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Was ist denn im privaten Bereich eingeschränkt in China? Fledermaus-Essen?
 
Südtirol schrieb:
noisi schrieb:
Wieso haben wir chinesische Verhältnisse wenn etwas kontrolliert und bestraft wird? Das sind Dinge, die in einem Rechtstaat völlig normal sind.
Weil der private Lebensbereich in westlichen Demokratien typischerweise kaum zu überwachen ist. Ein passendes historisches Beispiel ist das Verbot der Prohibition in den VSA, das im Endeffekt grandios gescheitert ist.
Ich sehe es auch so, dass der Staat in meinen Vier-Wänden wenig (nicht nichts) zu suchen hat. Trotzdem sind diese kein rechtsfreier Raum. Wenn ich in meinen Räumen Kinderpornos drehen würde oder großflächig Drogen kultiviere geht das den Staat sehr wohl etwas an. Das hat mit chinesischen Verhältnissen nichts zu tun.
Ich wüsste aber nicht was an Großhochzeiten in öffentlichen Rämlichkeiten oder an Menschentrauben vor Kneipen privat wäre. In wie vielen Fällen war das Geburtstagskaffeekränzchen von Tante Lieschen Ausgangspunkt eines großflächigen Covid-Ausbruchs?
Ich würde mal behaupten, dass die allerwenigsten Privatmenschen die Möglichkeit haben riesige Partys o.ä. in ihren Privaträumen und dazu noch ohne externe Hilfe zu veranstalten.
 
Was sagen denn die mit dem richtigen Durchblick in dieser Runde nun zu den sich füllenden Krankenhäusern (speziell Belgien und Frankreich, wo es nun flächendeckend knallt)?
Ich dachte, die angeblich infizierten waren alle falsch positiv wegen den vielen Tests?
Schweden war schon durch...?

Erklärungen?
 
Südtirol schrieb:
. Ein passendes historisches Beispiel ist das Verbot der Prohibition in den VSA, das im Endeffekt grandios gescheitert ist.
Wobei die Prohibition genau genommen gar nicht verboten war. :wink:
 
xX_Kilian01_Xx schrieb:
Interessant auch der Vorschlag von Drosten eine Ü-50 bzw. Risikogruppen-Inzidenz einzuführen, welcher aber von der Bundesregierung direkt abgelehnt wurde.

Wenn so ein Vorschlag nun selbst schon von Drosten kommt! Wäre sehr sinnvoll gewesen. Durchseuchung der Jungen wäre dies ja zu einem gewissen Grad.

Aber klar das die Regierung das abbügelt, warum auch mal die Strategie anpassen. Die Umfragewerte sind ja noch hoch genug. Und alles laut Söder alternativlos.


Verschoben / Mod. schmidti
 
Habe bis jetzt nur die Überschrift unter Paywallartikeln gesehen; wo findet man seine Idee ohne Kosten?
 
Pistencruiser schrieb:
Südtirol schrieb:
. Ein passendes historisches Beispiel ist das Verbot der Prohibition in den VSA, das im Endeffekt grandios gescheitert ist.
Wobei die Prohibition genau genommen gar nicht verboten war. :wink:
Sprache ist manchmal unlogisch, "pro" assoziiert man doch unterbewusst mit etwas Erlaubtem...
 
Pancho schrieb:
Oder anders ausgedrückt, ich wiederhole mich wiederholt:

Der Weg der geringsten Opfer ist identisch mit dem Weg des geringsten wirtschaftlichen Schadens. Den Widerspruch gibt es nicht.

Was für ein Traumtänzer!!!

Der Glaube stirbt zuletzt :!:
 
Pancho schrieb:
Was sagen denn die mit dem richtigen Durchblick in dieser Runde nun zu den sich füllenden Krankenhäusern (speziell Belgien und Frankreich, wo es nun flächendeckend knallt)?
Ich dachte, die angeblich infizierten waren alle falsch positiv wegen den vielen Tests?
Schweden war schon durch...?

Erklärungen?
Die melden sich wie üblich erst dann wieder wenn man es in DE/AT/CH geschafft hat durch unpopuläre Maßnahmen die Infenktionen so weit zu drücken, dass zu jedem Zeitpunkt ausreichend medizinische Kapazität zur Verfügung steht und beklagen dann, dass die Maßnahmen, vor allem die, die ihre persönliche Freiheit eingeschränkt haben, unverhältnismäßig und überzogen waren und die Auswirkungen nun größer sind als der Schaden durch die Covidfälle selbst. Nebenbei wird immer wiederholt, das die Sutuation mit derer anderer Länder nicht vergleichbar war und man deshalb falsch reagiert hat.
Paradoxerweise werden manche Argumente auch wieder genauso richtig sein wie die Lottozahlen von letzter Woche oder die Erkenntniss, das der Wetterbericht mal wieder daneben lag.
Und selbst die wenigen, die konstruktiv umsetzbare alternative Vorschläge formulieren werden sich in ihrer Kritik bestätigt fühlen, da es wieder keinen Beweis gibt dass diese besser gewesen wären.
Hatten wir doch alles schon, warum sollte es diesmal anders laufen?

Ach so, wenn es diesmal nicht so glimpflich verläuft, dann besteht ja immer noch die Möglichkeit das Lager zu wechseln und zu kritisieren, das man viel zu spät und zu lasch reagiert hat und es ja schon immer gewusst hat, das man die Dinge ernster nehmen muss....
 
Habe bis jetzt nur die Überschrift unter Paywallartikeln gesehen; wo findet man seine Idee ohne Kosten?

Zum Beispiel hier: https://www.n-tv.de/wissen/Waere-U50-Inzidenz-der-bessere-Massstab-article22118260.html

Wenn so ein Vorschlag nun selbst schon von Drosten kommt! Wäre sehr sinnvoll gewesen. Durchseuchung der Jungen wäre dies ja zu einem gewissen Grad.

Das stimmt ja so nicht - zumindest lese ich das so nicht raus. Er will nur messen, wie hoch der Anteil derer ist, die über 50 sind. Damit will er erkennen, was auf das Gesundheitssystem zukommt, weil davon ausgegangen wird, dass die Zahl dieser Personengruppe hauptverantwortlich für die Belastung des Gesundheitssystems ist.
Im Endeffekt ist das eine Kennzahl als Vorstufe für die Belegung der Krankenbetten. Nach den Erfahrungen der letzten Monaten aus meiner Sicht eine sehr logische und sinnvolle Zahl, um steuern zu können. Denn wir sind uns denke ich einig, dass eine hohe Anzahl (über-)voller Krankenhäuser ein Problem für alle sind.
 
carverboy schrieb:
Habe bis jetzt nur die Überschrift unter Paywallartikeln gesehen; wo findet man seine Idee ohne Kosten?

Zum Beispiel hier: https://www.n-tv.de/wissen/Waere-U50-Inzidenz-der-bessere-Massstab-article22118260.html

Wenn so ein Vorschlag nun selbst schon von Drosten kommt! Wäre sehr sinnvoll gewesen. Durchseuchung der Jungen wäre dies ja zu einem gewissen Grad.

Das stimmt ja so nicht - zumindest lese ich das so nicht raus. Er will nur messen, wie hoch der Anteil derer ist, die über 50 sind. Damit will er erkennen, was auf das Gesundheitssystem zukommt, weil davon ausgegangen wird, dass die Zahl dieser Personengruppe hauptverantwortlich für die Belastung des Gesundheitssystems ist.
Im Endeffekt ist das eine Kennzahl als Vorstufe für die Belegung der Krankenbetten. Nach den Erfahrungen der letzten Monaten aus meiner Sicht eine sehr logische und sinnvolle Zahl, um steuern zu können. Denn wir sind uns denke ich einig, dass eine hohe Anzahl (über-)voller Krankenhäuser ein Problem für alle sind.

Naja aber wenn man diese Kennzahl hernimmt statt der aktuellen Inzidenz, und diese wäre ja im Moment deutlich geringer, dann legt man wieder den Fokus auf die Krankenhausauslastung und gibt Infektionen bei unter 50-Jährigen ein geringeres Gewicht, lässt also mehr davon zu.
 
Naja aber wenn man diese Kennzahl hernimmt statt der aktuellen Inzidenz, und diese wäre ja im Moment deutlich geringer, dann legt man wieder den Fokus auf die Krankenhausauslastung und gibt Infektionen bei unter 50-Jährigen ein geringeres Gewicht, lässt also mehr davon zu.
Ich denke nicht, dass die Zahl STATT, sondern zusätzlich berücksichtigt wird. Spricht ja auch nichts dagegen...
 
carverboy schrieb:
Wenn so ein Vorschlag nun selbst schon von Drosten kommt! Wäre sehr sinnvoll gewesen. Durchseuchung der Jungen wäre dies ja zu einem gewissen Grad.

Das stimmt ja so nicht - zumindest lese ich das so nicht raus.

Das hast du offensichtlich ganz richtig verstanden. Klar wird es auf jeden Fall, wenn man seine letzten Tweets dazu abruft:

Hier die 5-teilige Stellungnahme, Auszüge:
Ein meinungsstarkes Interview mit Klaus Stöhr, das bisher wenig beachtet wurde. Auch wenn ich mit einigen Aspekten nicht übereinstimme
[...]
Die Argumentation steht nur auf den ersten Blick dem #GreatBarringtonMemorandum nahe ("Risikogruppen abschirmen"), denn es wird gleichzeitig davor gewarnt, das Virus laufen zu lassen. Insofern sollte der Beitrag hier nicht wieder eine Diskussion über "Herdenimmunität ja oder nein" provozieren. Ich verstehe das Interview vielmehr als Warnung vor einer all zu optimistischen Erwartung an Eindämmungsmöglichkeiten. Am Ende bleibt dann die Frage: Was tun, wenn man nicht mehr alle Infektionen kontrollieren kann.
[...]

Zwei Tage zuvor am 19.10. noch in aller Klarheit:
Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie
"Mit Sorge nehmen wir zur Kenntnis, dass erneut die Stimmen erstarken, die als Strategie der Pandemiebekämpfung auf die natürliche Durchseuchung großer Bevölkerungsteile mit dem Ziel der Herdenimmunität setzen."
 
Tyrolens schrieb:
Innsbruck macht so etwas:

https://covidibk-1-magibk.hub.arcgis.com/

Wie man sieht, können junge Rentner am besten auf sich achten. ;)

Sollte man halt mit der Altersverteilung vergleichen. Innsbruck hat, auch gerade mit Nebenwohnsitzen) sehr viele 20 bis 29 jährige Bewohner:

https://www.innsbruck.gv.at/data.cfm?vpath=redaktion/ma_i/allgemeine_servicedienste/statistik/dokumente38/bevoelkerung/bevoelkerungsstand/alterspyramidenpdf

Wie Studenten ohne fixen Wohnsitz in Österreich (und von denen gibt es einige) in der Statistik auftauchen ist auch eine offene Frage. Ich habe beim Land im März angefragt wie Menschen ohne Wohnsitz in Österreich in der Covid-Statistik auftauchen, aber die Antworten waren sehr ausweichen.
 
Pancho schrieb:
Was sagen denn die mit dem richtigen Durchblick in dieser Runde nun zu den sich füllenden Krankenhäusern (speziell Belgien und Frankreich, wo es nun flächendeckend knallt)?
Ich dachte, die angeblich infizierten waren alle falsch positiv wegen den vielen Tests?
Schweden war schon durch...?

Erklärungen?

Ich weiß nicht, woher du die Behauptung hast dass es "in Frankreich flächendeckend knallt". Es gibt von F ganz offizielle Statistiken hier: https://mapthenews.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/5df19abcf8714bc590a3b143e14a548c

In der 1. Welle waren dort über 7.000 Coronapatienten auf der Intensivstation, gegenwärtig sind es 2.310. Die Kapazität, wenn hochgefahren, für Coronapatienten beträgt 12.000.

Da ist man also weit davon entfernt.

(D ist übrigens in Sachen Intensivkapazitäten auch pro 100.000 Einwohner der Spitzenreiter in Europa, mit 33,9. Ö und die Schweiz haben etwa 25, während Länder wie Spanien, Italien, GB und Holland miserable Werte zwischen 5 und 11 aufweisen.)
Ich muss daher in diesem Zusammenhang eindringlich vor pauschalisierenden Medienberichten warnen. Da wird häufig ein Bericht aus EINEM Krankenhaus in einem bestimmten Land gesendet und dann die Gesamtzahlen verschwiegen.
 
hch schrieb:
Sollte man halt mit der Altersverteilung vergleichen. Innsbruck hat, auch gerade mit Nebenwohnsitzen) sehr viele 20 bis 29 jährige Bewohner:

https://www.innsbruck.gv.at/data.cfm?vpath=redaktion/ma_i/allgemeine_servicedienste/statistik/dokumente38/bevoelkerung/bevoelkerungsstand/alterspyramidenpdf

Wie Studenten ohne fixen Wohnsitz in Österreich (und von denen gibt es einige) in der Statistik auftauchen ist auch eine offene Frage. Ich habe beim Land im März angefragt wie Menschen ohne Wohnsitz in Österreich in der Covid-Statistik auftauchen, aber die Antworten waren sehr ausweichen.

Wobei die absoluten Zahlen sowieso wichtiger sind.

In der Tiroler Statistik gibt es eine Zeile mit Gemeinde "unbekannt".

https://experience.arcgis.com/experience/d225672c788d4847b231f1283d63aead/page/page_2/
 
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