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Jemand kann die Infektion ja auch wieder aus einem Haushalt in den öffentlichen Raum tragen. Die Haushalte sind sicher wichtig, nur kann man da kaum eingreifen. Wichtig für die Prävention ist ja vorallem, das Übergreifen von einem Haushalt auf den nächsten zu unterbinden.
Ich muss mich übrigens in Teilen korrigieren, was die fehlende Zuordnung zu vorgelagerten Clustern angeht. Im unteren Teil der von Tyrolens verlinkten Seite ist das in Ansätzen schon vorhanden, soweit ich das verstehe; Asche auf mein Haupt
Jemand kann die Infektion ja auch wieder aus einem Haushalt in den öffentlichen Raum tragen. Die Haushalte sind sicher wichtig, nur kann man da kaum eingreifen. Wichtig für die Prävention ist ja vorallem, das Übergreifen von einem Haushalt auf den nächsten zu unterbinden.
Das müsste aber das Gesundheitsamt schon lösen können. Spätestens wenn das erste Familienmitglied symptomatisch ist (und zwei Tage davor alle anderen Haushaltsmitglieder infiziert hat) muss doch der gesamte Haushalt in Quarantäne.
Wenn ich es nicht übersehen habe, fehlt bei der Diskussion bisher ein entscheidender Punkt: Die von den Gesundheitsbehörden erfassten Ansteckungs-Gelegenheiten sind ja nur die, die sich tatsächlich aufklären lassen. Wenn sich einer infiziert, dann Symptome bekommt, sich testen lässt, das Testergebnis erhält und dann zur Rückverfolgung angerufen wird, können gern auch 10 Tage vergehen.
Nach 10 Tagen kann man sicher die Haushaltskontakte nennen, solche Fälle werden also leicht aufgeklärt. Einen Restaurantbesuch kann ich schon gut vergessen haben. Und wie wahrscheinlich ist es, sich so präzise an Reisekontakte zu erinnern (in Wartezonen, auf Bahnsteigen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Kabinenbahnen, auf Hotelfluren), dass diese zugeordnet werden können? Das sind alles anonyme Begegnungen, für die man bestenfalls eine Ahnung hat, dass man irgendwo unterwegs war. Wann genau und mit wem zusammen, bekommt keiner heraus. Deshalb würden es viele Infektionen durch Reisekontakte niemals in die Statistik schaffen...
(Und bitte nicht wieder so Daumenregeln wie den intensiven 15-Minuten-Kontakt zum Heiligtum erklären. Es gibt genügend gut belegte Beispiele dafür, dass es viel schneller gehen kann.)
Wenn ich es nicht übersehen habe, fehlt bei der Diskussion bisher ein entscheidender Punkt: Die von den Gesundheitsbehörden erfassten Ansteckungs-Gelegenheiten sind ja nur die, die sich tatsächlich aufklären lassen. Wenn sich einer infiziert, dann Symptome bekommt, sich testen lässt, das Testergebnis erhält und dann zur Rückverfolgung angerufen wird, können gern auch 10 Tage vergehen.
Nach 10 Tagen kann man sicher die Haushaltskontakte nennen, solche Fälle werden also leicht aufgeklärt. Einen Restaurantbesuch kann ich schon gut vergessen haben. Und wie wahrscheinlich ist es, sich so präzise an Reisekontakte zu erinnern (in Wartezonen, auf Bahnsteigen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Kabinenbahnen, auf Hotelfluren), dass diese zugeordnet werden können? Das sind alles anonyme Begegnungen, für die man bestenfalls eine Ahnung hat, dass man irgendwo unterwegs war. Wann genau und mit wem zusammen, bekommt keiner heraus. Deshalb würden es viele Infektionen durch Reisekontakte niemals in die Statistik schaffen...
(Und bitte nicht wieder so Daumenregeln wie den intensiven 15-Minuten-Kontakt zum Heiligtum erklären. Es gibt genügend gut belegte Beispiele dafür, dass es viel schneller gehen kann.)
Solche "Kontakte" wurden noch nie, nirgendwo, von niemandem erhoben, in keinem Land der Welt (denn gleichermaßen beträfe das ja auch den Flur am Arbeitsplatz, den Supermarkt, die Apotheke oder die Arztpraxis). Nichtmal die App (die das rein technisch bei entsprechender Programmierung könnte) macht das in irgendeinem Land (jedes Land hat ja seine eigene App).
Die Fachleute werden sich schon was dabei gedacht haben, dass kein einziger Experte weltweit solche "Kontakte" nachverfolgen möchte.
Aber die "genügend gut belegten Beispiele" würden mich schon interessieren. Nenne hier doch mal 5 davon, mit Link dazu.
Vielleicht finde ich es nur auf die schnelle nicht Tyrolens, aber mir fehlen da zwei Punkte in der ansonsten sehr aufschlussreichen Analyse:
1. Anzahl der Fälle aus Clustern vs. Fälle gesamt, sprich bei wievielen Fällen ist eine Clusterbildung mangels Ermittlung des Infektionsursprungs nicht möglich gewesen
2. Ursprung der Fälle in den Haushaltsclustern (es gibt zwar einige Kombinationscluster, aber soweit ich das überblicke nicht viele)
Da die Haushalte ja über die Hälfte der aufgezählten Fälle ausmachen und das Virus ja irgendwie in den Haushalt gekommen sein muss (die Annahme, dass das Risiko der Weitergabe innerhalb des Haushalts größer ist als im Durchschnitt, kann man wohl treffen) wäre die Verfolgung auf den Ursprung des mutmaßlich Erstinfizieren im Haushalt für mich schon interessant
Die Frage kam bei mir schon auf, als auch eine Auswertung in der Schweiz vor einiger Zeit im Prinzip ein ähnliches Ergebnis gezeigt hat.
Bei solchen Auswertungen wird gern vergessen, dass die Kontaktnachverfolgung in Haushalten am besten funktioniert. Man hat ein Eigeninteresse daran seine Liebsten zu schützen und erinnert sich am besten an den Kontakt mit ihnen.
Ich habe aber keine Ahnung mit wievielen Leuten ich in der Bahn, auf der Straße oder sonst wo in Kontakt gekommen bin, geschweige denn deren Kontaktdaten. Selbst wenn die zufällig zu den Nutzern der Coronaapp gehören wissen sie immer noch nicht, wo der Kontakt stattfand. (Öffis, Geschäft, anderer Ort?)
Meine Hoffnung wäre, dass sich jetzt erst mal die Menschen innerhalb ihrer Haushalte anstecken. Damit würde sich eine weitere Ausbreitung bald tot laufen.
In? Bayern? Echter? Lookdown? Wie er in Italien war?
Da sehr ich ganz wenig Möglichkeiten, so etwas umzusetzen. Hier ist seit 70 Jahren ein Partei am herum werkeln, die nur "Dagegen-Politik" kann und könnte.
Aber es hat sich ganz gut gelebt mit dem dagegen.
Jetzt ganz Bayern einen Monat wirklich zu Hause?
Also so mit Polizei an der Strasse Ecke, die dir in die Tasche schaut, ob du nicht als Alibi den Einkaufsbeutel spazieren trägst? Das verweilen auf einer Sitzbank 200 € Strafe kostet, keine Maske 500 € ? Und die Leute aktiv mit Drohnen und Hubschraubern gesucht werden? Strassensperren mit Passierscheinkontrollen? Meinst du so etwas, also das was ich erlebt habe?
Ja, damit kann das Virus sehr erfolgreich mit eingedämmt werden. Aber nicht mit den üblichen Argumenten: wir in Bayern sind die besten und wenn das doch nicht stimmt werden wir schon einen Schuldigen in Berlin oder Düsseldorf finden.
Bayern hat ja auch eine Staatsregierung, keine Landesregierung, das klingt nicht so wichtig, die einen Tag vor dem besten Lookdown in Deutschland noch ganz schnell Wahlen ohne, aber wirklich ganz ohne, Schutzmaßnahmen durchgeführt hat.
Weiteres erspare ich mir jetzt, ich reg mich dann einfach zu viel auf...
Aktuell in D mehr als 11.000 NE gemeldet.
Wir sind zwar massiv unterhalb der Zahlen zB in der Schweiz, aber eine erhebliche Dynamik ist da.
Mal sehen, ob die Covid Ampel etwas abmildern kann. Aber vermutlich wird man die um weitere Stufen (100,250,500) bis zum automatischen Lockdown ergänzen müssen (was ich zwar nicht hoffe, aber befürchte)
Leider regelt es sich offenbar ja nicht von selbst über die Vernunft....
Beim Großteil der Leute denen ich begegne, hab ich derzeit schon das Gefühl dass sie durch die steigenden Zahlen mittlerweile etwas sensibilisiert sind. Ganz im Gegensatz zum Sommer, wo man es schon etwas hat schleifen lassen, zumindest ein kleines bisschen, auch wenn sich an die meisten Maßnahmen trotzdem gehalten wurde. Ich denke schon dass wir es in D ohne Lockdown schaffen, abgesehen von vereinzelten regionalen Maßnahmen wie derzeit z. B. in Berchtesgaden.
Ein paar einzelne gibt es natürlich, die das Gegenteil tun. "Wir müssen uns jetzt noch schnell zum feiern treffen, so langs noch geht", hab ich auch schon gehört. Aber ich habe nicht das Gefühl dass das die Mehrheit ist.
Ja man kann jetzt viel über Gründe, Schuldige, Maßnahmen, Umsetzung und Kontrolle der Situation philosophieren. Aber die Praxis zeigt - und das doch irgendwie schon seit dem Frühjahr klar: Eine Containment Strategie ist in einer freien, heterogenen, vernetzten und wirtschaftlich auf Mobilität angewiesenen Gesellschaft einfach nicht lange (über Monate) durchzuhalten, bzw. der Aufwand steigt ins Unermessliche und der Druck auf die Gesellschaft ebenso. Und die wird gerade müde! Gerade in der Erkältungszeit Herbst/Winter ein völlig größenwahnsinniger Ansatz hier eine Kontrolle zu erzwingen. Mit Mini- oder großen Lockdowns gibts dann einen teuren Reset auf den Anfang der Kurve, und dann läuft man sie wieder hoch. Dann hat man Zeit gewonnen zu einem hohen Preis - und dann? Mit Hinhaltetaktik geben sich halt auch immer weniger Menschen zufrieden, schon gar nicht wenn die Maßnahmen nicht an die Ursache gehen.
Aber die Strategie ist ja immer noch völlig "alternativlos" - scheitert aber blöderweise an der Umsetzung und funktioniert nur in der Theorie. Und es gibt Alternativen, auch wenn man die kategorisch (noch) ausblendet.
Und das jetzt mal ganz ohne Bewertung, Meinung, Wunsch oder Gesinnung betrachtet - reine Beobachtung - es funktioniert nicht, überall in Europa oder auf der Welt zu beobachten. Nur zugeben will man es nicht
Beim Großteil der Leute denen ich begegne, hab ich derzeit schon das Gefühl dass sie durch die steigenden Zahlen mittlerweile etwas sensibilisiert sind. Ganz im Gegensatz zum Sommer, wo man es schon etwas hat schleifen lassen, zumindest ein kleines bisschen, auch wenn sich an die meisten Maßnahmen trotzdem gehalten wurde. Ich denke schon dass wir es in D ohne Lockdown schaffen, abgesehen von vereinzelten regionalen Maßnahmen wie derzeit z. B. in Berchtesgaden.
Ein paar einzelne gibt es natürlich, die das Gegenteil tun. "Wir müssen uns jetzt noch schnell zum feiern treffen, so langs noch geht", hab ich auch schon gehört. Aber ich habe nicht das Gefühl dass das die Mehrheit ist.
ich habe eher das Gefühl, dass trotz vieler Vorsichtsmaßnahmen nix wirklich greift, und das ist frustrierend.
Denke der Treiber ist tatsächlich der private Bereich, die ältere Generation hält sich zurück, die u40 gen feiert auch keine hemmungslosen Partys aber Geburtstage etc finden halt statt und da wirds ja auch mal laut. Ist aber alles verständlich, wir können uns ja nicht jahrelang sozial isolieren...
Beim Großteil der Leute denen ich begegne, hab ich derzeit schon das Gefühl dass sie durch die steigenden Zahlen mittlerweile etwas sensibilisiert sind. Ganz im Gegensatz zum Sommer, wo man es schon etwas hat schleifen lassen, zumindest ein kleines bisschen, auch wenn sich an die meisten Maßnahmen trotzdem gehalten wurde. Ich denke schon dass wir es in D ohne Lockdown schaffen, abgesehen von vereinzelten regionalen Maßnahmen wie derzeit z. B. in Berchtesgaden.
Ein paar einzelne gibt es natürlich, die das Gegenteil tun. "Wir müssen uns jetzt noch schnell zum feiern treffen, so langs noch geht", hab ich auch schon gehört. Aber ich habe nicht das Gefühl dass das die Mehrheit ist.
ich habe eher das Gefühl, dass trotz vieler Vorsichtsmaßnahmen nix wirklich greift, und das ist frustrierend.
Denke der Treiber ist tatsächlich der private Bereich, die ältere Generation hält sich zurück, die u40 gen feiert auch keine hemmungslosen Partys aber Geburtstage etc finden halt statt und da wirds ja auch mal laut. Ist aber alles verständlich, wir können uns ja nicht jahrelang sozial isolieren...
Das passt zu dem was ich oben beschrieben habe. Zumal den allermeisten die ich danach frage nicht klar ist, wie lang das so weitergehen soll - denn eine Impfung schließen die meisten (>90% in meinem Umfeld) quasi kategorisch aus. Auch wenn irgendwelche Umfragen hier ein anderes Bild kennzeichnen. Also das ist demnach nicht das Ziel auf das man steuert, aber was ist es dann? Die ganzen Einschränkungen werden so lange akzeptiert, so lange man ein Ziel hat auf das man hinarbeiten kann, das motiviert. Die Motivation ist wohl längst weg - Quelle: Augen, Ohren, Medien, RKI Statistik.
Und mir gehts - ich betone das jetzt nochmal - hier nicht um meine private Meinung, sondern um eine nüchterne Analyse der täglichen Beobachtung. Und auf dieser Basis sollte man jetzt eine Strategie entwickeln, und nicht stur am Containment festhalten, koste es was es wolle... zumindest sollte man die Strategie mal öffentlich diskutieren und nicht Regierung, Drosten und RKI allein den Weg zeichnen lassen. Demokratie und so
In Deutschland erwacht langsam das Parlament und besinnt sich seiner ureigenen Aufgabe: Deutsche Parlamentarier mucken wegen Corona-Verordnungen auf. In Österreich ist das leider nicht zu erwarten, da sich der Nationalrat traditionell nur als Stimmvieh für bzw gegen die Regierung sieht..