• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Coronavirus 2019-nCoV

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
christopher91 schrieb:
Ich halte es aber für viel wahrscheinlicher, dass es viele Wirtschaftszweige definitiv nicht überleben würden, denn der Staat wird ja nicht jedes Mal hilfen zahlen. Kann er gar nicht.
Welche Wirtschaftszweige sollen das denn sein?
Dass es grundsätzlich (aus saisonalen, jahreszeitlichen, gesetzlichen Gründen) auch möglich sein kann, ein Geschäftsmodell in der Gastronomie oder in der Veranstaltungsbranche zu betreiben, wenn man zwei. Monate im Jahr keine Umsätze macht, zeigen viele Gegenden in der Welt.
Das DIW ist laut Fratzscher jedenfalls mit einem harten kurzen Lockdown durchaus einverstanden, solange der Zeitraum planbar ist.
Klar, wird es für viele Betriebe in den angesprochenen Branchen sehr hart, aber unsere Wirtschaft geht davon nicht unter.
Nicht überdramatisieren, verlangst du dich auch immer von denen, die Sorge wegen steigenden Infektionszahlen haben!
 
Jan Tenner schrieb:
NeusserGletscher schrieb:
...oder der jetzige Lockdown wird einfach bis in den Sommer verlängert. Christian Drosten hat heute jedenfalls schon mal kundgetan, wir sollten uns auf eine Besserung der Lage erst ab dem Sommer einstellen.
Würdest du bitte richtig stellen, dass Drosten in dem Interview in keinster Weise davon gesprochen hat, dass der Lockdown bis zum Sommer andauernd sollte oder wird!? In der Einschätzung ging es darum, wie es mit der Pandemie allgemein weiter geht und nicht um Lockdowns
Es ist widerlich, wie du deine eigenen abstrusen Ansichten Behauptungen nonchalant mit scheinbaren Zitaten anderer verknüpfst :sonicht:

Da Du in einem früheren Beitrag kundgetan hast, dass Du mit Deinen Repliken auf meine Kommentare nur den Zweck verfolgst, mich zu provozieren, werde ich auch auf diesen erneuten Versuch nicht weiter eingehen. Kleiner Tip: Wenn Du Probleme hat, meinen Beiträgen inhaltlich zu folgen: Dafür wurde extra die Ignorierfunktion geschaffen.
 
Jan Tenner schrieb:
Dass es grundsätzlich (aus saisonalen, jahreszeitlichen, gesetzlichen Gründen) auch möglich sein kann, ein Geschäftsmodell in der Gastronomie oder in der Veranstaltungsbranche zu betreiben, wenn man zwei. Monate im Jahr keine Umsätze macht, zeigen viele Gegenden in der Welt.
Das DIW ist laut Fratzscher jedenfalls mit einem harten kurzen Lockdown durchaus einverstanden, solange der Zeitraum planbar ist.
Das Problem ist nur, dass es gerade im Konzert-/Großveranstaltungsbereich schon seit März ziemlich mau aussieht und es auch keine echte (positive) Perspektive gibt.
Eine Planbarkeit sehe ich bei der aktuellen Wellen-Lockdown-Taktik als nicht gegeben an. Wie ist kurz gemeint? 1, 2, 3, 4 Wochen oder auch länger?


sr99 schrieb:
Dieser Artikel vom Tagi macht mir durchaus Hoffnung, dass die Schweizer Skigebiete nicht schliessen werden:

Die Schweiz ist das neue Schweden
[...]
Zunächst mal danke für das Bereitstellen des Artikels.
Ich hoffe, die Schweizer sind damit erfolgreich, auch wenn ich es mir eher weniger vorstellen kann.

In Genf, im Wallis und Jura wird es jedenfalls einen etwas härteren Lockdown geben, als in D (Schließung des Nicht-Lebensmittel-Einzelhandels):
https://www.msn.com/de-ch/nachrichten/coronavirus/genf-erkl%c3%a4rt-ausnahmezustand-ausser-schule-krippen-und-lebensmittell%c3%a4den-wird-alles-geschlossen/ar-BB1aAFCL
Trigger-Warnung: Im Artikel kommt das Wort "Regime" vor. Ob das unangemessen ist oder nicht, soll aber unser Experte albe-fr klären. :lach:
 
Jan Tenner schrieb:
NeusserGletscher schrieb:
...oder der jetzige Lockdown wird einfach bis in den Sommer verlängert. Christian Drosten hat heute jedenfalls schon mal kundgetan, wir sollten uns auf eine Besserung der Lage erst ab dem Sommer einstellen.
Würdest du bitte richtig stellen, dass Drosten in dem Interview in keinster Weise davon gesprochen hat, dass der Lockdown bis zum Sommer andauernd sollte oder wird!? In der Einschätzung ging es darum, wie es mit der Pandemie allgemein weiter geht und nicht um Lockdowns
Es ist widerlich, wie du deine eigenen abstrusen Ansichten Behauptungen nonchalant mit scheinbaren Zitaten anderer verknüpfst :sonicht:

Also ich weiß nicht wie man aus dem Zitat oben herauslesen kann, dass Drosten was von Lockdown bis zum Sommer gesagt hätte. Ich verstehe, dass Drosten (wie man in den Medien nachlesen kann) meinte, dass es bis in den Sommer (er sprach davon, dass das Virus bis Ostern nicht verschwinden würde) keine plötzliche, starke Verbesserung geben dürfte.

Deshalb versteh ich die Kritik so überhaupt nicht.
 
ghostbikersback schrieb:
Aber die dt. Beispiele Post und Telekom zeigen ja gerade, dass die staatlichen Systeme derart schlecht/ineffizient waren, dass die Leistung nicht nur teurer für den Kunden war, sondern im Ergebnis auch noch weniger geboten wurde.
Das kann man so pauschal nicht sagen. Die Deutsche Post hatte den Versorgungsauftrag, auch bis zum letzten Hof außerhalb der Gemarkungsgrenzen noch einen Telefonanschluß zu legen. Seit der Privatisierung wurden dünn besiedelte Regionen und selbst Randlagen in Ballungsräumen abgehängt. Außerdem hat die Post ihre Angestellten ordentlich bezahlt. Heutige Anbieter arbeiten im Kundenservice meist mit Subunternehmen, mit entsprechend schlechteren Konditionen für deren Angestellte. Klar, die Innovationsfreudigkeit der Post war nicht sonderlich ausgeprägt. Dafür hat das aber auch sicher funktioniert. Zu Zeiten von analogen und ISDN Telefonanschlüssen hatten wir eine Verfügbarkeit von 99,95%. Seit der Zwangsumstellung auf VoIP sind wir noch lange nicht so weit. Von der Sprachqualität einmal ganz zu schweigen. Zwar hat man nominal eine höher Bandbreite, was für die Sprachverständlichkeit aber ohne Relevanz ist, da reichen die 300 - 3.400 Hz. Aber die Lantenz hat merklich zugenommen, so dass man sich oft gegenseitig ins Wort fällt. Oder die Gegenstelle klingelt nicht trotz Freizeichen beim Anrufer, man hat einseitige Verbindungen oder mitten im Gespräch Gesprächsabbrüche. Was ich in einem Monat an Fehlern bei VoIP erlebe habe ich in 20 Jahren ISDN nicht erlebt.
 
GIFWilli59 schrieb:
Das Problem ist nur, dass es gerade im Konzert-/Großveranstaltungsbereich schon seit März ziemlich mau aussieht und es auch keine echte (positive) Perspektive gibt.
Eine Planbarkeit sehe ich bei der aktuellen Wellen-Lockdown-Taktik als nicht gegeben an. Wie ist kurz gemeint? 1, 2, 3, 4 Wochen oder auch länger?
Genau! Die Genickbrecher für Veranstaltungs-/Gastrobranche sind nicht unbedingt ein oder zwei Wellenbrecher-Lockdowns im Jahr, sondern die mangelnde Perspektiven oder ganz besonders das ständige Rumkrebsen an irgendwelchen lokalen Lockdownschwellen und nicht zu wissen, ob ich nun die nächste Woche nun dichtmachen muss oder nicht.
Was ich mit Wellenbrecher-Lockdowns meine, sind per defintionem kurze, maximal 2-4 wöchige Shutdowns.
Und das wäre eine zumindest denkbare Strategie für den weiteren Verlauf der Pandemie, planbare Lockdowns und für die Zeit dazwischen ein Verhalten der Bevölkerung lernen, dass Veranstaltungen möglich sind.
 
ski-chrigel schrieb:
Und da wundert man sich, wieso die Leute alles nicht so ernst nehmen? Wenn einem der Staat bewusst verar...
https://www.20min.ch/story/bund-setzte-reisequarantaene-durch-obwohl-er-wusste-dass-sie-kaum-was-bringt-544778684799
Bund setzte Reisequarantäne durch – obwohl er wusste, dass sie kaum was bringt
Im Juli entschied das BAG, dass in Quarantäne muss, wer aus einem sogenannten Risikogebiet in die Schweiz einreist. Sitzungsprotokolle zeigen nun: Die Wirkung dieser Massnahme war minimal – und das BAG wusste davon.
"Kaum was bringen" ist die Boulevard-Interpretation von 20min. 0.4-0.8 Prozent der Quarantäne-Leute waren gemäss dem Artikel infiziert. Das tönt nach wenig. Ist aber deutlich höher als die Infektionsrate der Schweiz von damals. Und vor allem, ganz zentral: alle Leute, die aus Reisen zurückkehren, infizieren danach potentiell wieder neue Cluster. Genau das, was beim damaligen Stand der Ausbreitung zu verhindern war. Infiziert jemand seine Partnerin oder seinen Partner, hat das für die Ausbreitung ein um ein vielfaches kleineren Einfluss als wenn jemand ein neues Cluster auftut.

Aber klar, jetzt wo du den Leuten, welche das Virus und die Fachspezialisten ernst nehmen, nicht mehr Alarmismus nachschreien kannst, wird halt von Verarsche gesprochen, und du versteifst dich nur noch auf die eine Massnahme. Sicher, man kann diskutieren, inwiefern und wie lange die Reisequarantäne sinnvoll war. Aber Verarsche? Ne.

Pancho schrieb:
Jo. Genf Ausnahmezustand, erste Triage in Sion. Läuft... :roll:
Heftig in Genf: Spitaleinweisungen innerhalb von zwei Wochen verneunfacht. Genau das, wovor die Virologen und die Task-Force wochenlang gewarnt hatten: reagiert man erst bei vollen Spitälern, wirds heikel. Ich hoffe jetzt mal, dass die Einweisungen nicht weiter derart rasant zunehmen.

Theo schrieb:
Im Spital Sion hat gemäss Medienberichten nun die Triage begonnen
Wie viele Betten haben diese von Französischer Mentalität gesteuerten Hochlohnbezüger in den letzten 8 Monaten aufgestellt.

Theo wieder mal am Wutbürgern. :roll:

Die Triage findet statt, weil nicht genug Fachpersonal vorhanden ist. Fachpersonal, das man nicht einfach kurz in zwei, drei Monaten ausbilden kann. Und selbst wenn: den exponentiellen Verlauf kann man damit nicht einholen. Aber interessant: jetzt forderst du das Aufstellen von Zusatzbetten. Ich dachte, Corona sei eine kleine Grippe?
 
spectre schrieb:
Heftig in Genf: Spitaleinweisungen innerhalb von zwei Wochen verneunfacht. Genau das, wovor die Virologen und die Task-Force wochenlang gewarnt hatten: reagiert man erst bei vollen Spitälern, wirds heikel. Ich hoffe jetzt mal, dass die Einweisungen nicht weiter derart rasant zunehmen.

Das hofft wohl jeder... die Massnahmen des Bundesrates scheinen erste Wirkung zu zeigen, die Mobilität ist deutlich (von 20km/Tag auf 14km/Tag) zurückgegangen, aber nicht aufs Niveau von März/April.

Zu deinem Zitat: Das sehe ich übrigens als eines der grossen Probleme an: Es wurde von den Virologen zu einer Zeit öffentlich gewarnt, als es absolut keine Notwendigkeit gab! Bei 100 Neuansteckungen/Tag muss ich eigentlich nicht dauernd darauf aufmerksam gemacht werden, dass die zweite Welle unmittelbar bevorsteht und ich nun ganz besonders speziell aufpassen müsse... Ja, die Virologen und anderen Experten SOLLEN warnen, aber doch nicht die Öffentlichkeit, sondern das BAG, den Bundesrat und alle anderen relevanten Stellen, ich gehöre nicht dazu! Sonst tritt eine Abstumpfung ein (in der Art: "ach, schon wieder eine Warnung der Virologen, haben sie schon im Juni und Juli und August und September gemacht, passiert ist nichts, also passiert auch jetzt nichts"), die sehr gefährlich ist, da die Massnahmen zu einem ganz erheblichen Teil von der Akzeptanz leben.
 
TONI_B schrieb:
Na, dann warten wir die nächsten drei Wochen ab und dann schauen wir, ob mein "Kaffeesatz" richtig oder falsch wahr...

Insgeheim hoffe ich natürlich auch, dass die schnöde Mathematik nicht recht hat und die Kurve rechtzeitig nach unten abbiegt.
Vielleicht solltet "ihr" die Infektionen mal eher mit einer Sinus-förmigen Kurve statt mit einer rein exponentiellen Funktion darstellen. Passt dann auch eher zur "2. Welle" ..

--

Was die Schließung der Restaurants angeht: Im Vergleich zum Skifahren sind die Restaurants sicherlich gefährlicher, dass man die schließt, ginge für mich OK.

--

Pancho schrieb:
Dieses Forum wird von Reptiloiden dominiert und ist Teil der weltweiten Verschwörung.
Wenn einem nichts sinnvolles einfällt, kann man statt "Absenden" auch einfach mal nur das Fenster schließen ...

--

simmonelli schrieb:
NeusserGletscher schrieb:
HBB schrieb:
Und das heißt ganz einfach: nur aus dem Haus, wenn es dringend erforderlich ist, aber nicht zum Vergnügen.
Ich kann mich außerhab der eigenen 4 Wände im Freien vergnügen und habe dabei weniger Kontakte als in überfüllten Öffis auf dem Weg zur Arbeit oder am Arbeitsplatz, beim Einkaufen oder bei nicht aufschiebbaren Besuchen von Ärzten. Zumal gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit nichts wichtiger ist als körperliche Betätigung im Freien. Es ist immer eine Frage davon, wie man sich in der jeweiligen Situation verhält. Pauschal einfach bestimmte Aktiviäten zu verbieten ist nichts anderes als Willkür.

Wir verbieten also Arbeiten und Öffis und erlauben nur noch Freizeitvergnügen :rolleyes:
Man sollte halt das verbieten, wo die meisten Ansteckungen sind. Wenn bei "Arbeit und Öffis" keine Ahnung, 2, 3, 5, 10x mehr Ansteckungen als im Freizeitbereich sind, ja, warum sollte man dann ausgerechnet den Freizeitbereich verbieten?! Aber ist ja bei der Klima/CO2-Debatte nicht viel anders, obwohl die Autos nur zu einem kleinen Teil am CO2-Ausstoß verantwortlich sind, werden die am meisten verteufelt.
 
ThomasK schrieb:
Außerdem ist es dann so, dass dann zusammen mit der Dunkelziffer schon so viele Leute infiziert waren, dass das Virus dann durchläuft bis zur Herdenimmunität. Es ist immer die Rede davon, dass die Herdenimmunität erreicht wird, wenn 63 % der Bevölkerung infiziert war. Der Grund liegt in der Mathematik; der Grenzwert für n gegen unendlich von (1 - 1/n) ^ n läuft nach 1 / e, also 1 / 2,718281828459... = 0,367879... d.h. 36,7879 % der Bevölkerung werden sich nicht anstecken, da aufgrund der statistischen Kontaktwahrscheinlichkeit die Infektionsketten schon vorher unterbrochen werden.

Wie schon etliche Male gesagt, musste man die Todeswahrscheinlichkeit des Virus deutlich nach unten anpassen. Die von dir genannten 0,13 % sind wahrscheinlich etwas zu optimistisch; realistisch dürften etwa 0,2 - 0,25 % sein, d.h. jeder 400. - 500. der Infizierten stirbt ohne medizinische Behandlung.

Uiuiui, da hat aber wer in Mathe nicht aufgepasst! e und n gegen unendlich iwo aufgeschnappt, aber nicht verstanden? Herdenimmunität wird ganz grob mit 1/(1-R0) angegeben, R0 hat so ziemlich gar nichts mit e zu tun. Ab diesem Zeitpunkt steigt das Infektionsgeschehen nicht mehr exponentiell an, bei keiner Grundimmunität sind am Ende trotzdem 100% angesteckt. Bei den gängigen Coronaviren hat die von Dr. Schwurblern hochbeschworene Herdenimmunität nicht funktioniert.

Die IFR wird noch immer auf ca. 0,5-0,8% geschätzt, mit adäquater medizinischer Behandlung! 80% verlassen in Berlin die IS lebend, was eine Überlastung zur Folge hat kann man sich ausmalen. Langfristige gesundheitliche Auswirkungen tragen ein Vielfaches der 0,6% davon, von Erschöpfung zu kognitiven Effekten (https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.10.20.20215863v1).
 
starli schrieb:
Pancho schrieb:
Dieses Forum wird von Reptiloiden dominiert und ist Teil der weltweiten Verschwörung.
Wenn einem nichts sinnvolles einfällt, kann man statt "Absenden" auch einfach mal nur das Fenster schließen ....

Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung, Starli...
 
simmonelli schrieb:
NeusserGletscher schrieb:
HBB schrieb:
Und das heißt ganz einfach: nur aus dem Haus, wenn es dringend erforderlich ist, aber nicht zum Vergnügen.
Ich kann mich außerhab der eigenen 4 Wände im Freien vergnügen und habe dabei weniger Kontakte als in überfüllten Öffis auf dem Weg zur Arbeit oder am Arbeitsplatz, beim Einkaufen oder bei nicht aufschiebbaren Besuchen von Ärzten. Zumal gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit nichts wichtiger ist als körperliche Betätigung im Freien. Es ist immer eine Frage davon, wie man sich in der jeweiligen Situation verhält. Pauschal einfach bestimmte Aktiviäten zu verbieten ist nichts anderes als Willkür.

Wir verbieten also Arbeiten und Öffis und erlauben nur noch Freizeitvergnügen :rolleyes:

Das dürfte sich auf das Risiko generell zu erkranken tatsächlich positiv auswirken. :biggrin: Der ÖPNV (sofern nicht komplett gestoppt) wäre zb. viel weniger voll und die Leute wären weniger gestresst und hätten vielleicht mehr Zeit um ihre Gesundheit zu fördern (rausgehen, wandern zb.).
 
starli schrieb:
Vielleicht solltet "ihr" die Infektionen mal eher mit einer Sinus-förmigen Kurve statt mit einer rein exponentiellen Funktion darstellen. Passt dann auch eher zur "2. Welle" ...
Also "Sinus-förmig" verläuft da gar nichts. Auch wenn mancher Politiker diesen Begriff schon verwendet hat. "Sinus" würde bedeuten, dass wir gleiche Amplituden und gleiche Periodendauern hätten. Das geht schon mal nicht!

Hier ein Vergleich mit der spanischen Grippe:
Vergleich.jpg
Vergleich


Da sieht man, dass der Peak der zweiten Welle wesentlich höher ist als jener der ersten. Ob wir auch noch durch eine dritte Welle müssen, kann keiner sagen. Zu befürchten ist es wohl.

Klar verlaufen solche Infektionen nicht die ganze Zeit über mit dem gleichen Exponenten in der Exponentialfunktion. Gibt ja zum Glück auch Phasen, wo die Infektionen rückläufig sind, wenn Maßnahmen wirken. Auch wenn es keine Maßnahmen gibt, geht das exponentielle Wachstum in einen "sigmoidalen" Verlauf über. Nämlich dann, wenn keine Wirte (für das Virus) mehr in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen (Herdenimunität oder alle Wirte weg...)

Eine Abschätzung aus einem Standard-Artikel:
"Der Mathematiker und Statistiker der Uni Wien, Erich Neuwirth, hatte den starken Anstieg der letzten Tage schon im September prognostiziert. Überrascht habe ihn aber, dass die Regierung nicht früher reagiert habe. Für die nächsten Wochen errechnete der emeritierte Professor einen weiteren Anstieg der Neuinfektionen auf 13.750 täglich, danach sollte es wieder bergab gehen. Den Peak auf den Intensivstationen sieht Neuwirth wie Popper Mitte November. Geht man von den bisherigen Zuwachsraten und dem Prozentsatz der Hospitalisierten unter den Infizierten aus, sollten 5500 Menschen mit Covid-19 in Spitälern liegen, davon 825 auf Intensivstationen. 82 Patienten werden täglich sterben. "Das alles sind aber keine Prognosen, sondern Abschätzungen aufgrund der bisherigen Daten", betont Neuwirth..."

Hoffen wir, dass diese Zahlen für Österreich stimmen oder sogar unterschritten werden können.
 
Der Verlauf kommt ja immer auch auf die Massnahmen an, die gemacht werden. Bei der 1. Welle gingen die Fallzahlen vor dem Lockdown zurück, da Veranstaltungen etc. schon vor dem Lockdown stark runtergefahren wurden. Meist auch freiwillig.

Aktuell sind wir im absoluten Steigflug, zumindest in der Schweiz. Irgend eine Abflachung ist - trotz verschärften Massnahmen - nirgendwo in Sicht.
 
TONI_B schrieb:
starli schrieb:
Vielleicht solltet "ihr" die Infektionen mal eher mit einer Sinus-förmigen Kurve statt mit einer rein exponentiellen Funktion darstellen. Passt dann auch eher zur "2. Welle" ...
Also "Sinus-förmig" verläuft da gar nichts. Auch wenn mancher Politiker diesen Begriff schon verwendet hat. "Sinus" würde bedeuten, dass wir gleiche Amplituden und gleiche Periodendauern hätten. Das geht schon mal nicht!

Gestern hat sich Ramelow einen im TV abgestammelt, die jetzt auch in seinem Thüringen schnell steigenden Zahlen kämen ja völlig überraschend, er wähnte eine ominöse „Expotential“-Funktion verantwortlich... :roll: (kein Tippfehler)

Reale Ausbreitungsfunktionen sind immer begrenzt, da in der Realität Ressourcen (Anzahl Wirte für Viren, Nährstoffe für Bakterien, etc) immer endlich sind. Den Verlauf, wenn die Restriktion irgendwann zum Tragen kommt, modelliert die logistische Funktion realistischer. Am Anfang sind logistisches und exponentielles Wachstum quasi gleich.
https://matheguru.com/allgemein/logistische-funktion.html

Wir arbeiten aber ja gerade daran, das Wachstum nicht erst durch natürlichen Verzehr der „Nährstoffe“ (Menschen) auslaufen zu lassen, sondern bereits vorher.
 
starli schrieb:
Wir verbieten also Arbeiten und Öffis und erlauben nur noch Freizeitvergnügen :rolleyes:
Man sollte halt das verbieten, wo die meisten Ansteckungen sind. Wenn bei "Arbeit und Öffis" keine Ahnung, 2, 3, 5, 10x mehr Ansteckungen als im Freizeitbereich sind, ja, warum sollte man dann ausgerechnet den Freizeitbereich verbieten?! Aber ist ja bei der Klima/CO2-Debatte nicht viel anders, obwohl die Autos nur zu einem kleinen Teil am CO2-Ausstoß verantwortlich sind, werden die am meisten verteufelt.
[/quote]
[/quote]

Du kannst "Arbeiten" halt nicht verbieten, dann hast Du nämlich auch keinen Strom und keine Krankenhäuser mehr. Davon abgesehen, sind die meisten Infektionen Freizeit/privat. Wurde hier ja schon oft geschrieben, es geht darum Kontakte zu begrenzen, wo man Kontakte begrenzen kann. Vor dem Hintergrund macht die Liste der Maßnahmen Sinn, auch wenn sich jeder Betroffene womöglich ungerecht behandelt fühlt: "Bei uns gab es doch nichts!".

Das Du es mit Zahlen allerdings nicht ganz so genau nimmst, sieht man aber an Deiner Aussage zum CO2. Der Verkehr trägt mit ca. 30% signifikant zum CO2-Ausstoß in der EU bei und von dem hat das Auto nun einmal 60-70% (je nach Studie) des Ausstoßes (Verkehr ist je nach Studie der #2 oder #2 Emittent). Darüber hinaus ist er einer der einzige Bereiche, der sich nicht verbessert hat, sprich sein Anteil steigt. Kannst Du z.B. hier https://www.europarl.europa.eu/news/de/headlines/society/20190313STO31218/co2-emissionen-von-autos-zahlen-und-fakten-infografik nachlesen. Wie Autos da nur einen kleinen Anteil haben erschließt sich mir nicht. Und das sie mehr verteufelt werden als Kohlekraftwerke auch nicht. Mal abgesehen davon, dass Autos nicht nur ein CO2-Problem haben was vermutlich der Beliebtheit auch abträglich ist ...

Der 2. große Hebel ist übrigens der Energieverbrauch beim Wohnen, insbesondere Heizung und Strommix. Aber wehe es droht wie in Baden-Württemberg eine Pflicht zur Verwendung erneuerbarer Energien bzw. massiver Einsparungen bei den Wohnungen/Häusern. Da sind die Kritiker auch wieder lautstark unterwegs. Aber wenn wir den Verkehr und Heizung (auch für Gewerbe) in den Griff bekommen, sind die Klimaschutzziele durchaus ohne großen Komfortverlust erreichbar.
 
MarcB96 schrieb:
simmonelli schrieb:
NeusserGletscher schrieb:
Ich kann mich außerhab der eigenen 4 Wände im Freien vergnügen und habe dabei weniger Kontakte als in überfüllten Öffis auf dem Weg zur Arbeit oder am Arbeitsplatz, beim Einkaufen oder bei nicht aufschiebbaren Besuchen von Ärzten. Zumal gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit nichts wichtiger ist als körperliche Betätigung im Freien. Es ist immer eine Frage davon, wie man sich in der jeweiligen Situation verhält. Pauschal einfach bestimmte Aktiviäten zu verbieten ist nichts anderes als Willkür.

Wir verbieten also Arbeiten und Öffis und erlauben nur noch Freizeitvergnügen :rolleyes:

Das dürfte sich auf das Risiko generell zu erkranken tatsächlich positiv auswirken. :biggrin: Der ÖPNV (sofern nicht komplett gestoppt) wäre zb. viel weniger voll und die Leute wären weniger gestresst und hätten vielleicht mehr Zeit um ihre Gesundheit zu fördern (rausgehen, wandern zb.).

Wenn die Leute nicht mehr an den Arbeitsplatz müssten? Definitiv - ist nur leider nicht praktikabel :wink: - zumindest für die meisten Menschen.
 
@Pancho
Ja, die logistische Funktion gehört zu den sigmoidalen Funktionen. Von März bis in den Mai war es lehrbuchmäßig sigmoidal in Österreich. Wird es jetzt hoffentlich auch sein. Die Frage ist nur mit welchen Konstanten? Das hängt wohl nur vom Verhalten der Bevölkerung ab...
 
Ich meine die tatsächlichen Berechnungen laufen über numerische Computersimulationen, das sind dann keine einfachen Funktionen mehr. Nur so lassen sich auch regionale Muster verarbeiten und Verhalten von Menschen abbilden. Aber für bestimmte Phasen kann man das gut so annähern und sich plausibel machen.
 
Das ist mir schon klar. Aber wir "Normalverbraucher" können ja keine Simulationen rechnen, sondern müssen die vorhandenen Zahl "schön fitten" und wenn sich die Natur brav daran hält, kann man auch (in geringem Maß) auch Vorhersagen treffen bzw. zumindest abschätzen wie es in den nächsten Tage weiter gehen wird.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben