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valdebagnes schrieb:
https://www.spiegel.de/politik/deut...srufen-a-271b0379-2821-49fb-ace6-d09379aa4022
"Bayern setzt bei der Kontrolle von Verstößen gegen die Kontaktbeschränkung in Privatwohnungen auf Hinweise und Anzeigen von Nachbarn. Es handle sich um ein ähnliches Vorgehen wie bei Ruhestörungen, sagt Ministerpräsident Markus Söder nach einer Kabinettssitzung in München. Auch bei Ruhestörungen fordere die Polizei die Betreffenden zunächst auf, sich anders zu verhalten."
Auch wenn ich vieles befürworte, dass halte ich für einen Fehlgriff aus längst vergangen geglaubten Zeiten
Ich sag das umwunden, ich finde das auch schei...
Aber es gibt einfach auch Dummköpfe und Ignoranten denen man nicht anders bei kommt.
Aber wohl ist einem dabei nicht. Denke aber das geht jedem so.


Gruß!
der Joe
 
icedtea schrieb:
Zweitens frage ich mich immer noch, ob das nicht vermeidbar gewesen wäre, wenn sich ein noch größerer Teil unserer Bevölkerung an die (aus meiner Sicht weitgehend "harmlosen") Maßnahmen wie Abstand halten, Kontakte nicht ausufern lassen, Maske tragen wo geboten etc., gehalten hätte.
Bestimmt. Das hat Jan oben allerdings so schön beschrieben, dass ich meinen Beitrag jetzt mal drastisch kürze.

icedtea schrieb:
Für mein gewiss nicht kleines Umfeld mit u.a. auch Vereinssport kann ich sagen; es hatte bisher funktioniert und es funktioniert immer noch;
Da kann ich dir nur in Teilen zustimmen:

icedtea schrieb:
eine Infektion im weiteren Familienumfeld und eine Infektion im ganz weiten Bekanntenumfeld, die dann auch nicht mehr weitergetragen wurden.
Hier hat es vermutlich funktioniert (oder die infizierte Person war jeweils im infektiösen Zeitraum zufällig isoliert, einsamer Urlaub oder so).

icedtea schrieb:
Ein paar Verdachtsfälle in Schule und Jugendfußball, aber durch die Hygienekonzepte auch immer weitgehend folgenlos. Essen gehen mit der Familie bei unseren Stammlokalen mit Abstand, Hygienekonzept etc. Alles kein Problem.
Das ist ein Trugschluss: Wenn kein Infektiöser anwesend war, kannst du nicht wissen, wie dicht oder löchrig ein Hygienekonzept war. Wir hatten die ganze Zeit eine niedrige Inzidenz, also wenig Druck auf dem Kessel. Wie gut die Maßnahmen wirklich funktionieren, erfahren wir jeweils nur, wenn
  1. genug Infizierte anwesend sind, und
  2. Übertragungen zugeordnet werden können.

Gerade der 2. Punkt ist kritisch: Wer kann schon sagen, welche Kontakte er im anonymen öffentlichen Raum vor etwa 10 Tagen hatte? Mit Glück jemand, der sonst nie unterwegs ist und an einem fraglichen Zeitpunkt eine Ausnahme hatte...

Fazit: In vielen Fällen war es einfach der glückliche Zufall, der trotz löchriger Maßnahmen eine Ausbreitung verhindert hat. Aus Sicht des Virus: falsche Zeit, falscher Ort.

scratch schrieb:
Wobei ich die Ausnahme für Gottesdienste nicht nachvollziehen kann. Gerade dort gab es doch schon hin und wieder Infektionen,
Ganz genau. Mein persönlicher Eindruck ist, dass in D die grundgesetzlich (zu Recht) garantierte freie Religionsausübung gelegentlich verwechselt wird mit einer Pflicht zur Religionsförderung. Ich kann keinen sachlichen Grund erkennen, Gottesdienste gegenüber anderen sozialen Zusammenkünften zu bevorzugen. Aus meiner Sicht steht dem Staat diese Wertung nicht zu.

Ansonsten habe ich Verständnis dafür, dass die Maßnahmen niemals chirurgisch präzise sein können. Anstatt Ideallösungen für sich selbst von Anderen zu fordern, wäre die Frage der Stunde eher: Was kann ich (noch) dazu beitragen, den Schaden zu begrenzen?

Bleibt gesund!
 
valdebagnes schrieb:
https://www.spiegel.de/politik/deut...srufen-a-271b0379-2821-49fb-ace6-d09379aa4022
"Bayern setzt bei der Kontrolle von Verstößen gegen die Kontaktbeschränkung in Privatwohnungen auf Hinweise und Anzeigen von Nachbarn. Es handle sich um ein ähnliches Vorgehen wie bei Ruhestörungen, sagt Ministerpräsident Markus Söder nach einer Kabinettssitzung in München. Auch bei Ruhestörungen fordere die Polizei die Betreffenden zunächst auf, sich anders zu verhalten."
Auch wenn ich vieles befürworte, dass halte ich für einen Fehlgriff aus längst vergangen geglaubten Zeiten

Es müsste bei mir schon sehr arg kommen, bevor ich an sowas auch nur denken würde; braucht man so wirklich nicht :!:
 
valdebagnes schrieb:
https://www.spiegel.de/politik/deut...srufen-a-271b0379-2821-49fb-ace6-d09379aa4022
"Bayern setzt bei der Kontrolle von Verstößen gegen die Kontaktbeschränkung in Privatwohnungen auf Hinweise und Anzeigen von Nachbarn. Es handle sich um ein ähnliches Vorgehen wie bei Ruhestörungen, sagt Ministerpräsident Markus Söder nach einer Kabinettssitzung in München. Auch bei Ruhestörungen fordere die Polizei die Betreffenden zunächst auf, sich anders zu verhalten."

Auch wenn ich vieles befürworte, dass halte ich für einen Fehlgriff aus längst vergangen geglaubten Zeiten

Das ist aber so was von daneben, schlimmer geht es ja kaum. Schon mal überlegt, was das mit unserer Gesellschaft macht? Wenn die Polizei kommt und man dann rund um seine Nachbarn verdächtigen kann, wer einen jetzt rangehängt hat? Das gibt ein Klima das kein vernünftiger Mensch will.

Dass wir uns nicht missverstehen, auch ich bin der Meinung, dass sich jeder an die Regeln halten sollte. Deshalb hätte ich auch nichts dagegen einzuwenden, dass jemand die Polizei verständigt wenn irgendwo im großen Stil eine Party gefeiert wird. Und zugegeben, festzulegen wo man da die Grenze zieht ist extrem schwierig. Aber dieser Aufruf zur allgemeinen Denunziation macht unsere Gesellschaft kaputt und hinterlässt Gräben, die zuzuschütten kaum mehr möglich sein wird.
 
scratch schrieb:
Tyrolens schrieb:
Wer geht denn heute noch in die Kirche?

Und ehrlich? Je härter der lockdown, desto schneller ist er wieder vorbei. In Tirol sind die Zahlenberge schon nach 14 Tage in sich zusammen gebrochen.

Du wirst es kaum glauben, aber bei uns auf dem Land in Bayern gehen schon noch einige (vor allem ältere) regelmäßig in die Kirche....das sind auch nicht nur 5-10, die sich dann breit verteilen.

Es gilt ja dann auch für Moscheen, Orthodoxe Kirchen und Tempel, die je nach Region größere und sehr aktive Communities haben.
 
schwabenzorro schrieb:
Dass wir uns nicht missverstehen, auch ich bin der Meinung, dass sich jeder an die Regeln halten sollte. Deshalb hätte ich auch nichts dagegen einzuwenden, dass jemand die Polizei verständigt wenn irgendwo im großen Stil eine Party gefeiert wird. Und zugegeben, festzulegen wo man da die Grenze zieht ist extrem schwierig. Aber dieser Aufruf zur allgemeinen Denunziation macht unsere Gesellschaft kaputt und hinterlässt Gräben, die zuzuschütten kaum mehr möglich sein wird.
Genau
Darin liegt das Problem. ein Ministerpräsident (wenn er es denn so gesagt hat) ruft zum denunzieren auf.
Nicht das was, sondern das wer ist das Problem.

Gruß!
der Joe
 
In Niedersachsen wurde die Sperrstunde sowie das Verbot für einen Außerhausverkauf von Alkohol gekippt: https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-donnerstag-153.html#Gericht-kippt-Sperrstunde-in-Niedersachsen
[url=https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-donnerstag-153.html#Gericht-kippt-Sperrstunde-in-Niedersachsen schrieb:
Tagesschau.de[/url]"]Das niedersächsischen Oberverwaltungsgericht (OVG) hat vorläufig die nächtliche Sperrstunde für Gastronomen und das Verbot für einen Außerhausverkauf von Alkohol gekippt. Wie das Gericht in Lüneburg mitteilte, gab es mit seinem im gesamten Bundesland geltenden Beschluss der Klage einer Barbeitreiberin aus Delmenhorst statt. Dieser ist demnach nicht mehr anfechtbar.

Die konkrete Ausgestaltung der Regelungen zur Sperrstunde und zum Verbot des Außerhausverkaufs von Alkohol durch gastronomische Betriebe in der zuletzt am 22. Oktober veränderten Fassung der landeseigenen Corona-Verordnung stellten "keine notwendigen infektionsrechtlichen Schutzmaßnahmen" dar, teilte das Gericht mit.

Ich würde deshalb stark in Frage stellen, ob das in den anderen Bundesländern vor Gerichten Stand halten würde. Aber ab nächster Woche ist es ja nun auch egal, ob es eine Sperrstunde gibt oder nicht, wenn die betreffenden Betriebe eh geschlossen haben müssen. Und generell würde ich auch die Wirkung einer Sperrstunde in Frage stellen. Wenn ich das richtig im Überblick habe - korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege -, haben in Österreich genau drei Länder eine Sperrstunde: Vorarlberg, Tirol und Salzburg. Merkwürdigerweise haben genau diese drei Bundesländer die höchsten Inzidenzen in Österreich. Muss natürlich nicht zusammenhängen, aber ein bisschen "interessant" ist diese Kombination schon...

Was geht eigentlich im Bezirk Schwaz ab? Da steigt die Inzidenz ja fast jeden Tag um 100. Derzeit bei 715: https://orf.at/corona/daten/bezirke
Bei knappen 84.000 Einwohnern 600 neue Fälle in den letzten sieben Tagen 8O...
 
schwabenzorro schrieb:
valdebagnes schrieb:
https://www.spiegel.de/politik/deut...srufen-a-271b0379-2821-49fb-ace6-d09379aa4022
"Bayern setzt bei der Kontrolle von Verstößen gegen die Kontaktbeschränkung in Privatwohnungen auf Hinweise und Anzeigen von Nachbarn. Es handle sich um ein ähnliches Vorgehen wie bei Ruhestörungen, sagt Ministerpräsident Markus Söder nach einer Kabinettssitzung in München. Auch bei Ruhestörungen fordere die Polizei die Betreffenden zunächst auf, sich anders zu verhalten."

Auch wenn ich vieles befürworte, dass halte ich für einen Fehlgriff aus längst vergangen geglaubten Zeiten

Das ist aber so was von daneben, schlimmer geht es ja kaum. Schon mal überlegt, was das mit unserer Gesellschaft macht? Wenn die Polizei kommt und man dann rund um seine Nachbarn verdächtigen kann, wer einen jetzt rangehängt hat? Das gibt ein Klima das kein vernünftiger Mensch will.

Dass wir uns nicht missverstehen, auch ich bin der Meinung, dass sich jeder an die Regeln halten sollte. Deshalb hätte ich auch nichts dagegen einzuwenden, dass jemand die Polizei verständigt wenn irgendwo im großen Stil eine Party gefeiert wird. Und zugegeben, festzulegen wo man da die Grenze zieht ist extrem schwierig. Aber dieser Aufruf zur allgemeinen Denunziation macht unsere Gesellschaft kaputt und hinterlässt Gräben, die zuzuschütten kaum mehr möglich sein wird.

Da bin ich wirklich mal absolut bei dir. Ich hoffe, dass dieser Aufruf ignoriert wird.
 
Ja, aber in Schwaz ist das schon extrem mit einer 7 Tage Inzidenz von 715. Sogar den Landesrat Geisler hat es erwischt. Ich habe die Vermutung, dass die ganzen Almabtriebe zur Verbreitung gut beigetragen haben. Wenn man bedenkt: Ein Kaff wie Tux hat 31 Fälle.
 
Jan Tenner schrieb:
...
Das würde ich übrigens als "Lernen mit Corona zu leben" verstehen...

Hi,

besten Dank für diesen wunderbaren Satz. Ich bin sonst nicht immer mit deinen (aggressiven?) Äusserungen einverstanden, aber dies trifft es perfekt auf den Punkt. Und ich wäre froh, wenn dieser Schalter bei der Bevölkerung so schnell wie möglich umgelegt wird. Ich habe ehrlich gesagt keine Lust auf ein permanentes Fernstudium...
Und bevor mir jetzt einer kommt, dass man bei entsprechender Unterrichtsgestaltung denselben Inhalt vermitteln kann:
Gemäss Rückmeldung unserer Dozenten kann in einer Stunde Fernunterricht in Etwa derselbe Inhalt präsentiert werden, wie in ca. 40 Minuten Präsenz. Dies, weil in der Ferne der Rege Austausch unter den Studenten fehlt, gerade auch in den Pausen.
Und jetzt wo wir gerade so fertig sind mit Rückständen aufzuholen, geht's wieder von vorne los. Danke aber auch... :evil: :tot: .

Gruss
 
Pancho schrieb:
schwabenzorro schrieb:
valdebagnes schrieb:
https://www.spiegel.de/politik/deut...srufen-a-271b0379-2821-49fb-ace6-d09379aa4022


Auch wenn ich vieles befürworte, dass halte ich für einen Fehlgriff aus längst vergangen geglaubten Zeiten

Das ist aber so was von daneben, schlimmer geht es ja kaum. Schon mal überlegt, was das mit unserer Gesellschaft macht? Wenn die Polizei kommt und man dann rund um seine Nachbarn verdächtigen kann, wer einen jetzt rangehängt hat? Das gibt ein Klima das kein vernünftiger Mensch will.

Dass wir uns nicht missverstehen, auch ich bin der Meinung, dass sich jeder an die Regeln halten sollte. Deshalb hätte ich auch nichts dagegen einzuwenden, dass jemand die Polizei verständigt wenn irgendwo im großen Stil eine Party gefeiert wird. Und zugegeben, festzulegen wo man da die Grenze zieht ist extrem schwierig. Aber dieser Aufruf zur allgemeinen Denunziation macht unsere Gesellschaft kaputt und hinterlässt Gräben, die zuzuschütten kaum mehr möglich sein wird.

Da bin ich wirklich mal absolut bei dir. Ich hoffe, dass dieser Aufruf ignoriert wird.

Ich hatte ja immer gedacht, Stasi 2.0 würde aus dem linken Lager kommen, dass gerade Kaiser Söder sowas fördert/fordert lässt mich gerade zweifeln. *g

@pancho: Was denkst du denn? Wir sind in Deutschland, dem Land der Dichter und Nachbarschaftsstreitigkeiten. Lass es "auf dem Dorf" zum Großteil ohne solches Anschwärzen gehen (allein, weil man nicht weiß, ob seine Katze den nächsten Tag noch lebt :mrgreen: ), aber besonders in Städten befürchte ich, dass ganz dreckige Wäsche gewaschen wird. Leute, die einem schon immer nicht passten, die immer zu weit links parkten, die nie die Haustür leise schließen können, die Schwarzen, die bestimmt eh Drogen verkaufen, alles Leute, die BESTIMMT Parties feiern und sich nicht an die Vorgaben halten...Schnell mal die Grünen rufen!

Es wird einen Haufen Menschen geben, die jetzt viel Zeit haben und endlich ihre Machtkomplexe ausleben können. Ging es nicht schon im Frühjahr durch die Medien, dass in Meck-Pomm Autos mit fremden Kennzeichen beschmiert wurden, Zettel an Scheibenwicher geklemmt wurden, dass man bitte in seinen Hotspot abzuhauen habe? Glaub mir, es wird diese Leute geben, zu hauf!
Und ja, ich sage das ganz ehrlich, wer mich grundlos denunziert, der erntet den Sturm. Ein solches Verhalten darf nicht toleriert werden, auch wenn staatliche Organe es fordern. Nennt es Aufforderung zu Ungehorsam oder zu Gewalt, es ist ist mir egal, eine Stasi 2.0 muss mit allen Mitteln verhindert werden!

EDITH SAGT:

Nur damit das richtig verstanden wird... Nennt mich hoffnungslosen Romantiker, blinden Liberalen, Demokratie-Fantast, aber genau diese Demokratie will ich schützen. Sie muss schon mit genug Angriffen klarkommen, von rechts, von links, von ganz rechts, von fehlgeleiteten Esoterikern usw. Das alles muss die Demokratie aushalten, das alles kann die Demokratie aushalten, wenn wir sie schützen. Wenn wir aber in der Mitte der Gesellschaft beginnen, das Fundament unserer Demokratie zu untergraben, dann wird der Druck von den Rändern irgendwann ausreichen, um den Turm zu Fall zu bringen.

Niemand sagt, dass man gegen eine Party mit 20 Leuten in der momentanen Situation nicht sagen darf, dass durfte man bei Ruhestörung u.ä. bisher auch. Aber wenn die vorhin angesprochenen 3 Arbeitskollegen beim Feierabendbier von den Nachbarn angeschwärzt werden, dann ist eine Verhältnismäßigkeit überschritten, die nicht überschritten werden darf.
 
nomad schrieb:
Und ja, ich sage das ganz ehrlich, wer mich grundlos denunziert, der erntet den Sturm. Ein solches Verhalten darf nicht toleriert werden, auch wenn staatliche Organe es fordern. Nennt es Aufforderung zu Ungehorsam oder zu Gewalt, es ist ist mir egal, eine Stasi 2.0 muss mit allen Mitteln verhindert werden!
Du schützt keine Demokratie mit Selbstjustiz, wenn das so zu verstehen sein sollte.

Und der Stasi-Vergleich hinkt: Die Stasi war ja staatlich organisierte Massenüberwachung. Hier geht es, wenn ich es positiv auslege, um Hinweise aus der Bevölkerung, weil der Staat ja gerade keine flächendeckende Kontrolle leisten kann und will. Grundloses Denunziantentum will wohl niemand. Aber auch keine Bürgerverantwortung (ohne irgendwelche düstere Agenda)? Bei Einbrechern würden wir sofort die Polizei rufen. Bei Gesundheitsgefährdern nicht?
 
Also ich habe das von Söder in der PK ehrlich gesagt anders verstanden.

Meiner Meinung nach meinte er auf die Frage ob im privaten Bereich auch kontrolliert werde : Kontrollen im privaten Bereich sein ein heikles Thema. Da handle man wie die Beschlüsee vom Bund. Wenn die Polizei aber eh vor Ort ist wegen einer Ruhestörung etc., dann werde man natürlich die Coronabestimmungen auch kontrollieren. Denn prinzipiell gelten diese privat als auch öffentlich.
 
valdebagnes schrieb:
https://www.spiegel.de/politik/deut...srufen-a-271b0379-2821-49fb-ace6-d09379aa4022
"Bayern setzt bei der Kontrolle von Verstößen gegen die Kontaktbeschränkung in Privatwohnungen auf Hinweise und Anzeigen von Nachbarn. Es handle sich um ein ähnliches Vorgehen wie bei Ruhestörungen, sagt Ministerpräsident Markus Söder nach einer Kabinettssitzung in München. Auch bei Ruhestörungen fordere die Polizei die Betreffenden zunächst auf, sich anders zu verhalten."
Auch wenn ich vieles befürworte, dass halte ich für einen Fehlgriff aus längst vergangen geglaubten Zeiten

Das wird zeigen, ob die Gesellschaft (vor allem die Dorfgemeinschaften) wirklich solidarisch ist oder so asozial, dass wegen jedem Mist der Nachbar denunziert wird (und ich meine keine Partys mit dutzenden Leuten), könnte Nachbarschaftsstreits ziemlich interessant machen...wenn beide "Kriegsparteien" dann wetteifern können, wer mehr Besuch von der Polizei bekommt. :rolleyes:

Ich hoffe auch, dass der Appell Söders ignoriert wird....auch wenn ich da so meine Zweifel habe. :nein:

Neandertaler schrieb:
Und hier ist sie schon, Katastrophenalarm in Bayern:
Strenge Kontaktbeschränkungen auch in Privaträumen
Zudem sollen ab dem 2. November in Bayern noch strengere Kontaktbeschränkungen gelten als von Bund und Ländern vereinbart - nämlich ausdrücklich auch in Privaträumen. Auch werden bis Ende November Veranstaltungen aller Art untersagt und nicht nur solche, die der Unterhaltung dienen. Ausnahmen gelten nur für Gottesdienste und Demonstrationen, hat das bayerischen Kabinett beschlossen.
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/corona-pandemie-bayern-will-katastrophenfall-ausrufen-a-271b0379-2821-49fb-ace6-d09379aa4022
Wer hätte es gedacht.....

Ich bin entzückt!

Edit:

Aus den Kommentaren dazu:
Ice_cube
vor 4 Minuten
Alles schön und gut! Was aber absolut unverständlich ist: „Ausnahmen gelten nur für Gottesdienste…“. Was ist an Gottesdienste Systemrelevant? Oder wurde es so ausgewürfelt? Es gab da ja auch schon einige Superspreader Events bei Gottesdiensten…

harfoen
vor 2 Minuten
Söder hat die Situation glasklar erkannt. Mit ihm als Ministerpräsident hilft in Bayern nur noch beten

Herrlich....

Was ich nicht verstehe, ich les nirgends etwas von Ausgangsbeschränkungen....Söder wird doch nicht gegen seine eigenen Ideale (so radikal wie möglich, egal ob verhältnismäßig oder nicht und vor allem, immer deutlich härter als alle anderen Länder) verstoßen. :D

... Wobei ich allerdings erfreut wäre, wenn es wirklich keine Ausgangsbeschränkung geben würde.
 
christopher91 schrieb:
Also ich habe das von Söder in der PK ehrlich gesagt anders verstanden.

Meiner Meinung nach meinte er auf die Frage ob im privaten Bereich auch kontrolliert werde : Kontrollen im privaten Bereich sein ein heikles Thema. Da handle man wie die Beschlüsee vom Bund. Wenn die Polizei aber eh vor Ort ist wegen einer Ruhestörung etc., dann werde man natürlich die Coronabestimmungen auch kontrollieren. Denn prinzipiell gelten diese privat als auch öffentlich.

Gut, das ist tatsächlich ein anderer Kontext.
 
Also, ich werde weiterhin 5 mal pro Woche an Massenveranstaltungen teilnehmen. :roll:
Bisher ist nichtmal der Sportunterricht ausgesetzt. (Wenn da nicht was kommt, muss in den Schülern erklären, warum sie vormittags in der Gruppe Sport machen müssen, Nachmittags aber nicht dürfen.)

Das mit den Restaurants verstehe ich nicht. Haben die keine Fenster? Wenn man einfach alle 20 Minuten die Fenster aufreißt, verbreiten sich Viren doch nicht. :?:

Kirchen bleiben geöffnet, wegen der Religionsfreiheit. Wenn ich an das fliegende Spaghettimonster glaube und Rudelsaufen zu den Ritualen meiner Gemeinde gehört, können wir uns mit 30 Leuten treffen, oder?

(Man merkt nicht, dass ich gerade etwas genervt bin, oder? ODER?)
 
Schusseligkite schrieb:
Also, ich werde weiterhin 5 mal pro Woche an Massenveranstaltungen teilnehmen. :roll:
Bisher ist nichtmal der Sportunterricht ausgesetzt. (Wenn da nicht was kommt, muss in den Schülern erklären, warum sie vormittags in der Gruppe Sport machen müssen, Nachmittags aber nicht dürfen.)

Das mit den Restaurants verstehe ich nicht. Haben die keine Fenster? Wenn man einfach alle 20 Minuten die Fenster aufreißt, verbreiten sich Viren doch nicht. :?:

Kirchen bleiben geöffnet, wegen der Religionsfreiheit. Wenn ich an das fliegende Spaghettimonster glaube und Rudelsaufen zu den Ritualen meiner Gemeinde gehört, können wir uns mit 30 Leuten treffen, oder?

(Man merkt nicht, dass ich gerade etwas genervt bin, oder? ODER?)

Wenn's dich beruhigt. Geht uns nicht anders hier. In unserem Kanton sind alle Sportanlagen und Fitnessstudios usw. zu. Vom Bund aus dürfen Fussball, Eishockey, Unihockey und Handball (Volleyball bin ich mir nicht sicher) in der 1. und je nachdem 2. Liga noch spielen. Bis 16 Jahre dürfen die Kinder trainieren, die ab 16 nicht mehr. Bei uns im Kanton nicht, sprich, sollte irgendwann die Liga wieder losgehen, dann sind unsere Jugendmannschaften benachteiligt, weil sie nicht trainieren dürfen.
Reiter, die ja wirklich genug Abstand haben, normalerweise draussen abreiten und dann mit max. 2 Reitern im Parcours in der Halle sind, dürfen ihren Sport nicht ausüben, auch wenn sie Profis sind.

Man könnte noch x-Beispiele nennen, aber das was dich, mich und viele andere so wütend macht, sind die nicht nachvollziehbaren Regelungen, die willkürlich erscheinen.
 
Pancho schrieb:
christopher91 schrieb:
Also ich habe das von Söder in der PK ehrlich gesagt anders verstanden.

Meiner Meinung nach meinte er auf die Frage ob im privaten Bereich auch kontrolliert werde : Kontrollen im privaten Bereich sein ein heikles Thema. Da handle man wie die Beschlüsee vom Bund. Wenn die Polizei aber eh vor Ort ist wegen einer Ruhestörung etc., dann werde man natürlich die Coronabestimmungen auch kontrollieren. Denn prinzipiell gelten diese privat als auch öffentlich.

Gut, das ist tatsächlich ein anderer Kontext.
Ja nun, das ist die harmlose Interpretation. In der Welt klingt das so:
Bayern setzt bei der Kontrolle von Verstößen gegen die Kontaktbeschränkung in Privatwohnungen auf Hinweise und Anzeigen von Nachbarn. Es handle sich um ein ähnliches Vorgehen wie bei Ruhestörungen, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Kabinettssitzung in München. Auch bei Ruhestörungen fordere die Polizei die Betreffenden zunächst auf, sich anders zu verhalten.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article218891442/Coronavirus-in-Bayern-Soeder-will-Kontaktregeln-verschaerfen.html
Das ist was ganz anderes. Aber klingen hätte es so müssen:

Ich will nicht, das die Nachbarn sich gegenseitig verpetzen. Ich will auch nicht, das die Polizei wegen Ruhestörungen auf Grund privater Feiern ausrücken muss. Halten sie sich dran, dann sind wir hoffentlich das alles bald wieder los.

Nur so, wie das in diesem Artikel formuliert zeigt das sehr deutlich, das Herr Söder als Kanzler nicht geeignet ist. Alleine der Gedanke an so etwas disqualifiziert ihn dafür.

Daher heißt es jetzt, nicht nur das Virus in Schach halten sondern auch noch den Herrn Söder. Ich glaube, bei dem Virus ist das einfacher.
 
Sehr interessante Übersicht über verschiedene Szenarien der Ausbreitung des Coronavirus in Räumen, Restaurants/Bars und in Klassenräumen und was den größtmöglichen Schutz bringt. Mund-Nasen-Schutz bringt zum Teil etwas, den größten Effekt hat aber das Lüften:

https://english.elpais.com/society/2020-10-28/a-room-a-bar-and-a-class-how-the-coronavirus-is-spread-through-the-air.html

The coronavirus is spread through the air, especially in indoor spaces. While it is not as infectious as measles, scientists now openly acknowledge the role played by the transmission of aerosols – tiny contagious particles exhaled by an infected person that remain suspended in the air of an indoor environment. How does the transmission work? And, more importantly, how can we stop it?
 
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