selbst du eingestehen müsstest dass der Plan ziemlich schlecht war, jedoch kein umkehren mehr möglich ist.
Was dann?
Wohin sollte man denn auch umkehren wollen? In drei Jahren wird sich die Situation auf jeden Fall weiterentwickelt haben. Irgendwo in Bereichen Impfstoff, Medikamente/Therapien bei Covid-19, Schnelltest, Nasensprayimpfung, spezifischeres Wissen um die Infektionsdynamik etc. wird es schon voran gehen. Natürlich ist es rein theoretisch auch möglich, dass in drei Jahren die Situation in allen diesen Bereichen dieselbe ist wie heute, aber davon auszugehen würde ich dann als Panikmache und Angsthaserei einstufen.
In jedem von diesen Bereichen kann es innerhalb von drei Jahren Game Changer geben, die die Situation deutlich entspannen und vereinfachen. Selbst solange das nicht passiert, gibt es punktuell stetigen Fortschritt, sofern man die jetzige Strategie beibehält, möglichst alles grundsätzlich ermöglichen und die Wirtschaft am Laufen zu halten, dabei aber gewisse Kerneinschränkungen wie das Maskentragen beizubehalten.

Prinzipiell geht die Taktik doch erst mal auf: Die Wirtschaft wächst wieder leicht, die Arbeitslosenzahlen gehen leicht zurück, die Zustimmung zu den Maßnahmen ist noch hoch. Wenn man jetzt die Infektionszahlen wieder etwas bremsen kann, ist die Gesamtsituation doch gar nicht so schlecht, dass man jetzt schon einen kompletten Strategiewechsel bräuchte?
 
Jan Tenner schrieb:
Theo schrieb:
Jan Tenner schrieb:
Warum sollte der Plan nicht so aussehen können?
Weil es sein könnte dass nach 3 Jahren selbst du eingestehen müsstest dass der Plan ziemlich schlecht war, jedoch kein umkehren mehr möglich ist.
Was dann?
Wohin sollte man denn auch umkehren wollen? In drei Jahren wird sich die Situation auf jeden Fall weiterentwickelt haben. Irgendwo in Bereichen Impfstoff, Medikamente/Therapien bei Covid-19, Schnelltest, Nasensprayimpfung, spezifischeres Wissen um die Infektionsdynamik etc. wird es schon voran gehen. Natürlich ist es rein theoretisch auch möglich, dass in drei Jahren die Situation in allen diesen Bereichen dieselbe ist wie heute, aber davon auszugehen würde ich dann als Panikmache und Angsthaserei einstufen.
In jedem von diesen Bereichen kann es innerhalb von drei Jahren Game Changer geben, die die Situation deutlich entspannen und vereinfachen. Selbst solange das nicht passiert, gibt es punktuell stetigen Fortschritt, sofern man die jetzige Strategie beibehält, möglichst alles grundsätzlich ermöglichen und die Wirtschaft am Laufen zu halten, dabei aber gewisse Kerneinschränkungen wie das Maskentragen beizubehalten.

Prinzipiell geht die Taktik doch erst mal auf: Die Wirtschaft wächst wieder leicht, die Arbeitslosenzahlen gehen leicht zurück, die Zustimmung zu den Maßnahmen ist noch hoch. Wenn man jetzt die Infektionszahlen wieder etwas bremsen kann, ist die Gesamtsituation doch gar nicht so schlecht, dass man jetzt schon einen kompletten Strategiewechsel bräuchte?

Nur weil es bei uns nicht schlecht ist, ist es ja noch lange nicht gut.

Die Strategie von Containment ist meiner Erachtens zwar in der Theorie eine gute Vorgehensweise, es zeigt sich aber in der Praxis, dass diese Strategie nicht funktioniert, denn sie setzt voraus, dass die Entscheider auch dazu lernen und hier zeigen ja die aktuellen Diskussionen sehr schön, dass dies offensichtlich nicht der Fall ist. Kaum ist im Oktober völlig überraschend der Herbst über uns herein gebrochen steigen logischerweise überall in Europa die Ansteckungszahlen - übrigens völlig losgelöst von den Maßnahmen, die in der entsprechenden Region ergriffen worden sind. Dass jetzt die Politiker offensichtlich sinnfreie (Generelle Maskenpflicht im Freien) sowie unverhältnismäßge (innerdeutsche Beherberungsverbote, Ausweisung von Risikogebieten generell) Einschränkungen diskutieren zeigt doch super, dass die Politik nach wie vor wider aller Logik handelt. Hinzu kommt auch, dass trotz einer Vielzahl vorhandener Daten die maßgebenden, teilweise grundrechtseinschränkenden Maßnahmen, weiterhin nur auf Basis der Entwicklung eines einzigen Wertes getroffen werden, der als solches allein nicht aussagefähig ist.

Bei der jetzigen Strategie ist es natürlich normal, dass es immer wieder Wellen gibt. Das dürfte keine Überraschung sein und sollte auch keinem Sorgenfalten auf die Stirn treiben.
Da ich nicht damit rechne, dass bei der Politik und in Teilen auch bei den Meiden eine Weiterentwicklungskurve stattfindet, ist diese Strategie in meinen Augen gescheitert.
Wenn wir so weiter machen, leben wir dauerhaft unter Zuckerbrot und Peitsche. Vielleicht geht es uns nicht "schlecht", aber nur deshalb ist es ja noch lange nicht "gut".

Nachdem wir es versäumt haben, im Frühjahr durch einen am Besten weltweiten Lockdown das Virus auszurotten, bleibt in meinen Augen nur noch, bestmöglich "normal" weiter zu leben.
Das bedeutet, dass ALLES wieder ohne unsinnige Einschränkungen erlaubt sein muss, die Einschränkungen auf das nötige Mindestmaß zurückgefahren werden und auch nicht mit Einschränkungen gedroht wird, sollten die Zahlen mal wieder steigen.
Die Maßnahmen müssen allesamt auf den Prüfstand. Unsinnige Maßnahmen müssen dann konsequenterweise abgeschafft werden. Gleichzeitig spricht nichts dagegen, sinnvolle Maßnahmen aufrechtzuerhalten.
Gefühlmäßig würde ich sagen, dass Abstand und in Einzelfällen (also dort wo man länger Kontakt hat, ergo z.B. nicht im Supermarkt, etc.) Masken in Innenräumen und bessere Hygieneangebote übrig bleiben, während alle anderen Einschränkungen, vor allem im Freien, dauerhaft keine Daseinsberechtigung haben werden.

Edit: mit "dauerhaft" bei Zuckerbrot und Peitsche meine ich den Zeitraum bis zum Auftauchen eines Game Changers, der kommen kann, oder auch nicht
Edit2: Innerdeutsche Reiseverbote in innerdeutsche Beherbergungsverbote geändert
 
Man kann sich auch alles Schönreden.

Die jetzige Gesamtsituation ist ja gar nicht so schlecht ist ein Schlag ins Gesicht für alle Leute in der Veranstaltungsbranche, im Gastgewerbe und die Pleitewelle kommt erst noch.

Zudem darfst du nicht von deiner persönlichen Meinung, die Einschränkungen wären nicht schlimm, auf Andere schließen.
 
christopher91 schrieb:
Man kann sich auch alles Schönreden.
Richtig! ZB in unzähligen Beiträgen hier im Forum, wo jede öffentliche Meinung verbal geteert und gefedert wurde, die die Möglichkeit einer zweiten Welle auch nur angedeutet hat. Die Zahlen waren im Sommer doch so schön niedrig, da konnte das doch gar nicht passieren!
Oder in mehreren Beiträgen, die siegessicher die Herdenimmunität in Schweden verkündeten. Dort sei man ja schon durch mit dem Thema.
christopher91 schrieb:
Zudem darfst du nicht von deiner persönlichen Meinung, die Einschränkungen wären nicht schlimm, auf Andere schließen.
Ich schließe auf einer Mehrzahl der Betroffenen nicht von mir sondern von einer immer noch sehr deutlichen Mehrheit von 80%, die die jetzigen Maßnahmen für angemessen oder nicht weitreichend genug empfinden. Ich schließe auch nicht von meiner persönlichen wirtschaftlichen Situation auf eine Mehrzahl der Betroffenen, sondern aus den aktuellen Arbeitslosenzahlen (in D) und Wirtschaftsprognosen auf die allgemeine Situation.
Vielleicht könnte man auch mal hinterfragen, ob man nicht zu sehr von Wintersportlern, deren vornehmslichste Sorge es ist, im Pandemiewinter ihre TSC rausfahren zu können, oder von Hobbyschiedsrichtern, die es partout nicht verwinden können, mal vier Monate kein Spiel zu pfeifen, zu sehr auf die Allgemeinheit schließt?
Deren Schicksal erfüllt nämlich beileibe die gesamte Allgemeinheit auch nicht gerade zu Dauertränen.
 
Kanton Schwyz die Corona-Fallzahlen haben über das Wochenende erneut stark zugenommen.

Der Kanton passt nun das Contact-Tracing an und setzt auf die Kontaktaufnahme Betroffener durch die Kranken.

Der kantonsärztliche Dienst stelle der positiv getesteten Person einen Text zur Verfügung, welchen diese den weiteren Personen, mit welchen sie Kontakt hatte, per E-Mail, Kurznachricht oder Whatsapp zustellen könne, damit sich diese in Quarantäne begeben würden. «Parallel dazu werden weiter zusätzliche personelle Ressourcen rekrutiert, um das Contact-Tracing wieder wie bisher wahrnehmen zu können», heisst es in der Medienmitteilung.
Es hatte nur zwei kleine Events mit ein paar hundert Gäste gebraucht und das Contact-Tracing ist überfordert. Das wird noch heiter werden an einem schönen Wintersportwochende mit Tausende ausser Kantonalen Gäste.


Experten fordern Nahrungs-Ergänzungsmittel-Strategie vom Bund in ihrem Papier: https://www.sge-ssn.ch/media/Nutrit...mmendation-for-Switzerland-kurzfassung-DE.pdf
Nur Vitamin D 3 wird nicht ausreichen es braucht auch die andre Vitamin und Mineralstoffe für die Immunabwehr. :wink:


Schwedens Staatsepidemiologe sah das Land schon auf dem Weg zur Herdenimmunität. Nun ist die zweite Corona-Welle offenbar da – und Herr Anders Tegnell ist ratlos.

weiter hier: https://www.blick.ch/news/ausland/r...ch-ich-verstehe-es-auch-nicht-id16140249.html
 
NeusserGletscher schrieb:
simmonelli schrieb:
um ja nicht aus seiner Bequemlichkeit kommen zu müssen und ein wenig Verantwortung für die Schwachen der Gesellschaft zu übernehmen.
... Heute wartet man halt Wochen auf das Ergebnis seines Corona-Tests.

Man sollte die Fakten schon halbwegs recherchieren ... im LK Böblingen dauert ein Corona-Test ca. 2 Tage. In Heidelberg eher 1 - 1.5. Ich war letzte Woche mit meinem Sohn im Testcenter: morgens gegen 10:00 angerufen, Termin 17:55 - dauerte ca. 15 Minuten. Danach den Code in die App gescannt. Am nächsten Vormittag gegen 9:30 war das Ergebnis in der App, inkl. Pushnachricht mit der Info, dass das Ergebnis vorliegt. Viel schneller wird das nicht gehen. Und auch da sieht man wieder, dass es seit dem Frühjahr durchaus Bewegung / Verbesserung gibt.

Läuft alles super? Definitiv nicht, aber man ist i.d.R. viel, viel näher an 2-3 Tagen als bei "Wochen". Warum also immer diese übertriebene Polemik?
 
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starli schrieb:
simmonelli schrieb:
Man kann und soll über einzelne Dinge sicherlich disktutieren und streiten, aber wenn "normal" für Dich bedeutet wie in 2019 zu leben und nur das der Maßstab ist, brauchen wir nicht mehr diskutieren.
Stimmt, wenn zwangsweise Schließungen von Geschäften, Freizeitangeboten, von Polizei abgeschlossene Gebiete etc. etc. für dich nun die zukunftsbleibende Normalität ist und 2019 die abartige und unumstößlich vergangene Freiheit war, zu der man nicht mehr zurück soll, dann hat es wirklich keinen Sinn mehr. Genieße deine neue Welt - aber ohne mich, mich findest du dann im Widerstand. Baut euch eine 100m hohe Mauer um eure Stadt, schließt euch ein wie in so manchen SciFi-Filmen, lasst keine Fremden mehr rein und redet euch gegenseitig ein, wie toll alles ist und wie gefährlich es außerhalb der Mauer ist.

Du hast in der Schule Textinterpretationen auch nie hinbekommen, oder? Wie Du aus meinem Satz "unumstößlich vergangen" und wird nie wieder so sein bzw. das ich nicht wieder zur Normalität zurück würde wollen - also nie, nie wieder - herausinterpretierst ist schon sehr gewagt. Vermutlich ist es aber nur ignorant und Du biegst Dir die Fakten hin wie Du sie brauchst. Oder es ist einfach dumm, weil Du es nicht besser verstehst. Such es Dir aus :rolleyes:
 
Jan Tenner schrieb:
christopher91 schrieb:
Man kann sich auch alles Schönreden.
Richtig! ZB in unzähligen Beiträgen hier im Forum, wo jede öffentliche Meinung verbal geteert und gefedert wurde, die die Möglichkeit einer zweiten Welle auch nur angedeutet hat. Die Zahlen waren im Sommer doch so schön niedrig, da konnte das doch gar nicht passieren!
Oder in mehreren Beiträgen, die siegessicher die Herdenimmunität in Schweden verkündeten. Dort sei man ja schon durch mit dem Thema.
christopher91 schrieb:
Zudem darfst du nicht von deiner persönlichen Meinung, die Einschränkungen wären nicht schlimm, auf Andere schließen.
Ich schließe auf einer Mehrzahl der Betroffenen nicht von mir sondern von einer immer noch sehr deutlichen Mehrheit von 80%, die die jetzigen Maßnahmen für angemessen oder nicht weitreichend genug empfinden. Ich schließe auch nicht von meiner persönlichen wirtschaftlichen Situation auf eine Mehrzahl der Betroffenen, sondern aus den aktuellen Arbeitslosenzahlen (in D) und Wirtschaftsprognosen auf die allgemeine Situation.
Vielleicht könnte man auch mal hinterfragen, ob man nicht zu sehr von Wintersportlern, deren vornehmslichste Sorge es ist, im Pandemiewinter ihre TSC rausfahren zu können, oder von Hobbyschiedsrichtern, die es partout nicht verwinden können, mal vier Monate kein Spiel zu pfeifen, zu sehr auf die Allgemeinheit schließt?
Deren Schicksal erfüllt nämlich beileibe die gesamte Allgemeinheit auch nicht gerade zu Dauertränen.

Auf so persönliche Angriffe gehe ich nicht ein, dafür ist mir meine Zeit zu schade.
 
simmonelli schrieb:
NeusserGletscher schrieb:
simmonelli schrieb:
um ja nicht aus seiner Bequemlichkeit kommen zu müssen und ein wenig Verantwortung für die Schwachen der Gesellschaft zu übernehmen.
... Heute wartet man halt Wochen auf das Ergebnis seines Corona-Tests.

Man sollte die Fakten schon halbwegs recherchieren ... im LK Böblingen dauert ein Corona-Test ca. 2 Tage. In Heidelberg eher 1 - 1.5. Ich war letzte Woche mit meinem Sohn im Testcenter: morgens gegen 10:00 angerufen, Termin 17:55 - dauerte ca. 15 Minuten. Danach den Code in die App gescannt. Am nächsten Vormittag gegen 9:30 war das Ergebnis in der App, inkl. Pushnachricht mit der Info, dass das Ergebnis vorliegt. Viel schneller wird das nicht gehen. Und auch da sieht man wieder, dass es seit dem Frühjahr durchaus Bewegung / Verbesserung gibt.

Läuft alles super? Definitiv nicht, aber man ist i.d.R. viel, viel näher an 2-3 Tagen als bei "Wochen". Warum also immer diese übertriebene Polemik?

Also meine Frau wurde am 14.9. zusammen mit vielen anderen Lehrern getestet (da war es noch relativ ruhig). Die ersten haben ihr Ergebnis am 17.9. abends bekommen. Meine Frau hat am 21.9. beim Gesundheitsamt selber angerufen, weil das Ergebnis online immer noch nicht vorlag. Antwort war "Negativ, wenn Sie positiv gewesen wären, hätten wir Sie wahrscheinlich angerufen". Auch von anderen Seiten weiß ich, dass es in Nürnberg aktuell so um die 5 Tage dauern kann.
Die Tochter meines Arbeitskollegen hat sich in der Nähe von Schrobenhausen am Samstag früh testen lassen, Ergebnis kam heute Vormittag, das ist noch akzeptabel. Ist also anscheinend von Region zu Region sehr unterschiedlich. Von Wochen kann man allerdings wirklich nicht sprechen, aber ohne Übertreibungen hört es sich einfach nicht dramatisch an :D
 
simmonelli schrieb:
starli schrieb:
simmonelli schrieb:
Man kann und soll über einzelne Dinge sicherlich disktutieren und streiten, aber wenn "normal" für Dich bedeutet wie in 2019 zu leben und nur das der Maßstab ist, brauchen wir nicht mehr diskutieren.
Stimmt, wenn zwangsweise Schließungen von Geschäften, Freizeitangeboten, von Polizei abgeschlossene Gebiete etc. etc. für dich nun die zukunftsbleibende Normalität ist und 2019 die abartige und unumstößlich vergangene Freiheit war, zu der man nicht mehr zurück soll, dann hat es wirklich keinen Sinn mehr. Genieße deine neue Welt - aber ohne mich, mich findest du dann im Widerstand. Baut euch eine 100m hohe Mauer um eure Stadt, schließt euch ein wie in so manchen SciFi-Filmen, lasst keine Fremden mehr rein und redet euch gegenseitig ein, wie toll alles ist und wie gefährlich es außerhalb der Mauer ist.

Du hast in der Schule Textinterpretationen auch nie hinbekommen, oder? Wie Du aus meinem Satz "unumstößlich vergangen" und wird nie wieder so sein bzw. das ich nicht wieder zur Normalität zurück würde wollen - also nie, nie wieder - herausinterpretierst ist schon sehr gewagt. Vermutlich ist es aber nur ignorant und Du biegst Dir die Fakten hin wie Du sie brauchst. Oder es ist einfach dumm, weil Du es nicht besser verstehst. Such es Dir aus :rolleyes:
1. wo sind hier irgendwelche Fakten? Es geht um deine und meine Meinung, nix mit Fakten.
2. warum hältst du dich nicht an deine Aussage? Ich will die Normalität von 2019 zurück und zwar möglichst schnell. Das momentane Leben hat nix mit "normal" zu tun. Du siehst das anders, deshalb hast du geschrieben "brauchen wir nicht mehr diskutieren" - warum machst du also trotzdem weiter?
 
Also das mit den unterschiedlichen Zeiten die ein Testergebnis braucht ist schon spannend. Innerhalb von Millisekunden werden im Internet Werbebanner versteigert, je nachdem wer sich die Seite ansieht, aber es gibt keinen Kapazitätsabgleich der Labore?

Bitte, wir leben im Jahre 2020. Wenn ich als Landkreis am Tag 500 Tests mache, dann muss ich die abends versteigern. Nachts fährt der Kurier die ins Labor, nachmittags ist das Ergebnis da.

Aber nein, wahrscheinlich braucht es eine europaweite Ausschreibung und die Labore können mich wahrscheinlich sogar haftbar machen, wenn ich nicht eine Mindestzahl Tests abliefere.

Disclaimer: Alles nur Vermutung, keine Quellen. Weiß jemand wie es wirklich funktioniert?
 
ich kann hier von zwei Tests berichten - Kreis Böblingen:
1. Test 14.9.2020. Termin um 16:00 Uhr, Ergebnis innerhalb von 24 Stunden erhalten. Test war beim Corona Testzentrum das aber strategisch (?) vom DRK/Kreis direkt vor einer Örtlichkeit eines Labors betrieben wird und somit kurze Wege zu diesem Labor sicherstellt.
2. Test Anfang August. Termin morgens um 10:35 Uhr beim Hausarzt. Ergebnis am selben Abend um 18:37 per Telefon vom Hausarzt erhalten.
Labor war auch hier das örtliche Labor in Sindelfingen das vom "Laborfahrer" angefahren wurde und dann die Auswertung digital gemacht hat.

aktuelle Ergebnisse von dritten mir bekannten Personen (Ende letzter Woche) waren in Stuttgart (Abstrich direkt an der Klinik...) auch innerhalb von 24 Stunden da.
 
Ein Artikel mit teilweise sehr interessanten Aussagen (auch wenn Lauterbach mittlerweile bezüglich der innerdeutschen Reisehemmnisse oft genug zitiert worden sein dürfte). Das Zitat stellt ein Abschnitt in der Mitte des Artikels dar. Für die Bewertung der Lage vor Ort das Infektionsgeschehen in den einzelnen Altersgruppen deutlich stärker zu gewichten, klingt für mich eigentlich ziemlich schlüssig oder wie seht ihr das? Natürlich sollte man das nicht als einzigen Wert nehmen, aber anhand der Verteilung der Infektionen über die Altersgruppen sollte man dann doch schon ungefähr abschätzen können, wie viele in den nächsten ein bis zwei Wochen in die Krankenhäuser mit Corona eingeliefert werden müssen?

"Falscher Alarmismus"

Von einem "falschen Alarmismus" sprach der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung. "Wir müssen aufhören, auf die Zahl der Neuinfektionen zu starren wie das Kaninchen auf die Schlange", sagte er und sprach von einer oft eher kontraproduktiven "Regelungswut". Gassen schlug vor, das Infektionsgeschehen viel stärker nach Altersgruppen aufzuschlüsseln, um gezielter reagieren zu können.

Sperrstunden und Alkoholverbote wie in Berlin seien "mehr als fragwürdig". Er sei davon überzeugt, "dass wir mit einer vernünftigen Kommunikation durchaus wieder mehr Normalität zulassen können - mit der Möglichkeit, die Bremse rasch wieder anzuziehen." Dabei forderte der Kassenarztchef, die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab der Kreise und Städte zu Risikogebieten erklärt werden, deutlich anzuheben.
Quelle: Coronavirus: Lauterbach nennt Beherbergungsverbote einen Fehler (SZ; 11. Oktober 2020, 15:56 Uhr)


Edit: Vielleicht wäre es auch sinnvoll bei einem positiven Test auch gleich flächendeckend zu erfassen, ob sie zu einer Risikogruppe gehören. Also, dass man beispielsweise Zahlen, wie viele der aktuell Infizierten einer Risikogruppe angehören, erfasst und auch publiziert. Das würde - denke ich - auch eine noch bessere Einschätzung der Lage vor Ort ermöglichen.
 
Ein Kollege von mir ist seit Freitag krankgemeldet, wegen Husten und Kopfschmerzen. Hat für den Arzt (ich glaub, er war am Montag da) offenbar gereicht, ihn hier in Bremen zum Corona-Test zu schicken. Ergebnis steht noch aus. Interessant zu sehen, wie sich die Teststrategie geändert hat. Anfang des Jahres im März hatte ich nicht mal mit langanhaltendem Husten Chancen auf einen Test. (ok, zugegeben, die Zahl der verfügbaren Tests ist auch massiv gestiegen)

PS: Der Nachbarort Delmenhorst wird gerade zu einem der stärksten Corona-Hotspots in Deutschland: Am Sonntag war man schon bei einer 7-Tages-Inzidenz von 135,4 Neuinfektionen (https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/politik/inzidenzwert-corona-delmenhorst-100.html).

Im Gesundheitsamt dort ist man laut Videobeitrag ein bisschen niedergeschlagen (wirkt zumindest so). Denn die Infektionen lassen sich höchstens noch auf den Familienkreis, aber nicht mehr so wirklich auf Großveranstaltungen zurückverfolgen. So begann es im März auch, daraufhin entglitt die Kontrolle. Aber YOLO, weder Demos noch (gegen die Vorschriften überfüllte) Supermärkte mit Maske unter der Nase noch sonst welche "scheiß drauf, ich geh Feiern"-Verantstaltungen haben etwas mit den Zahlen zu tun, richtig? :roll:
 
Kamikatze schrieb:
Ein Kollege von mir ist seit Freitag krankgemeldet, wegen Husten und Kopfschmerzen. Hat für den Arzt (ich glaub, er war am Montag da) offenbar gereicht, ihn hier in Bremen zum Corona-Test zu schicken. Ergebnis steht noch aus. Interessant zu sehen, wie sich die Teststrategie geändert hat. Anfang des Jahres im März hatte ich nicht mal mit langanhaltendem Husten Chancen auf einen Test. (ok, zugegeben, die Zahl der verfügbaren Tests ist auch massiv gestiegen)

ist hier im Süden auch so. Jeder wird zum Test geschickt bei dem kleinsten Husten.
Im März/ April sind alle Tests meiner Kollegen die Krankwaren abgelehnt worden, strikt nur Risikogrupper.
 
Ralf321 schrieb:
Kamikatze schrieb:
Ein Kollege von mir ist seit Freitag krankgemeldet, wegen Husten und Kopfschmerzen. Hat für den Arzt (ich glaub, er war am Montag da) offenbar gereicht, ihn hier in Bremen zum Corona-Test zu schicken. Ergebnis steht noch aus. Interessant zu sehen, wie sich die Teststrategie geändert hat. Anfang des Jahres im März hatte ich nicht mal mit langanhaltendem Husten Chancen auf einen Test. (ok, zugegeben, die Zahl der verfügbaren Tests ist auch massiv gestiegen)

ist hier im Süden auch so. Jeder wird zum Test geschickt bei dem kleinsten Husten.
Im März/ April sind alle Tests meiner Kollegen die Krankwaren abgelehnt worden, strikt nur Risikogrupper.

Und nun kann man sich fragen wie hoch die Zahlen dann im März gewesen wären, hätte man dort diese Leute alle getestet.

Zeigt halt auch wieder die Unsinnigkeit der 50er Grenze, die einfach auf Basis einer anderen Grundlage festgelegt wurde.

Und wie unsinnig die derzeitige Dramatisierung ist, eben war bei Antenne Bayern erst wieder von einer dramatischen Lage die Rede. Come on, Really?


@Kamikatze: Das Feiern total ungut sind bestreitet hier doch niemand.
Kritisiert werden andere Maßnahmen, die Dinge Verbieten die nachweislich nicht zum Infektionsgeschehen Beitragen.
 
https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-dienstag-149.html#RKI-Alltag-auch-mit-Impfstoff-eingeschraenkt
RKI: Alltag auch mit Impfstoff eingeschränkt
09:10 Uhr

Der Alltag in Deutschland muss nach Ansicht des Robert Koch-Instituts auch mit Einführung eines Corona-Impfstoffs zunächst eingeschränkt bleiben - einschließlich Maskentragen und Abstandsgeboten. Darauf weist das RKI in einem veröffentlichten Strategiepapier hin. Demnach werden zwar voraussichtlich im kommenden Jahr ein oder mehrere Impfstoffe zur Verfügung stehen - und die Bekämpfung des Coronavirus entscheidend verbessern.
Allerdings dürfte es ein solches Mittel zu Beginn nur in begrenzten Mengen geben und insbesondere Risikogruppen zu Gute kommen. Deshalb seien weiterhin "gewisse Modifikationen des Miteinander-Seins" wichtig. Darunter versteht das RKI unter anderem Abstandhalten, Hygieneregeln beachten, Maske tragen, Lüften sowie die Verlegung von Freizeitaktivitäten möglichst nach draußen.

Soll also auf jeden Fall noch ein paar Jahre so weitergehen wie jetzt.

Ich glaub ich suche schonmal nach Jobs und Wohnungen in Schweden.
 
Die FAZ zum Thema Herdenimmunität und „The Great Barrington Declaration“:
https://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/herdenimmunitaet-als-ausweg-aus-der-corona-pandemie-16999013.html?printPagedArticle=true#pageIndex_4

Leicht OT aber in Zusammenhang mit der Covid-19-Diskussion hier passt es dann doch:
phoenix persönlich - Kabarettist Dieter Nuhr zu Gast bei Alfred Schier
https://www.phoenix.de/sendungen/gespraeche/phoenix-persoenlich/kabarettist-dieter-nuhr-zu-gast-bei-alfred-schier-a-1791560.html
 
Fast mal was unterhaltsames, in den depperten Verwaltungsformulierungen geht halt schon mal was unter.

(1) Es ist untersagt, in Beherbergungsbetrieben Gäste zu beherbergen, die sich in einem Land-, Stadtkreis oder einer kreisfreien Stadt innerhalb der Bundesrepublik Deutschland aufgehalten oder darin ihren Wohnsitz haben, in dem der Schwellenwert von 50 neu gemeldeten SARS-CoV-2-Fällen (Coronavirus) pro 100.000 Einwohner in den vorangehenden sieben Tagen (7-Tage-Inzidenz) überschritten wurde. Maßgeblich hierfür sind die Veröffentlichungen des Robert-Koch-Instituts.
(aus der Verordnung Beherbungsverbot von BW, §2).

Wörtlich gelesen ist es völlig egal, WANN man in einem solchen Risikokreis war. Wer irgendwann mal z.B. in Köln war (in der Liste vom RKI von gestern Abend mit einer Inzidenz von 66,3 angegeben, darf nicht in BW übernachten, solange eben diese Inzidenz über 50 ist... :twisted:

Erst im näächsten Absatz wird das dann wieder klargestellt:

(2) Absatz 1 gilt nicht für Gäste, die gegenüber dem Beherbergungsbetrieb

glaubhaft machen, dass sie sich in den vorangehenden sieben Tagen vor dem Beginn der Beherbergung nicht in einem Land-, Stadtkreis oder einer kreisfreien Stadt nach Absatz 1 aufgehalten haben, oder

Wenn sich die Verwaltungen wenigstens mal die Zeit nehmen würden, alles auf plausibilität zu prüfen, was sie veröffentlichen, dann wäre echt schon viel geholfen...
 
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