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Ich hab aufgehört, verstehen zu wollen, warum du überhaupt irgendwas denkst.
Ich hab die Doku gesehen, fand sie interessant und möchte das hier teilen. So what?
Es geht darin gerade um die aktuelle Situation, passt also zum Thema. Schau es oder lass es.
 
NeusserGletscher schrieb:
Warum muss ich bei Deinen Beiträgen eigentlich häufig an meine Schulzeit denken, in der einige wenige "Klassenclowns" ständig mit irgendwelchen unpassenden Bemerkungen aufgefallen sind? :wink:

Hast du gerade in den Spiegel geschaut als du das gesagt hast?
Denke erstmal vor der eigenen Türe kehren ist sinnvoll
 
Ich habe schlichtweg nicht die Zeit, mich mit typischen Selbstbeweihräucherungen (wir die Guten, da die Bösen) aus dem Kreis des ÖR zu beschäftigen. Derzeit erscheint mir aber wichtiger, was der Bundestag am kommenden Freitag beschließen möchte:

[url=https://www.tagesschau.de/inland/infektionsschutzgesetz-105.html schrieb:
Tagesschau zur geplanten Reform des Infektionsschutzgesetze[/url]"]
Der Bundestag entscheidet Mitte November über das neue Gesetz, eine Mehrheit dafür ist zu erwarten. Danach hat er aber keine Mitsprachemöglichkeit mehr, was die einzelnen Maßnahmen betrifft, ebensowenig die Landesparlamente.

[...]

Buschmann (FDP) kritisierte vor allem genannte Schwellenwerte, ab denen Schutzmaßnahmen greifen würden: "Oberhalb eines Sieben-Tage-Inzidenzwertes von 50 ist diese Norm ein vollständiger Blankoscheck."

Da soll offenbar mal eben im Eilverfahren die Gewaltenteilung und der Föderalismus in wesentlichen Teilen ausgehebelt werden. Künftig könnte es für Länder wie Mecklenburg-Vorpommern schwieriger werden, entsprechend der niedrigen Fallzahlen angemessene Maßnahmen zu beschließen, die von den Vorgaben aus Berlin abweichen. Oder für Bürger, gegen Einschränkungen vor Gericht zu klagen.

Es bleibt abzuwarten, ob dies so durchgeht.
 
Mein Gemeinschaftskunde Lehrer meinte in der Oberstufe:

Der Föderalismus ist die finale Rache der Alliierten an Deutschland.

Es gibt schon Bereiche, in denen IMHO mehr Harmonisierung durch den Bund angemessen wäre, z.B. im Bildungswesen.

Wesentliche Teile des Föderalismus stehen im GG und nicht in einem Infektionsschutzgesetz.

Die Gerichte werden auch danach noch gut zu tun haben, lt. Tagesschau steht da auch:

"Die Anordnung der Schutzmaßnahmen muss ihrerseits verhältnismäßig sein", heißt es in dem neuen Paragrafen.

Was verhältnismäßig ist, da wird dann wieder ein Gericht entscheiden dürfen.
 
Tobi-DE schrieb:
Wesentliche Teile des Föderalismus stehen im GG und nicht in einem Infektionsschutzgesetz.

So sieht’s aus. Sollten Zweifel bestehen, wäre da noch das Verfassungsgericht als prüfende Instanz.
 
Ein guter Kumpel und besonders exponierter Arzt in einem Landeskrankenhaus in Rolle derer, die wohl bald über Triage entscheiden werden müssen, meinte folgendes heute:

* Die Alten in der Intensivstation sind weniger das Problem: Die sterben innert kurzer Zeit weg.

* Problem sind die Jüngeren, 40-60: Diese belegen Intensvstationen über viele Wochen hinweg, da sie ja nicht sterben sondern beschwerlich genesen...

* Auf meine ketzerische wie auch egoistische Frage hin, ob es nicht sinnvoll sei sich möglichst rasch anzustecken (*) um so noch im Falle des Falles in den Genuss von Pflege durch ausgeruhtes Personal in normal belegten Abteilungen zu kommen, meinte dieser:

Er tuhe alles dafür, sich nicht anzustecken, denn selbst im Falle eines milden Krankheitsverlaufs (also ohne Krankenhausaufenthalt) über Monate hinweg von den oft vorkommenden Folgen geplagt zu werden, sei sehr stressig:
Kaffee der wie Brackwasser steckt, der Schädel unter Migräne quält, ein dauerhaft nebeliges Gefühl im Kopf.... die Folgeerscheinungen sind vielfältig

Interessanterweise informieren Medien eher wenig über die Bedeutung einer Infektion für den Einzelnen, über Krankheitsverläufe etc.


Also Leute, stellts euren Hedonismus ein wenig zurück auch wenn das schwer fällt vgl. Starlis Schilderungen. Oder werdet Gastwirt, diese bekommen in AT anscheinend fürs Nichtstun jetzt 80% vom Umsatz(!) des letztjährigen Vergleichsmonats. Womit die lautesten Agitatoren ruhig gestellt sind dzt. Aber ein hoher Preis.

Bleibts gesund.



(*) Der Hypothese folgend, dass wir früher oder später alle die Infektion durch machen müssen _und_ dass die damit gebildeten Antikörper auf Dauer wirksam sein mögen.
 
Ja, da wurden in der Kommunikation Fehler gemacht.
Ziel sollte sein, dass sich so wenige wie möglich infizieren und nicht, dass man mit den Intensivbetten so halbwegs hin kommt.
Daher kann ich den Vergleich mit Schweden auch gar nicht mehr hören - das schwedische Modell, dass einigen hier auch gefällt, das haben wir hier in Österreich ganz aktuell.
Bedeutet: Maximal mögliche Auslastung der Intensivstationen inkl. Kollateralschäden, weil Ältere und sehr Kranke erst gar nicht mehr in den Genuss einer intensivmedizinischen Behandlung kommen. Das merkt man, wenn man sich ansieht, wie viele derzeit versterben und wie viele in den Intensivstationen liegen bzw. neu aufgenommen werden. Tirol hat derzeit 44 Menschen auf Intensivstationen liegen, gestern sind aber an einem einzigen tag 7 Menschen an COVID-19 verstorben.

Nach letzten Meldungen zur Frage der Autoimmunität sollt's einem sowieso vergehen.
 
Übrigens ist die Anzahl der Tests pro Woche nochmal deutlich auf mittlerweile 1,52 Mio gestiegen. Die Labore kommen logischerweise immer weniger hinterher.
 
christopher91 schrieb:
Übrigens ist die Anzahl der Tests pro Woche nochmal deutlich auf mittlerweile 1,52 Mio gestiegen. Die Labore kommen logischerweise immer weniger hinterher.
Wie sehr fällt momentan eigentlich das Aufrechterhalten der Blase im Profi-Fußball ins Gewicht? So ganz wenig Testkapazität geht für den ganzen Apparat ja schon drauf. Im Sommer gab es dazu im Verhältnis sicherlich noch viel ungenutzte Test-Kapazitäten. Aber jetzt immer noch?
Nicht falsch verstehen, wenn es genügend Testkapazitäten gibt, sollen die ruhig durch den Profi-Sport genutzt werden. Aber sollte es wirklich einen akuten Engpass geben, würden schon Berufsgruppen einfallen, für die man die Kapazitäten sinnvoller einsetzen sollte.
 
Jan Tenner schrieb:
christopher91 schrieb:
Übrigens ist die Anzahl der Tests pro Woche nochmal deutlich auf mittlerweile 1,52 Mio gestiegen. Die Labore kommen logischerweise immer weniger hinterher.
Wie sehr fällt momentan eigentlich das Aufrechterhalten der Blase im Profi-Fußball ins Gewicht? So ganz wenig Testkapazität geht für den ganzen Apparat ja schon drauf. Im Sommer gab es dazu im Verhältnis sicherlich noch viel ungenutzte Test-Kapazitäten. Aber jetzt immer noch?
Nicht falsch verstehen, wenn es genügend Testkapazitäten gibt, sollen die ruhig durch den Profi-Sport genutzt werden. Aber sollte es wirklich einen akuten Engpass geben, würden schon Berufsgruppen einfallen, für die man die Kapazitäten sinnvoller einsetzen sollte.

Im Kicker wird geschrieben, dass 3. und 4. Liga und Frauen-Bundesliga schon Tests reduzieren; die DFL wird wohl folgen, schaun mer mal :naja:
 
Jan Tenner schrieb:
Wie sehr fällt momentan eigentlich das Aufrechterhalten der Blase im Profi-Fußball ins Gewicht?

ich habe irgendwo etwas von ~0.5% gelesen - finde die Quelle aber nicht mehr.
 
Sagen wir 10.000 Tests für alle Sportarten die momentan laufen. Bei 1,52 Mio Tests pro Woche. Also naja.

Zumal leider eh nicht gesagt ist, dass diese dann in sinnvollen Bereichen genutzt würden.

In gewissen Bereichen benötigt man zudem ja mittlerweile eh eher Schnelltests. Wobei ich finde die würden beim Fussball auch reichen eigentlich.
 
Boah Ämter, wenn 2 von 3 Tests negativ sind, dann einen weiteren zu verweigern, really?

Niklas Süle von Bayern übrigens auch mit falsch positivem Test.
Das häuft sich langsam echt ziemlich.
 
Pancho schrieb:
Einer in Lindau und einer beim FC Bayern?

christopher91 schrieb:
Das häuft sich langsam echt ziemlich.

Halt der zweite beim FC Bayern; die haben vielleicht einfach ein schlampiges Labor :?: :wink:

Edit: Oder schlampen bei den negativen Tests danach bei der Probenabnahme 8) :lol: :lol: :lol:
 
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