ghostbikersback schrieb:
Viele sitzen ja dem Irrtum auf „wenn Gewinne gemacht werden, zahle ich als Kunde drauf“. Das mag bei bestimmten Dingen zutreffen. Aber die dt. Beispiele Post und Telekom zeigen ja gerade, dass die staatlichen Systeme derart schlecht/ineffizient waren, dass die Leistung nicht nur teurer für den Kunden war, sondern im Ergebnis auch noch weniger geboten wurde. Ein Ferngespräch (die Älteren werden sich erinnern...) hat früher schnell ein paar Euro gekostet. Heute bekomme ich für ein paar Euro eine Flatrate für den ganzen Monat. Ein Paket hatte früher Laufzeiten von 3-5 Tagen. Heute sind es 24 Stunden. Ähnliches im Gesundheitswesen: Viele staatliche Kliniken sind so schlecht/ineffizient organisiert, dass sie nicht nur teurer sind als private, sondern auch noch schlechtere Ergebnisse für den Patienten produzieren: Entweder durch fehlende Spezialisierung oder durch schlechte/ineffiziente Organisation und Abläufe. Wenn man es besser organisiert als der Staat (bisher), kann man also nicht nur die Qualität verbessern, sondern auch noch einen Gewinn erwirtschaften. Sozusagen win/win. Aber natürlich gibt es auch Bereiche, die sind schon relativ gut organisiert: Trinkwasser, Straßenbau etc. Dort machen Privatisierungen auch aus meiner Sicht keinen Sinn. Aber man muss immer den Einzelfall betrachten.
Ausser dass der erste Satz stimmt ist hier eigentlich alles falsch dargestellt. In der Telekommunikation ist alles es wegen der Technologie billiger geworden nicht wegen der Privatisierung, diese hat im Gegenteil noch dazu geführt dass die Netzabdeckung der neuen Technologien asozial schlecht ist.
Die Qualität der Medizin ist nicht schlecht, fehlen tut es alleine an der Quantität, was bei einzelnen Fachrichtungen allerdings noch viel ausgeprägter ist als bei den Spitälern.
Theo wieder mal am Wutbürgern.
Ah verstehe, sobald man den Finger in die offene Wunde legt wo es weh tut ist man Wutbürger. Gut dass ich jetzt auch diese Definition kenne.
Nicht genügend Personal ist deshalb vorhanden weil man jahrzehntelang viel zu wenig selber davon ausgebildet hat und jetzt bekommt man von dort wo man es immer holte auf einmal keines mehr her. Das ist eine Entwicklung wo absolut nicht voraus zu sehen war.
Weiters hat hier noch immer keiner sagen können welche medizinischen Leistungen denn Corona-Patienten ( ohne Intensivstation ) bekommen dass ein Spitalaufenthalt nötig ist.
Ich fordere übrigens nicht das zur Verfügung stellen von zusätzlichen Betten, ich zeige lediglich auf dass im letzten halben Jahr nichts in die Richtung getan wurde oder dass solche sogar direkt vor der Haustür vorhanden sind.
Weiters habe ich aufgezeigt dass der Kanton sich mit seiner konsequenten "nicht-Test-Strategie" für das Pflegepersonal sich selber in die Scheisse geritten hat.
Das die verantwortlichen Stellen leider überhaupt nichts drauf haben zeigt dass hier.
https://www.blick.ch/wirtschaft/die...augen-die-corona-schnelltests-id16173657.html
Zugelassen ab heute aber nicht verfügbar weil man es versäumt hat das Personal dazu auszubilden. Da haben mehrere Monate wo man schon weis dass das so kommen wird anscheinend wieder mal nicht gereicht.
Aber es ist leider so, wenn man etwas anprangert ist man gleich Wutbürger. Dieser Wutbürger hat bisher seine Steuern und seine Krankenkassenprämien immer pünktlich bezahlt und und darum auch das Recht etwas zu fordern.