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christopher91 schrieb:
Wobei ich denke, dass das Problem eher vor und nach dem Unterricht liegt, wenn ich sehe wie die Schüler an der hier gegenüberliegenden Schule sich da verhalten.
Das kann ich bestätigen! Wobei man bei Schule unbedingt differenzieren muss: bis zu den 10- oder 12-Jährigen ist es sicher ein Betreuungsproblem und wahrscheinlich auch ein geringeres Ansteckungsproblem. Aber bei den über 14-Jährigen wird es schwieriger - und diese Situation kenne ich leider zu gut, da ich nur 14- bis 20-Jährige Schüler habe. In der Schule, wenn sie beobachtet sind, halten sie sich brav an die Maskenpflicht, aber sobald die Lehrer weg sind...

Wir haben ja in Österreich bei den über 14-Jährigen seit einer Woche wieder "home schooling", wobei aber Labor und Fachpraktischer Unterricht in "Kleingruppen" stattfindet. Der Minister hat FFP2-Masken für die Lehrer versprochen...
...gekauft haben wir uns diese Dinger aber selber! :twisted:

Für alle, die meinen Masken zu tragen geht gar nicht: 6 Stunden Unterricht mit FFP2 geht! Stärkt die Lungenmuskulatur. :lol:
 
TONI_B schrieb:
Für alle, die meinen Masken zu tragen geht gar nicht: 6 Stunden Unterricht mit FFP2 geht! Stärkt die Lungenmuskulatur. :lol:

Hoffentlich hast Du "echte" FFP2 Masken erwischt und nicht nur irgendwelchen durchlässigen Fake aus Fernost. Letzterer ist kaum besser als andere Papiermasken, aber das würde erklären, wieso er Dich beim Atmen kaum behindert. Wirklich taugliche FFP2 Masken bedeuten für die Lungen schon reinste Schwerstarbeit und sind keineswegs für alle Menschen unbedenklich.

Laut offiziellen Zahlen haben oder hatten derzeit 0,8% der Bevölkerung einen positiven Test. Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass manche niemanden mit positivem Test kennen. In meinem erweiterten Verwandschaftskreis kenne ich ingsgesamt 7 Fälle, bei den jeweils Ältesten (über 80) und Jüngsten (Schulalter) ohne Symptome, bei zwei gab es typische grippeähnliche Symptome und in einem Fall einen zeitweisen Verlust des Geschmackssinns. In den Laboren liegen zigtausende Proben zur Begutachtung, die wegen der Arbeitsüberlastung nicht getestet werden. Mal sehen, wie viele Positive erst am Ende ihrer ansteckenden Phase den positiven Bescheid und Tage später den Anruf vom Gesundheitsamt erhalten, wegen Rückverfolgung der Infektionsketten. "Wissen Sie noch, mit wem Sie sich vor 5 Wochen getroffen haben?". Armes Deutschland.

Gestern kam noch in den Nachrichten, dass auch der anhand langfristiger Datenreihen berechnete R-Wert deutlich unter 1 liegt. Da der R-Wert aufgrund der Meldeverzögerung ungefähr 10 Tage hinter dem realen Geschehen hinterherhinkt, kann also niemand behaupten, die seit November geltenden Maßnahmen hätten für eine Besserung gesorgt. Wahrscheinlich eher schon das seit einigen Tagen wieder passable Wetter, welches zu mehr Aktivitäten im Freien einläd.

Diese Woche kam noch in WDR Aktuell ein Kurzbericht über die Klinik in Moers, welche gute Erfahrungen mit der unterstützenden Beatmung von C-19 Patienten anstelle einer künstlichen Beatmung gemacht hat. Angeblich könnten 3/4 aller künstlich beatmeten C-19 Patienten auf diese Weise behandelt werden. Von dieser Methode habe ich schon vor Monaten gehört. Eine künstliche Beatmung unter Vollnarkose ist kein Spaß. Man hat zwar angeblich auch hier dazu gelernt, aber AFAIK überleben 50% der Patienten diese Behandlung nicht und die andere Hälfte ist wegen der zum Teil Wochenlangen (Fehl-?) Behandlung am Ende auf eine lange Reha angewiesen oder bleibt ein Pflegefall. Es ist mir unbegreiflich, wieso man nicht längst eine größere Feldstudie dazu angelegt hat. Vielleicht lag es ja daran, dass man im Sommer zu wenig C-19 Patienten hatte.

In Nano vom Freitag kam noch durch, dass selbst die Mehrheit der C-19 Positiven kaum andere Menschen anstecken. Angeblich seien 10% der Infizierten für 80% der Infektionen verantwortlich. Durch Sprechen und Singen würde der Ausstoß an Aerosolen um ein vielfaches erhöht und damit die Viruslast für andere Menschen. Vielleicht sollten in Bus und Bahn einfach mal alle die Klappe halten. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb sich so wenig Menschen in Kinos anstecken. Bei manchen Filmen stockt einem ja vor Schreck der Atem. :wink:
 
NeusserGletscher schrieb:
Diese Woche kam noch in WDR Aktuell ein Kurzbericht über die Klinik in Moers, welche gute Erfahrungen mit der unterstützenden Beatmung von C-19 Patienten anstelle einer künstlichen Beatmung gemacht hat.

Nennt man nichtinvasive Beatmung und wurde vorallem in Italien im Frühjahr auch schon im grossen Stil gemacht. Dabei können wohl aber Aerosole entstehen was das Personal gefährdet. Im Moment wird noch viel mit High-Flow-Beatmung ausprobiert, das ist noch ein weiteres verfahren.
 
^^ In dem Nano-Beitrag wurde auch erwähnt, dass das Maximum der infektiösen Phase eines Patienten vor dem Zeitraum liegt, an dem er künstlich beatmet werden muss. In Bezug auf Hygiene und Schutz des Personals hat man ja wohl mitlerweile dazu gelernt. Im Frühjahr gab es ja nicht einmal mehr genügend Schutzkleidung.
 
Klar, darum werden die Verfahren jetzt unter kontrollierten Bedingungen auch bei uns eingesetzt. Ob ein Patient dann noch infektös ist oder nicht spielt dann keine Rolle (so sicher kann man sich da am Anfang sowieso nie sein).
 
In Österreich wird jetzt klar, dass es die Politik wieder mal vermasselt hat. Habe heute auch auf FFP2 Masken umgestellt.
So langsam wird's für die Wintersaison kritisch. Ischgl will am 17.12. öffnen. Das ist ultra spät.
 
Tyrolens schrieb:
In Österreich wird jetzt klar, dass es die Politik wieder mal vermasselt hat.

Inwiefern?
Lockdown zu spät?
Warum wird das genau jetzt klar?

Tyrolens schrieb:
Habe heute auch auf FFP2 Masken umgestellt.

So wie die deutsche Kanzlerin? Seit einigen Tagen läuft sie statt mit Einweg MNS mit FFP2 oder KN95 Masken rum. War mir ein Zeichen, dass sie die Lage für kritisch hält. Habe meinen Vorrat dieser Dinger an die betagten Eltern und Schwiegereltern abgetreten....

Tyrolens schrieb:
So langsam wird's für die Wintersaison kritisch. Ischgl will am 17.12. öffnen. Das ist ultra spät.

Ich hoffe noch.

Allerdings ist mir nach einer Dorfrunde eingefallen, dass es sozial vielleicht nicht ganz ohne Folgen wäre, für den Winterurlaub die Dachbox vor aller Nachbarn Augen zu packen. Die Schadenfreude sollte doch was passieren wäre uns sicher...
 
Heute über 8.000 Neuinfektionen in AUT, Rückverfolgbarkeit bei ca. 25% und die Intensivstationen füllen sich rasend schnell.
Der Gesundheitsminister hat neue Maßnahmen angekündigt, allerdings für eine Phase, in der eh schon alles zu spät sein wird.

Ich habe mir tolle Faltmasken von UVEX geholt:

https://www.uvex-safety.com/de/produkte/atemschutzmasken/ffp2-atemschutz-faltmaske-uvex-silv-air-c-3200/

Die haben einen sehr guten Tragekomfort und v.a. beschlagen die Brillengläser weniger schnell.

Merkel denkt sich wahrscheinlich, dass jeder in ihrer Umgebung infektiös sein kann. Sie hat ja auch unzählige Menschenkontakte.
Ich persönlich mache mir eher Gedanken wegen Aerosole, weil jetzt die Heizsaison beginnt und sich leider kaum jemand Luftreiniger besorgt hat.
 
NeusserGletscher schrieb:
In Nano vom Freitag kam noch durch, dass selbst die Mehrheit der C-19 Positiven kaum andere Menschen anstecken. Angeblich seien 10% der Infizierten für 80% der Infektionen verantwortlich. Durch Sprechen und Singen würde der Ausstoß an Aerosolen um ein vielfaches erhöht und damit die Viruslast für andere Menschen. Vielleicht sollten in Bus und Bahn einfach mal alle die Klappe halten.
Vielleicht sollten einfach alle mal 2 Wochen die Klappe halten und nur noch per Tastatur kommunizieren, was wär das eine schöne, ruhige Zeit - und die Masken könnten wir uns dann auch sparen ;)
 
Tyrolens schrieb:

gratuliere dir :twisted:

Für den Alltagsgebrauch sind Masken, die mit einem Ventil versehen sind, nicht nötig und können sogar kontraproduktiv sein, weil durch das Ventil bei falscher Handhabung Atemluft direkt ausgestoßen wird und somit die Gefahr einer Tröpfcheninfektion des Gegenübers gegeben ist.

FFP2- und FFP3-Schutzmasken nur im medizinischen Bereich notwendig

Quelle: https://www.aekwien.at/home/-/asset_publisher/IpSuxAJP5I1A/content/id/552199
 
TONI_B schrieb:
...Aber bei den über 14-Jährigen wird es schwieriger - und diese Situation kenne ich leider zu gut, da ich nur 14- bis 20-Jährige Schüler habe. In der Schule, wenn sie beobachtet sind, halten sie sich brav an die Maskenpflicht, aber sobald die Lehrer weg sind...

Bei uns nichtmal dann. Also, den MNS lassen die meisten auf. Aber was mit den Dingern alles passiert, wenn die gerade nicht ihren eigentlichen Zweck erfüllen, wollt ihr gar nicht wissen. (Ich will das eigentlich auch nicht.)

Wir haben relativ viele SchülerInnen, die sich nicht an einfachste Regeln halten, aus unterschiedlichsten Gründen. Manche KÖNNEN es schlicht nicht.
Was noch sehr viel schlechter klappt als der Umgang mit den Masken ist Abstand halten. Machen sie nicht. Warum denn eigentlich auch? Sie sitzen danach eh zusammen im Bus. :rolleyes:

Immerhin habe ich das Glück, in einem der letzten verblieben Landkreise mit einer Inzidenz unter 50 (im Moment sogar unter 30) zu leben und zu arbeiten.
Und ich habe mit 13 SchülerInnen eine Klasse die kleiner ist, als woanders halbierte Klassen.

Also, ich selbst bin ja wenig betroffen. Aber ich bezweifle, dass es das Infektionsgeschehen positiv beeinflusst, wenn man Schule einfach so laufen lässt. Auch bei Klassen mit 30 SchülerInnen bei Inzidenzen über 200.
Und je nach Bundesland gelten Lehrer und MitschülerInnen von Infizierten nur als Zweitkontakt. Kein Test, keine Quarantäne.

Dass immer wieder behauptet wird, Kinder würden keine Rolle spielen ist sowieso nicht zu Ende gedacht. In Deutschland besteht eine 12jährige Schulpflicht. Da gehen nicht nur (kleine) Kinder zu Schule.
 
Schusseligkite schrieb:
Dass immer wieder behauptet wird, Kinder würden keine Rolle spielen ist sowieso nicht zu Ende gedacht. In Deutschland besteht eine 12jährige Schulpflicht. Da gehen nicht nur (kleine) Kinder zu Schule.
Naja, eigentlich neunjährig, effektiv wohl eher zehnjährig.
(Auch wenn das nicht so großen Einfluss auf deine Kernaussage hat.)
 
Nein. Die Schulpflicht ist 12jährig. Allerdings nicht zwingend Vollzeit. Schulunterricht während einer Ausbildung zählt mit.
Und man muss nicht 12 verschiedene Schuljahre besuchen. Wenn jemand oft genug ein Schuljahr wierderholt, kann er auch so 12 Jahre vollbekommen.

Tatsächlich kontrolliert geschweige ahndet das natürlich kaum jemand.
 
Schusseligkite schrieb:
Nein. Die Schulpflicht ist 12jährig. Allerdings nicht zwingend Vollzeit. Schulunterricht während einer Ausbildung zählt mit.
Und man muss nicht 12 verschiedene Schuljahre besuchen. Wenn jemand oft genug ein Schuljahr wierderholt, kann er auch so 12 Jahre vollbekommen.

Tatsächlich kontrolliert geschweige ahndet das natürlich kaum jemand.

Das kann man so nicht generell sagen, die Auslegung der Schulpflicht ist Ländersache:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schulpflicht_(Deutschland)
Berlin hat demnach nur eine Schulpflicht, die meisten anderen Bundesländer zusätzlich eine unterschiedlich ausgeprägte nachfolgende Berufsschulpflicht.
 
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